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Mein Verhältnis zum Mountainbike als problematisch zu bezeichnen, wäre vielleicht ein Tick zu viel. „Es ist keine große Liebe“ ein Tick zu wenig. Vielleicht hatten wir nicht genügend Gelegenheit, uns aneinander zu gewöhnen. Als ich anfing, Rad zu fahren, also: richtig Rad zu fahren, hatte ich auch schon einmal ein Mountainbike. Als mir das geklaut wurde, kaufte ich mir ein neues. Aber ich hatte noch nie großen Falle daran, durch den Wald zu Brettern und für die eher langen Strecken, die mir so liegen, ist ein Mountainbike eher ungeeignet. Jedenfalls waren es meine. Denn nach spätestens 60 km tat mir wirklich alles am Körper weh. Bisweilen hatte ich Lust, die letzten Kilometer einfach nur noch zu schieben. Und deswegen verlieh ich mein Mountainbike auch ohne Murren und Knurren an einem Freund und tauschte es später sogar gegen sein Rennrad ein. nicht zuletzt das ist der Grund, warum ihr hier so wenig über diese spezielle Gattung von Rädern gelesen habt in der Vergangenheit. Und nun stand ich dann nach der Odyssey zum Fahrrad da mit einem Sohn, der noch nie Mountainbike gefahren war, und zwei Mountainbikes. Na toll! Um frei nach Frank Zappa zu sprechen: this was Axels first confrontation with the Mountainbike (for quite some time). Also fingen wir erst mal einfach an. In einer Radtourenkarte, die in unserem Hotel auslag, gab es eine relativ einfach aussehende Tour von knapp 17 Kilometern hier rund um Bad Griesbach. Und siehe da, das klappte sehr gut (Zappa sagte: naturally, we went easy on him). Und mein Sohn war einigermaßen begeistert, wie ich auch. Die Räder schnurrten auch am zweiten Tag, an dem es schon etwas schwieriger und weiter wurde. Die Fahrt morgens führte über einige unbefestigte und steile Stücke, die uns ziemlich herausforderten. Der Knaller aber die Fahrt nachmittags, auf die mein Sohn bestand, wohl weil ihm die knapp 30 Kilometer morgens nicht ausgereicht hatten. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, auf dem Hügel, auf dem die Thermenlandschaft in Bad Griesbach etwas außerhalb des eigentlichen Ortes liegt, zu bleiben, etwas herumzufahren und die Gegend zu erkunden. Ganz ohne Route, einfach nach Karte. Komoot ermöglicht so etwas ja im „Aufnahme“-Modus. Also auf‘s Geradewohl los. Schon bald kamen wir aber vom Plan ab, als es über einen unbefestigten Weg erst sanft, dann steiler bergab ging. Wir fuhren ganz nach unten. Ich war froh, dass wir Mountainbikes hatten, so viele Schottersteine, Rillen, und Unebenheiten die Strecke hatte. Und so ging es dann weiter. Wir suchten und fanden Nebenstrecken, die mehr oder weniger befestigt waren. Einige stellten nicht viel mehr als zwei Spuren im Gras dar. Die Steigungen zum Teil fast unbezwingbar steil, vor allem noch auf dem Schotter-Untergrund. Die Abfahrten einigermaßen halsbrecherisch. Es war in der Hitze total anstrengend, aber die Aussichten über das Rottal und die wirklich einmaligen Eindrücke, etwa von ein paar alleinstehenden, aber voll tragenden Apfelbäumen auf der Höhe entschädigten für alles. Und die Anstrengung tat auch gut. Am Ende ging es dann dort wieder hinauf, wo wir am Anfang runter gefahren waren. Es war heiß und schwül und anstrengend. Aber wir kamen zwar nass geschwitzt und ausgepumpt, aber zufrieden und glücklich zurück ins Hotel. Eine kalte Dusche, eine satte halbe Stunde im heißen Wasser der Poseidon Therme und die Druckluft Massagedüsen auf allen verspannten Körperteilen brachten uns wieder auf Vordermann. Eines war klar: auf anderen Rädern hätten wir die Strecken nie bewältigen können. Mountainbike und ich: guter Start, so kann es weiter gehen.
Heute kamen irgendwie fast alle mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Kollegin wohnt in der nächsten Stadt und hat ein Ebike. Ihre Strecke geht nachhause fast nur bergab. 98m Gefälle.
Meine Strecke geht zur hälfte irre steil bergauf und die andere Hälfte auf und ab. Insgesamt 213m Steigung, zwischendrin 16m Gefälle. Habe ein normales Rad, ohne E.
Sie: Boah, ohne Hilfsmotor würde ich es nicht schaffen, es geht ja ganz schön auf und ab, richtig anstrengend.
Ich (in Gedanken): Bitte was?! Fahr mal meine Strecke, am besten noch die noch steilere Abkürzung, aber ohne Hilfsmotor, dann können wir darüber reden was steil ist, Weichei!...
Abenteuerfahrt Teil 2
Endlich oben? Von wegen! Nach meiner schon abenteuerlichen Fahrt durch das Tal der Kyll ging es dann in den Wald. Und was dort geschah, hatte ich ebenfalls nicht erwartet. Denn es ging über unbefestigte Wege und teilweise über sehr steile Rampen nach oben. Leider war das für mich zumindest vorher in der komoot Tour nicht ersichtlich, sonst wäre ich diese Fahrt nicht gefahren. Ich warne hier…
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Fahrt durch die Eifel
Hier der komoot Link: https://www.komoot.de/tour/494934079?ref=aso
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Der Rettungsstollen ...
(Quelle: Aubertunnel, Altenmarkt, Stand 10-2020)
So kann ein Rettungsstollen (bei uns dann bis zu den Aufgängen) aussehen:
Hell - gerne nur beleuchtet, wenn ein Bewegungsmelder “anschlägt” - und ausreichend geräumig.
Und die 10% Steigung, die hier auf dem Foto gar nicht so sichtbar sind und im Aubergtunnel auch in Richtung Fluchtweg bergab verlaufen, waren auch auf dem Weg zurück in den Tunnel - also bergauf - nicht so steil, wie das von manchen in den letzte Jahren gefühlsmäßig vermittelt wurde.
Ich gebe allerdings zu, dass diese Steigung mit Rollstühlen ohne Hilfe durchaus einer gewissen Anstrengung bedarf. Und sollte wirklich eine Situation im B2 Tunnel eintreten, dass ein Rollstuhlfahrer durch den Rettungsstollen fahren müsste, gehe ich auch im Rahmen einer möglichen Panik davon aus, dass es hier Mitflüchtende geben wird, die da unterstützend tätig werden würden. Und bei den jetzt geplanten 2,5% Steigung ist auch das eigentlich überhaupt kein Thema mehr.
Wer zu oft übertreibt, dem glaubt man nicht ...
Im Planänderungsverfahren ist ja zu lesen:
“Die Längsneigung des Stollens wird von 10 % auf 2,5 % angepasst, um das Sicherheitsniveau für die Selbstrettung zusätzlich zu erhöhen. Dies vergrößert ebenso die Tiefe des Notausstiegschachtes.”
Und bei einer erneuten Studie der Planfeststellungsunterlagen von 2007 hat ich es auch gefunden:
Insofern ist mir im Beitrag https://www.politik-starnberg.de/post/187229678701/die-wahrheit-lügt-quelle-oben-flyer-dialog nach mehreren Jahren auch einmal ein Fehler unterlaufen, da zu vermuten ist, dass im Juli 2019 noch Keinem bekannt war, was das Staatliche Bauamt bereits längst intern geplant hatte und dann einen Monat später im August 2019 veröffentlicht hat.
Insofern ziehe ich meine damalige Aussage zurück.
Da dieser “Fehler” dann im Dezember 2019 aber wohl lieber wahltaktisch (ohne Erfolg) ausgenutzt werden wollte (https://www.politik-starnberg.de/post/189699118578/hinzunehmen-beleidigung-üble-nachrede-oder), ist die ganze Sache dann wohl als unentschieden anzusehen und hat sich damit erledigt.
Man hätte mir in diesem Fall ja auch die mir offensichtlich nicht bekannten Informationen mitteilen können. Ich habe kein Problem damit, aufgrund neuer mir bisher nicht bekannter Informationen auch meine eigenen Aussagen zu korrigieren.
Ich bitte meine Leserinnen und Leser, mir immer mitzuteilen, sollte sich in einem Beitrag mal ein Fehler eingeschlichen haben.
#lettheweekendbegin #leipzig #102 #prozent #steigung