Tag 3436 / Mit euren Whisky-Grillsoßen könnt ihr euch selbst vergiften!
Ihr von Knorr und Kühne!

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Tag 3436 / Mit euren Whisky-Grillsoßen könnt ihr euch selbst vergiften!
Ihr von Knorr und Kühne!
Tag 3188 / Freiwillig auf den Weihnachtsmarkt
Mutzenmandeln können mit Alkohol zubereitet sein!
Tag 3083 / In Teriyaki-Soße ist Reiswein!
Tag 3003 / Achtung, die Chicken-Sauce bei Mmaah ist mit Alkohol!
Und sie hätte mir noch mal neue Chicken-Teile gemacht. Aber es ist jetzt meine Schuld. Ich hätte vorher fragen sollen, kann nicht einfach irgendwas bestellen und davon ausgehen, dass nirgendwo Alkohol drin ist. Die haben’s mir zweimal angeboten, aber ich hab es dankend abgelehnt.
Tag 2972 / Ich möchte es in Großbuchstaben an all meine Alkoholikerfreunde über Textnachrichten senden!
Ich möchte es rausschreien in die Welt! Ich möchte Plakate bemalen, Transparente raushängen! Ich bin in der Kantine an zehn, fünfzehn Leuten vorbeigegangen, die anstanden für Mittagessen und habe den Mann an der Essensausgabe gefragt: Ist da Alkohol drin? Das konnten die anderen hören. Und dann hat er sich bei denen in der Küche laut erkundigt: Ist Alkohol in der Sauce? Ja, da ist Wein drin, hat jemand geantwortet. Daraufhin habe ich gesagt: Dann kann ich das leider nicht essen. Und er hat es anstandslos zurückgenommen, ohne Fragen zu stellen und mir einfach die Nudeln und die Mohrrüben gegeben. Auch hätte ich Tortellini haben können. Ich hab mich bei der Frau entschuldigt, die wegen mir warten musste. Sie hat gesagt: Kein Problem. Ich sehe nicht schwanger aus, ich will es gerne sein. Ich hab das zurückgegeben, weil ich trockne Alkoholikerin bin und trocken bleiben möchte. In der Sprachnachricht an den AA-Freund hielt ich fest: Ich glaube, das war das Heroischste, was ich dieses Jahr gemacht habe. Und ich hab wirklich tolle Sachen gemacht. Ich bin mit einem Leihfahrrad zum ersten Mal im Ausland gefahren und dann gleich öfter. Ich hab jemanden getroffen zur natürlichen Befruchtung. Aber mich zu trauen, das Essen in der Kantine zurückzugeben... Das sollte selbstverständlich sein, wenn man trockene Alkoholikerin ist und trocken bleiben möchte. Irgendwas erschwert es für mich, weil ich denke, es ist gesellschaftlich nicht anerkannt. Ich nehme mir selbst diese Anerkennung. Heute habe ich gespürt, wie gut sich das anfühlt, für meine Trockenheit in der Öffentlichkeit zu sorgen, einzustehen für die Abstinenz. Ich hab mir das Tablett dreimal sehr nah an die Nase gehalten - das Tablett, nicht den Teller. Da standen wir an der Getränkeausgabe und da hab ich gerochen, irgendwas ist richtig komisch. Und ich weiß gar nicht, ob meine Kollegin das mitbekommen hat oder ob sie einfach dann schon zur Kasse gegangen ist, weil die Art, wie ich das gemacht habe, bestimmt nicht aussah wie bei feinen Leuten. Irgendwas stimmte da nicht. Anstatt einfach so bezahlen, zu gehen und zu denken, vergiss es, mach nicht so ein Drama draus, iß einfach die Beilagen - ich konnte mit einer Mahlzeit, die nach Alkohol stinkt nicht gehen. Ich musste sie zurückgeben und es war so gut.
Das möchte ich gerne in Großbuchstaben an alle meine trockenen Freunde senden, ich möchte Plakate aufhängen, ich möchte Wände bemalen, weil ich diese Rückfallgefahr gebannt habe, weil ich für mich einstehen konnte, egal was andere denken. "No matter what" bedeutet nicht nur, dass man trocken bleibt, egal, was passiert, sondern auch, egal, was die Gesellschaft über mich denkt. Und der AA-Freund hat sich total bedankt, dass ich ihn daran teilhaben lasse an diesem besonderen Moment, weil er nämlich nachempfinden kann wie groß das ist. Und da ist gar kein Vorwurf von ihm, dass die da Alkohol reinmachen. Der weiß wie wichtig es ist in dem Moment, dass der richtige Autopilot angeht.
Tag 2336 / In dem Niederegger Marzipan war in fast jeder Sorte Alkohol!
Und die geben das rum! Und ich sage, nee, möchte ich nicht, vielleicht ist da Alkohol drin! Und der eine scherzt noch, wir essen alles nur mit Alkohol! Und später sagt einer, die eine Sorte heißt Gin Tonic! Und nur weil die Sorte so heißt, guckt da nochmal einer drauf! Ansonsten gab es noch eine Sorte mit Calvados, es gab noch ne Sorte mit Rum! Wenn man die Zutatenliste anguckt, dann kann man sehen, da ist auch Alkohol drin, glaube, in der Pistaziensorte! Zwölf trockene Alkoholiker und nur einer guckt dann mal hin, weil die Sorte Gin Tonic heißt, und eine andere sagt, nee lieber nicht, das ist Marzipan!
Tag 2270 / Den Burger bitte ohne Ketchup. Vielen Dank!
Und ohne Rotweinzwiebeln sowieso.
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Mehr als ich verarbeiten kann - esse ich, mache ich
Traum Patenschaft, Bild, Galerie Druck Amy Winehouse Sanne Joschy Galerie mit drei Namen im Titel in der Milchstraße
Erst ging’s um Adressen im Browser, die nicht funktionierten und Excellisten
Seit ich für mehr als einen Seitenaufruf die Webpräsenz von meinem Praktikumsbetrieb aus Januar 18 angesehen habe, ist auch in mir wieder alles ganz präsent: Diese Liste erstellen Leute anrufen Die Stimme der Vorgesetzten Die elektronischen Gesichter, denen ich real nie begegnet bin Das Geschäftsführungsduo Der Betriebssportverein
Dass man saufend nichts verarbeitet, sagte der eine im Meeting neulich und trocken muss ich eben alles verdauen, was ich mir vorsetze.
Ich kann die Gesellschaft nicht verantwortlich machen. Die Gesellschaft kann sich nicht so um mich kümmern wie ich das kann. ICH bin verantwortlich, dass ich mir nur so viel vorsetzte wie ich vertrage.
"Alles was du siehst, brennt sich in deine Seele", sagt der Mann in der Serie über Ultraorthodoxe. Und das soll vielleicht als übertriebene Drohung, Einflussnahme Manipulation gedeutet werden. Dabei hat er recht.
Was ich im The Wall Museum von Banksy in Bethlehem sah, bescherte mir schlechte Träume. Die Galerien und Museen auf Instagram verfolgen mich bis in den Schlaf.
Tag 2236 / Hey, COSTA! Zumindest könnte man es fett drucken!