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Manchmal ist der einzige Plan: durchhalten. Irgendwie.
Ich wusste du bleibst, aber ich wusste nicht wann du gehst.
Und dann überkommt es dich wieder plötzlich. Die dunklen Gedanken sind wieder da. Die Kontrolle wird weniger.
Als würde ich mir das so aussuchen, als würde ich morgens aufstehen und mir sagen:
„Geil, heute möchte ich mich so richtig scheisse fühlen, heute hab ich richtig bock Depris zu schieben.“ Als würde es mir irgendwie den kick meines Lebens geben.
Du vermisst mein glücklicheres Ich?
Ich auch!
Ich habe selber teilweise keine Ahnung was bei mir abgeht..
Emotional Überlastet
Zur Zeit bin ich einfach überlastet. Ich bin kraftlos, habe keine Energie, bin müde und schlafe viel, aber schlecht und bin einfach nie erholt.
Es ist mir alles zu viel, zu viele Eindrücke, zu viele Dinge die um mich herum passieren, zu viel negatives in der Weltgeschichte, die politische Lage, ich hab manchmal das Gefühl ich bin fremd auf diesem Planeten, ich bin zu anders um irgendwo reinzupassen. Meine Werte sind kaum noch vertreten, aber ich weiß meine Werte sind die richtigen. Und ich werde mich nicht verändern, nur weil es schlechten Menschen besser geht, als Menschen die es gut meinen und voller Liebe, Empathie und Ehrlichkeit sind.
Es ist komisch, umso näher ich mir selbst bin und umso mehr ich zu mir finde, umso weiter entferne ich mich von meinem Umfeld. Ich habe einen engen Freund*innenkreis, natürliche beide Seiten entwickeln sind weiter, vor allem, wenn man schon lange befreundet ist und es ist auch nicht so, als würde es mit niemanden mehr passen, aber ich merke einfach, dass es weniger passt zu den meisten im Vergleich zu früher.
Ja ich verändere mich, ich achte auf sensible Sprache, noch mehr als früher, ich bin noch gesellschaftskritischer geworden, als ich eh schon war. Aber vor allem stehe ich mittlerweile mehr für meine Werte ein und vertrete sie, egal vor wem.
Wenn jemand etwas antifeministisches sagt ist das nicht okay und auch kein Spaß. Wenn jemand etwas diskriminierendes auf einer anderen Ebene sagt ist dies nicht okay, denn Hass und Diskriminierung ist und war niemals eine Meinung, sondern ist einfach scheisse!
Ich geh nicht mehr so leicht durchs Leben wie als Kind, zu dem Zeitpunkt habe ich einfach gelebt nicht nachgedacht. Ich wurde ausgelacht und mir war es egal, ich hab mein Ding gemacht. Doch die ganze Leichtigkeit und Verbindung zu meinem inneren Kind ist verloren gegangen als Kind, durch das Mobbing. Umso mehr ich reflektiere und mich mit meinem Leben auseinandersetze, umso mehr merke ich, wie das Mobbing der Schlüsselmoment war, der Moment wo sich mein ganzes Leben änderte. Von einem auf dem anderen Tag war ich nicht mehr ich, ich versteckte mich, ich machte Dinge für andere, die von mir erwartet wurden, weil ich „zu anders“ war.
Leben tut man das Leben vorwärts, zu mindestens sollte man dies, aber verstehen tut man es nur rückwärts. Ja genau so ist es, ich verstehe heute vieles, ich habe mich sensibilisiert und mit Themen wie Hochsensibilität, ADHS und Autismus beschäftigt, es beschreibt wie ich bin und fühle und das mit mir immer alles okay war, eben nur „anders“. Aber sind wir nicht alle „anders“, vor allem „anders“ als was, welche Norm? Das was mittlerweile an Werten normal ist, ist für mich nicht normal und ich bin dankbar, dass ich noch gute Werte habe, dass ich gut erzogen worden bin und meine Werte nie verloren habe, egal wie viel schlechtes ich widerfahren habe in meinem Leben bisher.
Ich warte noch immer auf einen Therapieplatz und das ist echt belastend, aber solange reflektiere ich viel für mich und erkenne so viel für mich. Ich mache eine Selbsttherapie, ja es kostet Energie, es ist hart und super anstrengend, aber ich weiß, dass es sich lohnt.
Verdrängen ist nie gut gewesen, also schreibe ich jetzt einfach mal offen und ehrlich runter, was mich alles belastet.
1. Die politische Situation und die Ängste die damit eingehen. Ich hatte noch nie so eine Angst, wie aktuell, vor den Wahlen. Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal strategisch wählen, da die Partei, die ich sonst immer wähle und die einfach meine Partei ist nicht über die 5%-Hürde kommen wird.
- Es nervt mich, dass ich nicht wählen kann, was ich will, weil sie eh keinen Sitz kriegen werden!
- Wieso haben wir in Deutschland überhaupt eine 5%-Hürde? So ein Schwachsinn! In der Schweiz z.B. gibt es keine Hürde, sondern jede Partei bekommt so viel Sitze, wie eben die Prozente verteilt sind. Es ist ein so viel besseres System.
- Und wie kann es sein, dass wir im Jahr 2025 überhaupt eine so beschissene politische Lage haben? In Deutschland hoffe ich nur auf #niewiederistjetzt. In der Welt herrschen Männer, die Frauen die Hand nicht reichen, weil sie eine Frau ist. Einer der mächtigsten Männer ist ein verurteilter Vergew@ltiger und zum zweiten Mal gewählt worden! Und auch sonst sind fast alle Länder rechtsgeprägt um Deutschland herum.
- Ehrlich mir ging es besser als ich mich mit Politik noch nicht beschäftigt habe. Aber es ist wichtig, sich damit zu beschäftigen! Denn es hat Einfluss, auch auf unsere Leben! Ich bin eine queere polyamore Frau und dadurch habe ich schon Probleme, in der Gesellschaft, auch durch die politischen Einstellungen!
2. Geld regiert die Welt, alles wird teurer und mein Einkommen fällt geringer aus. Ohne meine Eltern wäre ich nicht überlebensfähig im finanziellen Sinn und das nervt mich, weil ich eigentlich in meinem Alter schon viel weiter sein wollte, ich meinen Eltern etwas zurückgeben wollte und nicht immer noch auf ihrer Tasche liegen müssen.
- Durch meine ganzen Erkrankungen zieht sich mein Leben schon immer hin, längere Schullaufbahn, längeres Studium, ich brauche mehr Ruhezeiten, da ich sonst zu viel Stress habe durch die Hochsensibilität und meine chronischen Erkrankungen dann Schübe kriegen, zudem bin ich stark Burnout gefährdet und muss daher immer weniger machen, als „gesunde“ Menschen, wodurch ich mich selbst bremsen muss, was mir einfach nicht leicht fällt. Ich fühle mich dadurch oft unproduktiv und unnütz.
- Bei meiner Arbeit läuft es eher schlecht, da ich für viele Geschäftsreisen abgelehnt wurde, weil andere sich auch beworben haben, die letztes Jahr nicht so viele hatten wie ich. Es nervt mich, weil es mit Erfahrung, Geld und der Kombination aus Businessdame mit toller Me-Time in einer anderen Stadt und Hotelaufenthalt eingeht und ja das fehlt mir enorm! Denn dann fühle ich mich nützlich und verbinde es mit einer Art Reise alleine für mich, da ich die restliche Zeit als Me-Time nutze und ich bekomme Geld dafür und muss keins ausgeben.
3. Mein Papa arbeitet sich kaputt und sieht es selbst nicht.
4. Mein Stiefvater ist psychisch krank, hat aber auch narzisstische Züge, die echt belastend sind.
5. Meine Mama zu sehen in einer toxischen Beziehung, auch wenn keine Gewalt oder so im Spiel ist. Aber dennoch ist es einfach belastend für mich zu sehen, wie er zwischendurch mit ihr umgeht im Bezug auf kontrollieren versuchen usw.
6. Mein Partner hat einige private Probleme, die sich hoffentlich bald klären. Weil wir dadurch weniger Zeit für uns haben und vor allem wenig qualitative Zeit, sondern wir viel reden müssen über die Probleme auf seiner und meiner Seite und dadurch leider natürlich auch unsere Intimität.
- Das Thema Wertschätzung liegt schon seit langem bei uns auf dem Tisch, weil er leider nicht so agieren kann, wie er eigentlich ist, wenn er Stress hat. Ich weiß wie hart seine emotionale Arbeit ist, aber dennoch bin ich leider eine der Leidtragenden durch die Situationen, für die wir beide nichts können, die aber da sind. Dennoch ist es für mich belastend und ich sehne mich nach meinen Partner, selbst wenn er physisch anwesend ist, weil er schon lange nur noch eine Hülle seiner Seele ist. Ich merke wie ausgelaugt er ist und bin gerne eine Stütze für ihn und stecke mal zurück im Bezug auf Zeit und co. Aber ich hoffe einfach, dass es sich bald ändert, weil auch da meine Kräfte irgendwann nicht mehr reichen.
- Die körperliche Nähe fehlt mir, er ist so in sich gefangen, durch den emotionalen Stress, dass er nicht so wie ich es brauche auf mich zu kommt, egal ob Alltagsberührungen, Komplimente, energetisch oder im sexuellen Sinn. Aber selbst wenn wir intim sind, ist es nicht so wie sonst, weil wir beide einfach Probleme habe runter zu kommen und uns fallen zu lassen.
7. Zu viele Eindrücke durch Menschen. Ich habe viele Menschen in meinem Umfeld und zur Zeit bündeln sich bei allen Probleme, Sorgen und ich bin gerne für jeden da. Aber ich fühle mich zur Zeit manchmal wie ein Mülltonne, wo jeder seine Scheiße rein schmeißt. Wahrscheinlich vor allem dadurch, dass ich nicht der Mensch bin, der über seine Probleme mit jedem spricht, sondern das meiste alleine mit sich ausmacht. Dadurch ist es natürlich auch sehr einseitig und ich bin der Abfalleimer für ihre Probleme. Zur Zeit sind es einfach zu viele Leben, wo ich dran teilnehme im Sinne von sie erzählen mir alles.
- Meine Mama, mein Papa, mein Partner, mein Stiefvater
- Meine beste Freundin, hat sich in einen Narzissten verknallt und muss jetzt erstmal wieder von ihm emotional loskommen.
- Ein Bekannter hat eine Narzisstin als Freundin und weiß es selbst, lässt sie aber nicht los, da er sich scheinbar selbst verletzt.
- Ein Bekannter hat seine Beziehung noch nicht lange geöffnet und sie muss das erstmal verarbeiten, dass wir uns kennengelernt haben.
- Ein Bekannter ist auf Wohnungssuche und arbeitet sonst nur.
8. Was mich sonst noch belastet, weil ich Dinge wahrnehme in meinem Umfeld.
- Meinen besten Freund geht es gesundheitlich nicht gut.
- Einer meiner engsten Freunde hat gesundheitliche Probleme.
- Einer meiner engsten Freunde ist weggezogen und ich vermiss ihn sehr.
- Meine beste Freundin vermisse ich auch sehr.
- Ein guter Freund meldet sich kaum, weil er Renovieren beschäftigt ist.
- Eine gute Freundin macht so viel Sport und achtet auf ihre Ernährung, dass ich Angst habe, dass sie in die Falle getappt ist, in der ich auch schon war. Vor allem weil sie immer dünner wird, aber ich weiß, dass ich ihr nicht helfen kann, solange sie es selbst nicht sieht. Und vielleicht mach ich mir auch zu viele Sorgen, weil ich selbst damals betroffen war und sie hat echt alles im Griff und es ist nicht so wie bei mir damals.
9. Ich trauere immer noch um meine Oma, das merke ich einfach sehr, wie sie mir fehlt.
10. Ich schlafe schlecht und habe wenig Energie.
11. Ich verarbeite so viele Dinge gleichzeitig, dass super viel hochkommt, aus allen Lebensphasen gefühlt.
- Mein Bezug zu Sex und wie ich Sex hatte für Männer und was mir eigentlich gefällt und wie wenig ich für mich einstand. Es steht alles auf dem Kopf, da ich mich da aktuell richtig finde, durch die Alternative Beziehungsform und die Erfahrungen im letzten Jahr.
- Wie versteckte Narzissten sind habe ich letztes Jahr gesehen und seitdem fällt mir diese Form von Narzissmus auf und es erschreckt mich, wie viele Menschen so agieren.
- Ich arbeite das Ganze mit dem Narzissten vom letzten Jahr natürlich auch noch auf.
- Meine Mobbing-Zeit und alles was dadurch passiert ist, durch falsche Glaubenssätze, die mir eingeredet wurden. Das bestimmte nämlich echt mein ganzes Leben.
- Meine toxische Beziehung, wodurch ich danach immer falsche Menschen angezogen habe, vor allem falsche Männer, narzisstische Menschen im generellen.
- Natürlich auch schlechte Erfahrungen im sexuellen, über Belästigung, überreden lassen bis hin zum Missbrauch. Wodurch ich jetzt erst lerne für mich selbst einzustehen und „Nein“ zu sagen, ohne die Angst zu haben, dass schlimmeres passiert, weil es ihn anmacht.
- Dass ich mein inneres Kind so weggeschmissen habe in der Mobbing-Zeit und es erst 2023 wieder entdeckt habe und letztes Jahr ganz viel daran gearbeitet habe.
- Was ich alles für andere gemacht habe und nicht weil ich es wollte, sondern weil die Gesellschaft meinte das muss so sein, dass ist die „Norm“. Angefangen mit einer Zahnstange, obwohl ich nie Probleme hatte mit meiner Zahnlücke, aber klar Mobbing kann viel anrichten. Und solche Sachen kommen einfach hoch, ohne dass ich darüber nachdenke, weil mein inneres Kind diese Wunden natürlich gespeichert hat und mir jetzt auch zeigt.
- Dass ich meine Intuition einfach ignoriert habe über so viele Jahre. Ich hatte immer die richtigen Intuitionen und seitdem ich sie wieder richtig wahrnehme und auf sie höre geht es mir viel besser. Aber ich habe so viele Jahre darauf geschissen, durch falsche Muster. Dinge die dadurch passiert sind, die ich nicht mehr rückgängig machen kann. → z.B. dass ich mich habe impfen lassen trotz Immunschwäche, wodurch mein ganzes Immunsystem nur noch schlechter geworden ist. Und ich hatte noch nie ein so schlechtes Bauchgefühl!
12. Dass ich zu viel Zeug habe und dadurch mein Leben lang nur aufräume, wenn ich mal zuhause bin.
- Ich bin im autistischen Spektrum, dadurch bin ich eine ordnungsliebende Person. Da ich aber viel habe, sortiere und räume ich immer auf wenn ich zuhause bin. Und das nervt, es nervt mich, dass ich so viel habe, wo ich aber einen emotionalen Wert zu habe.
13. Dass der Secondhand Markt aktuell so schlecht läuft, dass man nichts verkauft.
- Ich habe schon so viel gespendet, aber ich brauche auch Geld und möchte ein paar Sachen verkaufen. Allerdings gelingt dies leider nicht, da der Secondhand Markt einfach so gesättigt ist, unglaublich wie sich das entwickelt hat in den letzten Jahren.
Danke lieber Blog, dass ich meine Energie hier rauslassen durfte und ich dadurch die Energie auf niemanden übertragen muss, denn das mach ich mit negativer Energie nicht gern! Danke!
P.s. Hör auf dein Bauchgefühl und deine Intuitionen!
Und wenn ich ehrlich bin, hat sich in meinem Leben noch nie jemand dafür entschuldigt, wie er mich behandelt hat, ich habe immer nur die Schuld dafür bekommen, wie ich reagiert habe.
Es fällt schwer, Menschen wirklich zu vertrauen – zu oft ist unklar, wer es ehrlich meint und wer nur etwas vorgibt. Von außen wirkt alles vielleicht perfekt, fast wie ein Traumleben, doch niemand sieht, wie groß der innere Druck ist. Hinter der Fassade liegt viel Unsicherheit: Die Angst, nicht zu genügen, nicht verstanden zu werden – und die ständige Sorge, ausgenutzt zu werden, wenn man sich öffnet.
Manchmal wäre Unsichtbarkeit eine Erlösung. Es ist leichter, Gefühle zu verstecken als zu zeigen, wie verletzlich man wirklich ist. Die Sonnenbrille wird zum Schutzschild – nicht gegen Licht, sondern gegen Blicke. Der Wunsch nach Nähe kollidiert mit der Angst, verlassen zu werden. Man will losgelassen werden, aber nicht allein bleiben.
Innere Konflikte, Selbstzweifel und ein schweres Herz prägen den Alltag. Das Spiegelbild wird fremd, und auch die Verbindung zu sich selbst scheint verloren. Man möchte lieben und vertrauen, doch der Schmerz sitzt tief. Und in all dem Lärm der Welt sind da noch diese inneren Stimmen – unzählige Dämonen, die nicht schlafen, die einen nachts wachhalten und nicht loslassen.
Ich kann nicht aufhören an der Person festzuhalten die du am Anfang warst. Egal ob sie echt war oder nicht.
Weil wenn ich loslassen würde dann müsste ich akzeptieren das man niemanden vertrauen kann. Das alles eine Lüge sein kann egal wie echt es sich anfühlt. Das alles was sich echt anfühlt falsch sein könnte.
Das die Welt dunkler und böser ist. Das sie enttäuschend ist. Das sie weh tut. Immer und immer wieder.
Das man keinem Glück vertrauen kann. Das nichts bleibt.
Das alles eine sich aneinanderreihende Enttäuschung ist.
Und wenn ich das akzeptieren müsste weiß ich nicht wie ich dann weiter machen soll. Wofür ich jeden Tag immer wieder aufstehe und kämpfe. Und hinfalle und wieder aufstehe. Und wieder weiter mache. Egal wie müde ich bin. Weil das dann alles keinen Sinn hätte.
Warum du nicht nur du bist, sondern die gute Seite und die schlechte Seite.
„Ich befürchte, ich renne einer Version von uns hinterher, die nicht mehr existiert.“
Tumblr wird für mich nie zu den sozialen Medien gehören. Es ist eher ein geheimer Rückzugsort, und wir stolpern dort zufällig über die Gedanken anderer.
Wie traurig ist es, dass ich nur noch über Anwälte mit meinem eigenen Vater kommunizieren kann?
Obwohl er den Titel Vater eigentlich nicht mehr verdient hat. Ein Vater würde schließlich nicht alles tun, um seiner Tochter die berufliche Zukunft zu zerstören. Einem Vater wäre es nicht egal, dass seine Tochter wegen ihm wieder angefangen hat, sich selbst zu verletzen, weil sie mit dem ganzen Stress und den Drohungen nicht mehr zurecht kommt. Einem Vater wäre es auch nicht egal, wenn seine Tochter offiziell eine Änderung des Nachnamens beantragt, weil sie nicht mehr mit ihm in Verbindung gebracht werden will.
Und auch wenn ich schon 35 bin, es tut trotzdem weh, seinen Vater auf diese Weise zu verlieren. Er ist zwar noch da, aber nicht mehr mein Vater. Ich hätte nie gedacht, dass es soweit kommt. Auch wenn die letzten Jahre schon sehr schwierig waren und es viel Streit gab. Den privaten Kontakt habe ich vor einem Jahr schon abgebrochen. Aber auch beruflich geht es inzwischen zu weit. Diebstahl, Sachbeschädigung und Lügen. Ich weiß nicht, wie weit das noch gehen soll. Wahrscheinlich wird er erst zufrieden sein, wenn er uns beruflich vernichtet hat.
Mutig sein
Wie gerne würde ich mutig sein...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu konfrontieren... Konfrontieren mit allem...
Damit, was du mir angetan hast und auch immer wieder antust....
Damit wie sehr du mein Leben zerstört hast....
Damit, dass du mir die Chance auf ein normales Leben genommen hast....
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du das alles zugelassen hast...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du dich nicht interessierst....
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du nirgends ein Foto von mir hast....
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du nie Zeit für mich hast...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du zugelassen hast, dass sie mir die Schuld gibt...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du mir das Gefühl gibst, dass ich nicht zur Familie gehöre...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du nie nach mir fragst....
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du nicht stolz auf mich bist...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du mich nicht lieb hast...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du mich immer wieder versetzt....
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen warum du dir keine Zeit für mich nimmst...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du mich nie über Familien-Situationen Informierst....
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du dich damals nicht getrennt hast, sondern mich lieber weg gegeben hast...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du meinst, meine Kindheit bei euch sei ja gar nicht so schlimm gewesen...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du denkst ich werde nie was in meinem Leben schaffen...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du denkst das alles was ich mache falsch ist...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum dein erstgeborenes Kind so überflüssig ist...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, warum du kein Vater bist, sondern nur ein Erzeuger...
Wie gerne würde ich mutig genug sein, dich zu fragen, WANN du mich liebst und mal stolz auf mich bist...
Ich habe solange darum gekämpft, eine gute Bindung mit dir zu haben...
Ich habe solange darum gekämpft, dir ein gutes Kind zu sein....
Ich habe solange darum gekämpft, dich stolz zu machen...
Ich habe solange darum gekämpft, zu deiner Familie zu gehören...
Ich habe solange darum gekämpft, deine Liebe zu bekommen...
Ich habe solange darum gekämpft, einen Vater zu haben....
Doch immer wieder bin ich gescheitert...
Ich gebe auf... Du willst mich nicht und damit muss ich Leben….
Der Vater, den ich so vergöttert habe starb, als er meine Stiefmutter traf....
Doch so gerne, hätte ich den Mut für ein klärendes Gespräch...
Ein paar Minuten Mutig sein, und dir meine Gefühle offenbaren...
Welche Gefühle du mit deinem Verhalten immer wieder auslöst....
Wie sehr du mich immer wieder verletzt, Selbsthass und Selbstzweifel auslöst...
Wie stark meine Bindungsangst durch dich ist...
Dass ich den Fehler immer wieder bei mir suche....
Ob ich den Mut jemals haben werde? Ich weiß es nicht....
Und ich dachte immer, es wird besser, je älter ich werde, aber ich fühle mich in dieser Welt immer noch genauso fehl am Platz wie vor zehn Jahren.
Krebs
Krebs ist einer der schlimmsten Krankheiten auf der Welt. Es zerfrisst einen wortwörtlich von Innen. Hört sich hart an. Nicht wahr? Mit knapp zwölf wurde ich damit diagnostiziert. Um ehrlich zu sein; ich hatte keine Ahnung und es war mir egal. Ich dachte, meine Familie, meine Verwandten und die Ärzte würde nur ein riesengroßes Drama machen. Insgesamt wurde ich sieben mal wegen Krebs operiert. Beim ersten und zweiten male am rechten Ohrhelix. Dann wurden zwei betroffene Lymphknoten entfernt. Am rechten & linken Oberarm und rechten & linken Oberschenkel wurde ich je einmal operiert. Narben trage ich natürlich davon. Die ganze Zeit war die Rede von einem Malignes Melanom. Aber mit zwölf weiß man nichts darüber. Mit 15 habe ich erst danach gegoogelt. Ich dachte mir „Wow. ich hatte Krebs und das ohne es zu wissen.“ Ich hatte über Wochen geheult, obwohl ich ihn besiegt hatte. Für mich war das schlimmste, dass ich erst Jahre später mitbekam, dass ich im dritten Stadium war und es gibt nur vier Stadien. Ich hätte wortwörtlich dran sterben können. Irgendwie hat mich das gestärkt. Irgendwo dachte ich mir auch; warum ich? Nun denk ich mir; wenn mich nicht mal der Krebs runterbekommen konnte, dann schafft es nichts. Trotzdem hätte ich lieber keins.
Wollte doch nur perfekt sein für euch. Nur ein bisschen mehr sein wie ihr um einmal das Gefühl zu haben auch eine Familie zuhaben in der ich dazu gehöre. Wollte doch immer nur das ihr auch einmal stolz auf mich seit. Aber ich bin und bleibe für immer eine Riesen Enttäuschung. Und wenn ich denke dieses Mal bekomme ich es hin dann kommt wieder ein kurzer Augenblick in dem ich die Fassung verliere und der Schalter in meinem Kopf umschaltet und ihr seht wieder die schlimmste Seite in mir hervorscheinen. Es tut mir so unendlich leid das ich niemals diese Tochter und Schwester sein kann die ihr euch wünscht und auch verdient.! Wieder habe ich dieses Riesen Schuldgefühl und ich schäme mich für das was ich bin. Denn ich wollte doch nur einmal perfekt sein für euch.! Ihr werdet niemals verstehen und erfahren wie sehr ich euch eigentlich liebe. Und das nur weil ich es nicht schaffe es zu zeigen.! Ihr zeigt mit dem Finger auf mich und schaut ganz entsetzt. Redet über mich als wäre ich nicht da und könnte euch nicht hören.. Keiner von euch weis wie sehr es mich jedesmal aufs Neue verletzt… denn anstatt dies preis zugeben raste ich lieber wieder aus.. ich hasse diese Seite an mir und ich weis auch in diesem Moment wie sehr ich es wieder bereuen werde aber doch kann ich nichts dagegen tun in diesem Moment.!
Es ist eine tiefe Geschichte hinter der Art, wie ich handle und denke.
Ja-oder-Nein-Zufallsgenerator
Was ist, wenn der Tot viel schöner als das Leben ist? Hat da schon mal jemand drüber nachgedacht?
Nein?
Ich schon...