Nach allem was du mir angetan hast, nach den ganzen Lügen, nach dem du mich mit meiner besten Freundin betrogen hast…. Du warst alles für mich…. Ich möchte dich endlich vergessen
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@eponomasie
Nach allem was du mir angetan hast, nach den ganzen Lügen, nach dem du mich mit meiner besten Freundin betrogen hast…. Du warst alles für mich…. Ich möchte dich endlich vergessen
Meine ehemaligen Freunde haben sich hinter meinem Rücken getroffen, haben mich ersetzt und wundern sich jetzt warum ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben möchte.
Du wusstest, wie viel Schmerz ich schon erlebt habe und trotzdem hast du mich noch mehr verletzt. Ich habe dir vertrau, an dich geglaubt und du hast mich hintergangen. Das hat mehr wehgetan, als Worte je ausgedrücken könnten.
Ich wĂĽnsche dir nichts schlechtes, ich wĂĽnsche dir nur dass du eine Person wie dich triffst.
Ich lasse los. Weil mein Herz zu mĂĽde ist, um fĂĽr Dich mit weiter zu schlagen & mein Verstand weiĂź, dass Du pures Gift bist
An die zwei Menschen, die mein geöffnetes Herz als Einladung gesehen haben, es mit Füßen zu treten.
Ich sitze hier und in meiner Brust brennt ein Feuer aus Wut, Ekel und einer so tiefen Verzweiflung, dass mir buchstäblich die Luft zum Atmen fehlt. Wie könnt ihr morgens eigentlich in den Spiegel schauen, ohne euch vor euch selbst zu erbrechen? Woher nehmt ihr diese eiskalte Abgebrühtheit, zwei Augen im Kopf zu haben, eine Seele zu besitzen und trotzdem ohne mit der Wimper zu zucken das Leben eines Menschen zu zertrampeln, der euch alles anvertraut hat?
​Wir haben uns an einem Ort kennengelernt, an dem man nur landet, wenn die eigene Psyche ohnehin schon in Trümmern liegt. Wir waren beide gebrochen. Du warst am Anfang nur ein Mitpatient auf der Station B3. Aber aus kleinen Gesprächen wurden stundenlange Wortgefechte bis tief in die Nacht. Du wurdest zu meinem Zufluchtsort. Zu dem Menschen, dessen Nachrichten mein Herz wie verrückt klopfen ließen.
​Ich bin von Natur aus wie ein verschlossenes Buch. Ich hasse es, Menschen zu vertrauen, weil dieses scheiß Vertrauen in meinem Leben schon so oft missbraucht und als Schwäche ausgelegt wurde. Ich schütze mich normalerweise, aber bei dir habe ich die Mauern eingerissen. Habe meine Maske abgenommen. Ich habe dir mein Herz auf einem Silbertablett serviert, dir Zugänge zu meinen dunkelsten Ecken gewährt und mich nackt und verletzlich gemacht. Du hattest dieses verdammte Privileg und was hast du getan? Du hast es vor meine Füße gerotzt. Du hast meine Seele nicht einmal ansatzweise gewürdigt.
​Ja, die Situation war kompliziert! Ich bin seit sieben Jahren in einer festen Beziehung, ich bin verlobt! Trotzdem haben sich diese Gefühle für dich wie ein Gift in mein Leben geschlichen. Wir wussten beide, dass unsere Welten zu unterschiedlich sind, aber da war dieses Verlangen. Du hast mir gesagt, dass du Bock auf Sex mit mir hast, aber eben ohne Scheiß-Emotionen. Und ich? Gott, ich hatte auch Bock auf dich! Aber ich konnte meine Gefühle nicht einfach per Knopfdruck abwürgen! Ich habe sie kleinredet, habe mich jeden verdammten Tag wie der dreckigste Mensch der Welt gegenüber meinem Partner gefühlt. Mein Kopf stand kurz vor der Explosion.
​Seit du in mein Leben getreten bist, war da nur noch emotionaler Terror. Dauerstress. Streit mit meinem Verlobten, Streit mit meiner besten Freundin. Dennoch gab es diese Momente mit dir, in denen ich mich so unglaublich lebendig und sicher gefühlt habe. Sogar meiner Beziehung hat dieses Chaos am Ende ein Feuer zurückgegeben.
​Aber jetzt, wo die Seifenblase platzt, sehe ich erst, was für ein verlogenes Spiel das war.. Ich fühle mich von dir eiskalt als seelischer Mülleimer benutzt.
Für deine emotionalen Abstürze, deine Krisen und deine Scheiß-Tage war ich gut genug! Ich habe mein ganzes Herzblut in dich gepumpt. Vielleicht ist das die verdammte Fluch-Seite an meinem Borderline:meine grenzenlose Empathie. Ich habe Nächte durchgemacht und mich stundenlang in das Thema Bipolare Störung eingelesen! Ich wollte deine manischen Phasen verstehen, deine Depressionen begreifen, wollte wissen, wie ich dich auffangen kann. Niemand macht so etwas für einen Menschen, der einem nichts bedeutet. Keiner auf dieser verdammten Welt wird jemals wieder so viel Herzblut, Tränen und Tiefe in dich stecken wie ich!
​Schade nur, dass ich dir scheinbar trotzdem nicht gereicht habe. Schade, dass du zu kaputt oder zu feige warst, dich bei mir so fallen zu lassen, wie ich es bei dir getan habe. Du meintest noch, wie sehr du mich vermisst und wie wichtig ich dir bin, aber ganz ehrlich? Nach dieser Aktion frage ich mich nur noch: Was davon war überhaupt echt? Was war von der ersten Sekunde an einfach nur eiskalt gelogen?!
​Weil du mir so wichtig warst, weil ich so unendlich naiv war, habe ich dich meiner besten Freundin vorgestellt. Der Frau, die seit fünf Jahren wie eine Schwester war! Ich habe euch zusammengebracht, weil ich euch beiden vertraut habe. Wir hatten am Ende noch dieses Gespräch, in dem ich dich bestärkt habe. Ich habe dir gesagt, du sollst lernen, egoistischer zu sein und mehr an dich selbst zu denken. Das du diesen scheiß Rat ausgerechnet an jenem Abend so eiskalt und skrupellos gegen mich anwendest, ist eine Grausamkeit, die ich niemals für möglich gehalten hätte.
​Ihr habt miteinander geschlafen.
​Ich hoffe, diese verdammte Nacht war der geilste Rausch eures Lebens! Ich hoffe, jede Berührung, jeder Atemzug und jeder feuchte Moment in diesem Bett war so unbeschreiblich gut, dass er den ekligen Gestank eures Verrats übertönt hat! Ich hoffe, eure Geilheit in dieser Sekunde war laut genug, um das Geräusch zu übertönen, wie mein Vertrauen in euch beide wie Glas auf dem Asphalt zersplittert ist!
​Du hast schnellen Ersatz für deinen Körper gefunden, aber diese Unterhaltungen über die Psyche, diese Gespräche auf tiefster seelischer Ebene, die wirst du von ihr sicher nicht bekommen. Ihr habt euch angesehen, wusstet exakt, dass es mich innerlich zerreißt und habt euch eiskalt dazu entschieden, dass ein billiger Fick mehr wert ist als meine Würde, mein Schmerz und fünf Jahre Freundschaft.
​Euer Verhalten ekelt mich maßlos an. Diese scheinheilige Heuchelei macht mich einfach nur noch krank.
​Und was meine beste Freundin angeht? Ich habe das Gespräch mit ihr gesucht, weil ich nicht bereit war, fünf Jahre Freundschaft wegen eines Typen in die Tonne zu treten, der gerade mal drei Monate in meinem Leben ist. Aber die bitterste Pille kommt erst noch..Sie hat mir ins Gesicht gesagt, dass sie sich nicht zwischen uns entscheiden will, dass sie dich weiterhin treffen wird. Sie entscheidet sich dafür, den Mann weiter in ihrem Leben zu haben, der mein Herz auf dem Gewissen hat. Ich stehe hier, versuche diese Freundschaft irgendwie zu retten, während sie mir damit jeden verdammten Tag aufs Neue ein Messer in die Wunde rammt. Ich muss mir jetzt Schutzmauern hochziehen, damit ich an diesem Kompromiss nicht langsam verrecke. Ich würde für sie 100 % Loyalität zeigen und alles abbrechen, aber sie tut es für mich nicht. Und diese Erkenntnis tut fast noch mehr weh als dein Verrat.
​Aber weißt du was? Ich bin unfassbar stolz auf mich.
​Ich habe es zum ersten Mal in meinem verdammten Leben geschafft, wirklich für mich selbst einzustehen. Ich habe dich blockiert, eiskalt, ohne Wenn und Aber! Früher hätte ich mich wieder klein gemacht. Ich hätte alles geschluckt, mir einreden lassen, ich solle mich nicht so anstellen und hätte mir die Schuld selbst gegeben. Aber diesmal nicht!
​Meine Gefühle sind scheißberechtigt! Meine Gefühle haben einen verdammten Platz in dieser Welt und sie werden ab heute ernst genommen! Ich lasse mich von niemandem mehr kleinreden oder als Hysterikerin abstempeln. Ich habe mir die Kontrolle, meine Selbstachtung und den Respekt, den ihr mir stehlen wolltet, mit einem einzigen Klick selbst zurückgeholt!
​Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es das wert war, mich für immer zu verlieren. Ich hoffe, dir wird irgendwann klar, was für einen Menschen du da eigentlich eiskalt weggefeuert hast, auch wenn ich fürchte, dass dein Horizont dafür viel zu beschränkt ist.
​Du bist für mich gestorben. Für immer.
FICK DICH!!!!!
Bipolar - Poetry Slam
( FĂĽr T.)
Manchmal frage ich mich, wo du eigentlich bist.
Nicht dein Körper. Dein Körper sitzt hier. Aber Du.
In welchem Orbit kreist dein Herz heute?
Und wie viel von dir kommt jemals wieder zurĂĽck?
Wir haben uns nicht im Club kennengelernt.
Nicht in der Schule, nicht beim Bier im Park.
Wir haben uns im Scherbenhaufen wiedergefunden.
Station B3. Stationäre Therapie.
Der Ort, an dem man nicht mehr funktioniert, sondern nur noch existiert.
Du mit den Wellen in deinem Kopf.
Ich mit meinen Emotionen in mir.
Wir waren zwei kaputte Seelen, die versuchten, auf den TrĂĽmmern ihres Lebens wieder Stehen zu lernen.
Und ausgerechnet dort, zwischen Medikamentenausgabe und Kunsttherapie,
wurdest zu meinem Anker im absoluten Nichts.
---
Ich kenne den Schmerz, okay? Ich kenne die Hölle.
Meine eigene Psyche ist ein Minenfeld, mein Borderline zieht mich täglich durch die Mangel.
Ich fahre Achterbahn ohne Anschnallgurt, meine GefĂĽhle explodieren im Sekundentakt.
Ich verstehe deine AbgrĂĽnde besser als fast jeder andere da drauĂźen.
Aber was dein Kopf mit dir macht…
verdammt, das brennt mir die Lunge weg.
Deine Welt kennt keine Graustufen, keine gedimmten Lichter, kein trockenes Land.
Du schießt monatelang in die Stratosphäre nur um danach kilometerweit ungeschützt in die Erde einzuschlagen.
--- ( Schnell lesend, die Manie)
Wenn der Himmel fĂĽr dich aufbricht, bist du wie ein Gott auf Droge.
Du bist ein Ikarus aus purem Licht.
Deine Gedanken rennen mit 200 Stundenkilometern gegen die Wand deiner eigenen Stirn.
Du schläfst nicht, du rennst durch die Nächte, deine Augen glühen,
du erzählst mir von tausend Plänen, sprichst so schnell, dass die Worte stolpern,
du greifst nach den Sternen und verbrennst dir die Finger, aber du spĂĽrst es nicht einmal!
Du lachst so laut, dass die Wände wackeln,
du bist unsterblich, du bist die Sonne selbst!
Und ich stehe daneben als ein Freund.
Ich, die doch selbst ständig Angst hat, alles zu verlieren.
Ich sehe deine Euphorie und ich spĂĽre diese scheiĂź Panik in meiner Brust.
Weil ich weiß, dass dieser Höhenflug eine Einbahnstraße ist.
Weil wer so hoch fliegt, landet nicht sanft.
Du fällst.
Jedes. Einzelne. Mal.
---
Und das Schlimmste an all dem?
Du bist ein verdammt guter Schauspieler.
Ein Oscar-reifer Darsteller im Theater deiner eigenen Psyche.
Du hast in der Therapie gelernt, wie man funktioniert.
Du weißt genau, welches Lächeln du aufsetzen musst, damit keiner mehr nachfragt.
Du kennst die Sätze, die alle beruhigen:
"Mir geht’s gut.“
"Ich bin nur müde.“
"Machste nichts"
"Dingse passieren"
Und ich stehe vor dir und meine Antennen drehen durch.
Ich scanne jedes deiner Worte. Jedes Lachen. Jeden Blick.
Ist das gerade echte Freude oder schon der Anlauf zur nächsten Manie?
Ist das gerade deine Ruhe oder schon der stumme Hilfeschrei kurz vor dem Absturz?
Bist du wirklich da, oder spielst du mir nur den gesunden Freund vor, damit ich mir keine Sorgen mache?
Dieses Versteckspiel macht mich fertig.
Weil deine Maske manchmal so dicht ist, dass ich nicht mehr weiĂź,
ob ich deine Hand halte oder nur die HĂĽlle, die du fĂĽr die Welt gebastelt hast.
--- (Langsam, ohne emotion. Depression)
Und dann fällt die Maske doch.
Der Vorhang schlägt zu.
Von 100 auf absolut gar nichts.
Die Manie verbrennt deinen letzten Treibstoff und lässt nur ein Wrack zurück.
Du liegst da. Im Dunkeln. Tagelang.
Das Bett wird zum Grab, das Zimmer zum Verlies.
Von Sekunde auf Sekunde wird das Licht in deinen Augen nicht langsam schwächer es wird ausgeknipst.
Dein Blick geht durch mich hindurch, als wäre ich aus Glas.
Gott, du weiĂźt nicht, was das mit mir macht!
Mein Borderline-Gehirn schreit mich an: „Er zieht sich zurück, er wendet sich ab, du verlierst ihn!“
Meine eigenen Dämonen brüllen in meinem Kopf,
während deine Dämonen dich von innen langsam auffressen.
Du kannst nicht mehr reden. Du kannst kaum noch atmen.
Du sagst, du bist eine Last. Du sagst, es wäre besser ohne dich.
Und diese Worte schneiden tief.
Sie fräsen sich durch meine eigenen Narben.
Ich will dich rĂĽtteln, ich will dich anschreien, ich will die Neurochemie aus deinem Kopf prĂĽgeln!
--- (emotinal, sehr laut, fast schreiend)
Wie verdammt noch mal soll ich dich halten, wenn du dich selbst nicht einmal ertragen kannst?!
---
Es ist diese Qual.
Gekreuzt aus meiner Angst und deiner Taubheit.
Es ist das Warten vor der TĂĽr, ob du noch atmest.
Zuzusehen, wie der wichtigste Mensch in meinem Leben im Sumpf versinkt
und kein Wort von mir dich da unten erreichen kann.
Ich habe Todesangst um dich.
---
Aber hör mir zu.
Verdammt noch mal, hör mir zu.
Wir haben uns im Dreck kennengelernt.
Wir kennen die Wände von Psychiatrien, wir kennen die Notfallmedikamente, wir kennen das Scheitern.
Du musst vor mir nicht schauspielern.
Du musst nicht funktionieren, um mein bester Freund zu sein.
Lass die scheiß Fassade vor mir bröckeln.
Lass die Manie dich verbrennen und lass die Depression dich lähmen
ich renne nicht weg.
Ich hasse diese Krankheit. Ich verfluche sie jeden einzelnen Tag.
Aber sie stiehlt dich mir nicht komplett.
Denn unter all dem Staub,
unter den Ruinen der Manie und den TrĂĽmmern der Depression,
da bist immer noch Du.
Der Mensch, der meine Welt rettet, einfach nur weil er existiert.
Ich kann den Sturm in deinem Kopf nicht stoppen.
Aber ich kann der Anker sein.
Egal wie tief das Loch ist, in das du fällst:
Ich sitze am Rand.
Mit all meinen eigenen Rissen, mit all meiner eigenen Wut.
Ich bleibe hier.
Ich halte das Seil.
Jedes. Verdammte. Mal.
@eponomasie
Ersatzteile - Poetry Slam
(FĂĽr T.)
Du hast mir mal erzählt
Du lässt niemals ein ganzes Auto zurück.
Niemals.
Es bleibt immer was.
Ein Schalter, ein Spiegel, ein verchromtes Lenkrad.
Irgendein kleines StĂĽck Metall, das mitkommt.
Nicht, weil es wertvoll ist.
Sondern weil es dazugehört.
Weil man Geschichte nicht einfach auf den Schrott wirft.
Und seitdem frage ich mich…
Warum du das bei Blech und Motoren kannst.
Aber verdammt noch mal nicht bei dir.
---
Du stehst stundenlang vor einem Wagen, an dem die Welt vorbeigeht.
Sie sehen Schrott. Du siehst Substanz.
Sie sehen Rost. Du siehst Rhythmus.
Sie sehen einen wirtschaftlichen Totalschaden
und du siehst ein Herz aus Stahl, das nur jemanden braucht, der nicht sofort aufgibt.
Sie sagen: „Lohnt sich nicht.“
Und du?
Du krempelst die Ärmel hoch.
Machst dir die Hände schmutzig.
Verlierst Stunden, Nächte, Geduld, Verstand…
Und irgendwann?
Läuft er wieder.
Nicht perfekt. Aber er lebt.
---
Es ist verrĂĽckt.
Wie viel Liebe du in Dinge stecken kannst, die die Welt längst aufgegeben hat.
Und wie wenig du glaubst, dass dieselbe Liebe *dir selbst* zusteht.
Denn wenn es um dich geht, legst du das Werkzeug weg.
Wenn es um dich geht, bist du kein Mechaniker mehr.
Dann wirst du Richter.
Suchst keine Lösungen mehr, nur noch Fehler.
Keine Reparatur, nur noch den Rost.
Als wäre deine Seele ein kostenloses Ersatzteillager, an dem sich jeder bedienen darf.
Hier ein bisschen Hoffnung abgegeben,
da ein StĂĽck Kraft verschenkt,
hier noch ein Lächeln rausgequetscht, obwohl es längst das letzte war
bis nicht mehr genug von dir ĂĽbrig ist, um dich selbst noch zusammenzubauen.
Und dann stehst du im Rauch deiner eigenen TrĂĽmmer und fragst dich, warum du dich so verdammt leer fĂĽhlst.
---
WeiĂźt du, was mich fertig macht?
Nicht, dass du kaputt bist.
Sondern dass du glaubst, du mĂĽsstest das alles alleine reparieren.
Dass du lieber schweigst, als jemanden unter deine Motorhaube schauen zu lassen.
Aber du hast keine Angst davor, beschädigt zu sein.
Du hast Angst, dass jemand alles sieht… und trotzdem geht.
Vielleicht rettest du deshalb Autos.
Weil Blech nicht wegläuft.
Weil sie dich nicht verlassen, wenn du ihre hässlichsten Stellen freilegst.
Weil sie sich nicht schämen, wenn du den Rost abschleifst.
Sie stehen einfach da… und vertrauen dir.
Und du? Du wĂĽnschst dir genau das.
Jemanden, der bleibt, wenn die Karosserie aufbricht.
Der nicht zusammenzuckt, wenn sich der Schmerz unter der Oberfläche zeigt.
Der nicht fragt: „Warum bist du so?“
Sondern leise fragt: „Wo hat es angefangen?“
---
Denn jeder Rostfleck erzählt eine Geschichte.
Jede Delle hat einen Aufprall erlebt.
Jeder Kratzer war ein Moment, den du nicht kommen sahst.
Und das ist der größte Unterschied zwischen dir und dem, was du liebst:
Du gibst ihnen Zeit. Dir selbst gibst du Fristen.
Du schenkst ihnen Geduld. Dir selbst nur Schuld.
Du glaubst an ihre zweite Chance,
aber verweigerst dir deine eigene.
---
Und das zerreiĂźt mich.
Dass ausgerechnet der Mensch, der sein Herz an alles verschenkt, was verloren scheint…
sich selbst für unrettbar hält.
Bitte… schau dich einmal mit deinen eigenen Augen an.
Nicht mit denen der Welt. Nicht mit denen deiner Vergangenheit.
Sondern mit denselben Augen, mit denen du vor diesem alten, verstaubten Auto stehst.
Mit diesem Blick, der nicht sagt: „Da ist zu viel kaputt.“
Sondern mit dem Blick, der leise flĂĽstert:
„Ich sehe nicht, was zerstört ist.
Ich sehe das, was noch werden kann.“
---
Wenn irgendjemand auf dieser Welt weiß, dass ein Motorschaden nicht das Ende der Reise sein muss…
dann bist du das.
Ich wünschte nur…
du wĂĽrdest endlich begreifen:
Dieser Satz gilt nicht nur fĂĽr deine Autos.
Er gilt verdammt noch mal fĂĽr dich.
@eponomasie
Baustelle - Poetry Slam
( FĂĽr T.)
Wenn es drauĂźen still wird,
und das WLAN-Signal erlischt,
bleibt kein Rauschen mehr,
das die Gedanken übertönt.
​Keine Ablenkung.
Keine Musik, kein Video, kein Bildschirmlicht.
Nur die Nacht, vier nackte Wände und ein Kopf, der auf Höchsttouren läuft.
​Schlaf ist ein Luxusgut, wenn die Gedanken Achterbahn fahren.
Wenn man im Dunkeln liegt
und jedes Detail zerdenkt,
jeden alten Fehler wieder ausgräbt und die eigenen Dämonen Regie führen.
---
​Er wohnt auf einer Baustelle.
Nicht nur metaphorisch nein, ganz real.
Staub auf den Dielen, freiliegende Kabel, kĂĽhler Beton.
Ein Ort, an dem alles werden könnte,aber nichts fertig ist.
​Er lässt niemanden rein.
Nicht aus Bosheit, sondern aus Scham.
Weil er nicht zeigen will, wie es aussieht,wenn man im Provisorium feststeckt.
Wenn man an einem Ort lebt, der mehr nach Arbeit aussieht als nach Leben.
​Und das Skurrile daran ist:
Ein Teil von ihm sehnt sich so sehr nach Wärme.
Nach einem echten Zuhause. Nach Ruhe.
Aber ein anderer Teil weigert sich stur,auch nur einen einzigen Nagel in die Wand zu schlagen.
​Denn eine Baustelle ist der perfekte Ort für jemanden,
der Angst hat, Wurzeln zu schlagen.
---
​Wenn das Leben eine Achterbahn ist,
wenn die Hochs dich fliegen lassen und die Tiefs dich erschlagen,dann lernt man, dem Frieden nicht mehr zu trauen
​Man hat Dinge aufgebaut und gesehen, wie sie zerbrechen.
Man hat Energie investiert und zugeschaut, wie sie verpufft.
Und irgendwann zieht der Kopf die Notbremse.
​Wer eine Wohnung gemütlich macht, richtet sich ein, um zu bleiben.
Aber wer immer mit dem nächsten Einsturz rechnet,
hält die Räume lieber kahl.
Weil der Fluchtweg schneller frei ist, wenn man keine Möbel zur Seite schieben muss.
​So wird der Zustand zwischen Bauholz und Staub
zum Schutzschild vor der Welt.
Man bleibt im Rohbau wohnen,
weil ein fertiges Haus zu viel wehtun wĂĽrde,wenn es wieder ĂĽber einem zusammenbricht.
​---
​Ich sitze hier, meilenweit entfernt und sehe nur das Licht meines Displays im Dunkeln.
Ich kenne seinen Rohbau nicht. Ich kenne die Baustelle nicht.
Aber ich kenne die Stille, die ihn umgibt.
​Ich frage mich, wie viele Stunden er dort liegt.
Gefangen im eigenen Kopf,
gefangen im Niemandsland zwischen dem Wunsch anzukommen
und der Panik vor dem Bleiben.
​Es tut weh zuzusehen, wie jemand, der so viel trägt,
sich selbst den Raum zum Durchatmen verwehrt.
Wie jemand lieber im Staub schläft,
als der Welt die Chance zu geben, ihm wieder etwas wegzunehmen.
---
​Ich wünschte, ich könnte die Zeit in seinen schlaflosen Nächten anhalten. Ich wünschte, ich könnte den Lärm in seinem Kopf leiser drehen.
​Ich wünschte, ich könnte ihm sagen:
Ein Zuhause ist kein perfekter Raum mit Vorhängen und Deko.
Ein Zuhause ist kein Ort, der nie wieder einstĂĽrzen kann.
Ein Zuhause ist einfach der Ort,
an dem man aufhören darf, Angst vor der nächsten Nacht zu haben.
​Er muss heute nicht fertig werden.
Er muss nicht morgen das Haus bauen.
Aber vielleicht... vielleicht reicht es fĂĽr den Anfang,
einfach kurz das Werkzeug hinzulegen.
​Den Staub von den Händen zu wischen.
Die Augen zu schlieĂźen.
​Und zu verstehen,
dass man nicht erst fertig sein muss,
um Wert zu sein, zu bleiben.
@eponomasie
Stillstand - Poetry Slam
(FĂĽr T.)
​Stillstand.
Ein seltsames Wort.
Es klingt, als wĂĽrde nichts passieren.
Als wäre die Zeit einfach abgestürzt,
der Bildschirm schwarz,
das Bild eingefroren.
​Aber Stillstand...
ist der lauteste Ort, den ich kenne.
Denn während von außen kein Ton nach draußen dringt,
kämpft innen alles ums Überleben.
​Da steht sie.
Roxy.
Mitten in der Wiese.
Das Gras wächst ihr langsam über die Reifen,
der Löwenzahn frisst sich durch den Kotflügel,
der Rost blĂĽht still und leise im Unterholz.
​Sie steht zwischen Werkzeug. Zwischen Erinnerungen.
Zwischen einem Gestern, das längst vergangen ist,
und einem Morgen, das immer nur... „irgendwann“ heißt.
​Die Leute gehen vorbei.
Sie sehen Schrott. Sie sehen Dreck.
Sie sehen ein Wrack, das seit Jahren keinen Meter mehr gerollt ist.
Und sie sagen:
„Schaff das Ding weg.“
„Das lohnt doch nicht.“
„Die fährt nie wieder.“
​Wie schnell Menschen den Wert von etwas bestimmen,
dessen Geschichte sie nie gehört haben.
​Aber du...
Du gehst nicht vorbei.
Du bleibst stehen.
Nur einen Moment.
Du schaust sie an nicht wie ein Mann, der ein kaputtes Auto sieht.
Sondern wie jemand, der sich erinnert.
An das, was sie war.
An das, was sie wieder sein könnte.
​Und dann sagst du dieses eine Wort.
Ganz leise. Als wĂĽrdest du es vor der Welt beschĂĽtzen:
„Irgendwann.“
​Für die meisten heißt Irgendwann: „Vielleicht nie.“
Aber wenn du es sagst, klingt es anders.
Es klingt nach einer Hoffnung, die sich nicht mehr traut, laut zu sein,
weil sie zu oft auf den Boden gefallen ist.
​---
​Und weißt du... ich frage mich manchmal, ob es bei Roxy überhaupt um Roxy geht.
Oder ob diese Wiese der einzige Ort ist, an dem du dir erlaubst, an eine Zukunft zu glauben.
​Denn bei ihr hast du Geduld!
Bei ihr darf Zeit vergehen.
Bei ihr ist jeder Rostfleck kein Urteil, sondern nur eine Aufgabe.
Bei ihr schraubst du, du putzt, du suchst nach Teilen, du gibst nicht auf.
​Aber wenn es um dich geht?
Keine Geduld. Null.
Du siehst bei dir jeden Fehler. Jede Delle. Jeden Schrammen.
Du glaubst, du wärst nicht mehr das, was du einmal warst.
​Dabei hast du doch selbst unzähligen alten Motoren bewiesen, dass Schweigen nicht bedeutet, dass die Zündung tot ist!
Dass Rost nicht das Ende ist!
Dass manches einfach Zeit braucht!
​Warum... gilt das für alles auf dieser Welt...
nur fĂĽr dich nicht?
​---
​Vielleicht, weil man müde wird.
MĂĽde davon, immer wieder von vorne anzufangen.
MĂĽde von dieser verfluchten Hoffnung.
Denn Hoffnung ist wunderschön bis sie dir zum hundertsten Mal aus den Händen gleitet und zerspringt.
​Und deshalb glaubst du, du lebst im Stillstand.
Aber das tust du nicht.
Du lebst in Erwartung.
Du wartest nicht darauf, dass es leicht wird.
Du wartest darauf, dass das Leben aufhört, dir alles wegzunehmen, sobald du anfängst, es zu lieben.
​---
​Und weißt du, was mich jedes Mal ein kleines Stück zerbricht?
Du glaubst an Motoren, die seit Jahren tot geglaubt waren.
Du glaubst an Karosserien, die andere längst in die Presse geworfen hätten.
Du glaubst an Roxy. Mit einer Liebe und Selbstverständlichkeit, die mich umhaut.
​Aber an dich selbst...
glaubst du nicht mal mit einem Bruchteil dieser Kraft.
​Vielleicht ist das die eigentliche Tragödie.
Nicht, dass Roxy im Gras einrostet.
Sondern dass du glaubst, du mĂĽsstest es auch.
​---
​Ich sehe dich.
Ich sehe, wie viel Mut es kostet, jeden verdammten Tag aufzustehen.
Wie viel Kraft es braucht, weiter von einem Irgendwann zu sprechen, wenn dir das Leben so oft die TĂĽr vor der Nase zugeschlagen hat.
​Vielleicht wartet Roxy gar nicht darauf, dass endlich jemand den Zündschlüssel umdreht.
Vielleicht wartet sie einfach auf den Tag,
an dem ihr Mensch...
denselben rettenden, liebevollen Blick, mit dem er alte Autos sieht...
endlich auch auf sich selbst richtet.
​Stillstand.
​Vielleicht ist Stillstand gar kein Ende.
Vielleicht ist Stillstand nur die Wiese...
auf der Hoffnung lernt, geduldig zu werden.
​Und vielleicht ist das Mutigste an dir nicht, wie schnell du fährst...
sondern dass du hier bleibst.
Um dir selbst zu beweisen,
dass Stillstand niemals das Ende einer Geschichte ist.
@eponomasie
Poetry Slam - Motorschaden
Kennt ihr diese Autos...
die am StraĂźenrand stehen?
Nicht die Neuwagen.
Nicht die glänzenden.
Ich meine die,
an denen man vorbeifährt
und denkt:
"Schade."
Mehr nicht.
Einfach nur Schade.
...
Man sieht den Lack.
Die Beulen.
Den Rost.
Vielleicht eine kaputte Scheibe.
Aber niemand fragt,
welche Strecke dieses Auto
eigentlich hinter sich hat.
Niemand fragt,
wie oft es jemanden
sicher nach Hause gebracht hat.
Wie viele StĂĽrme
es durchfahren musste.
Wie oft es weitergefahren ist,
obwohl längst etwas im Motor
kaputt war.
...
Menschen sind genauso.
Sie sehen,
dass du noch fährst.
Also gehen sie davon aus,
dass alles funktioniert.
Niemand fragt,
ob der Motor
bei jedem Start eigentlich betet, noch einmal anzuspringen.
...
Ich glaube...
ich fahre schon lange
mit einem Motorschaden.
Nicht groĂź genug,
dass andere ihn hören.
Nur laut genug,
dass ich ihn jede Nacht höre,
wenn es still wird.
Dieses leise Klackern.
Dieses Zittern.
Dieses GefĂĽhl,
dass etwas in mir
nicht mehr rund läuft.
...
Am Anfang
war da nur eine kleine Warnleuchte.
Ganz unscheinbar.
Ich habe sie ignoriert.
Weil alle gesagt haben:
"Ach, das wird schon."
Also bin ich weitergefahren.
Mit jedem Kilometer
ging eine weitere Lampe an.
Motor.
Bremse.
Lenkung.
Ă–ldruck.
Irgendwann...
sah mein Armaturenbrett aus wie ein Weihnachtsbaum.
...
Und wisst ihr,
was die Menschen gesagt haben?
"Du siehst doch ganz normal aus."
Ja.
Autos schreien auch nicht,
wenn sie kaputtgehen.
Sie machen einfach weiter.
Bis sie irgendwann
gar nichts mehr machen.
...
Es ist faszinierend.
Ein Auto bekommt
regelmäßige Inspektionen.
Neues Ă–l.
Neue Bremsen.
Neue Reifen.
Menschen?
Menschen bekommen Sätze wie:
"ReiĂź dich zusammen."
Oder:
"Andere haben es viel schwerer."
...
Stellt euch vor,
euer Mechaniker wĂĽrde das sagen.
"Der Motor raucht."
"Ja, aber bei dem BMW da drĂĽben brennt er komplett. Jetzt stellen Sie sich mal nicht so an."
Wie absurd wäre das?
Und trotzdem...
machen wir genau das miteinander.
...
Mein Tank
war nie leer,
weil ich zu wenig bekommen habe.
Er wurde leer,
weil ich ständig
versucht habe,
fĂĽr andere weiterzufahren.
Immer noch eine Strecke.
Immer noch eine Schicht.
Immer noch ein Gespräch.
Immer noch ein Lächeln.
Bis irgendwann...
die Tanknadel
schon lange unter Null stand.
...
Das VerrĂĽckteste
an einem Motorschaden ist:
Er passiert selten
plötzlich.
Er kĂĽndigt sich an.
Mit kleinen Geräuschen.
Mit einem Ruckeln.
Mit einer Warnleuchte.
Mit einem seltsamen GefĂĽhl.
Nur...
wenn niemand anhält,
werden aus kleinen Geräuschen
große Schäden.
...
Ich frage mich manchmal...
wie viele Menschen
eigentlich mit Motorschaden
durchs Leben fahren.
Wie viele lächelnd zur Arbeit gehen.
Freunde treffen.
Einkaufen.
Lachen.
Obwohl sie innerlich
bei jedem Kilometer hoffen,
nicht genau heute
liegen zu bleiben.
...
Denn liegen bleiben...
das macht Angst.
Nicht,
weil man versagt hat.
Sondern, weil plötzlich alle zuschauen.
Und manche sagen dann:
"Das kam ĂĽberraschend."
Nein.
Ăśberraschend war nur,
dass ihr hingesehen habt.
...
Ich habe so lange versucht,
mein Motorengeräusch
zu verstecken.
Ich habe lauter gelacht,
damit niemand das Klackern hört.
Ich habe schneller gearbeitet,
damit niemand merkt,
wie schwer jeder Meter fällt.
Ich habe gesagt:
"Mir geht's gut."
Obwohl mein Inneres
längst nach einer Werkstatt geschrien hat.
...
Und wisst ihr...
das Traurigste ist nicht,
dass Maschinen kaputtgehen.
Das Traurigste ist,
dass wir bei einem Auto
sofort anhalten wĂĽrden.
Wir würden die Motorhaube öffnen.
Nachsehen.
Helfen.
Wir wĂĽrden sagen:
"So kannst du nicht weiterfahren."
Aber bei Menschen...
sehen wir die Warnleuchten oft erst,
wenn der Motor längst stillsteht.
...
Vielleicht...
müssten wir aufhören,
Menschen danach zu beurteilen,
wie sauber ihr Lack aussieht.
Vielleicht...
sollten wir öfter fragen,
"Wie klingt eigentlich dein Motor?"
Nicht:
"Wie geht's dir?"
Denn darauf
haben wir alle gelernt zu antworten.
Aber auf die Frage,
"Wie klingt dein Motor?"
darauf...
mĂĽsste man ehrlich sein.
...
Und falls ihr irgendwann
einem Menschen begegnet, der langsamer fährt als früher...
der öfter anhält...
der nicht mehr so laut lacht...
dann hupt nicht.
Ăśberholt ihn nicht.
Urteilt nicht.
Vielleicht kämpft dieser Mensch
gerade mit einem Motor,
der jeden einzelnen Kilometer
mehr Kraft kostet,
als ihr euch jemals vorstellen könnt.
Und vielleicht...
ist das größte Wunder
gar nicht,
dass manche Menschen
immer weiterfahren.
Sondern, dass sie nach all den Kilometern,
nach all den Schlaglöchern,
nach all den Unfällen,
nach all den Warnleuchten...
ĂĽberhaupt noch den Mut finden,
den SchlĂĽssel umzudrehen und zu hoffen,
dass der Motor
noch ein einziges Mal
anspringt.
@eponomasie
Ich möchte, dass die Stimmen in meinem Kopf aufhören. Es tut wieder so verdammt weh.
-eponomasie
Wann hört es endlich auf das ich mich Ekel wenn ich in den Spiegel schaue.
Ich funktioniere so gut, dass niemand fragt, wie es mir geht. Ich bin nicht okay. Ich bin nur zuverlässig.
- eigenes
Mein Leben ist gerade ein Karussell, wo ich am liebsten aussteigen will. Mir wird schlecht.
Halte bitte an.
Ich habe gelernt, zwei Personen zu sein. Ich lache, bis alle glauben, ich sei glücklich. Nachts liege ich wach und frage mich, wie lange ich diese Maske noch tragen kann. Gedanken an den Tod kommen manchmal wie Schatten vorbei – nicht, weil ich leben verachte, sondern weil ich nichts mehr spüren will und mir Frieden in meinem Kopf wünsche, wenn er wieder zu laut wird. Ich verstehe nicht, warum alles, was ich mir erkämpft habe, wieder zerfällt. Und es tut so weh, dabei zuzusehen.
Niemand darf merken wie es mir wirklich geht sonst muss ich auf fragen antworten auf die ich keine antwort habe...