Vorneweg: Ich habe mich schon nach wenigen Minuten in die Insel und nach dem ersten Tauchgang in die Fische und das Gefühl der Schwerelosigkeit verliebt. Aber von vorne und sorry, dass es so lange gedauert hat..
Koh Tao ist die kleinste der drei südlichen thailändischen Inseln, man kann mit dem Auto in weniger als 10 Minuten vom einen Ende zum anderen fahren. Der Haupthafen, in dem wir auch mit dem Lomprayah Catamaran angekommen sind liegt in Mae Haad (in diesem Ort waren wir übrigens vor 3 Jahren auch), wir haben einen Strand weiter nördlich, in Sai Ri gewohnt. Ein wirklich sehr, sehr schöner Strand, das tolle war: Es gab so eine Art "Fußgängerzone" zwischen Strand und Straße an der sich alle Resorts und Geschäfte, etc. aneinanderreihen.
Neben eben diesen findet man allerdings vor allem Tauchschulen auf Ko Tao, denn hier ist das Tauchen sogar für asiatische Verhältnisse wirklich günstig. Für das Rausfahren mit dem Tauchboot für etwa 4 Stunden mit 2 Tauchgängen an unterschiedlichen dive sites zahlt man hier etwa 1800 Baht, das sind etwa 40€ inklusive Verpflegung und Equipment... Deswegen taucht hier auch fast jeder Urlauber...
Allerdings ist "Urlauber" vielleicht die falsche Bezeichnung, denn hier ist wirklich Nebensaison. Die Resorts sind alle zu vielleicht einem Drittel, vielleicht zur Hälfte gefüllt und die Tauchlehrer hängen zum großen Teil selbst am Strand herum, da sie keine Kurse geben. Diejenigen, die jetzt hier sind, sind entweder Familien mit sehr kleinen Kindern oder Traveller, die seit Monaten in Asien rumreisen oder solche wie wir, die Thailand als eine Art Zwischenstop eingebaut haben.
Unsere Hütte war die erste in der Reihe, vielleicht 20 Meter vom Strand entfernt, Direkt gegenüber waren die Schulungsräume der Tauchschule, ziemlich schick auf solchen Pfählen errichtet, so dass man sich unten drunter schön im Schatten auf große Kissen setzen konnte. Dieser blaue Zaun stört das Bild etwas, ja. Aber die bauen da gerade einen neuen Pool extra für die Tauchausbildung, der sehr, sehr tief ist und einen bouyancy garden integriert hat, also so eine Art Unterwasserspielplatz. Daher soll ihnen das mal verziehen sein.
Wir haben den gesamten Tauchkurs ja auf Englisch gemacht, weil wir dachten, "Hey! Gar kein Problem, wir können ja gut Englisch". Am Ende war das auch wirklich gut, da es einiges gebracht hat sich da reinzuhören, aber am Anfang waren die ganzen Tauchbegriffe auf Englisch schon etwas seltsam. Mein liebstes Tauchwort ist und bleibt aber wirklich bouyancy oder bouyancy control device, kurz BCD. (Das sind diese Jacken, die man als Taucher trägt um die Tarierung im Wasser zu behalten und an denen die Flasche befestigt wird.)
Mit der Tauchschule und mit unserer Lehrerin waren wir übrigens mehr als zufrieden und hatten wirklich Glück. Wir sind zufällig an eine der zwei einzigen Tauchschulen in Thailand geraten, die zum einen eine extrem moderne Kompressionsanlage hatten, weshalb wir unter Wasser sauberere, also gefilterte, Luft geatmet haben als über Wasser und die selbst einen Nitrox-Techniker haben, sodass wir umsonst einen Tauchgang mit angereicherter Luft (also mit einem höheren Sauerstoffanteil) machen konnten. Hört sich nicht so toll an, aber das kostet in anderen Tauchschulen recht viel Geld, weil diese Anreicherung wohl technisch nicht ganz ohne ist.
Wir haben unseren Open Water Diver als auch unseren Advanced Open Water Diver (damit sind wir offiziell etwas erfahrener und dürfen bis auf 30m tauchen) zu Dritt gemacht, weswegen wir gerade unter Wasser nach unseren "Übungen", die für das Zertifikat wichtig sind, eben auch noch viel Zeit hatten um einfach ein bisschen rumzuschauen und uns die Korallen und Fische, etc. genauer anzuschauen... Das war wirklich klasse so. Erst an dem Tag, als wir gefahren sind kam dann ein neuer Open Water Course zu Stande und der Tauchlehrer hat einfach direkt am Strand unterrichtet, sehr cool...
Wir waren wirklich traurig, als wir dann vorgestern die Insel verlassen haben um weiter nach Ko Phangan zu fahren... Klar, hier ist es auch schön, aber an den Charme dieser Insel, speziell dieser Tauchschule und dieses Strands, kommt so schnell nichts mehr dran, wirklich. Ganz klare Empfehlung: Wer nach Thailand reist, muss, muss, muss einen Abstecher auf die Insel machen und sollte sich einen Tauchkurs gönnen... Am besten beim Sairee Cottage Diving. Es lohnt sich wirklich.
(Nein, ich wurde nicht bestochen.)
PS. Ich hoffe, dass das jetzt genug Bilder waren und ich euren Ansprüchen gerecht geworden bin. :P Leider musste ich die Qualität aufgrund der schlechten Internetverbindung hier stark reduzieren. Ich hoffe, das stört nicht zu sehr.