Liebe ist so enorm. Diese fünf Buchstaben regeln so vieles in unserem Leben und werfen dabei gleichzeitig alles um. Es verleiht den Dingen ihre Stabilität, und ist gleichzeitig statisch gesehen ein Desaster. Sie erfüllt uns, auf einmal merkt man jede Faser in seinem Glücksein, in seinem pulsierendem Körper. Die Körperwahrnehmung lässt uns Sachen vortäuschen, unser Herz lässt das Blut durch uns durch rasen. Ein Marathon der Gefühlswellen, sie überschlagen sich gar, verlässt meine Körpermitte und trifft schließlich überall ein. Sich von einem Meschen abhängig zu machen, finde ich verwerflich, ist doch das Glück mit ihm da oder geht es mit ihm. Unglück und Glück stehen sich nie so nahe wie zu jenem Zeitpunkt, mir gibt das stets zum Denken. Aus Zuversicht wird schnell Traurigkeit, und aus Hoffnung wird Warten. Doch was mich immer wieder fasziniert, ist, wie sehr das Wort ‘Liebe’ und ‘Stärke’ zusammenhängt. Man meint, das eine sei ohne das andere nicht machbar. Man fühlt sich mit starken Gefühlen konfrontiert, dein Körper ist gewappnet auf alle Hormone (oder auch nicht), Man könnte jedoch nie stark sein ohne zu lieben. Ohne die Leidenschaft für dies und jenes wäre sowohl die innere als auch die äußere Stärke nicht umsetzbar. Beide Worte definieren sich gegenseitig so wunderbar.
Liebe ist enorm. Sie holt einen aus etwas hinaus, das weder nichtig noch falsch war. Doch sie versetzt uns zu einem neuen Ort, der erst neu ergriffen werden muss von uns, fassbar gemacht und eine Form gegeben werden muss. Und diese Aufgabe, seien wir ehrlich, ist eine der schönsten, die wir annehmen können.
Vor 8 Jahren geschrieben, haute aktueller den je. Ich möchte nur um “Selbstliebe” erweitern.











