Eisig und spottend prasselt der Regen auf meinen Schirm. Die Sonne, die eben noch ihre wärmenden Blicke über die Straßen hat schweifen lassen, versteckt sich hinter einer weinenden Fratze aus dunklen Wolken. Mit aller Gewalt versucht nun der Regen an meinem Schirm vorbei meine Jacke zu durchnässen und die durch die Reißverschlüsse eindringende Kälte zu begleiten. Doch erst wenn ich den Schirm nicht mehr schützend vor mich halten kann, wenn der Sturm mir den letzten Millimeter des Griffes aus der Hand reißt, lasse ich die Regentropfen, die Blitze und Hagelkörner zu meinen eigenen Tränen, meinen eigenen Schluchzern werden. Denn wenn der Sturzregen einsetzt bedeutet ein Tropfen nichts mehr, ein einzelner Blitz verliert seine Bedeutung im Gewitter und die rollenden Grolle der Donner zu werden leeren Echos ihrer Selbst.










