Porte (1967) by Kostas Tsoklis (b. 1930)
seen from Malaysia
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from Malaysia
seen from Philippines
seen from United States
seen from Austria

seen from Malaysia

seen from United States

seen from Israel
seen from Austria

seen from Singapore
seen from El Salvador
seen from United States
seen from United States

seen from United States

seen from United States

seen from United States

seen from United States
Porte (1967) by Kostas Tsoklis (b. 1930)
Untitled by Kostas Tsoklis (b. 1930)
Watermelons (Epikentro Gallery, Patras-Greece, 1996)
by Kostas Tsoklis (b. 1930)
A major pilgrimage site for Orthodox Christians and home to more than 700 churches, the Aegean island of Tinos has developed a faithful following for its many other miracles – food, hiking, surfing, wild beauty, and Art. In fact, Tínos has attracted artists since antiquity and one of them is the contemporary Greek artist Costas Tsoclis who currently showcases his new work at the Costas Tsoclis Museum, offering to all visitors the opportunity to enrich their holidays aesthetically, as well as their souls by bringing them in contact with contemporary art.
The exhibition, titled “Prayer”, which will be running through September 30, 2020, celebrates the Tree in its various forms. It is a thought-provoking exhibition that confronts the destruction of nature by inviting the viewers to see beyond the image. As the 90-year old tireless artist, Costas Tsoclis explains:
“A tree whose ever-changing image beautified my life broke and revealed to me its specific and enduring truth: the “wood” which had been hidden under its ephemeral image for so long. With my latest work, I try to unite the image, the source of the image, and the use of this source in a single artistic event”.
Sehnsuchtsort:
Aphrodite‘s Rock (Kouklia, Zypern)
34° 41′ N, 32° 35′ O
“Ten Points of Vision” Nature does not need the intervention of skilled or unskilled middlemen to be transformed into Art. The right circumstances and the right viewing point of the audience – connoisseur shall suffice.
Costas Tsoclis
Am späten Nachmittag des 30. Juli 2017 erreichten wir den Parkplatz nahe dem Aphrodite-Felsen. In knapp einer Stunde sollte hier die Installation „Ten Points of Vision“ des griechischen Documenta- und Biennale-Künstlers Costas Tsoclis feierlich eröffnet werden. Wir betraten das Aussichtsplateau, dreißig Meter hoch über dem Meer. Dort standen zehn gewaltige Bilderrahmen aus Metall, die in der Sonne glänzten.
Vielleicht fünfzig Gäste, darunter Christian und ich, applaudierten, als Dr Christos Patsalides, Chairman von Páfos 2017, die Veranstaltung eröffnete und das Künstlerteam um Costas Tsoclis begrüßte. Die üblichen Reden wurden gehalten, denen ich mehr oder weniger interessiert, zuhörte.
Bis Tsoclis selbst ans Mikrofon trat und seine Idee der Installation erläuterte: “We shall isolate 10 pieces of land, without cutting them off from the general natural landscape – as opposed to what happens when a photo is taken, or what is seen from a window – and we shall unify them with certain sculptural elements, so as to create another reality.”
Das faszinierte mich, ich schlenderte ein wenig umher und betrachtete durch die Rahmen die Landschaft. Aus einer banalen Aussichtsplattform an der Westküste Zyperns wurde ein einmaliges Erlebnis. Durch einen der Bilderrahmen näherten sich am Horizont rasch Schiffe. Sarazener auf Beutezug. Doch oben auf dem Felsen erkannte ich den byzantinischen Held Digenis Akritas. Er schleuderte einen gewaltigen Felsen hinunter ins Meer und versenkte so die plündernden Schiffe.
Ich ging zum nächsten Rahmen, in dem der von Akritas geworfene „Pétra toú Romioú“, der Felsen des Römers, von Wellen umspült im Wasser lag. Die Sonne tauchte den Rahmen und die Szenerie in glitzerndes Licht. Ich rieb meine Augen. Träumte ich? Unten stieg eine schwarzgelockte nackte Frau aus dem Wasser, unter ihren Füßen sprossen Blüten aus dem Boden. Aphrodite, die Schaumgeborene, die Göttin der Schönheit, Liebe und der sinnlichen Begierde, entstieg den Fluten.
Der Gedanke an ihre Zeugung riss mich aus dem Bild. Leider. Denn diese Geschichte ist schrecklich: Auf Anraten seiner Mutter Gaia schnitt Kronos seinem Vater Uranos das Gemächt ab und warf es ins Meer. Blut und Samen vermischten sich mit dem Ozean, der aufschäumte und die Göttin gebar. Aufregende Zeiten waren das im antiken Griechenland!
Heute, in Zeiten von Corona, hätte Aphrodite das zyprische Ufer nicht mehr so leicht betreten können, wie noch vor drei Jahren in meiner Fantasie: Grenzer hätten einen Covid-19-Test durchgeführt und sie sicherheitshalber – aller Anmut zum Trotz – in eine 14-tägige Quarantäne geschickt.
An diesem Abend aber zeigte es sich, dass Christos Tsoclis zusammen mit dem Architekten Giorgos Triantafyllou und dem Bildhauer Dimitris Skalkotos zehn faszinierende Blickpunkte und unendlich viele Blickwinkel geschaffen hatte, durch die jede und jeder ein eigenes Kunstwerk schaffen kann. Trotz der einengenden Rahmen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Auch die Eröffnungsfeier war inzwischen zu Ende, die Gäste bedienten sich am Buffet und versorgten sich mit Wein. Mit einem Glas Rotwein in der Hand hielt ich zum Abschluss selbst eine kleine Ansprache, um den wenigen Zuhörerinnen und Zuhörern meinen Pafos 2017-Reiseführer zu präsentieren.
Text: Andreas Salewski Fotos: Christian Heid und Andreas Salewski
Tree trunks by Kostas Tsoklis (b. 1930)
Costas Tsoclis (Greek, born 1930)
Still Life with Watermelons, 1987
Oil on wood, 130 x 110 cm
“Nuvole” by Costas Tsoklis http://www.askart.com/askart/t/costas_tsoklis/costas_tsoklis.aspx