Die Maske und der Schatten
Das boudoir rote Haar fiel in langer Mähne unter der Kapuze aus dunklem Leder hervor und bedeckte die Hälfte des in eine Lederausrüstung geschnürten Körper. Heftig prasselte der Wind gegen den Umhang aus dicken Leder, welcher Sie vor dem Wetter schützte. Die dicken Flocken verfingen sich an der rauen Oberfläche des Mantels und in Ihren Haaren, wo Sie sich langsam aufgrund ihrer Körperwärme auflösten und eine leichte Feuchte abgaben. Die schwarze Maske auf Ihrem Gesicht hielt die Kälte von der Haut darunter ab und während Sie sich durch den immer höher auftürmenden Schnee kämpfte, dicht gefolgt von dem schwarzen Wolf, der auf den ersten Blick eher einem gigantischen Schatten glich. Bei jedem Atemzug brannte sich die klare Luft in Ihre Lunge hinein, ein Gefühl, dass Sie schon immer liebte, es war das Gefühl von Heimat, die Kühle Luft des Nordens in dem Sie geboren wurde, der sanfte Schmerz bei jedem Atemzug, der Sie daran erinnerte wie es ist, noch am Leben zu sein. Die Hütte auf die Sie zusteuerte lag tief im dunklen Wald, den die Dorfleute mieden. Ein Wald, voller Magie und geprägt von den grusel Geschichten alter Frauen, welche die Kinder davon abhalten wollten in den Wald zu gehen. Aber im Gegensatz, zu den alten gebrechlichen Frauen welche an den Feuern der Kamine saßen und Ihre Geschichten erzählten, wusste Sie welche Wahrheiten sich dahinter verbargen.
Das warme Licht, welches vom Feuer in der Mitte des Hauses durch die zugigen Fenster nach draußen trat und den sonst im wahrsten Sinne des Wortes schneeweißen Schnee in ein angenehm warmes gelb oranges Licht tauchte. Als Sie es an die Tür geschafft hatte schloss Sie die Hand um die schmiede eiserne Klinge und drückte Sie mit all Ihrer Kraft herunter, das schloss war schwerfällig und ausgekühlt, was es schwierig machte es zu öffnen, aber sobald Sie es herunter drückte und der Riegel aus der Fassung heraus gesprungen war, drückte der Kräftige Wintersturm die Tür ins Innere des Gebäudes und im Nuu breiteten sich Schnell und Kühle im Gebäude aus, bis sich zumindest der weiße pulvrige schnell in der Hitze der vom Feuer erwärmten Luft auflöste. Sie drückte sich miut dem Rücken an die Tür und wollte Sie gegen den Wind ankämpfend zurück ins Schloss drücken und der riesig wirkende Wolf stemmte seine Vorderpfoten neben Sie an das alte Holz und zusammen gelang es Ihnen die Tür ins Schloss zu drücken, worauf hin Ihre Hand über den Schädel des Wolfes fuhr, welcher sich an diese drückte. An dem Feuer in der Mitte des Hauses saßen zwei Männer, einer von Ihnen den Kragen tief ins Gesicht gezogen und die langen braunen Haare im Gesicht, der andere seinen Kopf unter einer Kapuze versteckt, unter welcher das lange schwarze Haar hervor quoll. Die Beiden Männer saßen auf dem Boden und der braunhaarige hatte das linke Bein angewinkelt, während das andere gerade ausgestreckt in Richtung Feuer zeigte, ein großer Rabe hüpfte um ihn herum und pickte Brotstücke vom Boden auf, bevor der junge Mann ihm den Arm hin hielt und der Rabe direkt aufsprang und bis auf seine Schulter kelterte, wo er sich krächzend niederließ. Die junge Frau zog Ihre Kapuze vom Kopf und öffnete den Riemen, welcher den Mantel hielt, Sie warf das raue Leder zur Seite, was durch die eigene Material stärke und die kalten Temperaturen fast so stehen blieb als würde Sie sich noch immer darunter befinden, und nur langsam in sich zusammen sackte. Sie ließ sich im Schneidersitz neben das Feuer auf den Boden sinken und das große schwarze Tier legte sich neben Sie auf den Boden und stupste Ihr Bein mit der Nase immer wieder an, bis Sie sich erbarmte und Ihre Hand an seinen Kopf legte, wo Sie diese ruhig liegen ließ. Gerade als Sie entspannt einatmete hörte man ein klirren aus der Ecke wo in Regalen das Kochgeschirr gestapelt war. „Kommst du her.“ grummelte der schwarzhaarige und klopfte zweimal mit den Fingerknöcheln auf den Holz Boden neben sich und aus der Ecke schnellte ein kleiner Wachsachbär herbei, der sich auf die Stelle setzte und mit der Nase zuckend hektisch den jungen Mann von oben bis unten betrachtete. „Was hast du da?“ murmelte er und hielt dem kleinen Tier die Hand hin, welches bereitwillig die Brotkrümmel aus seinen Pfoten in die Hand des schwarzhaarigen legte. Mit dem Daumen strich er über die vertrockneten Brot Reste und seufzte leise. „Wusste gar nicht, dass wir noch Brot haben.“ Meinte er leise und legte die Krümel auf den Boden zurück,was der kleine Räuber als Zeichen dafür sah, diese schnurstracks in seinen Mund zu befördern. „Haben wir jetzt auch nicht mehr.“ meinte der andere Mann der am Feuer saß und mit der Hand sanft durch das Gefieder des großen Vogels fuhr. „die junge Frau mit der schwarzen maske lachte und kraulte ihrem großen schwarzen Begleiter den Hals. „Wollt ihr jetzt wirklich darüber diskutieren wer von den beiden uns mehr die Haare vom Kopf frisst?“ fragte Sie und die Beiden schwiegen einen Moment bevor sie leise lachten. „Wir doch nicht.“ Meinte der schwarzhaarige und der andere nickte zustimmend. „Genau, niemals, wir lieben uns doch.“ Seufzend schüttelte die junge Frau den Kopf. „Wo sind die anderen?“ fragte sie und die beiden zuckten mit den Schultern. „Als ich gekommen bin war ich alleine.“ Meinte der braunhaarige und setzte sich in den Schneidersitz. Und der schwarzhaarige nickte. „Als ich gestern Früh lso bin waren alle anderen schon weg und als ich heute wieder kam war Alrik der einzige der schon wieder da war, wer weiß wo es sie diesmal alle hin verschlagen hat.“
Die im verbotenen Wald gelegenen Hütten waren einst das Versteck der verstoßenen, derer die von den normalen Dorfbewohnern als gefährlich, oder auch einfach nur anders angesehen wurden. Ein Ort an dem sich Runa schnell wohlfühlte und wohlfühlen musste, da sie in Ihrem Zuhause keinen Platz hatte. Seit Sie auf die Welt kam, wurde Sie verspottet, als ein Kind Lokis, dessen rotes Haar sie brandmarkte und für alle öffentlich als Gefahr kennzeichnete, so sagten es zumindest die Seher, welche das junge Mädchen schon in jüngstem alter in den Wald verbannten, vor welchem Sie sich selbst fürchteten wie vor kaum etwas anderem. In diesem Wald fand sie ein Zuhause, in der kleinen Häusergruppe, welche jene, die in dieser unwirklichen Gegend lebten liebevoll „Das besondere Dorf“ nannten. Das war nun schon einige Jahre her, mehr als Ihr halbes Leben hatte sie schon in diesem Wald verbracht, jetzt wo sich ihr 25er Jahrestag näherte. Inzwischen hatte Sie Freunde gefunden unter den verstoßenen und deren Familien, Sie fühlte sich wohl und war ein anerkannter Teil der kleinen Gemeinde, eine Stütze für viele, mit denen zusammen Sie die kleine Hütte ganz am Rand des Dorfes errichtet hatte, es war Ihr Zuhause, aber es war mehr als das, ein Ort an dem sich Ihre Freunde sicher fühlen konnten, wo Sie einander hatten und immer jemand da war, wenn man nicht alleine sein wollte. Sie sah auf das große Tier an Ihrer Seite und grinste unter der Maske. Nun war es fast sieben Jahre her, dass er an Ihrer Seite war, es war der Tag an dem Sie als erwachsen galt, ihr 18 Jahrestag. Hier draußen in der harten und wie Sie, sie liebevoll nannte, „echten“ Welt wurde das ganze nicht so zelebriert wie in den normalen Dörfern der Wikinger, hier draußen musste man schon vor diesem Tag lernen wie es ist ein erwachsenen Leben zu führen, aber an diesem Tag fand Sie das kleine Wolfsjunge zusammen gerollt im Schnee unter einem der knorrigen Bäume. Damals lag das kleine Würmchen zusammen gerollt, winselnd und zitternd in einem Schneehaufen, halb eingeschneit fand Sie den kleinen Wolf und zog ihn in Ihre Arme, eingewickelt in Ihren Mantel, trug Sie ihn vorsichtig nach Hause und päppelte Ihn auf, ohne zu wissen, was er mit sich bringen würde. Inzwischen war er größer, älter, stärker, aber dennoch war er bis heute nie von Ihrer Seite gewichen. Ein Kind Loki, verflucht und von den Bösen Taten des Gottes der List und des Zwielichts gesteuert, hieß es immer und es war fast so, als ob dieser Wolf schon immer für Sie bestimmt war und einfach auf Sie wartete. Er wich nie von Ihrer Seite und dennoch blieb er das wilde unzähmbare Tier, welches ein Wolf nun mal war. Ihre Arme und Beine waren überzogen von Kratzern, Narben und Bissspuren, es Quälte Sie, dieses Tier bei sich zu haben, es nicht von sich streifen zu können und es dennoch nicht wirklich kontrollieren zu können. Lange Zeit war es eine Qual, sich von Tag zu Tag zu kämpfen immer mit diesem Begleiter an Ihrer Seite, der nicht zu zähmen war. Doch als die Zeit voran Schritt, lernte Sie mit ihm zu Leben und es begann ein zeit, wo sie lernte Ihre Kraft aus Ihrem Begleiter zu ziehen. Er mochte Sie noch so oft belasten, doch war er immer da für Sie und ab Ihr Kraft, wenn Sie sie brauchte, Sie lernte zu wachsen an den Qualen, Schmerzen und Hindernissen, den Ihr treuer Freund mit sich brachte und daraus stärke zu ziehen. Er war immer da und über die Jahre wurde er ein wahres Monster, ein riesiger Wolf, mit blutroten Augen welche einem normalen Menschen aus den südlichen Regionen das Leben hätte aus dem Körper fahren lassen und dessen Statur ausreichte um einen kleingewachsenen Menschen in den Schatten zustellen. Ein Kind Lokis, geschützt von einem Wolf, welche die älteren in Ihrer Heimat eins Fenris tauften, da Sie sich sicher waren, der wahre Weltenfresser hätte nicht viel eindrucksvoller sein können. Runa und Ihren Freunden zeichnete diese Vorstellung ein Lächeln ins Gesicht, während die Bewohner Ihres Heimatdorfes jedes mal vor Angst erstarrten, wenn Sie die Maskierte Frau am Waldrand sahen. Toki zog seine Kapuze vom Kopf und strich das pechschwarze Haar hinter sein Ohr Zurück, was den tätowierten Wotansknoten an seinem Hals freilegte, ein Symbol, was jeder der drei um das Feuer verteilten Freunde an seinem Körper trug, genau wie die anderen Mitglieder der Freundschaftlichen Gruppe, ein Symbol, was Sie immer verband, egal wie weit getrennt sie auch sein würden. „Ich hab euch was mitgebracht.“ meinte er mit einem grinsen und mit einem Schnippen der linken Hand schickte erden kleinen übereifrigen Wachbären los, welcher eine Ledertasche hinter sich her bis zu Toki zog, welcher ihm dafür eine Nuss aus seiner Tasche zusteckte. Der Blick des großen schwarzen Rabens ging auf die Tasche aus der Toki die Nuss holte und das Tier legte den Kopf schief. Alrik pfiff und der große Vogel krächzte laut, als auf den Pfiff hin eine Nuss durch die Luft flog, welche der Vogel schnappte und im Nu hinunter schlang. „Sind wir jetzt wieder glücklich großer?“ ging Alriks Frage an den Vogel, welcher sein Gefieder etwas aufplusterte. „Das können wir glaube ich als Ja nehmen.“ sagte Toki ruhig und öffnete die Tasche, welche der Wachbär ihm gebracht hatte. Er holte eine kleine Flasche aus dunklem Glas hinaus und reichte Sie Alrik, welcher das Messer aus der Halterung am Gürtel zog und die schwere Flasche in der Hand wiegte. „Woher ist das?“ fragte Runa während Sie auf die Flasche sah. „Ich war am südlichen Waldrand und habe nach dem gezeichneten Mädchen gesehen, Anscheinend hat Sie nun Kontakt zu einem aus den südlichen Ländern und Sie gab mir die Flasche als Dankeschön.“ Meinte er und Alrik schob die Messer spitze in den Korken, welcher die Flasche verschloss, mit einem schnellen Handgriff hebelte der junge kräftige Mann den Korken heraus und öffnete die Flasche mit einem ploppen. Vorsichtig hielt er die Flasche in einem kleinen Abstand unter die Nase und roch zögerlich, worauf hin er das Gesicht verzog. „Riecht sauer… die Südländer sind komisch.“ murmelte er und gab die Flasche weiter an Runa, welche es ihm Gleich tat, Ihr Gesichtsausdruck war zwar durch die Maske nicht zu erkennen, aber die quietschende Geräusche , welche Sie von sich gab klangen ungefähr so begeistert, wie das Gesicht von Alrik zuvor aussah. „Naja, was solls.“ murmelte Sie und nahm einen Schluck aus der Flasche, den Sie dann herunter würgte. „Okay nein danke, das könnt ihr gerne behalten.“ Lachend nahm Toki die Flasche und nahm einen großen Schluck, was er nahezu sofort bereute, weil der Wein in die falsche Seite seinen Halses wollte und er die Flasche heftig hustend von seinem Mund weg riss, was Runa und Alrik laut lachen ließ. „Ihr schaden frohen Bastarde.“ grummelte er noch immer hustend und stellte die Flasche in Alriks Richtung auf den Boden. „Guter Wein meinte Sie…“ lästerte er, als sein Hals langsam weniger Kratzte und er die Lungen wieder mit Luft füllen konnte. „Dann weiß ich ja nicht was bei den Südländern schlechter Wein ist, warum sollte man dieses saure Gesöff überhaupt trinken?!“ er wischte sich über den Mund und sah Alrik an, welcher nur genervt die Augen verdrehte und auf die Flasche sah. „Keine Wahl oder?“ fragte er grummelig und die Beiden anderen schüttelten gleichzeitig den Kopf. Der Mann mit dem Raben ließ die Luft aus seinen Lungen entweichen und nahm einen Schluck von der Flasche, bevor er diese weg stellte und den Kopf schüttelte. „Naja… es gibt definitiv besseres.“ Sagte er und schob die Flasche zurück zu Toki. „Da bleibe ich lieber bei gutem klassischen Met oder Bier.“ murmelte Runa und strich dem Wolf über die Schnauze.
„Hörst du auf!“ zischte Sie und zog Ihre Hand von der Schnauze des Wolfes weg, welcher gerade seine Zähne in Ihre Hand gerammt hatte. Das große schwarze Tier legte den Kopf schief und leckte sich über die Lefzen. Die Beiden Männer am Feuer seufzten leise, doch nach einem Moment der Stille in dem Runa auf Ihren schwarzen Schatten hinunter sah und dann auf den Biss an Ihrer Hand sah legte Sie diese auf den Kopf des Wolfes, welcher seinen Kopf auf Ihrem Oberschenkel ablegte. Toki rappelte sich vom Boden auf und ging in die Ecke, in der das Kochgeschirr lagerte, wenn es gerade nicht genutzt wurde.Während Runa den Wolf unter Ihrer Hand beobachtete griff Alrik nach der Flasche und nahm einen weiteren Schluck, leicht verzog er das Gesicht und schüttelte den Kopf, bevor er sich durch die Haare fuhr. „Immer wieder ein Fest mit dem kleinen, oder?“ fragte er und Runa schaute in seine Richtung ohne etwas zu sagen, als plötzlich ein Stück Stoff auf Ihrer Schulter landete und Sie über die Schulter zu Toki sah, welcher sich wieder neben den Waschbären setzte, welcher dann schnell auf seinen Schoß kletterte und sich dort niederließ, während er den ganzen Raum beobachtete. Die junge Frau mit den roten Haaren zog das Tuch von Ihrer Schulter und wickelte es um die Hand bevor Sie diese wieder auf den Kopf des Wolfes legte und zu Toki sah. „Danke.“ meinte Sie ruhig und Toki nickte ihr nur zu während seine Hand über den Kopf des Waschbären streichelte. „Habt Ihr schon neue Pläne?“ fragte Alrik seine Freunde, nachdem die Drei für einen Moment lang ruhig um das Feuer herum saßen und in die Flammen starrten.
„Mich um meinen Dämon kümmern.“ murmelte Toki leise während der Waschbär an seinen Fingern zog und probierte seine Hand fest zu halten. „Also nichts mehr?“ fragte Alrik genauer nach und Toki lachte einfach nur. „Nach dem Weg vom Südlichen Waldrand hier her, bei dem Schneesturm habe ich echt keine Lust mehr auch nur noch einen einzigen Muskel zu bewegen.“ er lehnte sich zurück auf den von der Raumwärme erhitzten Boden und legte die Arme hinter dem Kopf zusammen während er an die Decke sah. „Du denkst wieder zu viel nach.“ meinte Runa ruhig zu Ihm, welche sich erhob und zu einem Eimer mit Wasser herüber ging, sofort folgte Ihr der Wolf so schnell als wäre er wirklich Ihr Schatten. Der schwarzhaarige schwieg während Sie etwas Wasser in eine Schüssel schöpfte und vorsichtig das Stück Stoff von Ihrer Hand wickelte um die Wunde zu reinigen. „Na wenn der Werte Herr wieder nichts zu tun hat als sich seinen Kopf sinnlos kaputt zu machen, würde ich vorschlagen wir verbringen den Abend hier zusammen, ich hatte eh nichts weiter vor.“ Meinte Alrik um die stille zu brechen, aber bekam er keine Antwort darauf, in Tokis Fall, war das auch nicht nötig, er wusste genau, dass der schwarzhaarige froh war über jede einzelne Sekunde, die er seine Freunde hier um sich hatte Runa reinigte in Ruhe die Wunde und kam dann langsam wieder zum Feuer herüber. „Ich werd nochmal los…“ meinte Sie mit leiser Stimme und die beiden jungen Männer sahen in Ihre Richtung. „Ach was du kannst doch nicht schon wieder gehen.“ Meinte Toki mit einem frechen grinsen und war sich sicher, dass Runa die Augen unter der Maske verdrehte, er liebte es einfach sie am gehen hindern zu wollen, immerhin wusste man hier draußen nie, wann man jemanden wieder sehen würden. Vor allem ob man die Personen die inem ans Herz gewachsen waren jemals wieder sieht, war hier draußen niemals klar, die Welt hier oben im Norden war rau und gefährlich, hinter jeder Ecke lauerten Dinge, die einen auf ewig hätten verschlucken können. Menschen verschwanden, tauchten nie wieder auf, manchmal nach Ewigkeiten und waren dann komplett verändert. Jedes mal wenn Runa die Hütte verließ, hatte er Angst davor, Sie nie wieder zu sehen, aber so war es auch bei Alrik und den anderen, aber da Runa diejenige war, die ihn damals gerettet hatte war es bei ihr weitaus am schlimmsten. Er rappelte sich vom Boden auf und sah auf die Maske, welche das Gesicht der nun vor ihm stehenden rothaarigen verdeckte und legte die Arme um Sie. „Pass auf dich auf, bitte komm zurück.“ flüsterte er in Ihr Ohr und Sie klopfte ihm auf den Rücken. „Du machst dir zu viele Gedanken.“ hauchte Sie leise und ein sanftes Lächeln legte sich über Tokis Lippen, auch wenn er wie jedes mal mit den Tränen kämpfte. „Ich weiß.“ Meinte er nur leise und ließ Sie schweren Herzens los, einen Moment lang ruhte sein Blick dort, wo die Maske wohl Ihre Augen verdeckte, während sich der Wolf an seinem Bein rieb und er diesem kurz drei Klopfer auf den großen Kopf gab. „Pass gut auf unsere Süße auf, ja Großer?“ fragte er ihn und grinste gezwungenermaßen. Der Waschbär tappst zu Runa herüber und zog an Ihrem Hosenbein, bis Sie sich zu ihm beugte und ihn kurz kraulte. Sie ging dann um das Feuer herum und und legte die Arme um Alrik, welcher sich für Sie ebenfalls vom Boden erhoben hatte und Sie umarmte. „Wehe du kommst nicht heile zurück, wir finden dich und machen dich fertig.“ raunte er mit einem grinsen auf den Lippen und bekam dafür einen Schlag gegen die Schulter. „Ihr Beiden tut ja echt so, als würde ich jetzt sterben.“ sagte Sie lachend und nahm den Lederumhang, der durch die Wärme wieder ganz geschmeidig war und auch draußen noch eine kurze Weile lang die gespeicherte Wärme spenden würde, schnell hatte sie diesen wieder umgeworfen und legte die Hand an die Klinke, während Ihre Freunde auf Sie zu kamen. „Wir machen das schon.“ meinten Sie und Runa drückte nur die Klinke herunter,, den Rest übernahm der zwar etwas abgeschwächte aber immerhin noch vorhandene Schneesturm und riss die Tür auf. Nachdem Sie nach draußen gestapft war und zusammen mit Ihrem Wolf im Schneegetümmel verschwunden war drückten die Beiden Männer die Tür zusammen zurück in die Verankerung und Alrik wischte sich lachend über die Stirn. „Wie viel Kraft dieses Tier haben muss.“ meinte er nachdem er gemerkt hatte wie schwer die Tür wieder ins Schloss zu bekommen war. Mit einem Lächeln, sah er Toki an, welcher aber nur nickte und einen Moment aus dem Fenster starrte. „Ich wünschte ich könnte hinter diese Maske sehen.“ murmelte er leise und Alrik legte die Hand auf Seine Schulter. „Manchmal glaube ich du bist ein hoffnungsloser Fall.“ murmelte Alrik und Toki stimmte nickend zu. „Das glaube ich die meiste Zeit selber…“ Alriks Faust landete auf seiner Brust und sein Finger ruhte danach nur wenige Zentimeter vor Tokis Gesicht. „Sie glaubt an dich.“ grummelte er mit tiefer Stimme und zeigte auf das Fenster nach draußen. „Sie glaubt an dich, jeden Tag aufs neue und es wird der Tag kommen, wo du Ihr zeigen kannst, dass du es schaffst, also krieg dich wieder ein.“ Alrik seufzte und fuhr sich durchs Haar, bevor seine Hand wieder auf Tokis Schulter lag. „So hart war das gar nicht gemeint…“ „Schon gut…“ unterbrach Toki ihn und legte die Hand an das kühle Fensterglas. „Ich weiß schon wie du es meinst.“ murmelte er und zog die Kapuze über seinen Kopf.
Seit Jahren hatte niemand mehr Sie ohne die schwarze Maske gesehen, einst war Sie nur ein Schutz vor den Blicken der Dorfbewohner, doch über die Jahre wurde Sie zu etwas viel wichtigerem, zu einem Teil von Ihr. Als Ausgestoßene, die im verbotenen Wald lebte kreuzten sich Ihre Wege immer wieder mit denen der Bewohner der am Waldrand liegenden Dörfer, wenn es darum ging wertvolle Güter aus dem Wald mit denen zu tauschen, die von Weit herkommen, oder mit denen, deren Interesse an den seltenen Gütern größer war, als die Angst vor den Geschichten über den Wald und den Ausgestoßenen. In der Zeit wo Ihre Verbannung noch frisch war und Runa sich noch oft am Waldrand aufhielt, Ihrer noch so jungen Vergangenheit nachtrauernd traf Sie immer wieder auf einen alten Mann, sein langer Bart hatte zwischen all den dunkelblonden Haaren schon graue Strähnen und das Haar auf seinem kopf war ausgedünnt, immer wieder begegneten Sie sich als er selten Hölzer, welchen magische Fähigkeiten nachgesagt wurden zum Tausch gegen Lebensmittel zu einem Südländischen Händler brachte, welcher als einer von nur einer Handvoll nicht Nordmännern regelmäßig im Dorf verweilte.
Immer wieder probierte Runa zu dieser Zeit ins Dorf zurück zu kehren, doch wurde Sie immer wieder fortgescheucht, manchmal mit Worten, manchmal auch mit Schlägen und der Androhung von schlimmerem. Eines Tages trat dieser alte Mann dann auf Runa zu, wieder einmal probierte Sie sich die Rückkehr ins Dorf mit allerlei Dingen zu erkaufen, welche Sie tagelang im Wald zusammen gesammelt hatte. Weinend saß Sie auf einem der Bäume am Waldrand, welcher der letzte Sturm in die Knie gezwungen hatte und vergrub das Gesicht in den verschränkten Armen, welche auf den herangezogenen Knien ruhten. Plötzlich spürte Sie eine Hand auf dem Kopf, welche Ihr langsam durch das weiche Haar fuhr, schluchzend rieb Sie sich die Augen bevor Sie auf sah, zu der Person, welche ein so bekanntes Gesicht für Sie war. „Was ist passiert?“ fragte er und Sie wendete Ihren Blick ab, die Stimme war angenehm und beruhigend und der bärtige Mann setzte sich zu Ihr auf den Baum und nahm seine Hand von Ihrem Kopf nahm und ein Messer aus der Tasche zog. Während Runa mit schweigend und mit leerem Blick auf das Dorf starrte, fing er an etwas zu schnitzen und nach einer Weile des Schweigens ging der Blick des jungen Mädchens auf das verkohlt aussehende Holz in den rauen Händen des Nordmannes neben Ihr. „Sie wollen mich einfach nicht nach Hause lassen.“ murmelte Sie leise und sah interessiert zu, wie das Messer Bahn um Bahn dünner Holzschichten von dem Stück abhobelte. „So ist das eben mit dummen Menschen.“ grummelte der alte Mann ruhig und sah Sie dann an. „Du brauchst gar nicht so gucken.“ meinte er nur als er Ihren entsetzten Gesichtsausdruck war und legte die Hand an Ihre Wange. „Wer junge Mädchen wie dich aus dem Dorf in diesen Wald schickt, nur weil du eine solch besondere Haarfarbe hast, der ist in meinen Augen nichts anderes als dumm.“ Er hielt das Holzstück kurz neben Runas Gesicht und sah Sie etwas genauer an. „Was ist das?“ fragte Sie neugierig und sah auf das Stück holz. „Drachenbaum.“ meinte er mit einem grinsen, was die leicht gelblichen Zähne durch den Bart schimmern ließ. „Ein sehr stabiles Holz, dass fast unentflammbar ist, die wohlhabenden aus den großen Städten sind verrückt nach dem Zeug um Ihre Gebäude vor Bränden zu schützen, davon kann man wirklich gut Leben hier draußen, da es nur in des tiefsten Stellen des Waldes wächst und sich selbst die Ausgestoßenen kaum dorthin trauen.“ Gezielt tanze die Klinge des Messers dann wieder weiter über das Holzstück, während Runa das ganze beobachtete. „Es tut weh, wenn man hier her kommt und all die Leute wieder sieht und wieder und wieder und Sie einen nicht mehr ansehen sondern einem nur die kalte Schulter zeigen, so als ob man nicht mehr existiert, ein Monster ist oder so etwas. Und trotzdem kommt man wieder, weil man einfach nicht weg will, das los lassen ist am schlimmste, wenn man es erst einmal geschafft hat wird es leichter, glaube mir.“ Er kramte kurz in seiner Tasche und wandte sich einen Moment lang von Ihr ab, nur um ihr dann eine Maske hinzuhalten, welche ein paar Lederriemen an die Rückseite geknotet hatte. „Setz Sie auf, versteck dich dahinter und Ihre Blicke werden weniger weh tun, du kannst lächeln, du kannst lachen, du kannst weinen und keiner von Ihnen wird es sehen. Zögern nahm Runa die Maske an und begutachtete Sie genau, mehrere male wanderte die Maske im Kreis durch Ihre Hand, bevor Sie diese auf das Gesicht legte und die Lederriemen über Ihren Hinterkopf zog. „Na, wie ist es so?“ fragte er und Runa sah zu ihm auf. „Naja, nicht perfekt, aber es geht.“ Meinte Sie und der ältere nahm die Klinge des Messers zwischen Daumen und Zeigefinger und hielt ihr es hin. „Nimm das mit, dann kannst du es noch etwas bearbeiten.“ Zögerlich betrachtete Runa das Messer bevor Sie es annahm. „D-Danke…“ meinte Sie leise und der alte Mann strich Ihr nochmals durch die Haare als er aufstand und seine Tasche über den Rücken warf. „Du bist ein starkes Mädchen, eine Tochter Lokis wie Sie so schön sagen, du lässt dich nicht von Ihnen unterkriegen.“ Er grinste Sie breit an und st4rich sich durch den langen Bart. „Bis zum nächsten Mal.“ meinte er nur noch als er sich auf den Rückweg dorthin machte, wo auch immer er her kam, denn in der Ansammlung kleiner Hütten im inneren des Waldes hatte Sie ihn noch nie gesehen.
Seit diesem Tag an war die Maske ein stetiger Begleiter und Sie hatte Sie immer mehr verändert, inzwischen war die eins dicke Maske viel feiner und weiblicher im Aussehen, Sie schmiegte Sich perfekt an Runas Gesicht an und ließ perfekte Öffnungen um Ihr die komplette Durchsicht zu schenken, aber anderen keine Sicht in die rehbraunen Augen zu erlauben, Sogar trinken und essen konnte Sie nach all den Jahren mit der Maske, es war zwar alles andere als komfortabel, aber funktionierte, durch die Form der Maske am Kinn konnte Sie Essen und Trinken nahe genug an den Mundführen.
Am Anfang war es nur ein Schutz vor den Blicken anderer, aber schnell wurde es ein Teil von Ihr, die Maske ließ Sie in Ihre eigene Welt abtauchen, in der Sie sich sicher und stark fühlen konnte, ohne anderen Ihre Schwächen zu zeigen, Sie konnte sich mit ihren eigenen Problemen beschäftigen ohne sich anderen zu sehr offenbaren zu müssen. Es war der Weg, welche Sie vor Jahren gewählt hatte, der Weg die Maske nie wieder abzulegen, Sie war der Mensch hinter der Maske, begleitet von einem Weltenverschlinger, inzwischen war Sie nicht mehr wie damals, Sie war erfahren, selbstbewusst, stark und das würde Sie sich nie wieder von einem Menschen nehmen lassen, nie wieder würde Sie sich selbst zerstören lassen, weil Sie anderen nicht passte.
Sie stand auf einem der Hügel, welche das Dorf um ragten, welches eins Ihre Heimat war. Der Schneesturm hatte inzwischen endlich nachgegeben und in Ihrer dunklen Ledermontur war Sie vor dem dunklen Wald nahezu unsichtbar wenn man von dem Dorf aus in Ihre Richtung sieht. Ihr Blick ruhte auf dem Dorf, während Ihr Begleiter langsam am Rand des Waldes entlang schlich, doch was Sie dort sah trieb die Wut in der sonst so ruhigen und bedachten jungen Frau empor. Seit einigen Monaten kam Sie öfters zum Dorf zurück als in den letzten Jahren, denn Sie hatte eine junge Frau bemerkt, vielleicht gerade ihren 18. Winter hinter sich hatte, vielleicht auch schon den 20, das konnte Sie nicht sagen. Auch Sie war eine der gezeichneten, ein Kind, welches nicht akzeptiert wurde in der Gesellschaft des Dorfes so wie Runa es nicht wurde, oder Ihre Freunde, doch dieses Kind war noch immer Teil des Dorfes und nach wenigen Wochen des Beobachtens hatte Runa auch her raus gefunden weshalb. Sie war kein Teil des Dorfes, sondern nur ein Mensch des Leidens, ausgesetzt der Willkür der Dorfbewohner, die mit Ihr taten und ließen was Sie wollten, im Grunde war Sie nichts weiter als eine Sklavin, das niedrigste Glied in einer Kette engstirniger, dummer Menschen, Schicksal, welches weitaus schlimmer war, als die Verbannung in den Wald. Vor einiger Zeit hatte Runa die junge Frau abgefangen, als Sie außerhalb des Dorfes Ihren Arbeiten nach ging.
Ihr Name war Asdis, schnell kamen sich die Beiden Frauen näher, nachdem Sie über den Schock des riesigen Wolfes und der pechschwarzen Maske hinweg gekommen war. Schnell entstand eine Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen, welche ein gewisses Schicksal und vor allem Leid teilten. Viel war es, was Asdis Ihrer neuen Bekanntschaft anvertraute und Runa versprach Ihr, ein Auge auf Sie zu haben, immer öfters trafen sich die beiden Frauen in den Abendstunden am Waldrand, welcher an das Dorf grenzte. Auch heute war wieder ein treffen zwischen Ihnen verabredet, aber anstatt zu sehen, wie die junge Frau die Stadt verließ und langsam auf den Treffpunkt zu ging, erblickte Sie etwas was, dass probierte Ihr Herz zu zerbrechen. Die junge Frau, welche nach dem letzten Treffen aussah wie immer, kniete gefesselt im Tor des Dorfes. Genaues war nicht zu erkennen auf diese Entfernung, aber Ihr Gesicht trug deutliche Spuren der letzten Tage an sich und eine Gruppe Dorfbewohner stand um Sie herum, in den Händen Fackeln und Waffen. Runa pfiff einmal leise und sofort löste sich Ihr Schatten vom Waldrand und folgte Ihr als Sie den Hügel hinunter in Richtung Dorf eilte. „Was habt Ihr vor?“ schrie Sie und einer der Männer sah zu Ihr. „Oh wen haben wir denn hier? Ist das nicht unser Lokiskind, lange nichts mehr von dir gehört.“ meinte er mit einem finsteren grinsen und ließ das Schwert in seiner Hand langsam etwas von Links nach Rechts wippen. „Denkst du nicht, wir haben nicht bemerkt, wie du Sie verderben willst und leid über uns bringen willst? Wir haben Sie Geduldet, weil Ihr Vater starb um Sie zu schützen, doch du hast Ihr Schicksal besiegelt.“ Der Nachtschwarze Wolf an Ruans Seite knurrte aggressiv doch die junge Frau legte die Hand auf Ihn und er beruhigte sich fast sofort. „Das nennt ihr geduldet? Fragte Sie ruhig und grinste hinter der schützenden Maske so breit Sie konnte. „Ihr hättet es verdient, die schlimmsten Qualen zu erleiden, welche die Götter bieten können und ich wünschte ich könnte Sie über euch bringen, aber ich habe gar nichts getan, macht Sie los und lasst Sie gehen.“ Es viel Ihr schwer, Ihre Wut zurück zu halten und kontrolliert zu bleiben, aber Sie wollte sich nicht herab begeben auf das Niveau der Menschen, die erst Sie verstoßen haben und nun dieser Frau etwas antun wollten. „Ach geh zurück in den Wald und lass das hier normale Menschen regeln.“ grummelte der Mann mit genervter Stimme und winkte ab, als er mit der anderen Hand sein Schwert erheben wollte, doch mit einem schnellen Pfiff war es der Wolf, welcher als erstes zuschlug und seine langen spitzen Zähne in den Arm des Mannes versenkte, welcher schreiend das Schwert fallen ließ und zu Boden ging. Die Angst war, es, die die anderen Dorfbewohner zurück weichen ließ, während das riesige Raubtier mit aller Kraft an dem Arm des Mannes zerrte und tiefe lange Wunden an dessen arm Hinter ließ. „Fenrir.“ meinte Runa ruhig, welche inzwischen die Fesseln der jungen Frau mit dem Messer durchtrennt hatte und neben Ihr Kniete. Der Wolf löste sich von seinem Opfer und leckte sich mit der Zunge das Blut von den Lefzen, während er langsam zurück trottete. „Du bist eine Hexe, ein Monster, geschickt von Loki höchst selbst um uns alle zu vernichten.“ schrie einer der Männer, welcher wohl jünger war als Runa selbst und sprintete in Ihre Richtung, mit ausgeholtem Schwert stürmte er auf Sie zu und traf Sie, der kalte Stahl prallte mit einem dumpfen Geräusch auf die Maske, welche Runa wohl auch dieses mal rettete. Ihr Kopf dröhnte als habe ein Riese Sie erwischt und Sie ging zu Boden, die Drachenholz Maske hat zwar die Kligne abgewehrt aber der Schlag war dennoch gewaltig und traf mit voller Kraft auf Ihren Kopf, Die Maske sank zu Boden, als sich durch die pure Kraft des Treffers die Riemen lösten und Runa benommen da saß. Asis war nichts weiter, als ein zitterndes Häufchen elend, geschockt von dem, was vor Ihren Augen passierte, nur geschützt, durch das gigantische Tier, welches sich zwischen Sie und Runa und somit auch zwischen Sie und die Dorfbewohner gezogen hatte. Der Wolf knurrte aggressiv und schüchterte die meisten der Dorfbewohner so schon genug ein, doch er tat zum ersten mal ohne zu protestieren das, was seine Herrin ihm auf dem Weg zum Dorf aufgetragen hatte, er schützte Asdis, eine Frau, die wie Runa nichts für Ihr Schicksal konnte und Ihr sehr ans Herzgewächsen war. Langsam hörte sich ihr Kopf auf zu drehen, doch der Schmerz würde nicht so schnell nachlassen, Blut tropfte von ihrer Nase und Ihrer Stirn zu Boden, da die Maske Ihre Haut aufgerissen hatte, als sie mit dieser Wucht gegen das Gesicht gepresst wurde. Runas Hand tastete sich durch den kühlen Schnee zu der Maske und umklammerte diese mit ganzer Hand, gerade sah Sie auf, als Sie die Maske anhob, doch es war zu spät um zu reagieren, als Ihre Augen das Schwert blickten, welches In Ihre Richtung niederging, wie versteinert saß die rothaarige da und wie in Zeitlupe kam die scharfe glänzende Klinge auf Sie zu. Sie schloss die Augen, in Erwartung dessen, was Sie für unvermeidbar hielt, doch wurde Sie von einem lauten klirren aus dieser Dunkelheit zurück gerissen. Ein klirren, wie es nur zu hören war, wenn Waffe auf Waffe traf, erschrocken ließ Sie die Maske fallen und sah auf das Schwert über Ihrem Kopf, welche geblockt wurde von er dunklen, mächtigen Streitaxt. Diese Runen auf dem dreckigen Axtkopf, es brauchte keine Sekunde, bis Sie wusste, wem diese stolze Waffe gehörte. Das Krächzen eines Raben riss Sie aus Ihrer Versteinerung und Sie sah sich um, Alrik hielt die mächtige Waffe fest umschlossen mit beiden Händen und hebelte das Schwert aus den Händen dessen Führers, sodass es in hohem Bogen zu Boden fiel und die Menschen zurück wichen. „Du schwächliche Missgeburt, kannst du nicht einfach sterben!?“ schrie der Mann, dessen Arm nach dem Wolfsangriff noch immer heftig blutete obwohl inzwischen mehrere Stofftücher um diesen gewickelt waren. „Anstatt endlich dein Schicksal anzunehmen, lässt du dich von anderen Beschützen.“ „Wir sind nicht hier, um Sie zu schützen…“ war es Tokis Stimme, welche auf einmal neben Ihr auftauchte und die Dorfbewohner sahen Ihn fragend an, als er neben Runa in die Knie ging. Sie wollte Ihn nicht ansehen, doch Ihr Blick schweifte kurz zu ihm, als Sie sich abwandte und zu Boden starrte. Die Maske welche sie in seinem Gesicht bemerkte, ließ Ihr die Gedanken durch den Kopf schießen und Sie starrte auf die Maske, welche vor Ihr lag. „Wir müssen Sie nicht beschützen, Sie ist stark genug um die Dinge allein zu klären, wir sind hier um euch zu schützen, vor einer Frau, die weitaus stärker, schlauer und menschlicher ist, als Ihr es alle jemals werden könntet.“ Tokis Hand um schloss Runas Makse, welche von dem Angriff einen deutlichen Schlaaz auf und er reichte Sie Runa. „Wenn wir jemals hinter die Maske sehen können, dann nur wenn du es auch willst.“ hauchte er und Runa griff schnell nach dem Stück, welches einen so großen Teil von Ihr ausmachte. Erst, als das vom Schnee ausgekühlte Holz Ihr Gesicht wieder bedeckte stand Sie langsam auf und sah Alrik und Toki an. Nie hatte Sie damit gerechnet die Beiden hier am Dorf zu sehen, vor allem nicht unter diesen umstanden, aber es machte sich eine Erleichterung in Ihr breit, die Sie schon lange nicht mehr gefühlt hatte.
Das die Gesichter der Beiden jungen Männer, von zwei schwarzen Masken bedeckt waren, ließ Ihr im ersten Moment einen unangenehmen Schauer über den Rücken wandern, aber als Sie Tokis Worte nochmals durch Ihren Kopf gehen ließ, musste Sie hinter der Maske breit grinsen. „Ich danke euch.“ Meinte Sie leise und sowohl Alrik als auch Toki sahen nickend in Ihre Richtung. Der schwarzhaarige nahm seinen Speer, welchen er in den Schnee neben sich gesteckt hatte und sah zu Alrik. „Wir können das auf die Art klären die Sie verdient haben…“ meinte er ruhig und Alrik sah schweigend zu Runa. „Deine Entscheidung.“ meinte er und die Rothaarige nickte. „Lasst uns nach hause gehen.“ meinte Sie ruhig und drehte dem Dorf den Rücken zu, bevor Sie der zitternden jungen Frau auf die Beine half und Ihr Ihren Mantel umlegte. „Asdis… Alirk.“ sagte Sie sanft und sah zu dem braunhaarigen recht von sich und dann nach links. „Toki…“ Die Beiden jungen Männer verbeugten sich gespielt und Fenris drängte sich zwischen den Freunden hindurch. „Ja ist ja gut Großer, dich kennt Sie doch schon.“ meinte Runa leise lachend und Toki legte die Hand auf den schwarzen Riesen. „Wir hoffen doch, du wirst dich bei uns wohlfühlen.“ meinte er und mit einem Krächzen landete der große schwarze Rabe wieder auf Alriks Schulter. „Dann lasst uns gehen, wir haben einen hungrigen Waschbär, der uns das ganze Essen wegfrisst, wenn wir nicht schnell genug zurück nach hause kommen.“ murmelte Toki und Alrik lachte. „Dann gibst du also zu, dass er immer schuld ist?“ „Das habe ich nie gesagt.“