Ärzte verschreiben immer mehr Antidepressiva und Schmerzmittel
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Gröhe verlangt zielgenauere Verschreibung von Antibiotika
Berlin (dpa) – Die Bundesregierung will die leichtfertige Verschreibung von Antibiotika eindämmen. Hintergrund ist, dass sie bei Erkrankten immer häufiger nicht mehr anschlagen, weil viele Bakterien resistent gegen ein Antibiotikum sind. Er wolle den zielgenauen Einsatz von Antibiotika fördern, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ärzte sollen für Diagnoseverfahren künftig besser bezahlt werden. Gröhe hofft, dass sie so besser in der Lage sind, zu erkennen, ob ein Antibiotikum überhaupt notwendig ist.
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Warum misst mein Hausarzt meinen Vitamin-D-Spiegel nicht?
Für die relativ teurere Bestimmung des Vitamin D aus dem Blut existiert kein Labor-Budget. Nur sechs Euro stehen bereit, damit der Allgemeinarzt Labor-Untersuchungen machen kann. Die Messung des Vitamin D im Blut kostet 27 €. Der Verlust beträgt also jedes Mal 21 Euro, wenn beim Patienten ein Vitamin-D-Spiegel gemessen würde.
Geldstrafen für die Verordnung von Vitamin D
Das Vitamin-D-Rezept auf dem Formular der Krankenkasse ist erst dann erlaubt, wenn die Wirbelsäule schon an Osteoporose eingebrochen ist. Wenn der Arzt trotzdem zu Lasten der Krankenkasse verordnet, werden die Kosten für die Verordnung seinem Honorarkonto entnommen.
Deswegen empfehlen manche Ärzte, dass man sich ein Präparat mit 1000 Einheiten in der Apotheke selber kaufen soll.
Wenn eine derartige Unterdosierung mit Babytabletten nicht hilft, ist damit der irreführende „Beweis“ erbracht, dass Vitamin D unwirksam sei. Unterdosierung ist jedoch kein Beweis für Unwirksamkeit sondern für das derzeitige Wissensdefizit.
Die mit Steuergeld finanzierten Institutionen zur Überwachung der Ernährung tragen nichts dazu bei, den erkannten landesweiten Mangel an Vitamin D durch eine Aufklärungsaktion zu beheben.
Der Nobelpreis für die Entdeckung von Vitamin D im Jahre 1928 liegt schon zu lange zurück. Der erfolgreiche Einsatz von Vitamin D gegen Krebs, Allergien und Autoimmunerkrankungen hätte einen zweiten Nobelpreis verdient.