An einem regnerischen Tag.
Wir liefen nebeneinander. Doch da war etwas unaussprechliches zwischen uns. Ich konnte dich nicht mehr lieben und ich wusste das. Und dann dieses Wetter. Regen, der auf der Asphalt prasselt, der trübe graue Himmel, alles scheint monochrom, als wäre die Welt in Grautöne getaucht. Ein Unbehagen macht sich in mir breit. Du nimmst meine Hand und ich will das einfach nicht mehr. Ich halte für ein paar Schritte durch. Dann befreie ich meine Hand. Ich rauche eine Zigarette. Ich rauche eine Zigarette, um deine Hand nicht mehr in meiner spüren zu müssen. Denn ich ertrage diesen Kontrast zwischen dir und mir einfach nicht mehr. Ich zünde mir die Zigarette an und nehme einen tiefen Zug. Als würde er wieder alles gut machen zwischen uns. Ich atme aus und merke, dass ich naiv bin und das so nicht funktioniert. Du redest von irgend etwas, ich höre nur so halb zu. Alles macht mich so traurig. Du nimmst wieder meine Hand. Ich spüre deine Wärme und kann es doch fast genießen. Diesen Kontakt deiner Haut und meiner. Was uns verbindet ist ein Stückchen Haut. Du bleibst plötzlich stehen und starrst gerade aus auf die Straße. Ich folge deinem Blick und sehe es. Da liegt ein Tier, ich sehe nur Fell. Ganz durchnässt liegt da ein Hund auf der Straße, Blut läuft in den Kanal, der Regen hat zugenommen und bildet einen Fluss. Grau und Rot mischen sich. Der einzige Farbklecks in dieser grauen Welt ist das Blut dieses Hundes. Wie in Trance renne ich dort hin, doch es ist zu spät. Es bewegt sich nichts mehr. Kein Atem. Nichts. Plötzlich scheint alles ganz ruhig zu sein. Da sehe ich die große Wunde, die heraustretenden Organe. Ich bin voller Blut. Ich bin voller Blut. Die einzige Farbe. Ich gehe zu dir zurück, nehme allen Mut zusammen und sage „das war es jetzt.“, drehe mich um und schaue nie wieder zurück. Das war es jetzt.









