Nicht jeder sieht wie schön du bist.
Manche Menschen haben einfach kein Gespür für Kunst.

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@eponomasie
Nicht jeder sieht wie schön du bist.
Manche Menschen haben einfach kein Gespür für Kunst.
Manchmal trägst du ein ganzes Universum an Gefühlen in dir und niemand sieht es doch du stehst jeden Morgen wieder auf und das allein zeigt wie ungebrochen deine Kraft ist auch wenn dein Herz vom Gewicht der letzten Jahre müde geworden ist.
Früher hab ich davon geträumt, dass jemand meine Seele sieht. Heute hab ich Angst davor, weil jeder, der zu tief geschaut hat, irgendwann gegangen ist.
Ich will das Leben spüren
Ich weiß gar nicht so wirklich, wie ich es beschreiben soll. Auch wenn man jeden Tag sein Alltag lebt; jeden Tag aufsteht und irgendwann wieder einschläft. Ist es nicht diese Art von leben, welche ich eigentlich spüren will. Ich will Leichtigkeit und weniger Zweifel, einfach mehr ich selbst sein. Unter Leuten sein, die mich so schätzen wie ich bin. Mit denen man eine so unbeschreiblich gute Verbindung; Freundschaft hat. Ich will Momente sammeln und diese nicht sofort wieder verlieren…
Wer bin ich?
Vielleicht ist das die älteste Frage der Menschheit.
Und vielleicht auch die grausamste.
Denn sie klingt so, als gäbe es irgendwo eine Antwort. Als gäbe es tief in uns einen Raum mit unserem Namen an der Tür. Einen Ort, den wir nur finden müssten, um endlich zu verstehen, wer wir sind.
Aber was, wenn es diesen Raum gar nicht gibt?
Was, wenn wir unser ganzes Leben durch dunkle Flure laufen und nach einer Tür suchen, die nie gebaut wurde?
Menschen sprechen oft von sich selbst, als wären sie etwas Festes. Etwas Beständiges. Als hätten sie sich gefunden.
Ich beneide sie manchmal.
Denn ich weiß nicht, wer ich bin.
Nicht wirklich.
Ich bin die Person, die morgens aufwacht und sich an manchen Tagen fremd vorkommt. Die sich in einem Spiegel betrachtet und sich fragt, warum das Gesicht darin zwar vertraut aussieht, sich aber nicht immer wie das eigene anfühlt.
Ich bin Erinnerungen, die sich verändern.
Gefühle, die kommen und gehen.
Versionen von mir selbst, die manche Menschen kannten und andere niemals sehen werden.
Und je älter ich werde, desto mehr frage ich mich, ob Identität vielleicht nie etwas Festes war.
Vielleicht sind wir keine Statuen.
Vielleicht sind wir Flüsse.
Immer dieselben.
Und doch niemals dieselben.
Das Wasser, das heute durch uns fließt, ist nicht mehr das Wasser von gestern.
Menschen verlassen uns.
Menschen lieben uns.
Menschen brechen uns.
Und jedes Mal verändert sich die Strömung ein wenig.
Vielleicht besteht das Problem nicht darin, dass ich nicht weiß, wer ich bin.
Vielleicht besteht das Problem darin, dass ich glaube, ich müsste es wissen.
Vielleicht wurde uns beigebracht, dass es eine endgültige Antwort geben muss.
Eine Definition.
Eine Wahrheit.
Ein Ich.
Aber vielleicht ist ein Mensch kein Satz.
Vielleicht ist ein Mensch eine Geschichte.
Und Geschichten sind nie fertig, solange sie erzählt werden.
Deshalb habe ich aufgehört, nach einer endgültigen Antwort zu suchen.
Nicht weil ich sie gefunden habe.
Sondern weil ich langsam glaube, dass die Frage falsch war.
Vielleicht geht es nicht darum zu wissen, wer ich bin.
Vielleicht geht es darum, jeden Tag neu zu entscheiden, wer ich sein möchte.
Und vielleicht reicht das.
Vielleicht reicht es, ein Mensch in Bewegung zu sein.
Ein Mensch auf der Suche.
Ein Mensch, der nicht alle Antworten kennt.
Denn vielleicht ist Identität nichts, was man findet.
Vielleicht ist sie etwas, das man während des Laufens erschafft.
Danke an den Menschen für die Inspiration🫶🏻
@eponomasie #meins
Man spricht oft davon, sein wahres Ich zu finden.
Als würde es irgendwo auf uns warten.
Unverändert.
Unberührt.
Vollständig.
Aber was, wenn das wahre Ich nichts ist, das gefunden werden kann?
Was, wenn es längst begraben wurde?
Unter all den Kompromissen.
Unter all den Anpassungen.
Unter all den Versionen von uns, die überlebt haben, weil das Original zu verletzlich war.
Vielleicht tragen manche Menschen deshalb so viele Masken.
Nicht weil sie nicht wissen, wer sie sind.
Sondern weil sie sich zu gut erinnern.
Weil sie wissen, was mit der letzten Version passiert ist, die ehrlich war.
Vielleicht wird man nicht geboren und lernt später, sich zu verstecken.
Vielleicht beginnt das Erwachsenwerden genau in dem Moment, in dem man erkennt, dass Authentizität Konsequenzen hat.
Das manche Wahrheiten Menschen vertreiben.
Das manche Gefühle zu schwer sind.
Das manche Teile von uns nie willkommen waren.
Und so begräbt man sie.
Nicht auf einmal.
Sondern langsam.
Bis man eines Tages vor dem Spiegel steht und sich fragt:
"Wenn alles an mir eine Anpassung ist, wer genau trauert dann eigentlich um den Menschen, der ich einmal war?"
@eponomasie #meins
Jemand schickte mir ein Video in dem Folgendes gesagt wurde:
Lately, I started realizing that I hate myself so much that I started creating different personalities for different people. And what scares me is how normal it feels now. I barely even notice I'm doing it anymore.
I meet someone new, and my brain immediately starts looking for the version of me that will make them stay. I become funnier with one person, quieter with another, softer around some people, colder around others. And every time it happens, it feels less like a choice and more like survival.
Because somewhere along the way, I stopped believing that who I really am could ever be enough for anybody to choose on their own.
And I think that comes from spending so much time wanting to be loved and watching it never happen the way I needed it to happen. Because after enough disappointment, you stop asking yourself who you are and start asking yourself who people want you to be.
And that question slowly eats your whole identity until you don't know what parts of you are real anymore.
And the thing nobody talks about is how empty it feels when people actually like you. Because you're supposed to feel happy. You're supposed to feel accepted. But instead, you're sitting there knowing they only got the version of you that was built to keep them interested. They never got the real person underneath.
And that's why being around people can feel so lonely sometimes. Because they're connected to you, but not really you. They're connected to the character you made for them.
And you sit there carrying this ugly feeling that if you stopped performing for even a second, if you stopped being what everyone expects, if you finally showed them the part of yourself you spent so much energy hiding, they would slowly lose interest, just like everybody else.
Meine Gedanken dazu:
Vielleicht ist Identität ohnehin nur eine Geschichte, die wir uns erzählen, damit die vielen widersprüchlichen Teile in uns einen Namen haben.
Vielleicht gibt es dieses eine, unveränderliche Selbst gar nicht.
Vielleicht sind wir alle nur ein Mosaik aus Erfahrungen, Wunden, Erinnerungen und den Blicken der Menschen, die uns begegnet sind.
Doch irgendwann passiert etwas Seltsames.
Man beginnt, sich selbst durch die Augen anderer zu betrachten.
Man misst den eigenen Wert daran, wie lange Menschen bleiben.
Man misst die eigene Liebenswürdigkeit daran, wie oft man gewählt wird.
Und ohne es zu merken, wird das eigene Wesen zu einem Spiegelkabinett.
Überall Reflexionen.
Überall Versionen.
Überall Gesichter.
Aber nirgendwo ein Zuhause.
Denn je mehr man versucht, für alle sichtbar zu werden, desto unsichtbarer wird man für sich selbst.
Vielleicht ist Einsamkeit deshalb nicht die Abwesenheit von Menschen.
Vielleicht ist Einsamkeit die Abwesenheit des eigenen Selbst.
Dieses Gefühl, morgens aufzuwachen und zu merken, dass man sich an die Stimmen aller anderen erinnert, aber nicht mehr an die eigene.
Das man genau weiß, was Menschen von einem erwarten, aber keine Ahnung mehr hat, was man selbst eigentlich fühlt.
Und vielleicht besteht die tiefste Form von Trauer nicht darin, verlassen zu werden.
Vielleicht besteht sie darin, sich selbst dabei zuzusehen, wie man Stück für Stück verschwindet, während alle glauben, man sei noch da...
@eponomasie #meins
Manchmal frage ich mich, was mit mir nicht stimmt.
Warum Menschen am Anfang bleiben wollen, stundenlang schreiben, Interesse zeigen, Nähe suchen und dann irgendwann anfangen zu verschwinden. Langsam. Leise Fast unbemerkt. Als würden sie die Tür offer lassen. damit ich zusehe, wie sie gehen.
Und jedes Mal tut es weh.
Nicht nur ein bisschen. Nicht nur für einen Moment.
Es ist dieser Schmerz. der sich tief in die Brust setzt und dort wohnen bleibt. Der Schmerz. der nachts auftaucht, wenn alles still wird. Der Schmerz, der aus unbeantworteten Nachrichten besteht, aus Warten, Hoffen und dem verzweifelten Wunsch, einfach wichtig genug zu sein.
Ich verstehe nicht warum es immer wieder passiert.
Warum ich Menschen kennenlerne, die mich erst fühlen lassen, als wäre ich etwas Besonderes, nur um mich später wie eine Option zu behandeln.
Und dann beginnt dieses Karussell in meinem Kopf.
Habe ich zu viel geschrieben? War ich zu anhänglich? Zu emotional? Zu anstrengend? Nicht hübsch genug? Nicht interessant genug?
|ch zerlege mich selbst in tausend Einzelteile und suche nach dem Fehler.
Dabei wünsche ich mir eigentlich nur etwas, das für andere Menschen selbstverständlich zu sein scheint....Beständigkeit
Jemanden, der bleibt
Jemanden, der nicht jedes Mal einen Schritt zurückgeht, sobald ich einen Schritt näher komme.
Jemanden, der mich nicht für meine Gefühle bestraft.
Denn die Wahrheit ist..lch habe keine Angst vor dem Alleinsein.
Ich habe Angst davor, wieder die Person zu sein, die zurückgelassen wird.
Wieder diejenige, die auf ihr Handy schaut und hofft.
Wieder diejenige, die merkt, dass sie kämpft, während die andere Person längst aufgehört hat.
Und das Schlimmste daran ist nicht einmal die Enttäuschung über andere.
Es ist die Enttäuschung darüber, dass ich trotzdem immer wieder hoffe.
Dass ich jedes Mal glaube, diesmal wird es anders.
Diesmal bleibt jemand.
Diesmal werde ich nicht die sein, die zurückbleibt.
Aber irgendwann sitze ich wieder da. mit einem Herzen voller Fragen und Händen, die niemand mehr festhält
Und jedes Mal nehme ich mir vor, vorsichtiger zu werden.
Weniger zu fühlen
Weniger zu hoffen.
Weniger zu brauchen.
Doch mein Herz lernt es nicht.
Es liebt immer noch mit voller Kraft.
Es glaubt immer noch an Menschen.
Es hofft immer noch auf ein Zuhause in jemand anderem.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich so oft verletzt werde
Nicht weil ich zu viel fühle.
Sondern weil ich Gefühle an Menschen verschenke, die nicht wissen, wie man sie festhält.
Und trotzdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass irgendwann jemand kommt, der bleibt.
Nicht für ein paar Tage.
Nicht bis es kompliziert wird.
Sondern auch dann, wenn meine Angst sichtbar wird.
Auch dann, wenn ich nicht einfach bin.
Auch dann, wenn ich frage: "Bist du noch da?"
Jemand, der antwortet:
"Ja. Ich bin hier. Und ich gehe nicht."
@eponomasie #meins
2. Brief an Dich!
ich weiß nicht, ob du diesen Brief jemals lesen wirst. Vielleicht schreibe ich ihn auch mehr für mich selbst als für dich. Weil so vieles in mir ist, das keinen Platz mehr findet und endlich ausgesprochen werden möchte.
Die letzten Wochen haben mich mehr beschäftigt, als ich es mir selbst eingestehen wollte. Ich merke, wie oft meine Gedanken zu dir wandern. Wie oft ich auf mein Handy schaue. Wie oft ich hoffe, dass vielleicht doch eine Nachricht von dir kommt.
Und gleichzeitig merke ich, wie müde mich dieses Hoffen macht.
Ich habe versucht, für dich da zu sein. Habe Nachrichten geschrieben, angerufen, liebe Worte geschickt und kleine Dinge, die dir vielleicht ein Lächeln hätten schenken können. Nicht, weil ich etwas dafür zurückhaben wollte. Sondern weil du mir wichtig bist.
Vielleicht habe ich es manchmal übertrieben. Vielleicht war ich zu präsent, zu anhänglich oder zu besorgt. Vielleicht habe ich aus Angst gehandelt. Aus Angst, einen Menschen zu verlieren, der mir viel bedeutet.
Was mich traurig macht, ist nicht einmal die Stille selbst. Sondern dass ich nicht weiß, was sie bedeutet.
Ob du Abstand brauchst.
Ob es dir nicht gut geht.
Ob du einfach keine Kraft hast.
Oder ob du mich längst aus deinem Leben geschoben hast und ich die Einzige bin, die noch festhält.
Diese Ungewissheit tut weh.
Ich wünsche mir keine erzwungene Antwort. Keine Erklärung, die du mir schuldig wärst. Ich wünsche mir nur Ehrlichkeit. Denn das Gedankenkarussell ist manchmal lauter als jede Wahrheit.
Manchmal frage ich mich, ob ich dir überhaupt so wichtig war, wie du mir wichtig geworden bist. Und allein dieser Gedanke bricht mir ein wenig das Herz.
Denn trotz allem denke ich nicht schlecht von dir. Ich bin nicht wütend. Eher traurig.
Traurig darüber, dass Menschen sich manchmal verlieren, ohne dass etwas Großes passiert. Dass Nähe plötzlich zu Distanz wird. Dass Gespräche verstummen. Dass man jemanden vermisst, der noch irgendwo da draußen ist.
Vielleicht muss ich lernen, loszulassen. Nicht weil ich es möchte, sondern weil ich mich selbst nicht verlieren darf, während ich auf jemanden warte.
Ich glaube, ich habe mein Bestes gegeben. Mehr konnte ich nicht tun.
Und falls du irgendwann doch wieder den Weg zu mir findest, wirst du keinen Vorwurf von mir hören. Aber bis dahin versuche ich, Frieden mit dem zu schließen, was ich nicht kontrollieren kann.
Ich hoffe, dass es dir gut geht.
Und ich hoffe, dass ich irgendwann aufhöre, bei jeder Benachrichtigung an dich zu denken.
Laura
@eponomasie #meins
Regen
Manche Menschen lieben Regen, weil er klingt wie das Chaos in ihrem Kopf. Weil er laut genug ist, um die Gedanken zu übertönen.
Weil niemand fragt, warum du mitten im Sturm stehen bleibst, wenn alle anderen Schutz suchen.
Sie nennen es schlechtes Wetter. Ich nenne es Ehrlichkeit. Denn der Regen tut nicht so, als wäre alles in Ordnung.
Er verdunkelt den Himmel. Er macht Straßen dreckig. Er lässt Bäume knarren und Menschen fluchen. Er versteckt seine Narben nicht.
Vielleicht erkenne ich mich deshalb in ihm wieder.
Vielleicht mag ich ihn, weil er niemals versucht, Sonnenschein zu spielen, wenn er voller Wolken ist.
Und während andere auf den Moment warten, an dem die Sonne zurückkommt, stehe ich hier.
Mit geschlossenen Augen.
Mit durchnässten Haaren.
Mit einem Herzen, das schon zu viele Gewitter überlebt hat.
Und zum ersten Mal seit Langem
fühlt sich das Fallen der Tropfen nicht wie Untergehen an, sondern nach Freiheit.
@eponomasie #meins
Seifenblasen
Ich glaube,
wir lieben Seifenblasen so sehr,
weil sie uns ähneln.
Zerbrechlich.
Schön.
Und niemals für die Ewigkeit gemacht.
Sie steigen höher,
obwohl der Himmel voller Gefahren ist,
tanzen durch den Wind,
als hätten sie keine Angst vorm Fall.
Und ich frage mich manchmal,
ob Menschen nicht genauso sind.
Wir geben Herzen Namen,
obwohl wir wissen,
dass sie brechen können.
Wir lassen Nähe zu,
obwohl Verlust
immer schon mit im Raum sitzt.
Und trotzdem lieben wir.
Trotzdem hoffen wir.
Trotzdem halten wir an Dingen fest,
die vielleicht nie dafür bestimmt waren zu bleiben.
Vielleicht liegt genau darin die Tragik.
Oder die Schönheit.
Denn eine Seifenblase lebt nur Sekunden,
aber in diesen Sekunden
trägt sie den ganzen Himmel in sich.
Und manche Menschen auch.
Manche Menschen kommen in dein Leben
wie ein leuchtender Farbreflex im Sonnenlicht.
Kurz.
Intensiv.
Fast unwirklich schön.
Du weißt von Anfang an,
dass du sie nicht halten kannst.
Dass zu viel Nähe sie zerstören würde.
Aber dein Herz versucht es trotzdem.
Weil Menschen nicht dafür gemacht sind,
nur zuzusehen,
wenn etwas Schönes vor ihnen schwebt.
Wir wollen berühren.
Festhalten.
Behalten.
Und genau daran
zerplatzen die meisten Dinge.
Vielleicht ist Liebe manchmal
nichts anderes als eine Seifenblase:
wunderschön anzusehen,
solange man nicht versucht,
sie einzusperren.
Und vielleicht tut es genau deshalb so weh,
wenn sie verschwindet.
Weil etwas so Kleines
für einen kurzen Moment
die ganze Welt schöner gemacht hat.
#eponomasie #meins
1. Brief an Dich!
Ich glaube, das Schlimmste an uns ist, dass wir beide wussten, dass Distanz wahrscheinlich das Richtige ist.
Und trotzdem fühlt es sich an, als würde etwas in mir daran zerbrechen.
Vielleicht gerade deswegen.
Weil es einfacher wäre, dich zu hassen. Weil es einfacher wäre, wenn du mich verletzt hättest oder alles toxisch gewesen wäre oder wir uns gegenseitig zerstört hätten. Aber stattdessen waren wir einfach… zwei Menschen, die Gefühle entwickelt haben, obwohl sie wussten, dass es keine Zukunft gibt.
Und ich wünschte, Gefühle würden Vernunft verstehen. Ich wünschte, mein Herz wäre genauso rational wie mein Kopf.
Denn mein Kopf weiß es ja.
Er weiß, dass wir uns wahrscheinlich nur noch mehr verletzt hätten, wenn wir dem Ganzen wirklich nachgegeben hätten. Dass irgendwann der Punkt gekommen wäre, an dem alles kompliziert geworden wäre. Dass Nähe manchmal wunderschön beginnt und am Ende trotzdem alles kaputt macht.
Mein Kopf versteht das alles. Aber mein Herz? Mein Herz interessiert sich nicht für Logik. Es interessiert sich nur dafür, dass ich dich vermisse.
Dass ich manchmal mitten am Tag plötzlich an dich denken muss und alles in mir schwer wird. Dass ich mich frage, wie es dir geht. Ob du genug schläfst. Ob du lachst. Ob irgendetwas Schlimmes passiert ist. Ob du manchmal auch einfach nur aufs Handy schaust und kurz an mich denkst.
Und das Verrückte ist, wir reden ja noch nicht mal mehr richtig miteinander.
Nicht mehr so wie vorher.
Nicht mehr mit dieser Tiefe.
Nicht mehr mit diesem Gefühl von „ich will dir alles erzählen“.
Und ich tue so, als wäre das okay.
Als würde mich das nicht treffen.
Aber ehrlich? Es zerreißt mich mehr, als ich zugeben möchte.
Mir fehlt dein Lächeln.
Mir fehlen deine dummen Sprüche. Dein Humor. Deine Art.
Diese kleinen Momente, die wahrscheinlich für niemand anderen besonders gewesen wären, aber für mich plötzlich alles waren.
Und ich hasse es, dass ich das überhaupt so empfinde. Weil ich weiß, dass ich es gar nicht sollte.
Weil ein Teil von mir denkt, dass ich zu viel bin. Zu emotional. Zu anhänglich. Zu intensiv. Dass ich dich nerve, wenn ich schreibe. Dass ich klammere, wenn ich frage, wie es dir geht. Also halte ich mich zurück. Jeden einzelnen Tag halte ich mich zurück.
Du hast keine Ahnung, wie oft ich dir schreiben wollte. Wie oft ich irgendeine Nachricht angefangen und wieder gelöscht habe.
Wie oft ich einfach nur sagen wollte hey Ich vermisse dich...
Aber ich hatte Angst. Angst, dass ich damit alles unangenehm mache. Angst, dass du Abstand willst und ich ihn dir nicht geben kann. Angst, dass meine Gefühle größer geworden sind als deine.
Angst, dass ich am Ende diejenige bin, die festhängt, während du längst lernst loszulassen.
Und vielleicht ist genau das das Schlimmste, dieses stille Loslassen. Nicht streiten.
Nicht explodieren. Kein großer Knall, sondern sich langsam fremd werden.
Langsam weniger voneinander wissen. Weniger schreiben.
Weniger fühlen dürfen.
Bis man irgendwann nur noch eine Person ist, die man mal kannte.
Und verdammt, dieser Gedanke macht mich fertig. Weil ich nicht will, dass du irgendwann einfach nur „jemand von früher“ wirst.
Du meintest mal, dass man sich ja trotzdem noch sehen könnte. Vielleicht einmal im Monat oder so. Aber sind wir ehrlich…
Wer würde fragen?
Du?Ich?
Und selbst wenn ich fragen wollen würde, hätte ich Angst, zu viel zu sein. Zu aufdringlich. Zu offensichtlich. Ich würde wahrscheinlich hundertmal überlegen, bevor ich überhaupt eine Nachricht abschicke.
Und vielleicht würdest du gar nicht merken, wie viel Überwindung darin steckt. Ich glaube, du verstehst nicht, wie sehr ich gegen mich selbst kämpfe.
Weil ein Teil von mir erwachsen sein will. Reflektiert.Verständig.
Weil ich weiß, dass Distanz die bessere Wahl ist...
Aber der andere Teil?
Der andere Teil wollte einfach nur noch ein bisschen länger deine Nähe genießen. Noch ein bisschen länger nicht an die Zukunft denken. Noch ein bisschen länger in deiner Gegenwart vergessen, wie kompliziert alles ist.
Ich hätte mir gewünscht, einfach im Moment bleiben zu dürfen. Ohne Angst davor, was später passiert. Ohne ständig vernünftig sein zu müssen. Ohne dieses Gefühl, dass etwas Schönes beendet werden muss, bevor es überhaupt richtig anfangen durfte.
Und vielleicht trauere ich nicht nur um dich. Vielleicht trauere ich auch um all die Dinge, die niemals passieren werden.
All die Gespräche. All die Berührungen. All die Momente, die wir nie erleben werden.Und das klingt wahrscheinlich alles viel zu emotional. Viel zu tief.
Viel zu kompliziert. Aber genau das ist das Problem....Du bist für mich eben nicht unkompliziert.
Du bist ein Gedanke geworden, der mich nachts wach hält. Ein Gefühl, das ich nicht abschalten kann. Eine Person, die ich loslassen soll, obwohl irgendetwas in mir immer noch festhält.
Ich weiß nicht, ob du manchmal auch an mich denkst oder ob du einfach stärker bist als ich.
Ich weiß nicht, ob du Abstand hältst, weil es dir egal ist oder gerade weil es dir eben nicht egal ist.
Aber ich weiß, dass ich dich vermisse. Mehr, als ich sollte.
Mehr, als gut für mich ist.
Mehr, als ich zeigen darf.
Und vielleicht werde ich dir diesen Brief niemals geben. Vielleicht bleibt das alles einfach nur zwischen diesen Zeilen bestehen.
Aber wenigstens existiert die Wahrheit dann irgendwo. Die Wahrheit, dass du mir wichtig geworden bist. Dass etwas in mir kaputt gegangen ist, als wir Abstand geschaffen haben.
Und dass ich manchmal immer noch hoffe, dass du mich vielleicht ein kleines bisschen genauso vermisst wie ich dich.
Laura
@eponomasie #meins
Ich trage ein lächeln im Gesicht, doch glaub mir bitte, echt ist's nicht. Denn hinter jedem "Mir geht's gut" liegt tonnenweise Wut.
Wut auf Menschen, die versprechen zu bleiben, doch am Ende nur Narben hinterlassen beim Gehen und Schweigen.
Wut auf mein Herz, das nie etwas vergisst, selbst dann nicht, wenn's längst zerbrochen ist.
Und nachts lieg ich wach, mein Kopf viel zu laut, hab auf falsche Menschen mein ganzes Herz gebaut.
Ich wollte Liebe, kein Überleben, doch manche Menschen nehmen nur, ohne jemals etwas zu geben.
Und vielleicht bin ich selber schuld, weil ich immer bleib aus Geduld,
weil ich dachte: "Wenn ich nur mehr kämpfe, mehr versteh..", doch Liebe sollte sich nicht anfühlen wie dauerhaftes Flehen.
Ich mein, wie traurig ist das bitte?
Man sitzt da mit Tränen mitten im Gesicht und vermisst trotzdem die Person, die einen zerbricht.
Das muss man erst mal schaffen, so kaputt zu sein, dass man bei Schmerzen noch denkt: "vielleicht wird irgendwann wieder alles fein."
Aber nichts wird fein, nicht wirklich.
Man lernt nur besser zu lügen, wenn jemand fragt, und wie geht's dir eigentlich?
Denn die Wahrheit klingt zu schwer, ich fühle gar nichts und gleichzeitig zu sehr.
Ich schwanke zwischen Kälte und Vermissen, zwischen "bleib weg" und "bitte komm zurück" zerissen.
Und Gott..!
Ich wäre gerne mal genug gewesen. Nicht nur ein Kapitel, das Menschen lesen und dann vergessen.
Ich wollte niemals perfekt sein, nur jemand, bei dem man bleibt, wenn's schwierig wird. Wenn alles schreit, wenn man nicht mehr glänzt, sondern einfach nur zerbricht.
Aber genau dann gehen sie, jedes Mal und lassen dich alleine mit diesem schwarzen Loch im Brustkorb zurück, das früher mal Hoffnung hieß.
Also steh ich weiter auf, Tag für Tag, auch wenn ich manchmal selbst nicht weiß, wie man Herz das alles tragen mag.
Denn manche Menschen sterben nicht sichtbar, sie lernen nur, mit gebrochenen Flügeln trotzdem irgendwie weiterzufliegen.
@eponomasie #meins
Maske
Ich habe irgendwann gelernt, mein Gesicht wie eine Maske zu tragen.
Nicht die aus Stoff oder Plastik, sondern diese andere Art, die gefährlichere.
Die, die lächelt, während innen alles zusammenfällt.
Die, die sagt, "mir geht's gut", obwohl die Gedanken nachts wie Glasscherben im Kopf liegen.
Die, die laut lacht, damit niemand merkt, wie still es eigentlich in mir geworden ist.
Menschen nennen mich stark, weil sie nie gesehen haben, wie oft ich mich heimlich selbst zusammensetzen musste.
Sie sehen die Version von mir,
die funktioniert,
die freundlich ist,
die zuhört,
die trägt.
Aber niemand sieht den Moment danach, wenn die Tür zufällt und ich plötzlich nicht mehr weiß, wie lange ich dieses Schauspiel noch durchhalte.
Denn irgendwann wird selbst eine Maske schwer.
Irgendwann tut es weh, ständig jemand zu sein, der man nur geworden ist, damit niemand fragt, wie kaputt man wirklich ist.
Und vielleicht ist genau das das Einsamste überhaupt.
Von allen gesehen zu werden, aber von niemandem wirklich erkannt.
@eponomasie #meins
Manchmal fühlt sich mein Herz an wie Raum voller Rauch, alles brennt irgendwo leise vor sich hin, aber niemand sieht die Flammen.
Ich sitze neben Menschen,
rede, lache, funktioniere und gleichzeitig trägt mein Inneres den Geschmack von Schuld auf der Zunge.
Denn da ist jemand, an den ich nicht denken sollte und trotzdem finde ich ihn überall wieder.
In den stillen Sekunden zwischen Gesprächen, in Liedern,
in Blicken,
in diesem gefährlichen Gefühl von verstanden werden.
Und das Schlimmste daran ist nicht einmal die Sehnsucht, sondern dass sie echt ist.
Echt genug, dass mein Herz kurz innehält, wenn sein Name auftaucht.
Echt genug, dass ich meinen Partner küsse und für einen einzigen grausamen Moment an jemand anderen denken muss.
Wie erklärt man so einen Schmerz?
Dieses ständige Ziehen zwischen bleib und renn, zwischen Loyalität und Verlangen, zwischen Sicherheit und diesem verdammten Feuer, das man nie hätte anzünden dürfen.
Ich hasse mich manchmal dafür, wie sehr mich ein Mensch verwirren kann, ohne überhaupt etwas zu tun.
Denn wir sind uns nah und gleichzeitig weiter voneinander entfernt als zwei Fremde nachts im selben Zug.
Wir reden kaum, gehen uns aus dem Weg, tun so, als wäre da nichts.
Aber genau dieses nichts zerstört mich langsam, weil Schweigen manchmal lauter ist als jedes Geständnis und weil Distanz nicht bedeutet, dass Gefühle verschwinden.
Manchmal bedeutet Distanz nur, dass man nachts alleine da liegt und versucht, jemanden zu vergessen, den man nie wirklich haben durfte.
@eponomasie #meins
In mir sieht es aus wie ein Zimmer nach einem Sturm. Alles steht noch an seinem Platz und trotzdem fühlt sich nichts mehr richtig an.
Da sind Gedanken, die sich wie Rauch in jede Ecke festsetzen, Gefühle, die gleichzeitig brennen und erfrieren.
Und irgendwo dazwischen, all dem Chaos, sitzt eine Version von mir, die einfach nur müde ist, ständig so zu tun, als wäre alles unter Kontrolle.
In mir wohnen viele Gegensätze. Ich vermisse Menschen, während ich sie gleichzeitig wegstoße. Ich sehne mich nach Nähe, aber bekomme Angst, sobald sie echt wird.
Ich will gehalten werden und verschwinde trotzdem, wenn mich jemand zu lange ansieht.
Manchmal fühlt sich mein Herz an wie ein überfüllter Bahnhof.
Zu viele Ankünfte, zu viele Abschiede, zu viel Lärm und kein einziger Zug, der wirklich bleibt.
Und nachts, wenn alles still wird, wird es in mir erst richtig laut. Dann kommen Erinnerungen zurück, die Zweifel, die Sehnsucht, dieses unerklärliche Ziehen in der Brust, als würde etwas in mir fehlen, das ich niemals benennen konnte.
Die schlimmste Wahrheit ist aber, ich erkenne mich selbst kaum wieder, weil ich gleichzeitig lieben und fliehen will, heilen und zerstören, gefunden werden und verschwinden.
Und vielleicht sieht es genau deshalb so dunkel in mir aus, weil ich jeden Tag versuche ein Licht für andere zu sein, während ich mich selbst langsam in Schatten verliere.
@eponomasie #meins
Es ist komisch, wie zwei Menschen sich gleichzeitig so nah und so unfassbar weit entfernt sein können, denn du bist da, nur ein paar Meter entfernt.
Ich höre deine Stimme, sehe dein Gesicht, merke, wenn du den Raum betrittst und trotzdem fühlt es sich an, als läge plötzlich eine ganze Welt zwischen uns.
Früher waren es Blicke, kleine Gespräche, dieses Selbstverständliche Nebeneinander und jetzt, jetzt laufen wir aneinander vorbei, als müssten wir so tun, als hätte nie etwas zwischen uns existiert.
Wir reden kaum, wir weichen Blicken aus, wir tun beide so, als wäre Distanz plötzlicher einfacher als Nähe.
Aber sie tut es nicht.
Sie tut weh, mehr als ich zugeben möchte.
Und das Schlimmste ist, dass niemand es wirklich merkt, weil ich lache, ich funktioniere.
Ich sitze da, als wäre alles okay. Aber innerlich fühlt es sich an, als müsste ich mich die ganze Zeit davon abhalten, einfach zu dir zu gehen und so zu tun, als hätte sich nichts verändert.
Ich vermisse nicht mal die großen Dinge. Ich vermisse dieses Selbstverständliche mit dir draußen sitzen, mit dir reden, dieses leichte Gefühl, nicht allein zu sein.
Und jetzt sitze ich zwischen Menschen und fühle mich trotzdem plötzlich leer.
Vielleicht, weil ich zum ersten Mal seit langer Zeit jemanden gefunden habe, bei dem ich mich verstanden gefühlt habe, ohne mich erklären zu müssen.
Und genau deshalb tut die Distanz jetzt so weh, weil sie vernünftig ist, weil sie richtig ist, weil wir beide wissen, dass Gefühle alleine nicht reichen.
Aber mein Herz interessiert sich nicht dafür, was vernünftig ist. Es merkt nur, dass du plötzlich weiter weg bist, obwohl du direkt vor mir stehst.
Und vielleicht ist genau das das Schmerzhafteste daran, dass du direkt vor mir stehst und ich dich trotzdem vermisse, als wärst du längst verschwunden.
@eponomasie #meins