Vor Weihnachten in Reykjavik
Okay, in Island ist es im Winter dunkel. Und Schnee gibt es auch. Nicht viel. Es ist der wärmste Winter seit mehr als 150 Jahren. Nordlichter sind auch ehr selten geworden, wie man mir sagte, aber als wir in Reykjavik ankamen, begrüßten sie uns, nach einer anstrengenden Reise mit ihrem beruhigendem Aussehen.
Was tun die Isländer am Tag vor Weihnachten? Sie gehen einkaufen! In Massen!. Mittenmang die Touristen aus der ganzen Welt. Voll bepackt ziehen sie durch die Innenstadt. Der Duft von gebrannten Mandeln zieht durch die Gassen. Wenn das wenige Tageslicht verschwunden ist, die Einkäufe verstaut ist, der traditionelle Rochen zubereitet und gegessen wurde, dann ziehen sie wieder los in die Innenstadt. So sagt man jedenfalls. Und dann wird überall gefeiert. Da wollen wir doch einmal schauen, ob das auch so stimmt.
Ja, es stimmt. Es wird voller und voller auf dem weltbrühmten Laugervegur. Immer mehr Menschen kommen zusammen. Sie flanieren die Einkaufsstraße hinauf, gönnen sich ein Getränk, essen heisse gebrannte Mandeln, ziehen weiter, drehen eine Runde auf Schlittschuhen und laufen den Weg wieder in aller Gemütlichkeit zurück, um dann das Ganze wieder von vorne zu beginnen.