Die letzten zwei Wochen waren sehr ereignisreich. Seit die Uni (oder vielmehr 'Schule') angefangen hat bin ich jeden Tag entweder im Untericht oder mit meinen neuen wunderbaren Freunden unterwegs. Nachdem ich die ersten Wochen so furchtbar einsam hier war, habe ich mich so gefreut, dass ich gleich vom ersten Tag an super Leute kennengelernt habe und jetzt in einem bunten internationalen Haufen verkehre :D
Mit dem Start der Uni schlich sich auch der Alltag ein und man gewöhnt sich einfach so superschnell an das Leben hier. Tainan ist nicht länger diese exotische taiwanesische Stadt, sondern ein Zuhause. Im Gegensatz zu einigen anderen habe ich natürlich aber auch den Vorteil bereits ein halbes Jahr in Peking verbracht zu haben, sowie 5 Wochen in Taiwan. Ist also kein kompletter Kulturschock für mich.
Wie gesagt sitzen wir meist fleißigst im Unterricht oder verbringen die Nachmittage zusammen.Abendbeschäftigungen fallen unterschiedlich aus. Alleine die erste Woche verbrachte ich drei Tage im K-TV (= Karaoke. mehr dazu später). Dann waren wir noch auf einer absolut abgedrehten Strandparty, die mehr Pool- als Strandparty war aber soviel Spaß gemacht hat und man musste sich nicht einmal betrinken :D
Nachdem wir uns die erste Woche Ausgeh-mäßig sehr verausgabt hatten sind wir die zweite Woche etwas ruhiger angegangen.
Aber da Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte und ich stundenlang damit zugebracht habe mein äußerst verwirrtes Handy nach Fotos zu durchsuchen und diese auf geeignete Größe zu schrauben, folgen nun also Bilder :D
Eine beliebte Freizeitbeschäftigung hier ist das Karaoke. Man mietet sich für sein Grüppchen einen Raum und kann dort meist ca. 4 Stunden fröhlich vor sich hinträllern. Ich kam bei meinen drei KTV-Ausflügen in den Genuss auch drei verschiedene Lokalitäten ausprobieren zu dürfen. Alle hatten ihre Vor- und Nachteile, wobei das Büffet bei Melody-KTV schon sehr fein war :D
Hier war ich mit zwei meiner Kommilitonen unterwegs. Ich hatte übers Internet eine Taiwanesin kennengelernt, die daraufhin zwei Freundinnen mit ins Karaoke schleppte. Anschließend machten wir noch ein ca. 20-minütiges Fotoshooting im Eingangsbereich, was die dort wartenden Leute äußerst amüsierte.
Meine Klasse mit meiner äußerst niedlichen Lehrerin. Sie hat so eine süße Art immer durchs Zimmer zu hüpfen, mit ihrem Zeigestab auf die Tafel zu deuten oder sich mit ihren Fingerchen alle 2 Minuten die Brille wieder auf die Nase zu schieben.
Ich mag die offenen Gänge in vielen Gebäuden. Hier sitze ich morgens oft zum frühstücken oder Hausaufgaben machen, da hier meist immer ein kleines Lüftchen weht.
Ein kleiner Einblick in den Uni-Campus.
Kalligraphie-Unterricht. Ich bin eindeutig nicht dafür gemacht, war an dem Tag allerdings auch nicht sonderlich motiviert.
Eines der wohl interessantesten Gebäude ist das Zentrum für Studenten-Clubs. Das ganze Gebäude sprüht einfach nur so vor Leben. In den Gängen stehen übende Musiker oder Tänzer springen auf und ab, man hört soviele unterschiedliche Musiken aber alle üben fleißig vor sich hin. Es ist einfach total faszinierend un unbeschreiblich. Auf dem Bild oben fand wohl gerade ein spontaner Tanzwettbewerb statt.
Auf dem Dach eben dieses Gebäudes befindet sich der Probesaal des Uni-Chores, dem ich beigetreten bin. Alina, eine weitere Deutsche aus meiner Klasse leistet mir dort Gesellschaft :) Die haben sich vielleicht gefreut und gewundert, als wir beim ersten Treffen vorbeikamen. Auf dem zweiten Foto proben ich und meine Soprangruppe gerade :D In den Probesaal geht's übrigens nur ohne Schuhe. Die werden am Eingang in einem Schuhschrank abgeliefert.
Auf dem eben erwähnten Dach.
Einfach mal ein paar Stadtimpressionen, damit man sich besser vorstellen kann in was für einer Umgebung ich hier lebe.
Blick von unserem Wohnheimsdach. Ist leider eingezäunt und höher kam ich kleines Wesen mit meiner Kamera nicht.
Ich musste mich am Anfang erstmal zurecht finden, in welchem Restaurant wie bestellt wird. Manchmal hole ich mir einfach was von einem Stand und esse in der Uni/Wohnheim/Park. Wenn man sich in einem Restaurant niederlässt nimmt man sich einen der Zettel die entweder am Eingang oder auf den Tischen ausliegen. Dort kreuzt man dann an was man möchte, gibt ihn ab und bezahlt auch gleich. Es gibt auch einige nette Büffet-restaurants dort erhält man dann eine Portion Reis, darf sich meist 3-4 Gemüsesorten aussuchen und noch eine Portion Fleisch obendrauf.
Dieses Restaurant ist etwas teurer. Ab 80NT aufwärts kostet hier ein Gericht, dafür gibt es allerdings ein Büffet mit Salat, Gemüse und Getränken dazu.
Teigtaschen unterschiedlichster Coleur.
Ein japanisches Restaurant mit einer Online-bewertung von 5 Sternen. Superlecker!
Einmal Frühstückspfannkuchen. Deftig, natürlich!
Rindfleischnudeln. Einer der Klassiker schlechthin. Ich beobahte gerne die Leute und ihre Methode diese Nudeln zu essen, denn ich habe mir früher immer einen Teil mit den Stäbchen in den Mund geschoben und dann geschlürft. Hier nimmt man noch einen, meiner Meinung nach sehr unhandmundlichen Löffel dazu, rollt die Nudeln darauf ein, lässt sie so etwas abkühlen und schlürft dann von diesem oder aber wenn man es schafft schiebt man sich den komplett in den Mund.
Hier hole ich mir gerne meine Grill-Spieße. Man nimmt sich einen der bunten Körbe, sucht sich aus einer Kühltruhe ein paar Spießchen aus (je nach Zutat unterschiedlich teuer) und darf die Spießchen nach einer Runde auf dem Grill mit nach Hause nehmen.
Ein Stück warmes fluffiges Brot, einmal komplett in Kräuterbutter getränkt.
Eines der besagten Büffet-Restaurants.
Mein absolutes Leibgericht: Schwinefleisch-Eierkuchen (man entschuldige die holprigen Übersetzungsversuche. Ständig habe ich diesen Geschmack im Mund und könnte es rund um die Uhr essen. Unbeschreiblich gut! Vom beliebtesten und besten Frühstücksstand in der Gegend, der zum Glück immer mitten in der Nacht auf hat.
Waffel in Fischform mit Schokofüllung. Andere Stände haben das auch in anderer Form und man kann sich seine Füllung immer aussuchen. Geht auch in deftig!
Mehr Essen als Trinken, denn die Perlen stopfen echt.
Einmal Essen in einer der Uni-Mensen. Funktioniert wie Büffet: Reis + 3 Gemüse + Fleisch(brocken).
Spiel & Spaß mit Freunden
Auch wenn ich mich tagsüber zu Tode schwitze, liebe ich doch dieses Klima, vor allem weil wir nachts immer noch in der Wärme sitzen können.
Selbst meine Müll- und Flaschen-Sammlung ist hier süß und rosa!
Und einmal Ich zum Abschluss.