Ich versuchte nicht, der Liebe zu entrinnen, denn sie bedeutet Glück. Nein, ich versuchte, dir zu entrinnen. Den Erinnerungen an dich. Du kamst aus dem nichts, einfach in mein Leben. Du warst der Grundbaustein meiner Hoffnung, meine Blume zwischen dem ganzen Müll, den man Leben nennt. Die Einsamkeit sah ich immer als eine gute, alte Freundin an. Doch sie wurde zu meiner Seelenverwandten, als ich dich traf. Bei dir fühlte ich mich einsamer als jemals zuvor, weil ich realisierte, nie ein Stück von dir haben zu können. Du lehrtest mich, einsam glücklicher zu sein, indem du selbst ziemlich einsam warst. Ich liebte unsere gemeinsame Einsamkeit mehr, als die Luft zum atmen. Mit dir war es leichter, immer. Es war nicht deine Poesie am Abend, von Rauch vernebelt oder deine leeren Versprechungen am Morgen. Es war die Unsicherheit, die mir neu war. Du hast gekämpft, angekämpft gegen meine Liebe, während du mich berührtest, während ich dir jeden Teil von mir schenkte. Jeder meiner Gedanken, jeder Herzschlag und jeder mühsame Atemzug gehörte dir. Ich ließ dich mein Herz aus der Brust reißen, obwohl du kein Stück davon wolltest. Bedingungslose Hingabe, die du vielleicht verabscheut hast. Die Trauer um dich zog mir den Boden unter den Füßen weg, nahm mir den Atem, legte mich in Ketten. Stille Wasser gründen tief, ich bedauere nur, dass ich in deiner Sündhaftigkeit ertrunken bin. Ich fühle dich noch jetzt überall und weißt du, warum ich die Liebe zu dir nie bereute ? Ich habe auf der Suche nach deiner Liebe und nach meinem Herzen, das du in deiner Gewalt hast, irgendwo tief in dir, zu mir selbst gefunden. Meinen Wert, mich selbst lieben gelernt. Ich habe verstanden, dass es nicht sein sollte mit uns, denn Gott hatte mich bewusst von dir befreit. Ich kann mich an niemand anderen binden, ohne mein Herz. Doch das ist mehr als okay, weil ich weiß, dass mein Herz dich eines Tages loslassen wird, um zu mir zurückzufinden, um vielleicht jemand Besserem zu gehören. - own words