Geburtstagsgruß an Marx (Tageszeitung junge Welt)
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Geburtstagsgruß an Marx (Tageszeitung junge Welt)
Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) teilten am Sonntag zum Marx-Gedenken in dessen Geburtsstadt Trier mit:
(…) Die Enthüllung der von der chinesischen Regierung an die Stadt Trier gestifteten Marx-Statue wurde von DKP und SDAJ mit roten Fahnen und Sprechchören begleitet. (…) Anschließend nahmen 150 Personen an einer Konferenz unter dem Titel »Marx hat Zukunft« teil. Im überfüllten Bürgerhaus Trier-Nord feierte dabei die SDAJ zugleich den 50. Jahrestag ihrer Gründung. Am 5. Mai 1968 hatten vorwiegend Schüler, Schülerinnen, junge Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte die Organisation in Essen gegründet. Lena Kreymann, Vorsitzende der SDAJ, sagte anlässlich dieses Jahrestags auf der antikapitalistischen Demonstration in Trier: »In der SDAJ organisieren sich seit fünf Jahrzehnten Jugendliche, die für ihre Rechte streiten wollen und die erkannt haben, dass es sich gemeinsam besser kämpft als alleine. Sie organisieren sich an den Schulen und in den Betrieben, und sie haben erkannt, dass es etwas grundlegend anderes braucht als den Kapitalismus. In der SDAJ organisieren sich Jugendliche, die der Perspektivlosigkeit die Perspektive entgegenstellen, der schon Karl Marx sein Leben gewidmet hat: den Sozialismus.« Zu den erfolgreichen Aktivitäten erklärte Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP: »Wir brauchen den ganzen Marx, und wir brauchen ihn in der Praxis. Unser Geburtstagsgruß an Marx ist und bleibt es, ihn mit den Klassenkämpfen der Gegenwart in Verbindung bringen.«
Die deutsche Sektion der Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) berichtete am Sonntag von ihrem Jahrestreffen in Köln:
Etwa 100 Ärztinnen und Ärzte der IPPNW diskutierten im Rahmen ihres Jahrestreffens am Wochenende in Köln über die drängendsten friedenspolitischen Themen unserer Zeit. So warnten sie vor den gefährlichen Entwicklungen im Nahen Osten, die jederzeit zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Israel und dem Iran führen können. (…) Mittelfristig solle eine umfassende Konferenz zur Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten einberufen werden unter Einbeziehung aller Staaten der Region.
In einer weiteren Resolution verurteilten die Ärztinnen und Ärzte die anhaltende Gewalt und militärische Auseinandersetzungen in Syrien durch alle Kriegsparteien. Sie kritisierten die völkerrechtswidrige Bombardierung Syriens durch die USA, Großbritannien und Frankreich sowie den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien und forderten die deutsche Bundesregierung auf, die Bundeswehr-Einsätze in Syrien, Jordanien und der Türkei sowie an der östlichen Mittelmeerküste zu beenden. (…) Des weiteren sei eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zur syrischen Regierung notwendig, mit dem Ziel, auf alle Konfliktparteien konstruktiven Druck in Richtung inklusiver und umfassender Friedensverhandlungen ausüben zu können. Bei einer öffentlichen Aktion am Dom am Sonntag bekräftigten die Ärztinnen und Ärzte und Medizinstudierende ihre Forderung nach einer Friedenslösung für Syrien und informierten Passanten über zivile Lösungen als Alternative zu Militäreinsätzen. (…)