"Ein T-Shirt ist ein Döner" – Jeremy Hamel
Heute wieder was gelernt.
(ernsthaft, kann man sich gut anschauen)

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"Ein T-Shirt ist ein Döner" – Jeremy Hamel
Heute wieder was gelernt.
(ernsthaft, kann man sich gut anschauen)
Meint ihr, ein Fontane-Erzähler könnte auch für Erotica funktionieren?
Musste erst mal zwei Tage verdauen, nachdem ich mit Effi Briest fertig geworden war. Hat mich am Ende doch mehr mitgenommen, als ich erwartet hatte, aber – Fontane ist schon ein echter Meister des Erzählens. Von seinem Wortschatz und der Satzstruktur, die zwar fordernd, aber in ihrer Komplexität eben auch reizvoll ist, mal abgesehen, sucht auch seine Erzählperspektive seinesgleichen.
Wann habe ich das letzte Mal einen auktorialen Erzähler so genossen wie hier? Wie er es schafft, einer neutralen Stimme doch so eine klare Position zu geben, und wie sehr das Ungesagte hervorsticht. Ich will auch so schreiben können.
Selten fühle ich mich so ungebildet wie wenn ich Literaturtheorie lese.
Gleichzeitig Effi Briest und René Girard zu lesen, ist auch eine Erfahrung.
Wüllersdorf war aufgestanden. »Ich finde es furchtbar, daß Sie recht haben, aber Sie haben recht. Ich quäle Sie nicht länger mit meinem ›Muß es sein‹. Die Welt ist einmal, wie sie ist, und die Dinge verlaufen nicht, wie wir wollen, sondern wie die andern wollen. Das mit dem ›Gottesgericht‹, wie manche hochtrabend versichern, ist freilich ein Unsinn, nichts davon, umgekehrt, unser Ehrenkultus ist ein Götzendienst, aber wir müssen uns ihm unterwerfen, solange der Götze gilt.« (237)
Fontane, T., & Nürnberger, H. (1995). Effi Briest : Roman ([Vollst., im Kommentar rev. und mit einem Nachw. vers. Ausg.]). Deutscher Taschenbuch Verlag.
Girard, R., & Mainberger-Ruh, E. (2012). Das Heilige und die Gewalt (2. Auflage). Patmos Verlag.
Arte zeigt bis zum 16.8.2026 Shere Hite und der Kampf um sexuelle Selbstbestimmung. Grosse Empfehlung!
My first piece of fanfiction was a prequel to the Pokémon Black and White games that I wrote in German when I was fifteen.
I liked the character design of Shauntal/Shikimi and wanted to write her backstory. It was a lost memory plot of a girl that bonded with a Litwick in the Celestial Tower and got adopted by the family that talks about stew on Unova Route 7. I never got past the first two pages, but I think she would have discovered that she's a medium and would have solved the mystery of her dead parents? And I headcanoned Caitlin/Cattleya as her rival/best friend that she would meet somewhere along the line?
Draft from back then is under the cut.
Inspiriert von diesem Beitrag hab ich mich gerade daran erinnert, dass ich meinen ersten (nicht weiter ausgearbeiteten) Fanfiction-Versuch ja schon auf Tumblr gepostet habe.
Als der Post entstand, fand ich es ziemlich unangenehm, den Text zu lesen. Man merkt halt sofort, dass er von einem Kind geschrieben ist. Die Autorin des Inspo-Posts meinte allerdings zu their Text, dass sie total merke, wie sehr they damals Freude am Schreiben hatte, und ich denke, das gilt hier auch. Hat 'nen kleinen Perspektivenwechsel bei mir ausgelöst.
gebt euch yannik gölz' youtube channel
Bin in den letzten Monaten in die Tiefen eines theoretischen Rabbitholes über Spiel, Improtheater und Youtube gestiegen und tue mich (noch) schwer damit, das alles zu synthetisieren. Zentral ist für mich die Frage, wie es sein kann, dass im Spiel teilweise ein grösseres Level an Authentizität und Wahrheit kommuniziert wird als in "Realtalks", selbst wenn der Realtalk ernst gemeint ist und von Herzen kommt. Manche Dinge brauchen den Umweg über das Spiel, das Alibi des nicht-Ernst-gemeint-seins, damit sie Ausdruck finden können. Das Gespielte ist nicht wörtlich zu nehmen, sondern im Spiel zu beantworten. Keiner kann wirklich in Worte fassen, was im Spiel verhandelt wird, aber gerade deshalb funktioniert es, und zwar sowohl für Mitspielende wie für die Zuschauerschaft. Mich interessiert dabei hauptsächlich, wie ich das Ganze auf Minecraft Youtube aus dem anglophonen Raum anwenden kann, aber es ist natürlich auch für Battlerap relevant (und für Genial Daneben). Wo ich bisher noch gar nicht darüber nachgedacht habe, ist der restliche deutschsprachige Youtube-Bereich.
Irgendwie ist das in meinem Kopf so ein komplett anderer Ort als mcyt. Die Zeiten, in denen ich zu deutschen Youtubern so eine richtig starke parasoziale Beziehung hatte, sind auch schon eine Weile hinter mir (nicht dass ich jetzt immun wäre oder so, aber was ich mir auf Deutsch anschaue ist halt nicht mehr die Art von Inhalt, die einen als Zuschauerin mega nah an die Content-Creators ranlässt, und die ganzen Skandale und Lappen, von denen man wegen der verhältnismässigen Überschaubarkeit der Szene immer wieder was mitbekommt, haben meine Erwartungen an die Leute auch ordentlich gesenkt. Im englischen Bereich hingegen – oh boy, da bin ich teilweise ganz tief drin). Wenn mich jemand fragen würde, ob Youtuber:in oder Streamer:in X aus dem deutschen Bereich sich online authentisch gibt, würde ich antworten, dass die halt ihren Job machen. In meiner Wahrnehmung hat Authentizität im Netz in der letzten Dekade auch an Stellenwert verloren. Ich erwarte von den deutschen Creator:innen, die ich schaue, dass sie sich der negativen Auswirkungen von zu viel Nähe zum Publikum bewusst sind und entsprechend eine gewisse professionelle Distanz wahren. 2012 (oder so) gabs noch Dusch-Vlogs, die vom Zeitgeist des Oversharings und des Unerwarteten gelebt haben (uff).
Die Haltung von "das sind Influencer, die verkaufen dir das, was du sehen willst" ist m.M.n. weit verbreitet. Irgendwo gibt es selbst bei denjenigen Influencer:innen, die davon leben, ihr Leben zu teilen, einen Bruch, entweder weil sie zu gross/reich und damit nicht mehr relatable geworden sind, oder weil es Privates gibt, das sie entweder nicht zeigen möchten oder das an die Öffentlichkeit geriet und im Widerspruch dazu steht, was sie im Netz verkörpern. Die Illusion hat ihre Grenzen, ist aber das eigentliche Produkt. Solange es genügend Leuten glaubhaft gemacht werden kann, dass etwas echt ist, hat es in der Welt der Online-Geschichten seine Daseinsberechtigung. Oversharing ist vorbei, weil es über kurz oder lang zu viel Potenzial für Widersprüche bietet. Zu komplexe Influencer will man als Zuschauer:in nicht, man soll sie ja noch einschätzen können. Das Image ist das Kapital des Influencers, aber der Influencer hat einen schlechten Ruf.
Irgendwo zwischen Image=Kapital, Spiel=Authentizität und Selbstprofilierung durch Ausblenden der realen Konsequenzen des Gespielten, durch der-perfekte-Spieler-sein=Status, ist ApoRed. Ich habe keine Energie für Wochen gefüllt mit MiiMii-Entschuldigungen, Hasen-Framings und 2015-Prank-Videos, aber das wäre ein Video-Essay, den es sich zu schreiben lohnte.
ApoRed ist ein grottiger Influencer und ein untragbarer Mitmensch, aber er ist ein sehr guter Spieler. Eine Sache hat er verstanden, die für viele unzugänglich ist, nämlich den Wert im Spiel selbst.
Oder vielleicht hat er sich auch einfach nur selbst verloren.
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Genial Daneben Folge 203, 28:01.
Habe diese Woche einen Zusammenschnitt von Genial Daneben-Momenten vorgeschlagen bekommen und seither einige Episoden auf Youtube geschaut. Safe to say dass mich die Sendung total abholt. Entertainment in der Schnittmenge von professionellen Performern, echten Freundschaften (oder Antipathien) und irgendeiner Art von Regelspiel ist genau mein Ding.
Die Kombi aus Hella von Sinnen, Bernhard Hoëcker und Hugo Egon Balder funktionierte ja sowas von gut, ich liebe alles daran. Der Grossteil der Witze ist auch gut gealtert, und das Siezen vor der Kamera, wenn die sich privat gut genug kennen um sich Sexspielzeug zum Geburtstag zu kaufen, macht das Ganze irgendwie noch schöner.
Ausserdem, ähm, Bernhard ist auch unironisch hot. Ein Giftzwerg mit Glatze, der sich nicht zu ernst nimmt, der weltoffen ist, kreativ, begeistert und mitreissend, witzig, rücksichtsvoll, selbstsicher und gut in seinem Job. Vielleicht ist meine Messlatte für Leute vor der Kamera nach einem Leben im Internet auch einfach auf dem Boden, aber der Mann ist gerade das beste Beispiel für gesunde Maskulinität, das mir einfällt. Und so sympathisch.
Am Scheideweg von einem parasozialen Deutscher-Battlerap-Nebenblog und einem Ticket für mein erstes Event fühlt es sich ziemlich unangenehm an.
i had the best human interaction of all time last night. i was sitting at a bar eating an appetizer and this guy comes up to order a drink and stares at my food and comments how good it looks. when i am drunk i use the word bitch like it is a comma, i plug it into any space in a sentence possible. so naturally the first thing i say to this stranger is, “go ahead and take one, bitch.”
he looks SO shocked and taken aback and goes “what did you just say? how do you know my name?” so i sit there for a moment trying to figure out what the fuck he is talking about, and then go, “…. bitch?” and he looks so relieved and tells me his name is mitch.
i cannot stop thinking about this. oh my god. imagine going into a bar and someone you know for a fact youve never met approaches you and says “go ahead and take one, mitch.” im cracking the fuck up. he looked like he thought this was the fucking truman show
dergelbeziegelsteinweg
Ich hatte letzte Nacht die beste zwischenmenschliche Interaktion aller Zeiten. Ich hab am Bartresen gesessen und Häppchen geknuspert, da kommt ein Typ an, um was zu Trinken zu bestellen, glotzt mein Essen an und äußert sich darüber, wie lecker das aussieht. So. Wenn ich besoffen bin, benutze ich das Wort “Brudi” wie ein Komma und hau es einfach wo irgend möglich in jeden Satz. Also sag ich zu diesem Wildfremden natürlich als allererstes “Klar, gönn dir, Brudi.”
Und er starrt mich vollkommen entgeistert an. “Was hast du gesagt? Woher weißt du, wie ich heiße?” und ich sitz da nur und versuch, zu kapieren, was der Typ da faselt und sag dann nur zögernd “….Brudi?” und er sieht übelst erleicht aus und sagt mir, dass er Rudi heißt.
Das geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Meine Fresse. Stell dir vor, du kommst in eine Bar und irgendwer, den du noch nie im Leben gesehen hast kommt dir mit “Klar, gönn dir, Rudi.” Ich hau mich weg. Er sah so aus, als wäre er in der scheiß Truman Show gelandet.
Mein Hirn um zwei Uhr morgens sieht ein Rap Battle und fängt an Fanfiction zu schreiben.
Ich so:
Frustriert mit der Tatsache, dass sich Schreiben auf Englisch nie komplett intuitiv anfühlen wird, weil's halt nicht die Muttersprache ist, und immer 'ne Chance besteht, dass Kommunikationsprobleme wegen mangelnder Sprachkenntnisse entstehen.
Kann Englisch soweit ganz gut, fühlt sich aber immer leicht verunsichert, weil die Umgangssprache, die ich verwende, nicht einem anglophonen sozioökonomischen Status entspricht, sondern das Ergebnis von Jahren von Youtube- und Serienkonsum ist und somit an Muttersprachler widersprüchliche oder falsche Signale senden kann.
Macht einen deutschen Nebenblog um dem Problem aus dem Weg zu gehen.
Kommt aus der Schweiz und hat auf Standarddeutsch genau das gleiche Problem.
Aktuell ist hier nicht viel, ausser dass ich mir die URL sichern wollte. Wenn ich mal einen Fuss ins deutschsprachige Tumblr setzen sollte, kriegt ihr das hier mit. Mein Hauptblog ist @lan1fer.
Eszett gibt's hier nicht.
Man sieht sich:)