Claiming-Katastrophe: Wie mieses Lokal-SEO Appetit und Rankings verdirbt
Viel Potenzial, wohin man schaut.
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Claiming-Katastrophe: Wie mieses Lokal-SEO Appetit und Rankings verdirbt
20.01.11 Lokale Suche wird für den lokalen Händler immer wichtiger. Doch Untersuchungen enthüllen ein SEO-Debakel: Verheerende Außendarstellung, sinkende Konversion und schlechte Platzierung riskiert, wer Claiming unterlässt. Dabei sind effektive Maßnahmen einfach. Enormes Potenzial liegt brach - sowohl für die Unternehmen als auch für SEO-Experten.
Viele Unternehmen, Firmen und Dienstleister könnten ihre Außendarstellung verbessern und nebenher ihr Ranking bei Google anheben. Und das obendrein einfach und weitgehend kostenfrei. Doch Zahlen aus entsprechenden Studien legen nahe, dass besonders Franchise-Nehmer und Filialisten sich weniger für Geo-SEO und Claiming interessieren als sie sollten: Denn ohne Claiming sind Suchmaschinenoptimierung auf lokaler Ebene und regionales Geo-SEO nicht mehr denkbar.
Das ist schlechtes Marketing, das schlimmstenfalls noch dazu führt, dass die verwildernden lokalen Suchergebnisse das Ranking der organischen Treffer drücken. Umso verblüffender, dass die Firmen, die hier besonders eklatant versagen, bekannte und umsatzstarke Größen sind - wie Fastfood-Gigant McDonalds , die Baumärkte von Praktiker oder die Drogerie-Kette Ihr Platz .
Warum man um die Optimierung lokaler Suchergebnisse nicht herumkommt
Die Claiming-Funktion, die bei Google-Places bzw. Maps offeriert wird, nutzen viele Firmen nur unzureichend aus, bei erschreckend vielen Einträgen findet Claiming überhaupt nicht statt. Mit Claiming können die Eigentümer der Unternehmen, die über lokale Suchanfragen gegoogelt werden, ihren Besitzanspruch an dem Treffer anmelden, die Kontaktdaten eintragen, ein Bild oder Logo einstellen und vieles mehr beeinflussen.
Eine Studie der Onlinemarketing-Agentur mit Schwerpunkt SEO und SEM Bloofusion offenbart, wer seine Claiming-Hausaufgaben gemacht hat und wer nicht. Bloofusion hat dabei für zehn bekannte Unternehmen die Places-Profile ausgewertet, die bei einer Universal Search in den allgemeinen Ergebnisseiten auftauchen. Sucht der Nutzer nach dem Namen eines Unternehmens + Ort schneiden besonders die lokalen Franchise-Nehmer katastrophal ab, die Filialisten stehen besser da, zeigen aber auch noch deutliche Versäumnisse.
laiming-Häufigkeit bei den lokalen Suchergebnissen ausgewählter Unternehmen UnternehmenAnteil bestätigter Places-EinträgeMcDonalds0 %Ihr Platz0 %Praktiker0 %Apollo Optik5,88%Fressnapf6,25%Subway12,90%Burger King13,51%Rossmann58,82%Fielmann78,13%Thalia85,19%Quelle: Bloofusion, Erhebungszeitraum: Dezember 2010
Die lokalen Suchen bei Google zeigen nicht nur die Ergebnisse der organischen, allgemeinen Anfrage, sondern werden vom Suchmaschinenbetreiber stets mit Places/Maps-Ergebnissen vermengt, an denen die Google-Places-Profile angehängt sind. Knackpunkt: Claimt eine Firma das Ergebnis ihres Standortes nicht, kann es auch Profil-Informationen wie Kontaktdaten, Fotos oder den Verweis auf eine übergeordnete URL nicht ausfüllen. In der Folge sammelt sich Google, damit keine leeren Profile angezeigt werden, diese Informationen selbst im Netz zusammen.
Dabei kommen dann gerne mal Einträge raus wie der, den Bloofusion bei einer lokalen Suche nach einem Hamburger McDonalds aufgetan hat. Im Places-Profil des Eintrages ist als Illustration ein matschiger Hamburger abgebildet. Diese Bildauswahl hat nicht McDonalds getroffen, sondern die Illustration wurde dem Eintrag entweder durch Google oder einen Nutzer verpasst, weil McDonalds versäumt hat, das Profil zu claimen und selbst auszufüllen. Das Ergebnis ist ein wenig einladendes und kaum appetitanregendes Profilbild.
Und das ausgerechnet in Hamburg: Das wenig appetitliche Bild eines Hamburgers stammt - natürlich - nicht vom Franchise-Nehmer Der hat das Claiming versäumt und die Außendarstellung Google und den Nutzern, also mit anderen Worten: dem Zufall, überlassen.
(Bild: Google / qype / Hightext)
Markus Hövener von Bloofusion hat zahlreiche Beispiele entdeckt, bei denen etwas gehörig schief gegangen ist, wenn das Auffüllen von Profil-Lücken in ungeclaimten Ergebnissen Google überlassen wird. Im Falle einer Hamburger Anwaltskanzlei etwa hat Google verschiedene Quellen falsch zusammengebaut - so prangt bei der Anwaltskanzlei das Bild eines Kongresszentrums, während der Places-Treffer des Kongresszentrums auf die Anwaltskanzlei verlinkt.
"In der Praxis gibt es noch viele andere Aspekte, die Probleme verursachen können", sagt Hövener. "All diesen Fehlern können Unternehmen nur dann entgehen, wenn die eigenen Places-Profile übernommen und danach idealerweise optimiert werden." Häufige Fehler sind ein falsches oder unvorteilhaftes Foto, manchmal verweist der angegebene Link sogar auf eine vollkommen andere Internetseite.
Großes Auftragspotenzial für SEOs
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