2013 war das Jahr für Tatorte mit 'Macht' im Titel. Allmächtig (München), Macht und Ohnmacht (München), Machtlos (Berlin)
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2013 war das Jahr für Tatorte mit 'Macht' im Titel. Allmächtig (München), Macht und Ohnmacht (München), Machtlos (Berlin)
Ein merkwürdiger Zufall
Es war ein schöner Sommertag. Die Stimmung in meinem Dorf war, wie jeden Sommer, verspielt. Kinder, etwas jünger als ich, an die acht, neun Jahre, spielten auf den Straßen, Leute arbeiteten in ihren Gärten, Jugendliche trafen sich zu Verabredungen, gingen in Freibäder und hatten Spaß.
Wie so oft in den letzten Wochen hatte ich mich mit meiner besten Freundin verabredet. Sie kam aus dem Nachbardorf, weshalb es sehr einfach für uns war uns praktisch jeden freien Tag zu verabreden. Nachdem ich noch einmal nachgesehen hatte, ob ich auch wirklich alles dabei hatte, was ich brauchte, verabschiedete ich mich von meiner Mutter und schloss die Haustür hinter mir. Meine Beine trugen mich fast wie automatisch den altbekannten Weg zum Sportplatz meines Dorfes entlang. Ohne einen bösen Gedanken und in vollkommener Ruhe überquerte ich die Straße und folgte weiterhin dem Bürgersteig auf der anderen Straßenseite. Leicht lächelnd konzentrierte ich mich auf den Text und die Melodie des Liedes, das ich in den letzten Tagen rauf- und runtergehört hatte. Der Gedanke, dass ich meine beste Freundin jeden Moment wiedersehen würde erfasste mich. Es mag merkwürdig klingen, aber ich vermisste sie auch wenn wir uns in der letzten Woche erst gesehen hatten. Mein Lächeln wurde noch breiter bis-
Mein Puls stieg an und mein Körper versteifte sich wie von selbst. Aus dem Augenwinkel konnte ich einen dunkelblauen Wagen sehen, der an mir vorbeifuhr. Wäre das alles gewesen, hätte ich keine Panik bekommen, der entscheidene Punkt war, dass das Auto, nachdem es an mir vorbeigefahren war, anhielt und langsam rückwärts fuhr bis es mit mir auf gleicher Ebene war. Das Fenster der Seite, die mir näher war, wurde heruntergefahren und ein Mann streckte den Kopf aus dem Fenster. Ich schätzte ihn auf die Mitte zwanzig. Er hatte braune Haare und dunkle Augen. Zusätzlich fiel mir eine Cap auf, die er verkehrtherum aufgesetzt hatte. Ich sah ihn aufmerksam an und nahm einen meiner Kopfhöhrer aus meinen Ohren. "Sach mal, kannste mir sagen wie man zum Sportplatz kommt?", fragte er und ich atmete zittrig aus, was er glücklicherweise nicht mitbekam. "Einfach hier runter und dann geradeaus." sagte ich und deutete auf die Ecke, die etwa 20 Meter vor uns lag. Er nickte und ich ging weiter, in der Hoffnung, dass das alles war, was er von mir wollte. Zu meinem Pech fuhr er weiterhin neben mir her und meinte sogar, dass ich nicht so grimmig schauen sollte. Da ich nicht wusste, was ich antworten sollte, lachte ich einfach. Ungefähr eine weitere Minute fuhr er neben mir her, sah mich an und sang ein Lied, das aus seinem Auto dröhnte. Danach richtete er sich auf und fuhr geradeaus, bevor er links einbog, um zum Sportplatz zu fahren. Erleichtert versuchte ich wieder normal zu atmen und das eben Geschehene zu vergessen. Als ich schließlich um die Ecke ging und den Sportplatz schon sehen konnte, kam mir das blaue Auto von eben entgegen. Ich dachte, dass der Mann seinen Bruder oder jemand anderen abgeholt hatte, doch als ich durch die Windschutzscheibe hindurchsah, saß niemand auf dem Beifahrersitz und auch nicht auf der Rückbank. Meine Gedanken rasten, doch ich ging einfach weiter, bis ich schließlich den Sportplatz erreichte und dort auf meine beste Freundin wartete.
Etwa eine Viertelstunde später kam sie aus dem Wald und ich lächelte. Sie lächelte ebenfalls und nachdem sie neben mir angelangt war, gingen wir ein Stück. Innerlich dachte ich darüber nach, ob ich ihr von den Vorkommnissen erzählen sollte, die mir eben widerfahren waren, doch entschloss mich schließlich dazu es für mich zu behalten. "Ey, weißt du was? Mir ist eben was ganz Merkwürdiges passiert. Da war so ein komischer Typ, der hat mich gefragt wo die Bachstraße ist. Ich glaube wir haben bei uns nichtmal eine Bachstraße." Ich sah sie mit großen Augen und pochendem Herzen an. Konnte das sein? "Hatte der Typ braune Haare und so ne Cap an und ist in einem dunkelblauen Auto gefahren?" fragte ich sie und sie nickte. "Ja, der war ganz komisch. Der hat mich halt gefragt wo die Bachstraße ist und ich habe gesagt, dass ich es nicht weiß und dann ist der neben mir hergefahren und hat mich die ganze Zeit angeschaut und "Bach, Bach, Bach" gesagt". Ohne daran zu denken, dass ich die Geschehnisse eigentlich für mich behalten wollte, erzählte ich ihr, dass der Mann auch mir begegnet war und auch bei mir ein merkwürdiges Verhalten an den Tag gelegt hatte. Wir kamen zu dem Schluss, dass er zuerst bei mir gewesen sein und dann in ihr Dorf gefahren sein musste. Ratlos wie wir waren, wussten wir nicht, ob all dies ein Zufall gewesen war oder ob wir einfach zu dramatisch auf die Sache reagierten. Doch um ehrlich zu sein schien es mir sehr suspekt. Sie und ich verabredeten uns an einem ganz normalen Tag. Es war nichts besonderes geplant für diesen Tag und wir entschieden es sogar spontan uns zu treffen. Und genau an diesem Tag, an dem wir beide draußen unterwegs sind, fährt ein Mann durch mein und durch ihr Dorf und spricht uns beide an und verhält sich merkwürdig. All dies schien mir, als würde es aus einem sehr schlechten Krimi kommen, doch es war bestimmt alles ein merkwürdiger Zufall. Oder?
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Gleicher Acker, fast gleiche Perspektive: Bild 1: 02.06.2018, 20.52 Uhr, Rehbock. Bild 2: 08.05.2018, 20.32 Uhr, Ricke.
Same field, almost same perspective: Picture 1: 02.06.2018, 20.52 clock, roebuck. Picture 2: 08.05.2018, 20.32 clock, doe.
Den Menschen den man Lieben sollte, liebt man nicht. Den Menschen den man nicht lieben sollte, liebt man.
hässlich
ich: wieso hast du mich angesprochen?
er: weil deine Seele nach Hilfe schreit