For a long time, I loved the sound of rain. Found it somehow romantic or so. But this goddamn noise outside of my window is driving me completely crazy. And yes, the window is completely closed. Together with loads of other stuff, time for change.
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For a long time, I loved the sound of rain. Found it somehow romantic or so. But this goddamn noise outside of my window is driving me completely crazy. And yes, the window is completely closed. Together with loads of other stuff, time for change.
BILDERBUCH LIVE at Voices for Refugees
All Photos by Niko Ostermann
Ein Roadtrip der etwas anderen Art
Man kennt vielleicht das Gefühl, in Zeiten wie diesen Daheim zu sitzen und nicht recht zu wissen wie und wo genau man helfen kann. Man ist auf der Suche nach einem direkten Anschluss, einem Kontakt, Leuten auf ähnlicher Wellenlänge mit genug erlebter und gesammelter Information durch die man einen Einblick bekommt, wo man wirklich ansetzten könnte. Wie gestern Dienstag vor einer Woche Flo und Dave, zwei Freunde von mir, durch einen eben solchen Kontakt über die Facebook Gruppe SOS Röszke, den Entschluss fassten sich einem Konvoi anzuschließen war ich froh, endlich mit meinem Transporter helfen zu können.
Aus einer extrem spontanen Idee wurde sofort Realität. Als Donnerstag Nachmittag und Abend durch spontan gesammelte, private Spenden noch einige Besorgungsfahrten erledigt wurden und wir Freitag früh in der Zieglergasse Kleidung, Lebensmittel, Zelte, Schlafsäcke ect. in unsere 2 Transporter luden, hatte keiner auch nur irgendeine Idee wie das dort wohl wirklich werden würde. Beim Treffen von der Abfahrt konnte man aber erahnen was uns erwarten würde. Aber jeder rechnete halt irgendwie damit da unten die Sachen abzuliefern, ein bisschen zu helfen wo’s geht und sich danach wieder auf den Heimweg zu machen. Im Nachhinein gesehen ein unglaublich naiver Gedanke. Nach mehreren Ein- und Umladezwischenstopps, erreichten wir Freitag zum Einbruch der Dunkelheit das Camp in Röszke. Für mich und die meisten begann mit der Zufahrt zum Camp über die schmale Straße, irgendwo ins Nirgendwo, ein neuer Abschnitt im Kopf. Sachen, die keiner von uns je gesehen oder erlebt hatte und Momente die komplett neu für uns waren, werden uns wie Realitätswatschn in ein intesives Hier und Jetzt holen. Im Viertelstundentakt. Ein Wochenende voll Momente und Emotionen, die man nie irgendjemandem Außenstehenden erklären können wird. Ich probiers trotzdem. Mitten im Feld, eine Straße, gekreuzt von Bahngleisen die in der einen Richtung nach Serbien führen. In selber Richtung, die Grenze, markiert mit diesem fürchterlichen Zaun in Sichtweite. Bei unserer Ankunft standen: ein kleines Zirkuszelt und ein paar Pavillions. Betreut durch einen ungarisch- islamischen Kulturverein, hauptsächlich Österreichern, aber auch Schweizer, Niederländer, Engländer unnd Schweden waren schon vor Ort. Fast ausschließlich Freiwillige. Aber trotzdem nicht mehr als 30 Personen für: Ein Feld voll nächtlichem Chaos. Auf der Suche nach einer Camp Leitung wurde uns gleich mal bewusst was überhaupt Sache war: Die Menschen kommen zu Fuß über die serbisch-ungarische Grenze im Camp in Röszke an und wollen oft so schnell es geht in einen der Busse um an Weg zu gewinnen. Klar, es ist nachts saukalt und die News über Grenzsituationen verändern sich stündlich, man will weiterkommen so schnell es geht. Die Schlange vor den Bussen wird von ungarischen Polizisten mit Schlagstöcken im Anschlag überwacht. Angst liegt in der Luft. In den Gesichtern Unwissenheit wohin es jetzt genau weiter geht, alles besser als in der Kälte zu schlafen. Man hört ständig Diskussionen über „registration“ „fingerprints“ oder „stamps“. Viele haben Guthaben für ihre Smartphones, wodurch sich regelmäßig versammelt wird um CNN zu schauen. Da der Andrang auf die Busse teilweise immens ist, oder die Menschen nach ewiger Hatscherei einfach komplett fertig sind, bleiben viele über Nacht im Lager. Das gestaltet sich nicht unbedingt leicht. Es ist gibt nur wenig Scheinwerferlicht, viele Menschen die noch nie ein Zelt aufgebaut haben (warum auch, wenn in deinem Land sowas nicht verbreitet ist), oder schlicht und einfach zu fertig für sowas sind. Eine richtige Campleitung gab es Freitag noch nicht, doch eine Hand voll Freiwillige, die sich selbst einen Überblick geschaffen hattn teilten diesen mit uns und alles weitere ging von alleine, weils die Situation verlangt. Einer unserer Pavillions wurde sofort des Camps neues Lager für Lebensmittel und vielem mehr. Unser Lebtag lang haben wir nicht so viele Zelte aufgebaut wie in dieser Nacht. Immer wieder fanden wir Menschen, auch Kleinkinder, schlafend in der nassen Wiese. Jeder wurde mit Zelten und Schlafsäcken versorgt. Isomatten und Decken waren leider Mangelware. Und nach einer Nacht müssen Matte wie Schlafsack weggeworfen werden, für die Wiederverwendung eines Nächsten ist die Krankheits- und Ansteckungsgefahr unter tausenden von Leuten einfach viel zu hoch. Momente über Momente… Man baut ein Zelt mit einer ca. 70jährigen Arabischen Dame auf, die mal Hochschulprofessorin war, fließend Englisch spricht und echt gern so ein nices Wurfzelt wie der Nachbar hätte, man hilft Leuten warmes Gewand für sie aufzutreiben, klebt Kinder die Schuhe mit Gaffa zusammen oder unterstützt den internen hero of the day: ein grazer Caterer (Leider Name vergessen..) mit seinem LKW, geladen mit einer Tonne Bananen, einer Tonne Äpfel, 800kg Karotten, Wasser, Paletten voll Bohneneintopf und sonstigen Goodies wie einer mobilen Gas-Suppenküche jeweiliges an die Menschen oder ins Lagerzelt zu bringen. Als in den frühen Morgenstunden etwas Ruhe einkehrte, der in der Dunkelheit irgendwie unheimliche Anblick der gefüllten Busse mit den angelaufenen Scheiben, die Menschen weiter transportieren immer seltener wurde, besprachen wir wie es mit unserer Runde weitergehen soll. Jeder hatte sich Gepäcktechnisch für einen Tag gerichtet, aber wir waren uns schnell einig: wir bleiben so lange hier wie nur irgendwie möglich. Um 4 Uhr früh ergab sich noch ein Schlafplatz in einer WG in der nächsten Stadt, Szeged. Jeder war fertig, den Kopf voller Bilder freuten sich alle auf ein bisschen Schlaf. 3,5h waren drin, dann kam ein Hilferuf aus Horgoš einem serbischen Grenzdorf zu Ungarn. Dort war ein Auto unseres Konvois auf den Punkt gestoßen wo zwei Routen zusammenkommen. Die, die aus weiß Gott wo mit Bussen ankommen und die, die kein Geld für ein teures Busticket oder Taxis haben (Busfahrer und Taxler werden zu Schleppern und verlangen immense Summen dafür, die Polizei wird natürlich geschmiert..) treffen sich an einem Bahnübergang und haben dann noch ca. 2km bis zur Grenze zu Ungarn und zum Camp in Röszke. Die Menschen aus den Bussen hatten nach stundenlanger Fahrt oder noch längerem Fußmarsch meistens weder eine Ahnung wo sie sind, noch wo es wie weitergeht. Hunger und Durst haben fast alle. Der Bahnübergang wird von einer Hand voll Polizisten überwacht, deren Aufgabe es ist die Leute schnell wieder weiter zu schicken (oder leider oft eher zu treiben.) um am Bahnübergang Platz zu schaffen bzw. einfach die Leute so schnell wie möglich aus ihrem Land zu haben. Sie waren aber so freundlich uns ein paar Minuten zu lassen um die Leute mit dem nötigsten zu versorgen bevor sie weiter müssen.
Schnell war klar, das Hauptaugenmerk liegt hier an der Verpflegung und Verteilung. Mit unserer Ankunft waren wir zu zehnt. Busse im 5-15 Minutentakt, dazu stetig Leute zu Fuß. Nach einem kurzem Trip durch die umliegenden Ortschaften war klar: mit ein paar Tankstellen und Mini Shops der Dörfer, in denen wir zu deren Unmut gewisse Waren wirklich leer kauften kommen wir nicht weit, also auf ins 26 km entfernte Subotica in den nächsten vernünftigen Supermarkt um meinen Van zu füllen. Man mag es nennen wie es will, aber der Fakt dass am Weg ein netter Autostopper stand, der zufällig in Sobotica wohnt und sich die Zeit genommen hat, uns bei unserem Megaeinkauf zu helfen, zu übersetzen und uns das agieren unserer zehn Einkaufswagerl Fuhre in einem serbischen Supermarkt wesentlich erleichterte, war einfach DIE Gabe in dem Moment. Ein paar nette Supermarktmitarbeiter waren sofort dabei und so wurde mal schnell ein hoher 5stelliger Dinar Betrag für Hauptsächlich Wasser, Bananen, Brot, Tunfisch, Babynahrung und ein paar Goodies für die Kids bei der leicht überforderten aber netten Dame an der Kasse gelassen. Voller Motivation unsere Ladung unter die Leute zu bringen und getrieben von „bitte asap wieder kommen, es gibt keinen Tropfen Wasser mehr..“- Nachrichten waren wir bei unserer Ankunft in Horgoš leicht baff. Innerhalb von einer viertel Stunde war alles weg. Noch eine Fahrt. Noch mehr gekauft. Bankomatkarte glüht. Busheck hängt, wie schon eine weile bei keiner Band mehr. Fühlte sich gut an. Die letzte Fuhre hielt dann einige Stunden. Schwere aber wichtige Stunden. Nach der Versorgung eines jeden Busses inkl. kurzer Erklärung von uns, wo sie sich gerade befinden und wie es wegtechnisch weitergeht, gab es hin und wieder kurze Verschnaufpausen in denen man aufpassen muss, dass man nicht zu sehr „runter kommt“ und an Energie verliert oder die Gedanken zu kreisen beginnen. Ein 2wöchiges Baby in einer dünnen Decke am Arm einer erschöpften Mutte, offene Knochenbrüche oder aus Dankbarkeit weinende ältere Menschen die einem um den Hals fallen oder wegen einer Flasche Wasser oder einem Glas Babybrei fürs Enkerl ein Stoßgebet an Allah für einen schicken und übersetzen lassen „may God bless all of you“ hinterlassen klarerweise Spuren in einem. Zum Teil ergaben sich zwischendurch schon automatisch kleine departments für jeden von uns. Die einen versuchen Wasser fair aufzuteilen, die anderen schauen dass der Andrang um Bananen nicht zu hitzig wird, Anna und Lisa zaubern mit Bananen, Saftpackerl oder kleinen Süßigkeiten den Kids wieder ein Lachen ins Gesicht und Jako schafft es auch schon mal, nach massig Telefonaten und dem irrsten Roaming zwischen Serbien und Syrien eine Familie wieder mit ihrem Kind zusammenzubringen, die sich am Weg verloren hatten. Die bekamen dann aus lauter Erschöpfung auch noch die Spezialerlaubnis eines netten serbischen Polizisten und durften als Einzige die Nacht am Bahnübergang, in einem Zelt am Wegesrand verbringen. Ich möchte hiermit festhalten: die geschätzt 4000-5000 Menschen die an diesem Samstag bei uns vorbeigekommen sind, waren für die Umstände AUSSCHLIEßLICH freundlich, respektvoll und extremst dankbar. Es gab keine einzige Handgreiflichkeit und dass Menschen die übermüdet, verletzt und/ oder durstig und hungrig sind laut sein und drängeln können ist wohl auch die normalste Sache der Welt und lässt sich auch irgendwie ruhig über die Bühne bringen. Zu erwähnen ist auch noch ein kleines Mädchen aus Horgoš, dass auf einmal mit ihrem Fahrrad da stand um eine Zeit lang im vier Flaschen- Rhythmus zwischen ihrem Zuhause und uns, hin und her zu radeln um uns zu helfen. Thank you, lil’ hero! Am Tag kam man ins schwitzen aber mit der einbrechenden Dunkelheit wurde es scheiss kalt. Stirnlampe sei Dank, stieß Jako im Wald nebenan zufällig auf eine Gruppe die sich dort aus Angst vor der Polizei versteckten. Ein paar letzte Sachen hatten wir Gott sei Dank noch, die Gruppe dürfte dort schon eine ganze Weile verweilt und das geschehen beobachtet haben. Als dann spät Abends alle Geschäfte schon geschlossen hatten, diesbezüglich Gott sei Dank, die Busse immer weniger wurden, ich noch meine letzen Red Bull von irgendwann unter den Sitzen und irgendwelche Keks aus dem Handschuhfach gekramt hatte, haben wir den letzten Bussen um ca Mitternacht nur mehr die Richtung weisen, motivieren und alles Gute wünschen können, was ihnen oft viel mehr gab als man denken würde. Dürfte selten sein dass sie auf ihrem Weg wie Menschen behandelt werden.
Mit schmerzenden Füßen hätten wir uns auf ein Bett in Szeged gefreut um am nächsten Morgen „mal weiter zu schauen“, doch dies blieb uns leider verwehrt. Hilferuf aus Röszken, Helfernot. Wären ja nur ein paar Kilometer über die Grenze nach Ungarn, aber wenn sich die Serben dazu entscheiden Samstag auf Sonntag von ihren geschätzten 10 Schaltern an der Grenze genau 3 zu öffnen, steht man halt dann über 2h am selben Fleck, wartet und versucht nicht zu viel über alles nachzudenken. Für die anderen in meinem Bus eine willkommene Möglichkeit etwas Schlaf zu bekommen, bevor es in Röszke weiterging. Angekommen um 5 Uhr früh erwischte mich erst mal ordentlich die Müdigkeit, irgendwann ist halt einfach Schluss. Derweil ich mich für die ca. sechsstündige Heimfahrt ausruhte, gaben die anderen nochmal alles, bis am späten Vormittag dann war entgültig Feierabend. Nach ein paar solchen Tagen spielt dann der Körper auch nicht mehr so mit und man freut sich auf die erste Dusche seit 3 Tagen und anderes Vertrautes und man sollte sich auch wiedermal persönlichem widmen. Man erwischt sich dabei wie man gerade tagelang sich selbst und alles daheim so komplett vergessen hat und sich irgendwie verändert. Ich glaube man kann sich vorstellen mit welchem Scheissgefühl man dort weg fährt: allein für den Gedanken: „mah, gfrei i mi auf a dusch und wiedermal a gscheids und vor allem warmes essen“ schämt man sich insgeheim so sehr. Aber so ist das nunmal und man muss bei dem Ganzen sehr aufpassen, sich mit seinen Gedanken nicht selber zu blockieren und unnötig einzuschränken. Wahrscheinlich schreib ich Tour Storys um einiges "besser", aber diese Rekapitulation, die nach 4+ Stunden noch immer eher grob ist, dient in erster Linie dazu erlebtes festzuhalten, aber auch Interessierten und hilfsbreiten Menschen einen kleinen Eindruck aus erster Hand zu geben was dort/ überhaupt gerade passiert. Es sind interessante Zeiten, „Europe is fucking changing, big time!“ und um all das etwas besser zu realisieren, tut es extrem gut mal Menschen die das gerade in vollstem Ausmaß erleben zu treffen. Die Zeiten wo man beim Verwandtschaftstreffen nur die Augen rollt, weil der Onkel über „d'Ausländer“ wettert sind vorbei. Bisschen liken und bisschen Demo gehen Bier trinken wird auf lange Sicht zu wenig sein. Es gibt eindeutig zu viele Vollidioten in diesem Land, gegen die angefahren werden muss (so gut’s geht noch vor den Wahlen!) und ebenfalls genug Leut, die Hilfe brauchen. Roll up your sleeves! Tuat’s wos! Für Info zum Inhalt oder wie man sinnvoll helfen kann, einfach melden!
6am in Röszke, freezy.
Müllbehältnisse: Mangelware. “Egal”, hier geht ausnahmsweise der Mensch vor.
in action
10!
*+ ein Wagerl mit Wasser im Supermarkt vergessen
Röszke, Hungary, Hell on earth.
Rostock Rockt Festival, or some spontaneous club show
Arrived in Rostock after a 15h drive from Switzerland. Sunny, warm, but windy as fuck. After we had brunch and took a walk to the sea, the promoter team cancelled the Festival through a storm warning. A lot of other festivals and open airs in the region got cancelled too. All of us immediately said, we didn't do this trip to hang around and drive back home again, let's do some club show in the city! Incredible Bomber der Herzen let their mobile phones burn and booked the MAU Club in Rostock, a sweet little venue 50m away from the sea! Itchy Poopzkid and Russkaja joined us and we moved with a shitload of gear. As the 13000 cap Rostock Rockt Festival got cancelled, the MAU was immediately packed with people so a huge party was happening! Packed the gear, loaded the trailer and straight on the bus at 3am for our long drive home. Sweet weekend, good fun! Can't wait till Friday for the next one!
We didn’t drive fucking 15 hours to do nothing, so a killer show in a boiling 500 cap venue happened!!
Giovanni and King Spoon being romantic after dinner in Rostock
How they label cases in Styria…
Rostock Cancelled Festival, moved into MAU Club, Itchy Poopzkid and Russkaja came with us- a bit of gear in the house...
Lumnezia Open Air, Switzerland
Overnight drive deep into the Swiss mountains. Woke up, looked outside and knew this day is gonna be awesome. 1400m above sea level, stunning landscape all around! Had a killer cruise through the valley with a bit with an old Peugeot 106, 5 people in it, Maurice behind the steering wheel. Until the brakes started to smoke! Played a lovely festival show in front of a beautiful scenery, packed the gear, loaded the trailer, visited the communal shower at the villages football field (official Artist shower, wow) and spent the night hangin with some Parov Stelar people who played there too and jumped on the bus early for our looong overnight drive to Rostock.
Good times!