Geplant war es ja eigentlich schon viel früher, aber wie das so ist, schiebt man unangenehme Sachen gerne etwas länger vor sich her. So kam es, dass wir zwar auf Anraten der Zahnärztin den Schnuller sofort am nächsten Tag nach dem Arztbesuch tagsüber verbannten, aber der Schritt zur nächtlichen Schnullerlosigkeit hat jetzt doch noch mal ein paar Monate gedauert. Zu süß sah Olivia mit dem Ding in der Schnute aus, zu einfach war es sie doch damit mal eben schnell zu beruhigen.
Die ganze Prozedur bis hin zum Besuch der Schnullerfee lief bei uns tatsächlich etwas holprig ab. Den Verzicht tagsüber hatten wir eigentlich ganz gut, und vor allem konsequent, durchgesetzt. Dann wurde Olli kränklich und die Mutter schwanger und daher weniger nervlich belastbar und -schwups- war dann die erste Ausnahme gemacht. Da wir ein cleveres und durchaus kreatives Kind haben, war dann schnell das “Wenn Du auf der Couch schlafen willst und die Augen zu machst, dann bekommst Du den Schnuller” auf ein “Mama, hab Augen zu!” im Kinderwagen/Auto/Boden/Garten/Rutsche ausgedehnt und schwer von mir wegdiskutierbar. Und so kam es, dass wir den ersten erfolgreichen Schritt peu à peu wieder aufweichten und uns dauernden Diskussionen mit der kleinen Dame gegenüber gestellt sahen.
Das ging soweit, dass mir die Vorstellung, dass Olivia vielleicht eine Woche nicht gut schläft weniger schlimm erschien, als die Vorstellung weiterhin mit ihr dieses Thema permanent diskutieren zu müssen. Und so war die Schnullerfee dann ganz plötzlich doch wieder ein großes Thema bei uns.
Wir bastelten eine Kiste, malten sie an, klärten was Olli gerne von der Schnullerfee hätte und gingen ein paar Tage (oder Wochen?) diesen ganzen Ablauf durch. Durchziehen wollten wir es dann mal an einem Wochenende. Aber auch das entschied Olivia anders und wollte, dass die Schnullerfee gerade an dem Abend kommen sollte, als wir von einem Mädelstrip zu meinen Eltern zurück gekommen sind. Mein angelesenes Erziehungshirn sagte natürlich direkt “Hm, schwierig!”, aber andererseits: Gibt es wirklich den perfekten Zeitpunkt für so etwas? Wir entschieden nein und zogen es an dem Abend durch. Schnuller einpacken, kurz erklären, dass auch der Lieblingsschnuller mit weg kommt, und einen kleinen Heilkrampf später schlief sie.. Ohne Schnuller.
Das Gesicht von Olivia am nächsten Tag, als sie sah dass die Schnuller wirklich weg sind und da tatsächlich ein Roller für sie steht, werde ich nie vergessen. Ich glaube, bis dahin dachte sie wirklich wir erzählen ihr nur eine Geschichte. Nun wurde es real und die ganze Sache auch noch den ganzen Tag thematisiert und für sich selber geklärt.
Seitdem hat sie nicht mehr nach dem Schnuller gefragt, aber wirklich gut einschlafen tut sie gerade auch nicht mehr. Ob das am Schnuller liegt? Vielleicht. Kann aber auch an den ganzen anderen Veränderungen liegen, die gerade hier so passieren. Dazu aber in einem separaten Post mehr.
Von daher: Oh weh, oh weh, die Schnullerfee-war ganz ok.
Schnuller Test – die besten Schnuller im Vergleich Babys (und auch viele Kleinkinder) haben einen von der Natur gegebenen Saugreflex. Nuckeln ist ein natürliches Bedürfnis des Kindes. Dieses zu berücksichtigen ist wichtig und sollte (vor allem in der frühen Phase) nicht unterbunden...