AnschlieĂendes FilmgesprĂ€ch und Workshop-Film mit der Frage: Was können geförderte Soziokultur und performativ-kĂŒnstlerische Praxis in StĂ€dten bewirken, die von hohen Mieten und schwindender öffentlicher Infrastruktur geprĂ€gt sind?
An den Spielorten des Festivals werden 30 Filme gezeigt , die sich mit dem Lebensraum GroĂstadt auseinandersetzen.
Berlin / Web | 2. Juli 2025, 14:00â15:30 Uhr
Online-GesprĂ€ch âkurz&knapp â Von der Kultureinrichtung ins Quartier: Kulturarbeit fĂŒr junge Menschen durch Kooperationen im Stadtraum neu gestaltenâ. Impuls Dr. Britta Nörenberg | Panel Dr. Sabine Kroner, Vanessa Unzalu-Troya, Matthias Coers u. a. | Moderation Dr. Adrian Scholz Alvarado â
Köln | 9. Juli 2025, 19:30 Uhr
Kino-AuffĂŒhrung DAS GEGENTEIL VON GRAU im Filmhaus Köln â eine Veranstaltung der Reihe âLinkes Kinoâ der LINKEN-Ratsfraktion. GesprĂ€ch mit Regisseur Matthias Coers und Stadtplaner Dr. Hans GĂŒnter Bell â
Kassel | 10. Juli 2025, 18:00 Uhr
FilmvorfĂŒhrung und Diskussion zu DAS GEGENTEIL VON GRAU beim Promotionskolleg JUST â Gerechte und Nachhaltige Transformation der Uni Kassel, in Kooperation mit Recht auf Stadt Kassel und der Hans-Böckler-Stiftung. Interne Vorbereitung auf Exkursion nach Dortmund â interessierte GĂ€ste willkommen | Arnold-Bode-StraĂe 12, Hörsaal 4, Campus HollĂ€ndischer Platz
Berlin | 11. September 2025, 19:00 Uhr
Inside Outside Kotti â Abendbeitrag: Kurzfilmpremiere und Filme bei der artweek 2025 im KunsTHaus KuLe â
Bremen | 24. September 2025, 18:00 Uhr
Kino-AuffĂŒhrung und Diskussion zu VARIETĂ UTOPOLIS im Kommunalkino City 46 mit Stadtkultur Bremen e. V. u. a. GesprĂ€ch mit Regisseur Matthias Coers und lokalen Akteur*innen | Reservierung empfohlen via city46.de â
Wohnen, Transition Town, Soziokultur sind die Schlagworte zu den Langfilmen. Die Stadt und ihre Menschen, die sozialen Aufgaben und das emanzipatorische Ringen werden in den Blick genommen.
Die auch internationale Rezeption der Filme in ĂŒber 30 LĂ€ndern und 100 StĂ€dten zeigt, dass es notwendig ist, die Anstrengungen und Real-Utopien von Nachbarschaften, Kulturschaffenden und Stadtaktiven dokumentarisch sichtbar zu machen, um das Bild der erfolgreichen, scheinbar widerspruchsarmen Wirklichkeit der Bundesrepublik zu korrigieren.
Am Beispiel von Berlin, dem Ruhrgebiet und sechzehn StĂ€dten in Deutschland werden WidersprĂŒche und Aufgaben wahrnehmbar, die Menschen nahbar und ihre Interventionen und AktivitĂ€ten verstĂ€ndlich und im bestenfalls ĂŒbertragbar.
Die Dokumentarfilme werden im Kino, in Kulturorten und -zentren sowie Nachbarschaften gezeigt. Viele AuffĂŒhrungen haben den Charakter von Veranstaltungen und laden ein, anhand der filmischen Beispiele die lokale Situation abzugleichen und zu diskutieren â bei Bedarf und Möglichkeit auch mit dem Filmemacher.
DAS GEGENTEIL VON GRAU
D 2017  |  90 min.  |  deutsch / OmU englisch, spanisch, griechisch, tschechisch  |  FSK ab 0 freigegeben
Ein Film von Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr
www.gegenteilgrau.de
MIETREBELLEN â Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt
D 2014 | 78 min. | OmeU englisch / spanisch / französisch / italienisch / polnisch / griechisch / tschechisch / farsi | FSK ab 0 freigegeben
Ein Film von Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers
www.mietrebellen.de
Kontakt und Distribution:
Matthias Coers | zweischritte.berlin
Reichenberger StraĂe 177, 10999 Berlin
+49 172 8925054
[email protected]
www.zweischritte.berlin
Ausstellungs- und Filmbeitrag bei der artweek 2025
âFinster an den Rand gedrĂ€ngt â die Mitte bleibt frei und leerâ, so die PrĂ€ambel der artweek 2025 im KunsTHaus KuLe.
Zu dem Ausstellungsbeitrag werden am Abend des 11. September um 19 Uhr Videos von Richard Rabensaat, Elisa Antona Schwarze und Matthias Coers aufgefĂŒhrt, anschlieĂend FilmgesprĂ€ch.
FilmbeitrÀge: Starke Liebe Kotti, D 2025, 7 min / Vorpremiere; Dystopolie, D 2018, 25 min, OmeU
artweek im KunsTHaus KuLe 2025, 11. â 14. Sept. 2025
Vernissage 10. September, 18 Uhr
Donnerstag bis Sonntag ab 14 Uhr
Ein Jahrzehnt MIETREBELL*INNEN
Bilanz und Perspektiven der Mieter*innenbewegung
4. und 5. April 2025
Kiezhaus Agnes Reinhold, Berlin
â â â Einladung â â â
Was hat die Mieter*innenbewegung in Berlin in den letzten zehn Jahren erreicht? Welche Rolle spielt sie heute? Und welchen Aufgaben wird sie in den kommenden Jahren gegenĂŒberstehen?
Die sozialen KĂ€mpfe um das Wohnen stehen unter den gegenwĂ€rtigen gesellschaftlichen und mietrechtlichen Rahmenbedingungen vor der Herausforderung, dass es kaum gelingt, die Mieter*innen im Bestand ausreichend zu schĂŒtzen und erst recht nicht, effektive MaĂnahmen fĂŒr bezahlbaren Wohnraum zu ergreifen.Â
Die Bestandsmieten haben sich in dem letzten Jahrzehnt wesentlich erhöht, Neumieten liegen im Durchschnitt noch bis zu 90 % ĂŒber diesen. Der vermietbare Leerstand in ganz Berlin ist deutlich unter 1 % angesiedelt und kein leistbarer kommunaler Wohnungsbau in Sicht.Â
Das macht nicht nur das Berliner LebensgefĂŒhl unkomfortabel, sondern steht einer sozialen, gerechten, modern und ökologisch ausgerichteten Stadtentwicklung vollkommen entgegen.
Freitag, 4. April 2025
19:00 Uhr â FilmvorfĂŒhrung & Diskussion
VorfĂŒhrung des Films MIETREBELLEN â Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt mit anschlieĂender Diskussion mit Mieter*innen, die im Film eine Rolle gespielt haben. Nach ĂŒber zehn Jahren ziehen wir Bilanz: Was wurde erreicht? Wo gab es RĂŒckschlĂ€ge? Welche Lehren lassen sich fĂŒr aktuelle KĂ€mpfe ziehen?
Mit: Mieter*innen aus dem Film, Soziolog*innen und politische Aktivist*innen, mit der Stille StraĂe e. V. und anderen
Samstag, 5. April 2025
12:00 â Arbeitsphase 1: Ein langes Jahrzehnt â Von ZwangsrĂ€umungen verhindern bis Deutsche Wohnen enteignen
RĂŒckblick auf zehn Jahre Mieter*innenbewegung: Welche Initiativen haben das Stadtbild geprĂ€gt? Welche Strategien haben sich bewĂ€hrt â und welche nicht? Es geht um Initiativen, die sich verschiedenen Problemfeldern gewidmet haben wie ZwangsrĂ€umungen verhindern, wie die Kopenhagener StraĂe gegen Mieterhöhungen durch Energetische Modernisierungen, politisch-juristische Ideen, die von Mieter*innen mit angestoĂen wurden, wie das Vorkaufsrecht zu nutzen, sowie neue Stadtteilinitiativen wie z. B. Bizim Kiez, die Einfluss aufbauen konnten. Und um Spezielle soziale Gruppen, wie Menschen mit Migrationsgeschichte, die sich bei Kotti & Co organisiert, oder Senior*innen, die sich fĂŒr den Erhalt ihrer Einrichtung zusammengeschlossen haben.
Bei ZwangsrĂ€umungen verhindern mit dem konkreten Ansatz, einzelnen in Not zu helfen, stellt sich die Frage, ob man auf Dauer ĂŒber die symbolische Ebene hinauskommen kann und die KrĂ€fte ĂŒberhaupt ausreichen, die zunehmende Zahl der FĂ€lle anzugehen, auch welche Chancen Ziviler Ungehorsam in den konkreten Auseinandersetzungen bietet.Â
Bei âDeutsche Wohnen & Co. enteignenâ stellt sich die Frage, ob unter den gegebenen Bedingungen der Ankauf bestehender Wohnungen ĂŒberhaupt sinnvoll ist â angesichts der hohen EntschĂ€digungssummen, die an die Wohnungskonzerne gezahlt werden mĂŒssten â oder ob es nicht sinnvoller wĂ€re, bezahlbaren Neubau kommunal zu entwickeln. Und was ist der bessere Weg zur Mitbestimmung der Mieter*innen?
Mit: Vertreter*innen von ZwangsrÀumungen verhindern und Deutsche Wohnen & Co enteignen
14:00 â Arbeitsphase 2: Die KĂ€mpfe gehen weiter â Aktuelle Initiativen und BĂŒndnisse
Diskussion ĂŒber aktuelle Gruppen und Praktiken der Mieter*innenbewegung. Welche Forderungen stehen im Fokus? Wie können Initiativen wieder an Schlagkraft gewinnen?Â
Die eingeladenen Initiativen berichten anhand eines Mietshauses mit Berliner Mischung im Wedding, einer GroĂwohnanlage mit mangelhafter Instandhaltung und vielen einkommensschschwachen Mieter*innen in einem Stadtgebiet mit ansonsten unbezahlbarem Wohnraum. Zudem stellt das Mietenwahnsinn-BĂŒndnis seine Arbeit vor, mit der es versucht, stadtweit Positionen der Mieter*innen zu platzieren und gemeinsam in Aktion zu kommen. Auch die Laskerkiez-Initiative wird berichten.
Mit: Vertreter*innen aus aktuellen stadtpolitischen Bewegungen, u. a. Hafenplatz, Initiative Wem gehört der Laskerkiez und Mietenwahnsinn-BĂŒndnis
16:00 â Abschlussrunde: Perspektiven der Mieter*innenbewegung â Wie können die Mieter*innen der Stadt unterstĂŒtzt werden?
Welche Strategien machen Sinn in der existentiellen, sich immer weiter zuspitzenden Wohnungskrise? Was ist notwendig, um in Zukunft Druck auf Bezirke, das Abgeordnetenhaus und das Parlament auszuĂŒben? Welche Rolle spielen Konzepte wie Mietendeckel, Enteignung von Wohnkonzernen und der Kampf gegen Eigenbedarf? Welche Mittel können einerseits den Mieter*innen in die Hand gegeben werden, sich zu wehren, und andererseits, wie grundsĂ€tzlich muss die Kritik ausfallen, um dem Problem gerecht zu werden, dass EigentĂŒmer*innen und Immobilienkonzerne ungebrochen ihre ökonomischen Absichten gegen die vielfĂ€ltigen Interessen der Stadtgesellschaft durchsetzen können?
Mit: Vertreter*innen der Mieter*innengewerkschaft und der Redaktion MieterEcho
Referent*innen:
Karin Baumert | Stadtsoziologin
Andreas HĂŒttner | Redaktion MieterEcho
Bana Mahmood | Journalistin
Nicole Lindner | Aktivistin Wohnen
Timo Steinke | Aktivist Nachbarschaft
und weiteren
Mit Vertreter*innen von Stille StraĂe 10 e. V., Deutsche Wohnen & Co enteignen, BĂŒndnis ZwangsrĂ€umungen verhindern, Mieter*innenvernetzung Hafenplatz, Mietenwahnsinn-BĂŒndnis, MieterEcho, Mieter*innengewerkschaft Berlin
Peter Nowak | Autor und Journalist
Matthias Coers | Filmemacher + Soziologe
Moderation: Matthias Coers und Peter Nowak
Mit dem Seminar wollen wir eine Bestandsaufnahme wagen und gemeinsam neue Perspektiven fĂŒr eine kĂ€mpferische Mieter*innenbewegung entwickeln.
Ort:
Kiezhaus Agnes Reinhold,
Afrikanische StraĂe 74
13351 Berlin â Wedding
ĂPNV: U6 Rehberge oder Bus 221 Transvaallstr. + Otawistr.
Warum dieses Seminar?
Vor zehn Jahren entstand der Film MIETREBELLEN â Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt. Er dokumentierte die Mieter*innenbewegung in Berlin und zeigte, wie sich Menschen gegen VerdrĂ€ngung und steigende Mieten wehren. Heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. Die Berliner Mieter*innenbewegung hat Erfolge erzielt, aber auch RĂŒckschlĂ€ge hinnehmen mĂŒssen. Was bedeutet das fĂŒr die Zukunft? Welche Strategien sind heute notwendig, um bezahlbaren Wohnraum zu verteidigen und weitergehende Forderungen durchzusetzen?
Wir laden alle Interessierten ein, sich aktiv an den Diskussionen und Arbeitsgruppen zu beteiligen!
Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.
-> Zum Bildungswerk und Anmeldung
Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale fĂŒr politische Bildung gefördert.
* FĂŒr mich ist Ludwigshafen eins der stĂ€dtischen Symbole fĂŒr die gewaltigen und die brutalen ModernisierungsschĂŒbe des letzten Jahrhunderts. In WidersprĂŒchen zerrissen â westseitig die Verwaltungs- und Wissenschaftsstadt Mannheim, ostseitig des Rheins die proletarisierte Wirklichkeit der chemischen Industrie. Ort des Geistes, Ort der Utopie und der Hoffnung aus der Weimarer Republik, den sozialistischen Versuchen, dem Wind von '68 durch Ernst Bloch und seine Frau Karola, zugleich der vollendete, tödliche Ungeist und Antihumanismus mittels Zyklon B der IG Farben.
Das Bild zeigt Meloakustika als Teil des Projekts Social Body Building am Arbeiterdenkmal des Bildhauers Gerd Dehof auf dem SacktrÀgerplatz im direkt am Rhein gelegenen Mannheimer Stadtteil Jungbusch.
https://www.marchivum.de/de/blog/die-mannheimer-sacktraeger
Die Vortragsreihe âVergessene Utopien des Wohnens â Internationale Praxisbeispieleâ hat auf zwei von der Initiative Neuer Kommunaler Wohnungsbau (INKW) und der Berliner MieterGemeinschaft organisierten Veranstaltungen die Schweiz und DĂ€nemark in den Blick genommen. Die Referenten Andreas Wirz, PrĂ€sident des Verbands der Wohnbaugenossenschaften ZĂŒrich, und Henrik Gutzon Larsen, Dozent fĂŒr Humangeographie der Lund University, berichteten von AnsĂ€tzen im Wohnungswesen, die hierzulande selten betrachtet werden. Zuvor waren bereits GĂ€ste aus Schweden, Jugoslawien, den Niederlanden, GroĂbritannien, Ăsterreich und RumĂ€nien eingeladen worden.
Prinzipiell ist das Wohnen in der Schweiz privatwirtschaftlich organisiert. Artikel 41 der Schweizer Bundesverfassung nennt explizit âpersönliche Verantwortung und private Initiativeâ als Leitmotiv und sieht den Staat erst in der Pflicht, wenn diese versagen. Bund und Kantone sollen sich dann dafĂŒr einsetzen, dass âWohnungssuchende fĂŒr sich und ihre Familien eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können.â In der Theorie sollen gesetzliche RenditebeschrĂ€nkungen die Mieten begrenzen, doch in der Praxis halten sich viele Vermieter nicht daran. Laut Bundesamt fĂŒr Wohnungswesen liegen zahlreiche Mieten ĂŒber den zulĂ€ssigen Grenzwerten.
Mit knapp 60% Mieter/innen ist die Schweiz ein Mieterland. Bei Volksabstimmungen wurden allerdings zumeist EigentĂŒmerinteressen bevorzugt. Doch die Ablehnung zweier kĂŒrzlich geplanter MietrechtsverschĂ€rfungen â Erleichterung von EigenbedarfskĂŒndigungen und Erschwerung von Untervermietungen â signalisiert ein steigendes Bewusstsein der Mieterschaft fĂŒr ihre Rechte.
Ăffentliches Eigentum im Wohnungsmarkt ist in der Schweiz mit nur etwa 2% des Mietwohnungsbestands marginal â lediglich sieben Gemeinden besitzen mehr als 500 Wohnungen. Aufgrund dieser geringen staatlichen Beteiligung werden soziale Wohnungsbauziele nur unzureichend verfolgt, die Marktmacht verbleibt primĂ€r in privaten HĂ€nden â mit bekannten Folgen wie steigenden Mieten und sozialer Segregation.Â
Finanzierung anders geregelt
Genossenschaften halten rund 8% der Schweizer Mietwohnungen â mit regionalen Unterschieden. In ZĂŒrich liegt ihr Anteil bei etwa 18% und ihre Verteilung ĂŒber das gesamte Stadtgebiet trĂ€gt zu sozialer Durchmischung bei und wirkt VerdrĂ€ngungstendenzen entgegen. Die Genossenschaftsbewegung in der Schweiz entstand wĂ€hrend der Industrialisierung, als Antwort auf unhaltbare WohnverhĂ€ltnisse und â gestĂŒtzt auf kollektive Selbsthilfe und gemeinschaftliches Eigentum â zur Abwehr von Ausbeutung durch Feudalstrukturen. Schweizer Genossenschaften sind an die sogenannte Kostenmiete gebunden â anders als in Deutschland umfasst sie lediglich die real anfallenden Ausgaben fĂŒr Bau, Unterhalt und Verwaltung. DarĂŒber hinaus gilt ein Spekulationsverbot: Beim Verkauf von Immobilien mĂŒssen diese zum ursprĂŒnglichen Erstellungswert, nicht zum Marktwert, ĂŒbertragen werden.Â
Etwa 90% der genossenschaftlichen Bauten stehen auf eigenem Land, das teils vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten zu sehr niedrigen Preisen erworben wurde. Die ĂŒbrigen 10% befinden sich auf GrundstĂŒcken der öffentlichen Hand oder privater EigentĂŒmer, was Pachtzahlungen erfordert und die langfristige Planungssicherheit einschrĂ€nkt.
Der Schweizer Hypothekenmarkt unterscheidet sich von anderen LĂ€ndern durch die gĂ€ngige Praxis, dass Kredite nur anteilig zurĂŒckgezahlt werden mĂŒssen, in der Annahme, dass der Immobilienwert langfristig stabil bleibt. So finanzieren Genossenschaften Neubauten oft mit nur 5 bis 10% Eigenkapital, ergĂ€nzt durch staatliche Finanzierungen und Kredite, von denen ca. 80% nicht zurĂŒckgezahlt werden brauchen.
Der dĂ€nische gemeinnĂŒtzige Wohnungsbau, genannt Almene Boliger, ist ein nicht-profitorientiertes, nicht-staatliches, von Mieter/innen selbst verwaltetes Wohnmodell. AuĂerhalb dieses Sektors leben DĂ€nen hĂ€ufiger in Eigentumswohnungen als Menschen in Deutschland, aber auch in kleineren Wohnungsgenossenschaften, marginalem staatlichem Wohnungsbesitz oder im zumindest bis 1991 relativ gut regulierten privaten Mietwohnungsbau.
Almene Boliger machen landesweit etwa 20% des Bestands aus, in einigen stĂ€dtischen Kommunen mit deutlichen historischen Verbindungen zur Arbeiterbewegung sogar 40 bis 50%. Nach schweren Wohnungskrisen im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert, ausgelöst durch Urbanisierung und Spekulation, suchten Gewerkschaften und kooperativ organisierte Produktionsunternehmen nach stabilen Wohnmodellen. Ăffentliche UnterstĂŒtzung wie gĂŒnstiges kommunales Land oder zinsgĂŒnstige Darlehen gab es, einem GemeinnĂŒtzigkeitsprinzip folgend, wenn kein Gewinn erzielt und ĂberschĂŒsse fĂŒr weiteren Wohnungsbau verwendet wurden. In den 1930er Jahren wurde dieser gemeinnĂŒtzige Wohnungsbau Teil eines gesellschaftlichen Kompromisses, um soziale Spannungen zu reduzieren, nach dem Zweiten Weltkrieg förderte der Staat den Sektor aktiv. Dennoch blieb er relativ unabhĂ€ngig und mieterorientiert.
Ein zentrales Merkmal ist die Mieterdemokratie. Die Mieter/innen wĂ€hlen VorstĂ€nde, genehmigen Budgets und nehmen Einfluss auf ihre Wohnbedingungen. Doch in der Praxis können komplexe Verwaltungsaufgaben die KapazitĂ€ten ehrenamtlicher Mietervertreter sehr herausfordern.Â
Die Finanzierung erfolgt ĂŒber eine Mischung aus zinsfreien kommunalen Darlehen, staatlich garantierten Hypotheken und Mieteinnahmen. Das Kostenmietmodell sorgt dafĂŒr, dass Mieten die tatsĂ€chlichen Kosten widerspiegeln, allerdings stellen steigende Bau- und Bodenpreise, insbesondere in Ballungszentren wie Kopenhagen, HĂŒrden fĂŒr bezahlbare Neubauten dar.Â
Der Zugang zum gemeinnĂŒtzigen Wohnungsbau ist grundsĂ€tzlich offen, ohne strikte Einkommensgrenzen. Wartelisten basieren auf Wartezeit, Gemeinden können aber auch Wohnungen an BedĂŒrftige vergeben. Die Bewohnerstruktur ist vielfĂ€ltig, mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte und auch vielen mit niedrigen Einkommen. Doch dort wohnen auch Menschen mit hohem Bildungsniveau. Trotzdem werden einige Siedlungen mit einer Art âGhettoâ-Label versehen, was dann staatliche Eingriffe erlaubt, um die soziale Zusammensetzung zu verĂ€ndern.Â
Der Sektor sieht sich mit Privatisierungsbestrebungen konfrontiert, Ă€hnlich der britischen âRight to Buyâ-Politik, die bisher jedoch abgewehrt werden konnten. Viele Wohnanlagen bieten Gemeinschaftseinrichtungen wie VersammlungsrĂ€ume, WaschkĂŒchen oder gemeinsame GĂ€rten. Auch gibt es gemeinschaftliches Wohnen, auf DĂ€nisch âbofĂŠllesskaberâ, wo Wohnbereiche geteilt und AktivitĂ€ten wie gemeinsame Mahlzeiten organisiert werden. Seniorengemeinschaften sind besonders beliebt und wachsen innerhalb des gemeinnĂŒtzigen Wohnungssektors.
Perspektiven erlernen
In der Schweiz und in DĂ€nemark spielen Genossenschaften und gemeinnĂŒtzige Wohnungsunternehmen eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und der Förderung sozialer Durchmischung. Beide Modelle behaupten sich trotz allgemein steigender Kosten und gesellschaftlicher Spannungen.
Die Initiative Neuer Kommunaler Wohnungsbau fordert seit 2014, dass in Deutschland kommunale Unternehmen den Neubau tragen und Mieten politisch festsetzen, statt private Bauunternehmen mit ZuschĂŒssen zu finanzieren. Genossenschaften sind nur bedingt eine Alternative, denn sie sind hierzulande primĂ€r ihren Mitgliedern verpflichtet und kein umfassender Bestandteil sozialer Wohnraumversorgung, auch weil die spekulative Entwicklung der Bodenpreise preisgĂŒnstiges Bauen unmöglich macht, weshalb Eingriffe in den Bodenmarkt unumgĂ€nglich sind.
Selbstverwaltete Strukturen sind kein Allheilmittel, bilden aber einen Gegenpol zur Entmachtung der Mieter/innen in privaten Immobilienkonzernen und bĂŒrokratischen Wohnungsbaugesellschaften. Denn die Beispiele aus DĂ€nemark und der Schweiz zeigen, dass wirksame Wohnungspolitik fĂŒr Mieter/innen deren Engagements bedarf. MaĂgeblich waren hier auch historisch besondere Situationen der fordistischen Industrieentwicklung, auf die wir heute nicht setzen können. Es bedarf also einer umso stĂ€rkeren Bewegung fĂŒr neue stĂ€dtische Utopien, fĂŒr die aus den hier geschilderten Praktiken GrundsĂ€tzliches und Details gelernt werden können.Â
Zu den Bildern:
Banner zur UnterstĂŒtzung der Volksinitiative âMehr bezahlbare Wohnungenâ, aufgenommen in Luzern 2020
Hohe Wohn- und LebensqualitÀt in Schweizer StÀdten, Luzern
Andreas Wirz, Architekt und PrĂ€sident des Verbands der Wohnbaugenossenschaften ZĂŒrich
Henrik Gutzon Larsen, Dozent fĂŒr Humangeographie der Lund University in Schweden
Gute Einkommen aber hohe Wohnkosten, Luzern
Text: Matthias Coers und Grischa Dallmer
Fotos: Matthias Coers
Die Veranstaltungen wurden dokumentiert und werden nach und nach ĂŒber die Webseite der Berliner MieterGemeinschaft veröffentlicht. Weitere Informationen: inkw-berlin.de und bmgev.de/politik/vergessene-utopien
Veröffentlicht in MieterEcho Nr. 447 / Februar 2025: Online | PDF Seiten 22+23
Von Oktober bis Dezember zeigt das Lichtblick-Kino in Berlin die Langfilme von Matthias Coers.
Diese widmen sich sozialen Fragen des bezahlbaren Wohnens als Menschenrecht, Interventionen fĂŒr eine sozialökologische Stadt und dem Einsatz von Soziokultur in sogenannten benachteiligten Stadtquartieren.
Diskussion mit dem Filmemacher in Anschluss an die VorfĂŒhrungen.
MIETREBELLEN â Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt
D 2014 | 78 min. | OmeU
Samstag, 26.10.2024, 18 Uhr
DAS GEGENTEIL VON GRAU
D 2017 | 90 min. | OmeU
Samstag, 30.11.2024, 18 Uhr
Der neue Film zu stadtrÀumlichen Interventionen mittels Kunst und Kultur startet mit der Premiere in Berlin und geht dann mit Team auf Deutschlandtour.
Dokumentarfilm zum Projekt fĂŒr zeitgemĂ€Ăe Schulhöfe
Ăber mehrere Monate wurde das Kooperationsprojekt des Freilandlabors Britz und der Senatsverwaltung "GrĂŒn macht Schule" begleitet. Entstanden ist ein halbstĂŒndiger Film, der portraitiert, wie SchĂŒler/innen, KĂŒnstler/innen und Landschaftsarchitekt/innen gemeinsam Schulhöfe entsiegeln und so dem Leben in und mit Natur im Schulalltag Raum verschaffen.
Nach der Premiere des Films im Kino Moviemento ist dieser nun online ĂŒber die Seite der Beratungsstelle GrĂŒn macht Schule und auf YouTube zu sehen.
Zudem auch ein zweiminĂŒtiger Kurzfilm:
Die Filme werden im kommenden Jahr auch mit englischen Untertiteln zur VerfĂŒgung stehen.
Vergriffen und angeregt durch Anfragen wird derzeit die zuerst im Dezember 2020 in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung publizierte BroschĂŒre zur gleichnamigen Ausstellung in zweiter Auflage erscheinen. Der neue Druck ist gefördert durch die Berliner Landeszentrale fĂŒr politische Bildung und wird von der Druckerei Hinkelstein realisiert. Bezug ab Beginn 2025 siehe unten.
Mitten drin drauĂen â Ohne Obdach in der StadtÂ
Publikation mit 68 Seiten, 8 Interviews und 27 Farbbildern
Veröffentlicht: 2020, 2. Auflage 2024
Autor und Fotograf: Matthias Coers
Herausgeber: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
ISBN: 978-3927995055
Die BroschĂŒre berichtet in Bildern und GesprĂ€chen von Berliner*innen, deren Leben auf die eine oder andere Art von den StraĂen der Stadt bestimmt wird â als Menschen ohne Obdach im öffentlichen Raum oder als Engagierte, die Wohnungslose unterstĂŒtzen.
Inhalt
Zur zweiten Auflage â Matthias Coers
Einleitung â Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.Â
Ausgang â Matthias CoersÂ
Interview mit Dr. Jenny De la Torre Castro â Jenny De la Torre StiftungÂ
Interview mit Paul Neupert â BAG Wohnungslosenhilfe e.V.Â
Dieter â querstadtein e.V.Â
Elena â KĂ€lteschutz im Mehringhof
Freya und SĂŒnje â Bahnhofsmission Berlin Zoologischer Garten
Fikri â Kreuzberger seit Jahren
Izabel â Hat Erfahrung mit UnterkĂŒnften
Konstantinos und Tobi â Berliner Obdachlosenhilfe e.V.
Matthias Coers /Â Mitten drin drauĂen
Bildverzeichnis
Impressum
Bestellung
Die Publikation kann direkt beim Autoren [email protected] angefragt oder beim Bildungswerk ĂŒber die E-Mail-Adresse [email protected] bezogen werden â bis zu drei Exemplare werden portofrei versendet. Ăber die ISBN-Nummer auch im Buchhandel erhĂ€ltlich.
Sie ist in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen des Stiftungsverbundprojekts shared spaces entstanden.
âAusnahmsweise NORMALâ titelt die am 11. September startende artweek 2024 im KunsTHaus KuLe.
Als Teil der Ausstellung ist die Installation DO IT! zu sehen. Diese befasst sich mit Personen der jĂŒngsten Geschichte, die ihre Lebenszeit konstruktiv gesellschaftlich wie unversöhnlich mit Leid hervorbringenden ZustĂ€nden ohne ZurĂŒckhaltung gegeben haben.
Unter dem Motto "Bezahlbarer Wohnraum ist möglich!" kamen Expert/innen, Aktivist/innen und Fachpolitiker/innen in Frankfurt am Main im Sommer 2023 zusammen.
Von Wohnen als sozialer Infrastruktur ĂŒber gemeinschaftliches Wohnen oder Fragen zur WĂ€rmewende und vielen Themen mehr wurde sich bei Workshops, VortrĂ€gen und Podien ausgetauscht. Es wurde der Versuch unternommen, Praxen zu konkretisieren, wie ein bezahlbares und solidarisches Wohnen und Leben in den StĂ€dten unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen realisiert werden kann.
Die Konferenzdokumentation, das Podium LINKE.MACHT.WOHNEN. und viele weitere Informationen sind auf der Webseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu finden:
https://www.rosalux.de/dokumentation/id/50786/bezahlbarer-wohnraum-ist-moeglich
Panel LINKE.MACHT.WOHNEN.
mit
Vanesa Valiño | eh. Leiterin Wohnungsbauabteilung des Stadtrats von Barcelona, Barcelona en ComĂș
Iva MarÄetiÄ | UniversitĂ€t Kassel, eh. Leiterin der Kommission zur Verbesserung des Managements der stĂ€dtischen Wohnungen bei der Stadtregierung von Zagreb
Carolin Blauth | Deutsche Wohnen und Co. enteignen
Janine Wissler | Parteivorsitzende und Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Moderation: Jan Schalauske | eh. Fraktionsvorsitzender und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag
Produktion zweischritte.berlin 2024
An der Konferenz beteiligt u.a. Afra Höck, Alexis J. Passadakis, Anna-Maria Mayerhofer, Anna Steenblock, Dr. Andrej Holm, Anne Göbel, Dr. Armin Kuhn, Caren Lay, Cathrin Schunk, Christiane Böhm, Christoph Trautvetter, Conny Petzold, Daniela Hirchenhain, Dr. Daniela Mehler-WĂŒrzbach, David Williams, Carolin Blauth, Doreen Petri, Elisabeth Kula, Eyup Yilmaz, Felix Wiegand, Florian Janik, Gabi Faulhaber, Gabriele Purper, Prof. Dr. Gerhard Trabert, Heike Sudmann, Ingo von Seemen, Irmela Colaço, Isabelle Vandre, Iva MarÄetiÄ, Jan Kuhnert, Jan Schalauske, Janine Wissler, Janty Jie, Jonathan Diesselhorst, Jule Liebig, Katalin Gennburg, Katja HĂŒnecke, Knut Unger, Dr. Lisa Vollmer, Liv Dizinger, Lorenz Gösta Beutin, Matthias Weinzierl, Niklas Schenker, Norma Tiedemann, Dr. Peter Bescherer, Petra Gokkenbach, Philipp Möller, Prof. Dr. Pia Lange, Raoul Nozon, Roman Grabolle, Prof. Dr. Sebastian Schipper, Prof. Dr. Susanne Heeg, Stefan Thimmel, Tabea Latocha, Theresa Keilhacker, Uwe Witt, Valentin Fuchs, Vanesa Valiño, Violetta Bock, Wenke Christoph, Xavi Ferrer
Veranstaltet durch die Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, unterstĂŒtzt von DIE LINKE. Fraktion im Römer und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen.
Beim Image de Ville Festival mit Sammlungen von Produktionen zu Berlin.Â
Beim mit französischem Blick in die jĂŒngere Geschichte der Stadt abtauchenden Programm Les Rencontres / Die Begegnungen findet sich mit Wenders Himmel ĂŒber Berlin, Filmen Helga Reidemeisters und Tilda Swinton in The Invisible Frame der Dokumentarfilm LOCATAIRES REBELLES / MIETREBELLEN â Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt, zusammen produziert mit Gertrud Schulte-Westenberg, in zauberhafter Gesellschaft.
Im Weddinger SİNEMA TRANSTOPIA, einem Raum fĂŒr Filmkultur, Kunst, Wissen und Nachbarschaft wird am 4. Dezember 2023 mein neuer Film vor Mitwirkenden und Projektteilnehmer/innen als Preview gezeigt.
Im ca. 100-minĂŒtigen Dokumentarfilm werden 16 soziokulturelle Projekte in StĂ€dten und Stadtteilen mit sogenannter besonderer sozialer Lage besucht. Dabei werden ihre praktischen, transzendierenden Möglichkeiten, GrenzĂŒberschreitungen, aber auch Grenzen sichtbar.
Die AuffĂŒhrung findet im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Programme UTOPOLIS â Soziokultur im Quartier und NEUSTART KULTUR statt.
Diese zweischritte.berlin-Filmproduktion wird durch ein Dramaturgie-Team von Kulturschaffenden, Roland Brus und Daniela Raimund â Wuppertal, Stefan Schroer â Oberhausen, Manuela Bernecker â NĂŒrnberg, Nina Lenz â Mannheim und Phinthong-Poy Schlieker â Hildesheim unterstĂŒtzt und u.a. mit Bundesmitteln gefördert.
Der Film wird nach finaler Fertigstellung noch im FrĂŒhjahr 2024 im Kino, in soziokulturellen Zentren und weiteren SpielstĂ€tten starten.
Weitere Infos mit Bericht zur Preview auf der Webseite des Bundesverbands Soziokultur e.V.
GroĂbritannien â 15.09.2023 | Freitag | 19:00-21:30 Uhr
Eine Ăra des öffentlichen Massenwohnungsbaus â Council Housing von den 1920er bis zu den 1970er Jahren (John Boughton & Paul Watt)
Wien â 27.10.2023 | Freitag | 19:00-21:30 Uhr
Kommunaler Wohnungsbau als VeralltÀglichung von Utopie in den 1920er Jahren (Gabu Haindl & Sarah Kumnig)
RumĂ€nien â 17.11.2023 | Freitag | 19:00-21:30 Uhr
Staatlich finanzierter Massenwohnungsbau fĂŒr die Arbeiterklasse von den 1960er bis zu den 1990er Jahren (EnikĆ Vincze & George Zamfir)
Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft
Sonnenallee 101, 12045 Berlin-Neukölln
FĂŒr Ăbersetzung, GetrĂ€nke und einen kleinen Imbiss wird gesorgt.
Heute kaum zu glauben â es gab ein goldenes Zeitalter des sozialen und öffentlichen Bauens. Die Reihe will als eine ArchĂ€ologie der wohnungspolitischen Utopien auf diese Phasen in verschiedenen LĂ€ndern den Blick richten. Unsere GĂ€ste stellen vor, wie Programme des öffentlich finanzierten Wohnungsbaus mit leistbaren Mieten fĂŒr alle umgesetzt wurden und welche Voraussetzungen es dafĂŒr gab. Die historischen Beispiele zeigen, wie das Wohnen auch kĂŒnftig organisiert werden könnte: leistbar, sozial und öffentlich.
Die Reihe wurde entwickelt von der Initiative neuer kommunaler Wohnungsbau INKW zusammen mit dem MieterEcho. An der Arbeitsgruppe beteiligen sich der Andrej Holm/Stadtsoziologe, Joachim Oellerich/Chefredakteur MieterEcho, Manuel Lutz/Raumplaner und Poltikwissenschaftler, Philipp Möller/Redakteur MieterEcho und wissenschaftlicher Mitarbeiter Linksfraktion Berlin, Grischa Dallmer/Programmierer und Stadtaktivist und Matthias Coers/Filmemacher und Bildredaktion MieterEcho.Â
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht die SimultanĂŒbersetzung vom Englischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Englische.
Webseite neue Reihe:Â
www.bmgev.de/politik/vergessene-utopien-des-wohnens
Erster Teil der Veranstaltungsreihe:
www.zweischritte.berlin/post/718055781877088256/komplexbauten-und-emphase
Zwei Schritte vor, einen zurĂŒck @zweischritte - Tumblr Blog | Tumgag