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Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an eine heftige Diskussion, in der mit heiligem Eifer darüber gestritten wurde, ob gefärbte Eierschalen in die Biotonne oder in den Restmüll gehören. Wirklich rührend! Denn tatsächlich werden solche engagierten Debatten zum Thema Abfall-Logistik unseren inzwischen fast komplett verdreckten Planeten nicht mehr aus der Jauchegrube ziehen können. Das haben jüngst sehr ernst zu nehmende wissenschaftliche Studien mit grausamem Realismus belegen können:
Alarmierende Studie – Die Welt mutiert zur Müllhalde
In dem Artikel heißt es wörtlich:
Jeden Tag produziert die Weltbevölkerung nach Schätzungen rund 3,5 Millionen Tonnen Müll. Wenn sich am Verhalten der Menschen nichts ändert, werden es im Jahr 2100 täglich mehr als elf Millionen Tonnen feste Abfälle sein (…)
Gehen Sie einmal mit diesem Wissen im Hinterkopf durch einen ganz gewöhnlichen Supermarkt oder durch Ihren Lieblings-Discounter. Da werden Sie auf Anhieb derart
sehen, dass Ihnen glatt der Appetit vergehen könnte. Vor allem dann, wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass all dieses Plastikzeugs schon jetzt mitten in unser aller Nahrungskette angekommen ist. Und dass der Zustrom dieser Umweltkatastrophen-Grundlage weder abreißen noch versiegen wird.
Bedeutungslose Diskussionen darüber, ob der Müll nun in die grüne oder die braune oder die graue Tonne gehört, kranken also bereits an der Basis. Denn nur der Müll ist ungefährlich, der gar nicht erst entsteht. So lange dieser Kerngedanke sich nicht in den Köpfen der Konsumgesellschaftsmitglieder erfolgreich festsetzen und aktivieren kann, sollen die Leute ihre kunterbunten Eierschalen von mir aus mitsamt der ach so appetitlich transparenten Plastikumverpackung direkt in den nächsten Fluss werfen. Denn genau da landet der ganze unkaputtbare Plunder sowieso früher oder später.
Wir alle wohnen auf einer galaktischen Müllkippe, auf die wir selbst jeden Tag immer noch eine weitere Schippe draufsatteln. Und daran wird sich, der Bequemlichkeit und der Verführbarkeit des Wohlstandsbürgers eingedenk, wahrscheinlich nichts ändern. Auch wenn den demnächst 11 Milliarden Dreckschleudern auf zwei Beinen das eines trüben Tages ziemlich mächtig stinken wird.