Startupnight meets USA
Heute Abend ist es soweit: Die Startupnight öffnet zum fünften Mal ihre Türen. Was euch dieses Mal erwartet und welche Rolle die USA dabei spielt, erfahrt ihr hier.
In diesem Jahr gibt es neben den rund 250 Start-ups, die sich an einer der vier Locations in Berlin-Mitte präsentieren einige Neuheiten. So wird es nicht nur ein Programm auf der Hauptbühne in der Repräsentanz der Deutschen Telekom geben, sondern zum Beispiel auch Pitch Sessions im Deutsche Bank Atrium.
Außerdem ist in diesem Jahr die USA als Partnerland dabei. Passend dazu haben die Teilnehmer des Start Alliance goes NYC Pitches die Chance, eine Reise nach New York zu gewinnen. Das wäre mit Sicherheit für viele Start-ups ein Highlight. Immerhin gehört New York neben dem Silicon Valley zu den internationalen Top Start-up Hubs. Aber wieso eigentlich?
Was unterscheidet die Start-up Ökosysteme in den USA von denen in Europa bzw. Deutschland?
Dr. Burton Lee, Professor für European Entrepreneurship & Innovation an der Stanford University ist derzeit zu Gast in Berlin und hat gestern bereits im Rahmen eines Pressefrühstücks der Startupnight seine Sicht dargestellt. Ihm zufolge spielen hier verschiedene strukturelle und kulturelle Faktoren eine Rolle. Zum einen würde der Fokus in Deutschland nach wie vor auf Hardware anstelle von Software gelegt. Hardware Start-ups sind jedoch in der Regel kapitalintensiver und wachsen deutlich langsamer als Software Start-ups, was sie für Investoren unattraktiver macht.
Zum anderen seien in den USA die Universitäten mit ihren vielen Ausgründungen im Zentrum des Wachstums - mit engen Verbindungen zu Unternehmen. In Deutschland sei dies nicht der Fall. Hierzulande spiele hingegen der Staat eine deutlich zentralere Rolle.
Was sollte sich in Deutschland ändern?
Um die Start-up Ökosysteme in Deutschland weiterzuentwickeln ist nach Meinung von Dr. Lee insbesondere folgendes entscheidend: es müssten deutlich mehr Software Start-ups gegründet werden und der Bereich Consumer Software sollte von der Wertschätzung her auf eine Stufe mit Hardware oder B2B-Software gestellt werden. Nötig hierfür sei zum Beispiel auch eine Umstellung der Informatik Fakultäten in Richtung Computer Science. Durch eine zentralere Rolle der Hochschulen und mehr hochskalierbare Start-ups (Stichwort: Software) würden dann auch mehr ausländische Investorengelder angezogen werden.
Foto © IHK Berlin













