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👉 Überraschungs‑Tipp
II – Goldener Fels, Bago und Yangon
Nach dem wirklich fantastischen Tag der Motorradtour, war das nächste Ziel etwas enttäuschend. Es ging zum goldenen Fels auf den Berg Kyaiktiyo. Wer an einem der heiligsten Orte für myanmarische Buddhisten Spiritualität vermutet, wird aus meiner Sicht komplett enttäuscht. Der Ort am Fuß des Berges besteht fast ausschließlich aus Souvenirläden, Restaurants und Reisenden. Diese werden über umgebaute LKWs mit Sitzbänken auf der Ladefläche in Massen auf den Berg gefahren.
Die Fahrt selbst hat wirklich großen Spaß gemacht, da es etwas von einer Achterbahnfahrt hat und beeindruckend ist wie schnell die LKWs nach oben düsen. Ist man allerdings oben angekommen so wird man wieder von Restaurants, Souvenirläden und vielen Reisenden umgeben. Neuerdings fährt sogar eine moderne Seilbahn von einer Zwischenhöhe auf den Berg (erste Seilbahn Myanmars)! Als Ausländer zahlt man – wie oft in Myanmar – einen vergleichsweise hohen Eintritt, welcher sich in diesem Fall aus meiner Sicht eher nicht gelohnt hat. Man sieht einen runden goldenen Felsen mit einer kleinen Stupa oben drauf und jede Menge Touristeninfrastruktur ringsherum.
Endziel des Tages war Bago. Der Ort ist nichts Besonderes und eher wie eine Vielzahl der Orte recht schmutzig. Die Straßenränder sind wie leider häufig in ärmeren Ländern Asiens voller Müll. Die Flüsse durch die Dörfer und Städte sind wohl mehr Abwasserkanal als Fluss und der Verkehr brummt und hupt an jeder Ecke.
Von Bago folgte die erste Zugfahrt in Myanmar nach Yangon. Diese Stadt wird zwar sicher auch keine Sauberkeitsauszeichnung erhalten, ist aber dennoch eine Reise wert. Alte britische Kolonialarchitektur trifft auf alle möglichen Kulturen (vor allem buddhistische Orte, aber auch Kirchen, Moscheen und Hindutempel prägen das Stadtbild). Die Straßen sind voller Leben und an jeder Ecke wird etwas verkauft. Man kann stundenlang ohne die geringste Langeweile das bunte Treiben auf den Straßen beobachten. Die Stadt ist zudem relativ grün. Mitten im Zentrum am Unabhängigkeitsdenkmal befindet sich ein großer Park und im restlichen Stadtgebiet befinden sich einige Seen und Parks. Highlight war für mich der Besuch der Shwedagon Pagode. Diese hat mich wirklich durch ihre Größe und Schönheit für einige Stunden in Ihren Bann gezogen und beeindruckt. Ein riesiges Gelände mit hunderten von kleinen Tempeln mit verschiedenen Buddhas und natürlich als Highlight eine fast 100 Meter hohe Stupa welche – zumindest im oberen Bereich – mit echtem Gold und Juwelen bestückt ist.
Ein weiterer schöner Ausflug ging mit der Fähre für knappe 10 Minuten mitten aus dem Herz der Stadt auf die andere Flussseite. Entfernt man sich dort etwas von der Anlegestelle befindet man sich in schon fast dörflicher Umgebung. Dieser Stadtteil wird sich wahrscheinlich irgendwann in den nächsten Jahren sehr stark verändern, da eine Brücke geplant ist.
Die Entwicklung welche Myanmar seit der Öffnung vor rund 6 Jahren erfahren hat, ist dabei kaum vorstellbar. Neben den offensichtlich positiven Änderungen wie des fast dauerhaft vorhandenen Strom- und Internetzuganges, ist die Verschmutzung leider auch nicht ausgeblieben. Sowohl der Reiseführer als auch einige Reisende konnten mir bestätigen, dass es beispielsweise bis vor sehr kurzer Zeit noch unmöglich war überall Geld abzuheben. Einheimische haben zudem berichtet, dass Handys mit so hohen Anschaffungskosten verbunden waren, dass nur wenige hochrangige Personen eins besaßen.
peripatetic in Yangon
Peripatetic in Yangon (© Amado M Mendoza Jr; photo taken last 23 March 2014)
what’s on your mind oh, unshod brother? what is it you seek in this early evening jaunt in Yangon? is it worry that i see on your face or anticipation
of an expected blessing?
peripatetic in Yangun (© Amado Mendoza Jr; photo taken last 23 March 2014)
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