Alles, was ich hasse, ist aus mir geworden.
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@weisnichvielleicht
Alles, was ich hasse, ist aus mir geworden.
Ich funktioniere nur noch aus Gewohnheit, und manchmal wundert es mich, dass selbst das noch klappt.
Ich war nicht der Bogen, der biegen sollte.
Ich war nur ein Pfeil, der fliegen wollte.
Zerbrach beim Biegen für dich,
Du flogst davon, ohne mich.
Ich werde nie genug sein...
Nicht fürs Leben.
Nicht für die Arbeit.
Nicht für die Familie.
Nicht für mich.
Und das nächste mal wenn ich falle, bleibe ich einfach liegen. So kann ich wenigstens die Sterne sehen.
Wozu das alles, wenn am Ende nur Aufgeben bleibt?
Manchmal fühlt sich die Welt zu laut an.
Zu viele Stimmen, zu viel Druck, zu viel Schmerz.
Einfach zu viel, was dich zerfressen kann.
Ich bin müde,
aber ich bin noch hier.
Aber wer weiß wie lange noch...
Kannst du mir sagen, wer ich bin, bevor ich mich ganz verliere?
Und immer wieder nur: Warum?
Grenzenloses Monster
Zeit vergeht, Erinnerung verblasst.
Wissen bleibt, Gefühle, schwere Last.
Kann nicht vergessen, wie es war.
Gefühlt so klein, hilflos, du so nah.
Ist es meine Schuld,
weil ich nichts sagen konnte?
Eingefroren, mich nicht bewegen konnte.
Du hattest über mich alle Macht.
Hab ich mich selbst dazu gemacht?
Warum hast du nicht gesehen,
wie weit du gingst,
dass du mich weit über die Klippe bringst,
dass du mich weiter, als ich wollte, bringst.
Waren meine Tränen nicht Nein genug?
Waren sie denn nicht laut genug?
Deine Hand um meinen Hals, zu groß.
Deine Hand zu grob in meinem Schoß.
Kann die Zeit heilen, was wir zerstörten?
Hat sie die Macht?
Wie konntest du nicht wissen,
was das mit mir macht?
Jede Berührung verwandelt
in Angst und Schmerz.
Keiner versteht, es ist zu viel.
Es zerbrach mein Herz.
Meine Grenzen wurden nie verstanden,
nie respektiert.
Ich hisste die weiße Flagge,
hab kapituliert.
Überschreitet sie, sie sind offen.
Bin nur ich, nichts mehr zu hoffen.
Hab gelernt, so hart, hasse mich
mehr als zuvor, mehr als dich.
Alle Selbstachtung verloren.
In mir ist ein Monster geboren.
Du trägst genauso die Schuld,
musst sühnen.
Doch ich kann nur meine eigene fühlen.
Alles bei mir, zu schwer für mich zu heben.
All die Schuld reißt mich runter aus dem Leben.
Seht mich ertrinken.
Weiß, niemand wird mich finden.
Die Luft geht mir aus.
Ich komme nie mehr nach Haus.
Nur mein Monster übrig bleibt.
Und ich weiß, dass Zeit niemals heilt.
Manche Sterne leuchten obwohl sie schon lange tot sind.
Nie richtig
Still zu leise
Alles zu laut
Alleine einsam
Gesellschaft zu viel
Ruhe zu schwer
Zu müde fürs aufstehen
Vielleicht ist Schweigen das Einzige, was ich noch kann?
Wohin, wenn alles zu schnell ist?
Wohin, wenn alles zu laut ist?
Wohin, wenn alles zu voll ist?
Wohin, wenn alles zu viel ist?
Würde die Welt einen Augenblick stillstehen, könnte ich dann atmen?
Und wieder denke ich an dich
Warum vergesse ich dich nicht?
Kenn nicht mal dein Gesicht,
Spür nur die Hand, die mich gefangen hält,
Während alles in mir zerbricht
Und alles Gute im Dunkeln hält
und alles zerfällt.