summer academy
Heute nehme ich mit Anna Clara Lehmann Martins, Haochen Ku und Juma Noah Omollo an einem Round-Table-Gespräch der Sommerakademie des MPI für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie teil. Wir diskutieren aus vier unterschiedlichen Perspektiven folgende Frage: When does law begin? Ich bringe die Perspektive einer Rechtstheorie ein, die sich für dasjenige am Recht interessiert, das man Bild, Fiktion und Technik nennt. Immer dann, wenn etwas anfängt, fängt auch das Recht an. Anfangen ist legal technique in Yan Thomas Sinne; es ist darüber hinaus aber auch eine juridische Kulturtechnik, also eine Technik, die zwar rechtlich zum Einsatz kommt, aber nicht nur rechtlich zum Einsatz kommt. Heute stelle ich die Operation lancieren/launchen vor. Man braucht dafür eine Lanze, etwa einer der Lanzen der Dämmerung, von denen Philippe Descola spricht, und man braucht ein Operationsfeld, zum Beispiel einen Acker oder eine Tafel, auf deren Grund man die Lanze nutzt, um etwas vom Recht zu lancieren/ zu launchen. Die Aufstellung einen Gnomon (eines kosmographischen Objektes) verlangt zum Beispiel, die Lanze in den Boden zu rammen. Damit kann man sich und andere in Raum und Zeit orientieren, also zum Beispiel Zeit messen. Man kann dann mit einer Illusion Zeit haben, zum Beispiel mit der Fiktion, alles was in Sichtweite der Lanze wäre, wäre zur gleichen Zeit am gleichen Ort und würde eine Gegenwart, zum Beispiel die Moderne, teilen.














