Tag 3475 / In den ersten beiden Stunden
vielleicht sogar die ersten drei Unterrichtseinheiten denke ich noch: Ja, ich mach weiter. Ich will das. In der letzten Stunde denke ich: Meine Beine tun weh. Meine Beine platzen aus der Hose raus. Ich weiß nicht, wie ich sitzen soll. Ich bin so müde. Ich hab mein Geld vergessen. Ich kann mir nichts zu trinken kaufen. Keine Cola, kein Eistee mit Koffein. Ich kann mir keine Schokolade kaufen, um mich hochzupushen. Ich denke, ich möchte alleine nach Hause fahren. Aber ich fühle mich verpflichtet, es ihr anzubieten, dass ich sie mitnehmen kann. Ich lasse sie einfach mitten auf der Straße raus. Das ist für sie blöd. Sie muss dann einen Umweg gehen. Und ich denke: Ich muss sie endlich loswerden. Ich muss sie jetzt hier rauslassen. Ich kann jetzt nicht noch eine Kurve drehen. Ich muss zwei Schweineohren essen. Danach muss ich fünf Reiswaffeln essen. Ich muss eine dreiviertel Packung Eis essen und drei Brötchen. Und beim vierten Brötchen frage ich mich, ob ich’s wirklich noch essen muss. Ich sage mir, dass ich doch gar nicht mehr kann. Und ich packe es dann immerhin zurück. Mein Bauch explodiert gleich. Ich hab keine Schmerzen, aber er ist aufgefallen. Es ist zu viel für den Bauch. Ich weiß nicht, warum ich mir das antue. Ich esse auch noch einen Löffel Nutella. Ich trinke Wasser. Ich trinke Zitronenbrause.










