B2 Tunnel mit parallelen “Rettungsstollen” - eben nur oberirdisch
Letztens erhielt ich eine E-Mail, in der dem Starnberger Tunnel erneut “vorgeworfen” wurde, dass er doch keinen parallelen Rettungsstollen hätte und damit unsicherer wäre, als andere Tunnel mit einem parallelen Rettungsstollen (wie z. B. der doppelt so lange Kramer-Tunnel?).
Wenn wir mal annehmen, dass jede von der Feuerwehr befahrbare Strecke oder von der Feuerwehr anfahrbarer Haltepunkt, der sich in die Nähe des Tunnels befindet, als „Rettungsstollen“ bezeichnet werden darf, dann hat der Starnberger Tunnel für mich einen oberirdischen Rettungsstollen entlang des gesamten Verlaufs des B2 Tunnels. Oder noch eine andere Gegenüberstellung in Bezug auf den Begriff „Rettungsstollen“. Beide Tunnel, der B2 Tunnel und der Kramer-Tunnel, besitzen Rettungsstollen. Der Kramer-Tunnel hat einen 3.600 Meter langen parallel zum Tunnel verlaufenden Rettungsstollen und der B2 Tunnel hat sechs im Mittel bis zu ca. 130 Meter lange senkrecht zum Tunnel verlaufende Rettungsstollen. Da sehe ich keinen so richtigen Unterschied in Bezug auf die Sicherheit oder die Einsatzoptionen für die Feuerwehr. Beim B2 Tunnel wäre man sehr wahrscheinlich sogar noch viel eher wieder “im Freien” als im Kramer-Tunnel. (Ich unterstelle dabei, dass vom Rettungsstollen neben den beiden Ausgängen keine weitere Wege ins Freie führen. Wenn dem nicht so ist, freue ich mich über Hinweise und streiche dann gerne den vorherigen Satz.).
Mir erschließt sich aus den oben genannten Gründen nach wie vor nicht, warum ein 1.900 Meter langer paralleler Rettungsstollen den B2-Tunnel so viel sicherer machen würde, als die geplanten oberirdischen Zufahrten zu den Notausstiegen und die im Mittel maximal ca. 130 Meter langen geplanten senkrecht zum Tunnel verlaufenden Rettungsstollen.











