Ich bin der Halt auf Zeit, die Raststätte auf dem Weg zu jemandem, der weniger schwierig ist. Weniger zerrissen. Weniger ich.
Man lächelt mit mir, aber liebt mich nicht. Man bleibt, bis es unbequem wird. Bis mein Schweigen zu laut wird und meine Fragen zu ehrlich.
Ich bin das warme Bett in einer kalten Nacht, aber nie das Zuhause. Nie das Bleiben. Nie das für immer.
Ich nehme Liebe in Bruchstücken, weil ich gelernt habe, dass ganze Herzen nie für mich schlagen.
Ich habe gelernt, mich leise zu halten, nicht zu viel zu wollen, nicht zu tief zu fühlen – und trotzdem blute ich, wenn niemand mehr hinsieht.
Ich frage mich, ob ich nur in den Zwischenräumen existiere – im Flüstern, im Schatten, im Danach.
Ob meine Liebe zu schwer ist, zu ungefiltert, zu echt, für eine Welt, die nur mit halben Herzen liebt.