5 tolle Wanderwege in Berlin – schöne Routen inmitten der Großstadt und trotzdem umgeben von Natur
Seit dem letzten Jahr wissen wir wohl alle noch mehr zu schätzen, wenn sich in der Nähe des Wohnortes ein Weg zum Spazieren gehen befindet. Ein Stückchen Wald, ein See oder ein Flussufer. Viele von uns haben sich, in der Zeit, in der alles geschlossen war, sogar zum Spazieren gehen verabredet. Für mich war es auch schon vor der Pandemie ein schöner Ausgleich, wenn ich in die Natur gehen konnte. Zum Wandern oder Flanieren, allein oder mit Freunden. Um so mehr weiß ich es zu schätzen, dass Berlin eine sehr grüne Stadt ist. Sie hat viele Parkanlagen, Seen und natürlich die Spree und Kanäle. Inmitten der Stadt, sogar im Zentrum lassen sich immer wieder grüne Flächen entdecken, in denen man die Großstadt kurz ausschalten kann. Auch wenn ich gerne in der Ferne unterwegs bin und neue Wanderrouten entdecke, weiß ich auch, dass die Heimat genauso viel zu bieten hat. Hier sind meine 5 Favoriten, um schöne Spaziergänge in Berlin zu machen.
1. Der Treptower Park – ein Stück Natur im Herzen von Berlin
Ich fange gleich mit einem Ausflugsziel in Berlin an, das wirklich alles zu bieten hat: Eine Flusspromenade, Denkmäler und Abschnitte in den man denken könnte in einem richtigen Wald gelandet zu sein. Das alles gibt es im Zentrum der Stadt. Wie der Name bereits verrät, befindet sich der Park im Stadtteil Treptow. Da er allerdings an den beliebten Bezirken Friedrichshain und Kreuzberg grenzt, kann es schon mal etwas voller werden. Vor allem in der Nähe des S-Bahnhofes, wenn man an der Flusspromenade entlang schlendert. Trotzdem lohnt sich ein Ausflug, denn es gibt so viel zu entdecken. Ein Meer aus Blumen findet man im Rosengarten neben einem Springbrunnen. Nicht weit davon entfernt, aber dafür sehr groß und sehenswert liegt das sowjetische Ehrendenkmal. Etwas weiter hinten kann man es sich auf der Insel Berlin gut gehen lassen. Vorbei an der Insel gibt es die Überreste des Spreeparks zu sehen. Rechts neben dem alten Spreepark verläuft ein kleiner Pfad in den Wald. Oft ist es dort auch etwas ruhiger und ihr seid umringt von Bäumen im Zentrum der Stadt.
Der Treptower Park in Berlin
2. Das Tempelhofer Feld – ein altes Flugfeld neu entdecken
So etwas wie das Tempelhofer Feld gibt es nur in der Hauptstadt. Es ist ein spezieller Wanderweg in Berlin, den es auf diese Art wohl in keiner anderen Stadt gibt. Da das Tempelhofer Feld ein stillgelegtes Flugfeld ist, handelt es sich um eine endlos scheinende Fläche, die mittlerweile für vieles genutzt wird. Es gibt einen Garten, in denen Kräuter und Gemüse angebaut wird, das Feld wird von Kitesurfern genutzt, da aufgrund der freien Fläche viel Wind weht und es gibt sogar Kühe auf dem Feld. Ein Hundeplatz darf auch nicht fehlen und natürlich auch ein Grillbereich. Außerdem gibt es hier viele Flächen auf denen Vögel brüten. Meine Empfehlung ist es vom Bezirk Tempelhof einmal quer über das Feld zu laufen, bis man in Neukölln ankommt. Das ist ein schöner langer Spaziergang und wann hat man sonst die Gelegenheit auf einem Flugfeld spazieren zu gehen? Abends kann man sich zudem auf die Wiese setzen und den Sonnenuntergang genießen.
Das Tempelhofer Feld
3. Der Tegeler See – eine Oase im Norden Berlins
Berlin ist nicht nur eine grüne Stadt, sondern auch eine mit viel Wasser. So gibt es neun Badeseen in der Großstadt. Im Norden Berlins findet man den Tegeler See. An diesem Gewässer gibt es viele schöne Wanderwege. Wenn man vom U-Bahnhof Tegel kommt, kann man zunächst zur Greenwichpromenade gehen. Von dort aus geht es entlang des Sees bis zur roten „Sechserbrücke“. Nach der überqueren dieser Brücke kann man den ältesten Baum Berlins, die „Dicke Marie“ bestaunen. Weiter entlang des Wanderweges gibt es den „Tegeler Fließ“ zu sehen. Dieser zählt mit zu den schönsten Naturlandschaften Berlins. Danach kommt zu einer hölzernen Brücke und kann den Weg weiter fortsetzen. Der Tegeler See und Tegeler Forst bietet meiner Meinung nach die schönsten Wanderwege in Berlin. Sollte man sich im Sommer dazu entschließen nach Tegel zu fahren, hat man außerdem die Möglichkeit im See schwimmen zu gehen.
4. Ein Spaziergang entlang des Landwehrkanals
Einen schönen Spaziergang in Berlin lässt sich auch entlang des Landwehrkanals machen. Bei dieser Route bekommt man die große Vielfalt der Stadt zu Gesicht. Ein Start am ruhigen Neuköllner Weigandufers, vorbei am Hipster Viertel der Weserstraße. Weiter quer über den Kottbusser Damm. Sollte man dort dienstags oder freitags entlangschlendern, kann man auch noch einen Abstecher über den großen, bekannten und vor allem hektischen Markt am Maybachufer machen. Weiter am Planufer wird es wieder etwas ruhiger und es lässt sich die Stille und der Anblick der schönen Altbauhäuser genießen. Etwas weiter am Ufer gelangt man zur Admiralsbrücke. Diese Brücke ist mittlerweile dadurch bekannt, dass es dort viel einen Feierabend Drink zu sich nehmen. Vor allem im Sommer ist die Brücke voll. Wer danach noch weiter entlang des Kanals wandern möchte, gelangt sogar noch bis ins Botschaftsviertel und zum Tiergarten. Am Einsteinufer mündet der Kanal dann schließlich in die Spree, nachdem er einmal durch die Vielfalt Berlins geflossen ist.
Der Landwehrkanal fließt durch Berlin
5. Der barocke Schlosspark Charlottenburg
Mitten im ehemaligen Westen der Stadt befindet sich der Schlosspark Charlottenburg. Das charakteristische Bild des vorderen Teils des Parks sind die schön gestalteten Blumenbeete mit dem Springbrunnen in der Mitte vor der Kulisse vom Schloss und Orangerie. Es handelt sich dabei um den ältesten erhaltenen Stadtpark in Berlin. Die historische Gartenarchitektur lädt zum Verweilen ein und der Park ist auch bei Familien, die ein Picknick machen möchten sehr beliebt. Er wurde bereits 1697 als erster Barockgarten nach französischem Vorbild auf Wunsch der Königin Sophie Charlotte angelegt. Der Park wurde von Siméon Godeau kreiert und umfasst 55 Hektar. In diesem sollte Sophie Charlotte fortan entlang der Blumen und Bäume spazieren gehen. Im Park gibt es außerdem das Mausoleum zu Ehren von Königin Luise, den Neuen Pavillon, das Belvedere und die Luiseninsel. Obendrein kann man selbstverständlich das Schloss Charlottenburg bewundern. Für viele lohnt sich der Ausflug dorthin schon deswegen. Wie in vielen größeren Parkanlagen Berlins lässt sich auch hier eine vielfältige Flora und Fauna bestaunen.
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