Heute habe ich gelernt...
Dass die Menschen im antiken Rom vermutlich unter einer chronischen Bleivergiftung gelitten haben.
Im Römischen Reich war Blei allgegenwärtig. Auf dem Höhepunkt des Reiches wurden jedes Jahr etwa 80.000 Tonnen davon produziert, aus denen man unter anderem Kochgeschirr, Wasserleitungen, Schminke und Kinderspielzeug herstellte. Beschädigte Keramikgefäße wurden von vielen Menschen zuhause mit Blei repariert, da es bereits bei niedrigen Temperaturen schmilzt.
Die Bleiverschmutzung dieser Zeit war so stark, dass man diese Periode noch heute klar in den grönländischen Eisschichten erkennen kann.
Welche gesundheitlichen Folgen die Belastung für Erwachsene hatte, ist noch nicht eindeutig geklärt. Besonders empfindlich gegenüber Blei waren jedoch Kinder und ungeborene Föten. In den Zähnen antiker Kinderskelette konnten erhöhte Bleikonzentrationen nachgewiesen werden, gleichzeitig ist für diese Zeit auch eine ungewöhnlich hohe Kindersterblichkeit belegt.









