August bis Oktober 2018
Der Supergau tritt ein
Weil in Berlin gerne mal unbewohnbare Wohnungen vermietet werden, muss ich wegen einer Trockenlegung zwei Monate in eine leerstehende Wohnung umziehen – natürlich ohne Wlan, was so ungefähr der Supergau ist. Ich überlege, welche Alternativen es gibt: neues Wlan durch einen Telefonanbieter schließe ich aus, da das viel zu lange dauert, das Gleiche gilt für Varianten durch Kabelanschluß.
Also durchforste ich das Internet nach Surfsticks, die das Wlan ersetzen können. Ich finde schnell heraus, dass solche Sticks keine Lösung sind, da das Volumen, das mitgeliefert wird, viel zu klein ist. Zudem sind die Surfsticks für meinen Gebrauch komplett überflüssig, weil ich über mein Smartphone einen mobile Hotspot einrichten könnte. Das Problem ist immer das knappe Datenvolumen, das in Deutschland bei den Mobilfunkverträgen üblich ist. Schließlich stoße ich aber auf den Gigacube von Vodafone, der zumindest 50 GB Daten beinhaltet und sehr flexibel einsetzbar ist.
Er wird in wenigen Tagen geliefert und ich muss lediglich die SIM-Karte einsetzen und das Gerät am Strom anschließen. Gut, das Einsetzen der SIM-Karte erweist sich als ein bisschen fummelig, aber mit ein bisschen Hin- und Herruckeln funktioniert auch das. Zunächst bin ich skeptisch, ob das Netz wirklich gut genug ist, um Filme und Serien zu streamen, aber sie laufen einwandfrei.
Um mit dem Datenvolumen über die Runden zu kommen, ändere ich bei Netflix und amazon prime die Qualität der Videos auf die geringste Auflösung (wobei ich in meinem Notebook keinen Unterschied sehe) und überlege bei anderen Videos, ob ich sie wirklich ansehen muss. So kann ich auch ohne Wlan die zwei Monate überstehen ohne in eine elementare Krise zu geraten.
(Tanja Braun)













