Die Arbeit mit Texten ist ein wichtiger Teil des Lernens. Texte beinhalten schriftliche Texte (z.B. Zeitungen, Bücher, usw.) und mündliche Texte (Podcasts, Radio-Nachrichten, usw.). Egal was man lernt, begegnet man verschiedene Arte von Texten, z.B. Vorlesungen und Artikeln, die man für die Uni lesen muss.
Heute sehen wir, wie man das Verstehen von Texten fördern kann. Der Fokus ist heute auf Lesetexte beim Sprachenlernen, aber die Inhalte heute kann man in mündlichen Texten übertragen und auch in ein anderes Thema (nicht Sprachenlernen, sondern Physik oder Biochemie).
Was weiß man über den Lesetext? Was für einen Text ist es? Ein Zeitungsartikel? Ein Blog?
Was versteht man, wenn man den Titel liest? Gibt es Bilder? Was sind in den Fotos? Was ist das Thema des Textes? Was ist deine Vermutung?
Diese Fragen helfen beim Verstehen und sie aktivieren die Vorkenntnisse der Leser.
Es ist wichtig, dass man trainiert, nicht Wort-für-Wort zu lesen. Besonders beim ersten Lesen ist das unnötig. “Der erste Schritt ... führt dazu, die wichtigsten Textaussagen zu erfassen” (Ballweg et al., 2013, p. 168) Man soll ein globales Verstehen des Textes bekommen. Man kontrolliert hier, ob die Vermutungen, die man vorher gestellt hat, richtig sind.
Nachdem man ein globales Verständnis erhält, beginnt man noch mal den ganzen Text zu lesen. Diesmal ist das Ziel, das man den Text selektiv oder auch detailliert versteht.
Selektives Verstehen bedeutet, dass man nur auf bestimmte Information aus dem Text abzielt. In einem Text über Schulerfahrungen ist es, zum Beispiel, dem Leser nur wichtig, was für Erfahrungen die Schüler in der 9. Klasse haben. Die anderen Klassen sind ihm unwichtig, deshalb fokussiert er nicht auf die Information über die anderen. Beim detaillierten Verstehen möchte/sollte man alles verstehen.
Je nach Bedarf kann man entweder selektiv oder detailliert lesen. Nach dem Lesen sollte man kontrollieren, wie viel man eigentlich verstanden hat. Dazu sind geschlossene Aufgaben gebraucht (die keine oder nur wenig eigene Produktion voraussetzt). Das heißt, es gibt keine offenen Fragen. Alle Antworten zu den Fragen müssen im Text gefunden werden können. Beispiele von geschlossenen Aufgaben sind
Ergänzung von geschlossenen Tabellen
Lückensätze oder Lückentexte.
Reflexion über den Leseprozess
Man liest, aber wie man liest ist nicht immer bewusst. Bei der Reflexion denkt man über was gemacht wird. Was hat geholfen, effizient zu lesen? Was hat nicht geholfen? Wie kann man nächstes Mal besser machen? Bei der Reflektion kann man auch darüber nachdenken, was man einfach / schwierig verstanden hat und warum das so war.
Ballweg, S., Drumm, S., Hufeisen, B., Klippel, J., & Pilypaitytė, L. (2013). Wie lernt man die Fremdsprache Deutsch? (Vol. 2). Staßfurt: Klett.