"Lass Dich nicht von schwierigen Stimmübungen verunsichern - Deine Stimme profitiert bereits davon, lange bevor Du sie gemeistert hast!"

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"Lass Dich nicht von schwierigen Stimmübungen verunsichern - Deine Stimme profitiert bereits davon, lange bevor Du sie gemeistert hast!"
Heute schon genug getrunken?
Wenn du das Gefühl hast, dass du deine Stimme heute nicht wirklich unter Kontrolle hast, oder sich irgendetwas anders anfühlt als sonst, dann kann es gut sein, dass deine Stimmbänder einfach nicht ausreichend bewässert (hydriert) sind. Jeder hat schon einmal von der Empfehlung gehört täglich ca 2 Liter Wasser oder gar mehr zu trinken. Aber halten wir uns auch wirklich immer daran? Wenn wir mit der Stimme arbeiten, dann sollte uns bewusst sein, dass sie nur dann einwandfrei funktioniert, wenn wir ausreichen trinken. Unser Körper ist klug - er versorgt zunächst die allerwichtigsten Organe mit dem aufgenommen Wasser, bevor die Stimmbänder dran sind. Wenn wir also zu wenig trinken, kann es sein, dass die Stimmbänder unterversorgt sind. Es geht also nicht nur um die direkte „Bewässerung“ während des Trinkens (was natürlich auch gut ist) - sondern vielmehr um den allgemeinen Wasserhaushalt.
Ein toller Start ins neue Jahr, mit den vocal coachings auf Teneriffa :-) Komm auch du und entdecke die besondere Auswirkung auf Körper und Stimme. HAPPY NEW YEAR !
* Frohe Weihnachten * (Erinnerung aus dem ZDF Fernsehgarten in Garmisch)
Wie oft soll ich üben ?
Diese Frage höre ich immer wieder und die Antwort ist: Am Besten jeden Tag. Natürlich ist dies in der Umsetzung nicht immer so einfach, aber es müssen ja auch nicht mehrere Stunden am Tag sein. 10 Minuten effektives Üben, sind zB schonmal besser als gar nichts und das müsste zu machen sein. Mit effektivem Üben meine ich, ganz bewusst eine Übung auszuführen und nicht einfach wild drauf los zu singen. Slides auf „Mh“ oder „Ng“ eignen sich wunderbar, wenn man nicht so viel Zeit zur Verfügung hat. Ein Slide kann zB über eine ganze Oktave gehen. Beginne bei einem für dich angenehmen Ton den du auf „mh“ oder „ng“ entstehen lässt. (Ng bekommst du wenn du das Wort „Sing“ sagst) Diesen lässt du dann „sirenenartig“ in die Höhe gleiten und wieder herunter. Wichtig ist, dass du immer darauf achtest, die Töne nicht nach oben zu drücken! Es muss sich leicht im Hals anfühlen. Die Übung selbst darf am Anfang ruhig etwas wackelig sein. Stabilität kommt über Routine und Loslassen, nicht über Druck…
Eine andere tolle Methode an der Stimme zu arbeiten, ist die „Strohhalm-Übung“. Mehr dazu im nächsten Post…;-)
Gesangs-Workshop auf Teneriffa! Bald ist das möglich... Ein entspannter Körper durch traumhafte Natur, gute Luft und hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich sehr positiv auf die Stimme aus. Die stimmliche Leistung kann dadurch sogar gesteigert werden.
The long read: More and more singers are cancelling big shows and turning to surgery to fix their damaged vocal cords. But is the problem actually down to the way they sing?
Interessanter Artikel...
Weinen wie ein Baby
Hört sich komisch an? Ist es aber gar nicht. Wir können uns von den aller Kleinsten ganz viel abschauen, wenn es um’s Töne produzieren geht. Bei ihnen läuft noch der ganz natürliche Mechanismus ab und sie wissen von ganz alleine wie sie „Nächte lang durchweinen/schreien“ können, ohne ihre Stimme zu verlieren…
Probiert mal folgende Übung:
1. Produziere einen kleinen weinerlichen Sound. Nicht laut. Es ist nur „ein Geräusch“. Wie ein „jammern“.
2. Wenn du diesen Sound gefunden hast. Packe ihn in eine Übung. Nehme das Wort „book“ (engl. Buch) und singe eine beliebige Phrase oder einen Dreiklang damit. Achte darauf dass der Ton klein und weinerlich bleibt. (Kein Druck, nur eine „jammernde Beschwerde“)
3. Beobachte was passiert. Wenn du den „Cry-Sound“ wirklich gefunden hast, wirst du feststellen dass es einfacher wird und insgesamt ausgeglichener.
Expect it - don’t direct it !
Ein Zitat von Michael Jackson’s ehemaligem vocal coach „Seth Riggs“. Was ist also mit „Erwarte es - steure es nicht“, gemeint?
In meiner Interpretation bedeutet das: Mehr Leichtigkeit und Loslassen und weniger (kein) Forcieren oder Druck, beim Singen. Das heisst natürlich nicht, dass es gut ist, wenn wir völlig unterspannt und lasch in der Gegend hängen sollen, damit wir gut singen…;-) Viel mehr bedeutet es, dass die Arbeit bzw. die Bedingungen bereits vorher im Körper erschaffen werden müssen - also bevor der Ton überhaupt produziert wird. Wenn ich diese Vorbereitung gemacht habe, kann ich sozusagen „den Ton entstehen lassen“ anstatt ihn direkt zu steuern.
Stellt euch nur mal ein Baby vor das gleich anfängt zu weinen. Sehr oft kann man das schon im Körper sehen, bevor das eigentliche Weinen beginnt. Es ist ein natürlicher Mechanismus, der bei einem Baby noch völlig selbstverständlich geschieht. Es ist fähig unglaublich laute Klänge zu produzieren und kann unter Umständen stundenlang schreien, ohne am nächsten Tag „heisser“ zu sein…
Der Song passt nicht zu dir!
Man sollte sich von niemanden in ein Genre hineinpressen lassen, indem man sich selbst nicht sieht.
Wenn du im Unterricht Sätze wie, „diese Songs passen nicht zu deiner Stimme“, oder „dieses Genre passt nicht zu dir“ etc. von deinem Coach hörst, dann sollte das ein Warnsignal sein. Zumindest jedoch solltest du über diesen Punkt ausführlich mit deinem Coach sprechen und hinterfragen, warum er so denkt und was er damit bezwecken möchte. Um gewisse Dinge zu lernen, kann selbstverständlich auch mal ein Song vorgeschlagen werden, der nicht aus dem eigenen bevorzugten Genre kommt. Das ist aber etwas ganz anderes. Ich bin der Meinung, dass man eine Stimme bevor man sie „in Schubladen steckt“, erst einmal trainieren sollte. Während dieser Trainings-Zeit kann so viel passieren!. Das Ziel sollte grundsätzlich sein, sich eine freie und ausbalancierte Stimme zu erarbeiten. Mit dieser „Freiheit“ ist man fähig sich in jedem Genre auszuprobieren. Ob die Stimme dann in den jeweiligen Bereich passt, ist eine Frage des Geschmacks! Es geht hier im Großen und Ganzen, schliesslich um Kunst. Wenn es in der Kunst Regeln gäbe, hätten wir auf manch wundervollen Künstler verzichten müssen…;-)
Emotional singer Vs technical singer
Was ist eigentlich wichtiger beim Singen - eine gute Technik, oder die Emotion? Wenn ihr mich fragt: Eine gute Mischung aus beidem macht’s!
Sängerinnen wie Beyonce oder Ariana Grande, kennen sich sehr gut mit der Stimme aus und beherrschen ihr Instrument einwandfrei. Ob sie einen damit „emotional“ berühren, ist eine andere Frage und letztendlich auch Geschmacksache. Christina Aguilera bezeichnet sich selbst als „emotional singer“. In einem Interview betonte sie immer wieder, wie wichtig es für sie ist „aus dem Herzen/aus dem Bauch“ zu singen. Künstler die für mich beides perfekt vereinen sind ua.: Whitney Houston, Aretha Franklin oder Luther Vandross.
Hier eine Live-Performance von Whitney Houston, Luther Vandross, Stevie Wonder und Dionne Warwick die sowohl technisch als auch emotional eine wahrhaft meisterhafte Darbietung ist.
Am 7. Januar war ich “Gast der Woche” bei Radio Energy in Stuttgart. Hier gibt’s das Interview zum Nachhören. http://www.energy.de/stuttgart/lifestyle/energy-gast-der-woche-7
Ein frohes neues Jahr!
Gerade in der Winterzeit plagen wir uns gerne mal mit einer Erkältung herum. Oft werde ich gefragt, ob es sinnvoll ist trotzdem zu singen? Ich denke dass das jeder selbst entscheiden muss. Wenn die Erkältung nur leicht ist, würde ich Inhalieren und dann mit leichten Übungen wie "Lip-Rolls" oder "Sirenen" starten und dann entscheiden was heute möglich ist. Wenn bereits ein Husten dabei ist und die "Verschleimung" im vollen Gange ist, würde ich die Stimme eher schonen. Man kann übrigens auch wunderbar "indirekt" an der Stimme arbeiten. ZB. in Form von Atemübungen, Meditation, Körperübungen wie Dehnung oder Muskellockerung.
Ein Stimmumfang wie Mariah Carey?
Das wird wahrscheinlich nicht jeder erreichen - ABER - ich kann euch versichern, dass ihr mit gutem Stimmtraining eure Range (Stimmumfang) definitiv erweitern könnt. Viele entdecken sogar ihr “Pfeifton-Register” (extrem hohe Töne). Um “Oh holy night” in der Version von Mariah Carey, singen zu können, braucht man definitiv eine weite Range. Dieser Song ist aber nicht nur deswegen einer der schwierigsten Titel, die es je gegeben hat... Tiefe Töne, Mittellage, extrem hohe Belt-Töne, Pfeif-Töne. Mal soft, mal voluminös. Ad Libs in allen Lagen. Und das alles in eine schwierige Melodie mit herausfordernden Intervallen gepackt. Schaut euch diese “Live-Performance” von ihr an - dann wisst ihr was ich meine.
Ob man Mariah Carey nun mag oder nicht - sie ist und bleibt eine der größten Sängerinnen, aller Zeiten.
In diesem Sinne: Eine schöne Weihnachtszeit!
Jessie J „vocal tip“ !
Zunächst muss ich sagen, „I love Jessie J“! Sie ist meiner Meinung nach eine der besten Sängerinnen unserer Zeit und noch dazu eine sehr sympathische, bodenständige Persönlichkeit. In diesem Video verrät sie ab 0:12 eine ihrer Lieblingsübungen für „eine starke Stimme“. Auch wenn die „Stimmbänder selbst“ hier nicht direkt trainiert werden, ist es eine wunderbare Übung um Muskeln zu entspannen und mehr Flexibilität in den gesamten „Stimmapparat“ zu bekommen. Probiert es aus! Danach fühlt es sich an, als ob man etwas aktiviert hätte. „Besser durchblutet“!
Ich sage meinen Schülern in der ersten Stunde immer: „Ich warne euch, es gibt einige ziemlich merkwürdige und verrückte Übungen.“ ;-) Ich würde sagen, „diese“ gehört mit Sicherheit dazu…;-)
Was bedeutet „Belting“ ? (Part 1)
Oft wird angenommen den „kraftvollen, schmetternden“ Klang, damit zu erzeugen, die „reine Bruststimme“ ans Limit zu pressen. Das funktioniert bis zu einem gewissen Bereich vielleicht auch noch „ganz gut“ (obwohl man dann auch nicht von „Belting“ spricht), doch alle höheren Töne, landen in einem „kopfigen hauchigen“ Bereich (Falsetto).
Wie kannst du das also vermeiden? Die Antwort ist ganz einfach. Es ist wichtig zunächst eine gesunde Balance in der Stimme zu trainieren. D.h. Brust- und Kopf- Bereich müssen beide ausgearbeitet werden und in einen „harmonischen Mix“ gebracht werden. Wenn diese Basis geschaffen ist, steht „gesundem Belting“ nichts mehr im Weg.
Beispiele für grandiose Belter sind ua. Jessie J., Luther Vandross, Mariah Carey, Whitney Houston, Beyonce, Bruno Mars, Usher oder Celine Dion. (Wobei alle genannten Künstler nicht ausschliesslich „belten“. Sie wechseln zwischen verschiedenen „Modi“.)
WAS IST WICHTIG FÜR EINE GUTE STIMME ?
(Zum Vergrößern - doppelklick auf das Bild)