zahl des tages am 02.11.2019
ist ... 364. Denn heute in genau so vielen Tagen ist Halloween.

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zahl des tages am 02.11.2019
ist ... 364. Denn heute in genau so vielen Tagen ist Halloween.
Unser Cyberschutz wird immer wichtiger. Privat und geschäftlich. #internetfriends #schutzengel #computerscience #versicherungmitherz #Zahldestages (hier: SV Sparkassenversicherung Generalagentur Joachim Lebherz) https://www.instagram.com/p/B0SV65kIcWF/?igshid=15s7l7uplkxrj
516.461€.
Noch mal etwa 15.000 Euro mehr als bei der letzten Versteigerung eines funktionierenden Apple I Computer vor etwas einem halben Jahr.
Zahl des Tages (29.11.12): 459.561.500.030.0000
Der wurstigste Wurstfinger aller Zeiten ...
Eine Order über den Gesamtwert von umgerechnet
459.561.500.030.000 (459 Billionen) Dollar
hat die schwedische Börse OMX gestern an den Anschlag gebracht ... Da musste mal kurz den Handel unterbrechen ...
Irgendjemand hat 4,2 Milliarden Futures auf dem OMXS30 Index geordert, die pro Stück gut 100.000 Dollar kosten.
Ist ja nur in etwa das Hundertfache des deutschen BIPs ...
Es wäre jetzt natürlich interessant zu wissen, ob ein Mensch diese Fehlorder aufgegeben hat, oder ein wildgewordener Computer. Genauso spannend ist natürlich die Frage, was die Risikokontrolle in der Firma, aus der die Order kam, eigentlich den ganzen Tag so treibt ...
Ich bin mehr nicht ganz sicher, woher die FTD die 70 Billionen Dollar nimmt, an der Quelle verstehe ich das anders ...
Fehlauftrag: Stockholmer Börse kollabiert nach Auftragspanne | FTD.de
Monsterorder stoppade börsen | Sverige | SvD (Quelle im Original auf Schwedisch)
Google Translate (übersetzt)
Zahl des Tages (09.07.12): 2,7%
Oder sind's doch eher die 57 Sekunden "Debatte"?
2,7%
der Abgeordneten beschließen nach 57 Sekunden Debatte und direkt aufeinander folgender zweiter und dritter Lesung ein Gesetz, das es ermöglicht, Daten von Einwohnermeldeämter an Firmen zu vertickern. Kurz vor Verabschiedung des Gesetzes wurde aus dem "Opt-In" (man muss aktiv dem Adressverkauf zustimmen) ein "Opt-Out" (man muss aktiv Widerspruch einlegen) gemacht. Ganz nebenbei war der Bundestag nicht beschlussfähig (minimum 50% der Abgeordneten müssen da sein), aber die Nummer mit der Auflösung zieht man nur, wenn man gerade mal einen Skandal braucht oder ein Gesetz scheitern lassen möchte.
Das ist aber eigentlich nur der ganze Mist, den man schon seit Jahren am Bundestag kritisieren muss, noch mal an einem schönen Beispiel aufgehängt.
Schlimmer finde ich persönlich, dass sich die Politiker nachher mehr Zeit für Interviews vor der Kamera nehmen als für die Diskussion im Bundestag. Und dort natürlich betonen, wie sehr man gegen dieses Gesetz sei, wie böse die anderen sind, etc. pp. Aber statt im Bundestag zu debattieren, spricht man nur noch mit den Medien. Es geht nicht mehr um Politik oder Opposition, es geht nur noch um Selbstdarstellung.
Vielleicht sollte man pflichtweise unter jedes Fernsehinterview die statistischen Werte der Politik einblenden. So analog zu Khedira "10,8 km Laufweg, 172 Ballkontakte, 83% erfolgreiche Pässe" dann "Aigner, 83% Anwesenheit, beim entsprechenden Gesetzesbeschluss nicht anwesend". Das würde die Politiker vielleicht mal wieder auf den Boden zurückholen.
Aber vielleicht würden die Politiker dann nur versuchen, die Statistik zu fälschen ...
Das Laientheater Bundestag und das Meldegesetz | Sebastian Nerz via TeraEuro
Update (14:21):
Es gibt übrigens eine Unterschriftensammlung von Campact gegen das Gesetz, das noch auf seine Zustimmung durch den Bundesrat wartet. Also tut was, ihr Mitglieder des digitalen Mob (tm by führendem Werbefuzzi) :
Campact - Gegen das neue Melderecht
Update 2 (14:36):
Jetzt will nicht einmal die Regierung selber mehr was mit dem Gesetz zu tun haben. Krass, die wissen selber nicht mehr, was die eigentlich tun ... Laut koalitionsinternen Informationen sei die Änderung auf ausdrücklichen Wunsch der CSU vorgenommen worden, die aber (ganz Seehofer) natürlich am lautesten gegen das Gesetz schimpft ("Bayern wird dem nicht zustimmen"). Scheinheiligkeit galore.
Nach Protesten: Bundesregierung distanziert sich vom neuen Meldegesetz - Wirtschaft - FAZ
Update 3 (16:19):
Update 4 (23:12)
Was das Gesetz angeht, ein paar Meinungen, die die Aufregung über das Gesetz eher als Sturm im Wasserglas erscheinen lassen:
Ferner: Fakten: Datenweitergabe im Rahmen des Bundesmeldegesetzes
In eine ähnliche Richtung argumentiert Christoph Kappes
Jörg Heidrich, findet aber ein ganz anderes Problem. Nämlich dass man der Weitergabe bereits weitergegebener Daten nicht widersprechen kann. Einmal übertragene Daten können auch in Zukunft wieder abgeglichen werden, ob man wieder widersprochen hat oder nicht.
Update 5 (10.07.12):
OK, das Video des ganzen Beschlusses kann man sich auch noch antun. Ist ja nur 57 Sekunden lang. (War mir gar nicht klar, dass in den 57 Sekunden *beide* Lesungen enthalten sind ...)
Merkels Konjunkturprogramm schon wieder vor dem Scheitern
Ich war ja gleich überrascht und konnte es nicht glauben: Angela Merkel redet wirklich von einem Konjunkturprogramm zur Ankurbelung der europäischen Wirtschaft (siehe Kanzlerin Merkel will Europas Wirtschaft ankurbeln - Politik - sueddeutsche.de)
OK, so langsam wird klarer, was Merkel meinte: Man solle bisher nicht genutzte EU-Mittel in einen neuen Topf schütten, darauf Konjunkturprogramm schreiben und damit großartig ankurbeln. Ein Konjunkturprogramm, das kein Geld kostet also.
Wenig überraschend sagt die EU-Kommission, dass ihr schleierhaft wäre, wo denn die ganzen Mittel stecken sollen ... Johannes Hahn kam bei einer schnellen Zusammenstellung der ungenutzten Mittel für 2010 und 2011 auf
30.000.000 (30 Millionen) Euro.
Poah, da wird in der Wirtschaft bestimmt gleich europaweite Euphorie ausbrechen ... Angesichts dieses Mega-Konjunkturpakets ... (Zum Vergleich: Aus dem Konjunkturpaket 2 hat die Stadt Oberhausen (ca. 220.000 Einwohner) 25,4 Millionen erhalten (Quelle))
Da fragt man sich schon, ob Merkel so leere Ankündigungen nicht etwas peinlich sind ...
Europäisches Konjunkturprogramm - Für Merkels Pläne fehlt das Geld - Wirtschaft - sueddeutsche.de
So viel wie noch nie. So wenig wie noch nie.
6-Monats-Bundesanleihe bei der Versteigerung heute mit negativer Rendite. First time ever. (Update: Es sei ergänzt, dass es negative Renditen am Zweitmarkt, also beim normalen Handel nach der Versteigerung, in 2011 schon einmal gab, siehe 1-Jährige Bundesanleihen mit negativer Rendite - egghat's not so micro blog).
Man bekommt als Anleger, der heute bei der Auktion der sechsmonatigen Bundesanleihen (BuBills genannt) Zuschlag bekommen hat, im Juli also geringfügig weniger Geld zurück als man heute angelegt. Die Rendite: -0,0122%.
Germany sells 3.9 bln euros of 6-mth Bubill at negative yield | Reuters
Jetzt wisst ihr auch, warum die Banken ihr Geld tageweise bei der EZB anlegen. So viel wie noch nie zuvor (aktuell 463 Milliarden Euro, höchster Wert ever) übrigens. Bei der EZB gibt's allerdings noch Zinsen, wenn auch sehr niedrige ...
Vertrauenskrise: Angsteinlagen bei EZB steigen auf Rekord | FTD.de
Die Geldmärkte in Europa werden weiterhin von extremer Unsicherheit geprägt.
Update (14:38):
Noch zwei ganz interessante Ergänzungen zur Negativrendite:
a) Alle deutschen Staatsanleihen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr werfen negative Renditen ab (PDF der Finanzagentur).
b) Eine negative Rendite bei der Versteigerung war früher gar nicht möglich. Das Auktionsverfahren verlangte bis dato immer die Abgabe von Rendite größer als Null. Erst mit der Umstellung (wahrscheinlich zu Jahresbeginn) auf ein einfaches Kursgebot ermöglichte die Abgabe von Geboten, die eine Rendite bringen.
(Danke an @blicklog und @FTD_Wunder für die Hinweise).
SüdEuropaBankRun Folge 37: Griechenland, Oktober 2011
Wieder einmal sind
8.800.000.000 (8,8 Milliarden) Euro
bei den griechischen Banken in nur einem Monat abgeflossen.
Die Bankeinlagen im griechischen Bankensektor sanken in nur einem Jahr von 288 auf 238 Milliarden Euro. 50 Milliarden, die die griechischen Banken jetzt woanders besorgen müssen. Woanders heisst: EZB, denn woanders bekommt eine griechischen Bank kein Geld mehr.
Im großen griechischen Bankenmarsch ziehen weiterhin alle Kundengruppen gleichzeitig ihr Geld ab: Ausländer, Griechen, Unternehmen, Private. Der stabilste Teil ist interessanterweise der Finanzsektor, der zusammengerechnet seine Einlagen gegenüber dem Vorjahr sogar erhöht hat. Der Finanzsektor macht aber kaum 4% der Gesamteinlagen aus, der positive Trend dort reisst das Steuer also nicht herum.
Die privaten Haushalte haben hingegen weiter am meisten Angst: Allein Oktober hoben sie 5,6 Mrd. Euro ab (knapp 30 Mrd. im Jahresvergleich), die Unternehmen etwa 2,5 Mrd. Euro (6,5 Mrd. gegenüber Oktober 2010).
Die Geschwindigkeit nimmt zu, 8,8 Milliarden Euro sind zwar noch kein Rekord, denn im Mai sind sogar 13,8 Mrd. in einem Monat abgeflossen. Davon gingen aber 7,1 Milliarden auf den Staatssektor zurück. Das kann sich aber nicht wiederholen, denn der gesamte griechische Staatssektor hat nur noch 6,8 Milliarden bei den griechischen Banken liegen ...
direkt von der Quelle Bank of Greece: Deposits held with credit institutions (XLS)
gefunden über Greek Bank Run Hits Record: Unprecedented €6.8 Billion In Deposits Pulled From Greek Banks In October | ZeroHedge
siehe dazu auch: DER BANKEN-MARSCH IN EUROPA GEHT WEITER