Karl Heinz Haag schrieb in der Festschrift zum 60. Geburtstag von Adorno: »Alle Vermittlungsversuche von Allgemeinem und Besonderem – von Aristoteles bis hinauf zu Hegel – enden in einer Bestimmung des Nichtidentischen durch Identität.« Dem unwiederholbaren Einzelnen kann nach Adorno jedoch nur ein Denken gerecht werden, das den »Vorrang des Objekts« anerkennt. Denken möchte die qualitative Besonderheit seiner Gegenstände erschließen. Dafür müsse es anerkennen, dass es in seinem ureigenen Medium, dem Begrifflich-Allgemeinen, nie ganz an die Gegenstände heranreichen kann. Aber Denken, das dessen eingedenk ist, könnte sich für das öffnen, was sich seiner begrifflichen Reduktion entzieht.
Gerhard Schweppenhäuser
















