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@baumeistersolness
âIch bin noch ein echtes Kind der Neunziger, ich zeige noch wahre GefĂŒhleâ
Nachdem eine Handvoll Erde gefressen, ein Teddy geköpft wurde und der Versuch vor Publikum sich in die Hose zu pissen, gescheitert ist, kann man dennoch sagen, dass die erste Eigenarbeit ein Erfolg war.
Damit ist der Einstieg in die Szene leichter gemacht. Probieren wir es aus!
Muli
Wenn man Pillen in Papier wickelt, bevor man sie schluckt, verlieren sie zum einen ihre Wirkung und zum anderen werden sie nicht metabolisiert. Na toll! Jetzt bin ich ein Muli.
23 - Nichts ist so wie es scheint
Ich bin das Kind in der Zeit aus dem tiefen Lila. âNiklasâ wĂŒted ĂŒber Deutschland. Er fordert tote (Quelle: gmx.de), ich lebe noch. âKyrillâ war stĂ€rker.
Man gönnt es mir. Zumindest N. Hallo Herr Pollesch, es wÀre mir eine Freude! Ich muss besser werden in meiner Schauspielkunst. Es ist doch nicht alles so einfach, wie gedacht! Geben Sie mir nur noch einige Wochen Zeit, dann sitzt die Szene.
August Diehl, wie geht es Ihnen?
Ich fahre an der Gilde-Brauerei vorbei, es brennt noch Licht. Ăste brechen unter dem Rad wie Knochen, der Wind wĂŒted durch Aâs geliehene MĂŒtze. Es riecht nach dem SchoĂ einer Frau, aber ich kann nicht erkennen welcher.
In den letzten Tagen fĂŒhlt es sich so an, als hĂ€tte ich nicht mehr lange. Also jetzt alles auskosten! HĂ€tte ich bloĂ vorher meine Internet-Flat freigeschaltet, dann wĂ€re ich jetzt nicht alleine. Immerhin habe ich noch ein Gute-Nacht-Bier!
In den 80ern haben sie entschieden, dass Nun-Chucks cool sind. Ich entscheide, dass ist ein verdammt guter Sampler! Und das noch fĂŒr lau! Wer nicht nachfĂŒhlen will, muss hören:
https://www.youtube.com/watch?v=8wEh-Mxin7Q
Elektro Kardiogramm
Man hört: monotone, elektronische Musik
Man sieht: Opel Manta Werbung, Aerobic Meisterschaften, Olympia Synchronschwimmen, Sea World Orlando Shows, einen Kurzfilm ĂŒber eine Freundschaft zwischen Hund und Delphin
Wenn in dieser Nacht die Uhr umgestellt wird, habe ich ergo eine Stunde weniger Schlaf. Mhh. Es ist spĂ€t, ich sollte gehen, lĂ€nger zu bleiben hat keinen Sinn. Ich schiebe meine 2 leergetrunkenen Bierflaschen unauffĂ€llig in eine Ecke, werfe mir meine Jacke ĂŒber und trampel das fremde Treppenhaus runter. An der Bahnhaltestelle merke ich wie so oft, dass nichts mehr in meine Richtung fĂ€hrt. Auch Samstag Nachts nicht. Verstehen tue ich das nicht so wirklich. Ich werde laufen mĂŒssen! Oder vielleicht doch wieder zurĂŒck? Immerhin wurde mir ein Schlafplatz angeboten. Na gut! Ich finde das Haus mit der Wohnung mit dem Zimmer mit dem Sofa, wo ich noch eben drauf saĂ, nicht mehr. M. Anrufen? Kein Guthaben! Gut, es wird wohl sein mĂŒssen, gut dass ich noch ein Bier habe, gut dass es mir Kraft fĂŒr den Weg geben wird!
âKalium Kalzium Eisen Magnesium Carbo-Hydrat Protein A-B-C-D Vitaminâ
Es nieselregnet. Das macht mir wenig aus, ich habe schöne Schuhe (leider unimpregniert).Â
Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack
Die ganze Tour nach Hause (Jetzt wo ich im Trockenen sitze sind es laut einem Internetkartendienstleister 6,1 Kilometer). Die ersten Etappen gehen problemlos von der Hand. Gerade, ebene Strecke, gute BodenverhĂ€ltnisse, Parkanlagen fĂŒr Pipipausen. Auf Etappe 4 (3,2km) etwas Ungewöhnliches. Eine kleine, braune TrophĂ€e ist klar im Nichts zu sehen. Ein Bier, noch verschlossen und kĂŒhl. Das kommt mir sehr gelegen, da meins an dieser Etappe durch einen krĂ€ftigen Schluck geleert wird. Das muss ein Zeichen von ganz oben sein, denke ich mir und wundere mich doch. Ich tausche leer gegen voll und marschiere weiter. Da wollte jemand, dass ich gut an mein Ziel komme, dass ich nicht verdurste, mir damit ein Geschenk machen. Vielleicht werde ich sogar heimlich geliebt? âDanke, Fremder!â, denke ich mit einem Grinsen im Gesicht. Es passt leider gerade kein Mensch in Leben, es ist so kompliziert. Ich weiĂ doch auch nicht, was ich eigentlich will, aber lass uns doch Freunde bleiben! Ein KĂŒsschen auf die Stirn <3.
âEn danseuse jusqu'au sommet Sprint final a l'arriveeâ
Mit einer Zigarette schmeckt es bestimmt besser. Schnell den Körper untergestellt, Zigarette gedreht, Feuer raus, eins zwei drei, jetzt brennt sie. Ich verlasse den Unterschlupf, ich navigiere die Zigarette am Geniesel vorbei, es tropft auf die Kontaklinse, totale UnschÀrfe.
Ich bekomme Lust auf Pepp und muss irgendwie an Hamlet denken.
Das Ziel ist so gut wie erreicht. Die letzten Meter. Nervös finger ich den SchlĂŒsselbund aus der Hosentasche, er fĂ€llt hin. âEgal ich trete die TĂŒr ein!â, schreie ich laut in meinen Gedanken! ...Das ist gelogen. Ich hebe und schlieĂe auf. Schnell aus den nassen Sachen raus und die unscharfen Kontaktlinsen aus den Augen fingern. Jetzt nur noch das Siegertreppchen auf mein Hochbett erklimmen und dann ist es endlich vorbei. Eine Stunde zehn Minuten.
MĂŒde und nass rekapitulier ich meine Tour:
Viele plumpe Erkentnisse ĂŒber mein Selbst, auf die ich unterwegs gestoĂen bin.
Es gibt MĂ€chte ĂŒber die wir nichts wissen.
Ich habe zwei Fische in einem Aquarium gefilmt und das löĂt eine innere Ruhe und Freude in mir aus. Man kann zufrieden sein.
âPreparation Musculation Concentration et Condition Regeneration Relaxation Hydratation Alimentation La formeâ
âWo spielen die Kinder, wenn der Garten nicht mehr da ist?â
âHier.â