So bedienst Du Deine Fans auf allen Social Media-Kanälen und sparst trotzdem Zeit
Wer bei facebook, Twitter und Co. viele Fans gewinnen will, muss sich hierfür Zeit nehmen. Zeit, die vor allem Ehrenamtliche oder angehende Profisportler nicht haben. Deswegen wollen wir Dir hier Anwendungen zeigen, die Dir dabei helfen, alle Kanäle zu bedienen und dennoch Zeit zu sparen.
Die Herausforderung: Entscheidend dafür, wie viele Menschen Deine Posts in sozialen Netzwerken sehen, ist die Uhrzeit. Verständlich, denn wer fokussiert arbeitet, surft nicht unbedingt auf facebook, twitter und Co. (Weiterführende Artikel zur Uhrzeit beim Posten findest Du unten.)
Den Wecker stellen, um genau bei der wichtigsten Uhrzeit einen facebook-Post zu machen ist für die arbeitende Bevölkerung unter uns auch recht schwierig. Was Viele aber nicht wissen; dafür gibt es Abhilfe. Mit diesen Anwendungen kannst Du Deine Posts zum Beispiel am Wochenende schreiben und über die Woche hinweg veröffentlichen lassen. So kannst Du nicht nur Zeit sparen, sondern hast mit weniger Zeit mehr Erfolg.
BUFFER
Kostenlos kannst Du bei Buffer drei Profile verknüpfen: facebook-Profil oder Seite, twitter-Profile, Google+-Seite (keine Profile).
Möchtest Du einen Post an alle drei Kanäle senden, musst Du diesen nur einmal machen. Du kannst aber auch einzelne Kanäle an- und ausschalten. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn etwas mehr geschrieben werden soll und Twitter als einziger Kanal auf 140 Zeichen begrenzt ist.
Google+ ausgeschaltet.
Lange Links werden bei Buffer automatisch gekürzt. Möchtest Du das nicht, kannst Du mit gedrückter Strg-Taste den Link anklicken und der Original-Link wird wieder angezeigt.
Im Analysebereich kannst Du nicht nur sehen, wie viele Menschen den Beitrag gesehen haben, sondern auch auf den Link/das Foto/ das Video geklickt haben. Noch mehr Anaylse-Möglichkeiten hast Du, wenn Du 10$ im Monat investiert im Awesome-Plan. Für die meisten wird der Free-Plan aber ausreichend sein.
Gegründet von einem Österreicher ist Buffer in den USA ansässig und damit nur auf Englisch verfügbar. Aufgrund der Einfachheit sollte dies aber nicht weiter stören.
Was noch nicht optimal ist:
Videos können nicht direkt eingefügt werden.
Es können keine Videos gepostet werden (Umweg über Youtube und dem Einfügen eines Links). Ein Nachteil, da facebook direkt hochgeladene Videos damit belohnt, dass mehr Menschen Deinen Post im Stream angezeigt bekommen.
Mobile Apps fehlen (Instagram, Snapchat):
Insbesondere Instagram wird gerade zu dem Social Media-Kanal für junge Sportler, viele der Instagrammer und Snapchat-Nutzer haben nicht einmal mehr einen facebook-Account. Da diese nur über das Mobiltelefon bedient werden können, gibt es derzeit noch keine Möglichkeit, über eine Web-Anwendung wie Buffer darauf zuzugreifen.
HOOTSUITE
Bis zu 3 Social-Media-Profile können bei Hootsuite verwaltet werden, also z.B. facebook, twitter und Google+. Du kannst damit aber auch Deinen Youtube-Kanal planen.
Wie Buffer kannst Du die Inhalte planen und Statistiken erhalten. Der große Unterschied ist das Dashboard, bei dem Du die Streams Deiner Social Media-Kanäle gleichzeitig sehen kannst. Damit wären also die Zeiten der drei bis vier offenen Tabs für facebook, Twitter und Co. vorbei.
Hootsuite ist auch auf deutsch verfügbar. Wie bei Buffer fehlen mobile Netzwerke wie Instagram und Snapchat.
LATERGRAMME, TAKE OFF (Instagram, nur für Mobilgeräte)
Da Instagram eine mobile App ist, gibt es noch kein ähnliches Tool wie Buffer oder Hootsuite hierfür. Aushilfsweise kannst Du Inhalte bereits vorbereiten und von Latergramme oder TakeOff erinnern lassen, wenn der Moment der Veröffentlichung gekommen ist. Auf den Upload-Button musst Du dann aber noch selbst klicken.
Weiterführende Artikel zu diesem Thema:
Social Media Todeszonen: Wann man auf facebook und Co. keine Inhalte posten darf
Posten in Social Media: Wann und wie oft
Der Social Media Timer: Wann soll ich am Besten posten?
"Wir können jeden Euro gebrauchen" funktioniert nicht!
"Wieso muss ich mich auf ein Budget beschränken? Und wieso bekommen wir das Geld nicht, wenn wir unser Ziel nicht erreichen? Wir als Verein können doch jeden Euro gebrauchen!"
Es stimmt, Vereine können jeden Euro gebrauchen, schließlich tun sie etwas Gutes. Das Problem: Es ist kein Argument! Denn: Geld kann ja irgendwie jeder gebrauchen.
Genau aus diesem Grund ist es schwierig für “Wir können jeden Euro gebrauchen" Geldgeber zu finden. Der Satz erscheint nach außen, als ob man sich keine Gedanken gemacht hätte, was mit dem Geld passieren soll. Anders ist es so: “Wir brauchen 500€, um uns Trikots für die Jugend kaufen zu können.”
Im ersten Schritt solltet Ihr also heraufinden, was Ihr wollt. Wieso braucht Ihr Geld? Was soll damit gekauft werden? Mit welchem ZIEL soll das Geld ausgegeben werden?
Nur wer sein Ziel kennt, kennt auch den Weg.
Im Sport geht es meist darum, bestimmte Ziele in einer bestimmten Zeit zu erreichen.
Zwei Beispiele:
So schnell wie möglich die 100m-Linie erreichen.
So viele Tore wie möglich in 90 Minuten erzielen.
Jedes Ziel hat also ein “ENDE”, an dem man zurückblicken kann und sehen kann: Ich habe mein Ziel erreicht - oder nicht. In diesen zwei Beispielen ist das ZIEL nach 100m-Linie oder eben nach 90 Minuten erreicht.
Wie Ziele richtig aussehen
Je konkreter Ziele sind, desto glaubwürdiger erscheinen sie. Hier ein paar Beispiele aus dem Alltag, die Euch zeigen werden, wie schnell konkrete Angaben ein Ziel verändern können:
Ich will abnehmen vs. ich will bis Ende Juli 4 kg abnehmen
Ich will neue Kunden gewinnen vs. ich will 10 neue Kunden bis Ende Februar gewinnen.
Wir möchten die Besten werden vs. Wir möchten in zwei Jahren Oberliga-Meister werden.
Wir möchten so viele Mitglieder wie möglich gewinnen vs. wir möchten innerhalb von zwei Jahren unsere Mitgliederzahl verdoppeln
Als in den USA Crowdfunding aufkam, entstand genau aus diesem Grunde das Alles-oder-Nichts-Prinzip.
Wer schon mal eine Bachelor-Arbeit geschrieben hat weiß wie wichtig ist es, eine Deadline für sein Ziel zu haben und welche Energien man kurz vor Ablauf der Deadline auf einmal besitzt. So ist es auch meist bei Crowdfunding-Projekten. Während der 60-Tage-Laufzeit passiert das Meiste am Anfang und eben am Ende. Ohne Ende würde also nicht viel passieren.
Zum Anderen ist klar, dass Ziele nur umgesetzt werden können, wenn die entsprechend finanziellen Mittel da sind. Entweder Du hast Geld für 12 Trikots zusammen - oder nicht. Ein Mittelding gibt es nicht. Es gibt keinen halben Trikotsatz, ein halbes Stadion oder nur die Hälfte der Mannschaft fährt zur WM. Entweder fahren alle - oder keiner. Entweder man baut ein Stadion - oder nicht. Entweder man kauft einen ganzen Trikotsatz - oder keine. Mehr geht immer, weniger nicht.
Wie Du dies für Deinen Verein/ Dich umsetzen kannst:
Im ersten Schritt ist es wichtig zu wissen, was man will und diese Ziele zu formulieren. Was möchtest Du mit dem Verein, mit der Abteilung, oder als Sportler langfristig erreichen? Und was für Schritte müssen dafür getan werden?
Ein Beispiel:
In 5 Jahren möchten wir eine Jugendbundesliga-Mannschaft stellen
Das große Ziel liegt mit 5 Jahren also langfristig in der Zukunft. Dennoch müssen Schritte bereits JETZT eingeleitet werden, z.B. das Schul-AG-Netzwerk ausgebaut werden, ggf. ein neuer, professioneller Trainer angestellt werden, neue Hallenzeiten angefordert werden, ein Teammanager gefunden werden, die Außendarstellung ausgebaut werden, regelmäßige Trainingslager stattfinden etc. Dass sich die Mitgliederzahl dadurch erhöht und die Strukturen professioneller werden sind hierbei “Nebeneffekte”, die automatisch dabei auftreten (sollten).
Willst Du eine Crowdfunding-Kampagne starten, sollte das Ziel nicht in allzu weiter Ferne liegen (z.B. Ausbau des Schul-AG-Netzwerkes), damit die Unterstützer schnell Ergebnisse sehen können. Die Vision (Jugendbundesliga-Team in 5 Jahren) kannst und solltest Du aber deutlich machen.
Denn:
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Sports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Dieser Freizeitclub feiert sich auf Instagram wie ein Profi-Team
The Stintsmitts bringen “Fake it until you make it” auf eine ganz neue Ebene und haben Social Media für Amateur-Clubs in den USA neu definiert.
Player Coach Andrew Wyatt's post-game interview following the Stinkmitts 4-2 win over the Toronto Beer Drinkers at Trinity Bellwoods Park on Thursday night. For more Stinkmitts action, be sure to follow Stinkmitts Instagram - Your home of Stinkmitts 3-pitch Softball. #stinkmitts
Ein von 🏆 The Stinkmitts 🏆 (@thestinkmitts) gepostetes Video am 30. Mai 2015 um 7:28 Uhr
UNBEDINGT NACHMACHEN!
Player Coach Andrew Wyatt addressed the media late Thursday night and acknowledged Stinkmitts shortstop Ryan Bowden's slow start to the 2015 season. Wyatt brought up the fact that while the offense hasn't been there, Bowden's glove at shortstop has been a deciding factor in the Stinks undefeated season. While batting only .167 and 1 for his last 8, Bowden leads the Stinkmitts with 26 put outs and a team low 5 errors. The journeyman infielder couldn't be reached for comment.
Ein von 🏆 The Stinkmitts 🏆 (@thestinkmitts) gepostetes Foto am 6. Jun 2015 um 20:41 Uhr
Staying undefeated, the red hot Stinkmitts take a firm grasp of 1st place in the Xtremely Friendly Softball League thanks to 3 home runs by Chris Cocca and superb pitching by Rick Smith. #cmonrick #stinkswin
Ein von 🏆 The Stinkmitts 🏆 (@thestinkmitts) gepostetes Foto am 18. Jun 2015 um 21:46 Uhr
Stinkmitts OF Biggar takes us through his clutch 7th inning at bat that resulted in a 2 run ground rule double and put the Stinks up 11 runs going into the bottom half of the last inning of the game.
Ein von 🏆 The Stinkmitts 🏆 (@thestinkmitts) gepostetes Video am 3. Jul 2015 um 17:43 Uhr
Wie Du dein Crowdfunding-Projekt bewirbst ohne zu spammen
Eine fairplaid-Kampagne läuft maximal 60 Tage. Lange Zeit, um dafür Werbung zu machen und viele Menschen auf die Projektseite zu holen. Zu lange? Nicht, wenn Du ein paar Spielregeln befolgst.
1. Beginne mit der Kommunikation schon VOR dem Start des Projektes:
Wir haben schon lange und breit darüber geschrieben, wie wichtig es ist, das enge Umfeld schon bei der Vorbereitung des Projekts mitgestalten zu lassen.
Auch wenn ihr kein berühmter Sportler seid oder schon eine riesige Community habt. Die Menschen helfen gerne! Also fragt sie nach ihrem Rat: Vom Namen des Projekts bis hin zu den Preisen für die Prämien. Wie willst Du sonst wissen, welche Prämien Deine Mitglieder, Familie, Freunde überhaupt toll finden würden und für was sie Geld ausgeben würden? Wer vielleicht ein Unternehmen hat und eine Prämie stiften könnte? Wer Kontakte zu Menschen mit einem großen Netzwerk hat?
Zeige Ihnen dafür Einblicke in das Projekt, die sonst niemand bekommt, lange bevor es für die Öffentlichkeit online geht.
Supporter-Shirt: Was soll drauf?
Countdown zum Projekt :
Ein Tipp: Plant Texte für E-Mails schon voraus und plant Countdowns und Posts, die ihr schon jetzt voraussehen könnt (z.B. Countdown zum Projekt oder “Die Hälfte der Zeit ist abgelaufen) einfach mit dem Social Media-Tool Buffer (kostenlos für einen Account). So habt ihr während der Kampagne weniger Arbeit und könnt euch darauf konzentrieren, auf den Fortgang des Projekts zu reagieren.
2. Nicht selbst kommunizieren sondern kommunizieren lassen:
In sozialen Medien gilt: Menschen kaufen wahrscheinlicher ein Produkt, wenn sie dieses nicht per Werbebanner vom Hersteller selbst vor die Nase gesetzt bekommen, sondern wenn es ein Freund/eine Freundin empfiehlt.
Und so ist es auch bei Deinem Crowdfunding-Projekt. Finde Multiplikatoren, die Deine fairplaid-Kampagne in ihrem Netzwerk verbreiten und zwar in Ihrem Namen. "Ich habe gerade das Projekt unterstützt, wer unterstützt mit mir?" "Habt ihr schon von der fairplaid-Kampagne von XY gehört? Unbedingt supporten!"
Wie Du diese dazu bekommst? Lasse Freunde und Fans sowie Multiplikatoren bei der Gestaltung des Projekts mitreden und frage Sie um Rat. Dies hat den großen Vorteil, dass Sie Teil des Projekt-Teams werden, auch für Sie wird der Projekterfolg zur Motivation!
Auch eine Möglichkeit: Veranstalte eine Launch-Party. Alle Menschen an einem Ort zu sammeln, die alle gespannt auf das Projekt sind, schafft ein Wir-Gefühl. Lade 50 motivierte Freunde ein, die sich engagieren und aktiv sind. Halte eine Rede und zeige Dein Projekt-Video. Du wirst sehen: Die Menschen, die bei Deiner Launch-Party waren werden zu Deinen ersten Unterstützern und die leidenschaftlichsten Verfechter für Dein Projekt.
Damit Du Dich in keine Unkosten stürzen musst, frage eine lokale Brauerei nach einem Getränke-Sponsoring oder biete Bier, Wein und Wasser zum Einkaufspreis an. Für gute Musik kann Spotify genutzt werden.
3. Tag a friend: Verlinkungen und das Netzwerk Deiner Freunde nutzen.
Nutze besonders auf facebook eigens gedrehte Videos, die Du direkt bei facebook hochlädst. Diese werden auf der Pinnwand Deiner Freunde häufiger angezeigt und damit öfter gesehen. Verlinke auf den Bildmaterialien nicht nur das Projekt-Team, sondern Deine "Evangelisten", die Menschen, die Dich bei der Kommunikation am meisten untersützen.
Über die Verlinkungsfunktion kannst Du auch neue Kontakte knüpfen, wie es Björn Hesse von den Berlin Adlern getan hat. Über Twitter fragte er einen Sport1-Moderator, ob diese das Projekt erwähnen könnten - mit Erfolg.
4. Lass Erfolge für Deine fairplaid-Kampagne sprechen:
Der Mensch ist ein Herdentier und folgt meistens der Masse. Er möchte dazugehören. Es muss also das Gefühl entstehen, etwas zu verpassen oder bei einer wichtigen Aktion nicht dabei gewesen zu sein. Da nicht jeder jeden Tag auf die Projektseite einen Blick wirft, ist es wichtig, Erfolge nach außen hin zu feiern, seien sie auch noch so klein:
Wir haben die 100er-Marke geknackt. 100 Menschen unterstützen unser Projekt. Ihr seid unfassbar! Danke!
Schon 5.000€ im Pott, die Hälfte ist zusammen und noch 20 Tage für "Alles oder Nichts". Jetzt nochmal alle Kräfte bündeln, wir gehen hier nur mit einem Sieg raus.
5. Verschieße nicht Dein ganze Pulver von Beginn an.
Support us! Unterstützt uns! Seid dabei! Die Aufforderung zum Unterstützen der fairplaid-Kampagne wird auf Dauer langweilig. Analog wie bei einem Newsletter sollten Deine Posts, E-Mails und Tweets etwas "Neues" enthalten.
Zwei Beispiele:
Schon 1.000€ im Pott. Tausend Dank! Weil wir uns so freuen haben wir zwei weitere Prämien für euch freigeschaltet. Hier findet ihr heraus, welche das sind: [Link einfügen]
Neue gesponsorte Prämie online: reBuy schenkt euch 10€ für Euren 5€-Beitrag.
Hier noch ein paar facebook-Accounts, die Du dir anschauen solltest:
Unterstützt Du auf fairplaid ein Projekt von einem Menschen oder einem Verein, den Du vielleicht sogar gar nicht kennst, ist Vertrauen ein wichtiger Aspekt. Schließlich willst Du, dass Dein Geld auch genau für das Projekt eingesetzt wird - und nicht anders. Nur woher das wissen?
Hier sind 7 Gründe, wieso knapp 4.000 Unterstützer fairplaid-Projekten ihr Geld anvertraut haben.
1. Der Status eines fairplaid-Projektes wird automatisch aktualisiert.
Das Sammeln von Geldern auf fairplaid.org ist für Dich als Unterstützer sogar transparenter als bei jedem Spendenkonto. Denn Du weißt genau, wie viel auf dem Projekt-Konto bereits eingezahlt wurde und wer das Projekt gefördert hat. Alleine die Unterstützerzahl und Namen, die dahinter stehen, setzen ein Vertrauenszeichen.
2. Der Projektstarter kann seine Projektseite nach der Live-Stellung nicht mehr ändern.
Die Projektseiten sind auch lange nach Projektende noch verfügbar und für den Projektstarter ab Veröffentlichung des Projektes nicht mehr änderbar. Schnell den Projekttitel oder die -beschreibung umzuschreiben und damit zu suggerieren, man hätte alles richtig kommuniziert, ist nicht möglich.
3. fairplaid schafft Öffentlichkeit für die Projekte
fairplaid spielt sich in der Öffentlichkeit ab. Wer ein Projekt auf fairplaid startet muss auch damit rechnen, dass die Presse über das Projekt und den Fortgang berichtet und die Projekte über unsere Kanäle mitverbreitet werden. Medien wie zeitonline.de, SWR, Germanwings Magazin, SKY Inside Report, Donaukurier und viele mehr haben schon über die neue Sportförderung berichtet und hierbei auch viele Projekte in ihre Recherchen mit einbezogen.
4. Die Crowd reguliert und prüft die Projekte
Du kannst über die Pinnwand und den Projektblog öffentlich Kontakt zum Projektstarter aufnehmen oder die Beiträge anderer Unterstützer einsehen. Und das Internet vergisst nicht.
Die ersten Unterstützer eines fairplaid-Projektes sind zudem meist Menschen aus dem engesten Umfeld des Projektstarters, sprich Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Mitglieder. Dieser wird durch die Förderung vieler Menschen nicht nur von einem Augenpaar, sondern von Vielen beobachtet.
5. Wir überprüfen Identität und Kontodaten der Projektstarter
Aufgrund gesetztlicher Bestimmungen des Geldwäschegesetzes, sind wir verpflichtet, Identität und Kontodaten eines jeden Projektstarters, sei es Verein, Stiftung oder Privatperson, nachzuweisen. Dieser Legitimationsprozess dauert 7 Tage, wird manuell und für jeden Fall einzeln durchgeführt. Alle Informationen dazu findet ihr im Leitfaden für Projektstarter. Niemand kann in falschem Namen ein Projekt starten.
6. Wir dokumentieren erfolgreiche Projekte auf unseren Kanälen
Wir nutzen facebook, twitter und andere soziale Kanäle, um Vereinen und Projektstartern auch nach Projektende zu folgen und Erfolgsgeschichten aktiv zu teilen.
7. Wir haken aktiv nach
Wir fragen aktiv nach Bildern- und Videomaterial, meist schon, weil wir diese zu Pressezwecken benötigen. Sollten wir keine Materialien erhalten haben, prüfen wir zudem nach.
Was hast Du als Unterstützer für Ansprüche?
Hast Du als Unterstützer eine Prämie ausgewählt, entsteht in vielen Fällen ein Kaufvertrag. Du hast also natürlich Anspruch auf Deine Prämie und kannst diese einfordern. Auch bei einer freien Unterstützung kannst Du eine Spendenbescheinigung anfordern. Bei gesponsorten Prämien von Unternehmen (z.B. Gutscheine/Tickets, türkis markiert) stehen wir als fairplaid in der Verantwortung.
Möchtest Du aus welchem Grund auch immer einen Verstoß angehen, hast Du folgende Möglichkeiten:
Verstoß melden: Auf jeder Projektseite findet sich ein "Verstoß melden"-Button. Mit Klick auf diesen Button gelangst Du auf ein Kontakt-Formular, welches Deine Nachricht direkt zu uns bringt. Wir nehmen dann Kontakt mit dem Verein auf und haken aktiv nach.
Kontakt mit unserem Support oder mir persönlich aufnehmen: Kontaktiere unseren Support über Telefon, E-Mail, Chat oder über facebook. Wir antworten in jedem Fall innerhalb von einem Tag (meist eher innerhalb weniger Stunden, im Chat sogar Minuten).
Kontakt zu dem Verein aufnehmen: Jeder Verein und jede Person muss bei uns legitimiert werden. Dies bedeutet, ein Vereinsprojekt kann nicht ohne das Wissen des Vorstandes eingestellt werden. Vereine müssen zudem ein Impressum angeben. Wenn Du Zweifel hast, kannst Du natürlich Dich beim Vorstand melden und Deine Zweifel ansprechen.
Unterstützung stornieren (bis 14 Tage nach Projektende möglich): Du kannst jederzeit während der Projektlaufzeit sowie 14 Tage nach Projektende (gesetzliches Widerrufsrecht) Deine Unterstützung stornieren.
FAZIT:
Da das Projekt mit seiner Beschreibung und Finanzierungssumme öffentlich sichtbar ist und sich laufend aktualisiert, ist das Spenden in ein fairplaid-Projekt sogar transparenter, als jedes Spendenkonto! Die Entscheidung dafür liegt aber letztendlich bei Dir.
Möchten Projektstarter Vertrauen aufbauen, um somit mehr Unterstützer zu gewinnen, sollten sie so viele Informationen wie möglich darstellen, z.B. über ein Projekt-Video, eine detaillierte Projektbeschreibung und eine transparente Berichterstattung im Nachgang zum Projekt. Als Plattform bieten wir hier alle technischen Möglichkeiten und gehen aktiv auf die Projektstarter ein.
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Was Vereine und Sportler von Startups lernen können (und sollten)
Es fehlt meist an Geld, Zeit und tiefgründigem Wissen. Für seine Arbeit wird man selten “angemessen” mit Geld entlohnt, stattdessen steht das Herz und der Glaube an das große Ganze im Vordergrund. Das kommt wohl jedem Ehrenamtlichen bekannt vor, ABER auch jedem Existenzgründer. Egal ob Verein oder Startup-Unternehmer: Beide kämpfen mit den gleichen Herausforderungen.
Gerade jetzt aber schaffen Startups, was der Vereinslandschaft noch fehlt. Sie sind gefragt wie nie, in der Wirtschaft, in der Politik, in der Gesellschaft. Die Bundesregierung legt Förderpakete für die Finanzierung von Startups auf, Großkonzerne möchten mit ihnen zusammenarbeiten und von ihnen lernen und wer im Trend sein will, arbeitet nicht jahrzehntelang für den guten alten Großkonzern ("gähn") sondern zieht im jungen Startup mit Jeans und T-Shirt die Strippen. Tischkicker inklusive.
Was also machen Startups anders, und was können Vereine von ihnen lernen?
Startups interessiert "es hat aber schon immer so funktioniert" einfach nicht
Die Wirtschaft befindet sich im digitalen Wandel und die deutschen Gerichte haben viel zu tun. Denn: "alte" Branchen versuchen sich verzweifelt gegen neue Ideen und Entwicklungen von Startup-Unternehmen zu wehren.
So wehrt sich die deutsche Hotellobby gerichtlich gegen das bereits milliardenschwere Online-Portal AirBnB, bei dem Menschen ihre Privatunterkünfte einfach per App an Reisende oder Stadtbesucher kurzzeitig vermieten können.
Auch die Taxi-Branche sieht sich in Gefahr, denn mit der ebenfalls bereits milliardenbewerteten App Uber können die Menschen einfach mit ihrem Privatwagen auf dem Weg zur Arbeit jemanden mitnehmen. Das deutsche Startup myTaxi bekommt es mit den bestehenden Taxizentralen zu tun, denn immer mehr Menschen bestellen ihr Taxi per Smartphone und eben nicht mehr per Anruf. Taxifahrer wechseln nun reihenweise zum Startup, weg von den existierenden Taxizentralen.
Daimler-Chef Zetsche muss sich immer öfter rechtfertigen ob er sich vor Apple und dem Internetunternehmen Google fürchte, welches derzeit dabei ist, selbstfahrende Autos zu produzieren. Wer hätte gedacht, dass sich das auf Suchmaschinen spezialisierte Unternehmen einmal in diesen Bereich wagt?
Beitrag aus dem manager magazin vom 29.09.2014, abrufbar hier.
Beschweren dürfen sich die Branchen eigentlich nicht, denn sie hätten selbst auf diese Ideen kommen und umsetzen können. Schließlich haben die Startups nur Märkte besetzt, die vorhanden waren, aber eben von noch keinem anderen besetzt wurde.
Die Medien fassen dies so zusammen: in Deutschland ist der Mittelstand mit der Digitalisierung im Verzug und verliert zunehmend den Anschluss. "Viele Mittelständler hadern mit der Digitalisierung oder verkennen noch ihre Bedeutung. Das könnte sich schon bald rächen", so Experten auf n-tv.de.
Dabei haben die Startups ihre Kunden nur dort gefunden, wo diese sich gerade aufhalten: im Internet.
Der Mittelpunkt von allem: Der Kunde
Auch die Sport- und Fitness-Branche ist nicht vor Veränderungen gefeit. Bestes Beispiel: die Fitness-App Freeletics. Innerhalb von nur zwei Jahren haben drei Studenten ein millionenschweres Unternehmen aufgebaut.
Wie die drei jungen Männer das vor den großen Fitness-Studio-Ketten herausgefunden haben? Sie haben sich einfach ihre potentiellen Kunden angeschaut. Erkenntnis: "Wir wollten eben ein Fitnesskonzept, das an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst ist. Viele Menschen haben nicht mehr die Zeit, zweimal die Woche zum Sportverein oder ins Fitnessstudio zu fahren. Mit dem Programm können sie mit wenig Zeitaufwand das Maximale rausholen, denn unsere Übungen sind sehr effektiv, und trainieren kann man überall. " Deswegen nutzt die App für ihre Übungen auch nur das eigene Körpergewicht und facebook-Gruppen als Motivationsgrundlage. Sie sind dort, wo auch ihre Kunden sind: in den sozialen Netzwerken, auf dem Smartphone.
Da die technologischen Entwicklungen so schnell vorangehen sind Startups eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt, mit ihren Kunden zu sprechen, denn: Klassische Startups bringen meist ein neues Produkt auf den Markt und wissen deshalb vorher nicht, ob dieses überhaupt gekauft wird. Funktioniert das Produkt nicht schnell genug kann es sein, dass das Startup ein komplett anderes Produkt, Dienstleistung und damit eine andere Einnahmequelle setzen muss. Schnell ist hierbei das Stichwort, denn: kommt nicht schnell genug Geld in die Kasse, überlebt die Firma nicht. Das Geschäftsmodell wird also andauernd hinterfragt, z.B. mit Kunden-Interviews, Meinungsumfragen oder durch das Lesen der Meinungsausrufe in den Social Media-Kanälen.
Damit besonders schnell und günstig Rückmeldung von den Kunden kommt, hat Freeletics nicht etwa als App gestartet. Statt dessen wurden Trainingspläne einfach per PDF versendet und auf einer Standard-Webseite beworben. Ein Tipp vom Gründerteam: “Seid Euch nicht zu scheu, unperfekte Produkte auf den Markt zu bringen“, schreibt Joshua Cornelius im Rückblick auf diesen Schritt. „Unsere ersten bezahlbaren Freeletics-Produkte waren PDF-Trainingspläne. Runtergeschrieben an 3 Tagen. Angeboten mit einem Standard-SaaS-Shopsystem. Wir waren alles andere als stolz darauf.“
Über eine Shopify-Seite verkauften die Gründer zu Anfang über Freeletics.com drei Trainings-PDFs (Screenshot: Archive.org)
Eine halbe Millionen Euro Umsatz haben diese PDFs ihnen immerhin alleine im ersten Jahr beschert. Da hat sich das Testen gelohnt.
Startups probieren ständig Neues aus - auch mit der Gefahr des Scheiterns
“Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Und nicht der Stärkste überlebt, sondern der, der sich am besten an seine Umwelt anpassen kann.
Aussage von Charles Darwin zur Überlebensfähigkeit einer Gattung
Dies wusste auch schon Darwin und genau aus diesem Grund erfinden sich Startups immer wieder neu, stehen neue Ideen und Entwicklungen andauernd auf dem Prüfstand. Ein bekanntes Beispiel ist Suchmaschinen-Gigant Google. Denn was so gut wie keiner weiß: "Das Unternehmen wird vor allem für seine Erfolge wahrgenommen, für seine Suchmaschine, sein Mailprogramm, seine riesigen Gewinne. Aber auch die Liste der Fehlschläge des Konzerns ist umfangreich, da seine mehr als 20.000 Mitarbeiter ständig Neues aushecken und Google Ideen im Gegensatz zu vielen anderen Firmen auch als Frühgeburten aussetzt.“ Der Titel des Artikels von zeit.de: Scheitern als Geschäftsmodell.
Der Erfolg aber gibt Google recht. Das Unternehmen hat erkannt: Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Spielend motivieren: Startups haben eine neue Unternehmenskultur der flachen Hierarchien
Wie bei Vereinen müssen eben auch Gründer die richtigen Mitstreiter von ihrer Idee und ihrem Unternehmen überzeugen, und davon, für wenig oder gar kein Geld, sehr, sehr, sehr, sehr viel zu arbeiten. Und sie schaffen es auch. Selbst in Zeiten des Mindestlohns wollen viele Menschen lieber für wenig Geld in einem Startup arbeiten, und das, obwohl die jungen Unternehmen gegen große Konzerne konkurrieren, die sich gute Mitarbeiter leisten und auch entsprechend bezahlen können.
Dabei setzen Startups genau bei der Kultur an, die sich auch für Ihr Produkt anwenden. Was wollen meine Kunden, in diesem Fall: meine Mitarbeiter? Was können wir diesen bieten, was ein großer Konzern (oder Sportclub) nicht bieten kann?
Und die Generation Y, so wird die heutige Generation genannt, will vor allem sich selbst verwirklichen, Spaß haben, mit Gleichgesinnten arbeiten: die wichtige Schraube im Glied zu sein, die Möglichkeit, Ideen zu verwirklichen, ohne dass erst 10 Managemenstufen unterschreiben, ein Team, dass während der Arbeit auch mal Tischtennis oder Tischkicker spielt, bei der auf gleicher Ebene kommuniziert wird, bei der man etwas bewegen kann. "Die neuen Chefs: Spielend regieren" tituliert das Magazin t3n.
Titelblatt der aktuellen t3n Nr.39, abgerufen auf t3n.de
Alleine schon eine Geste von zwei der großen Startups, facebook und AirBnB zeigen diese Veränderung in der Arbeitswelt. Beide sitzen im Großraumbüro mit ihren Mitarbeitern zusammen und zeigen: ich bin einer von euch. Für Machtspiele und Ellenbogenmentalität haben wir schlicht und einfach keine Zeit.
FAZIT:
Möchte man das Vereins-Mitglied und die Ehrenamtlichen der Zukunft erreichen, wird „wir machen so weiter, wie bisher, weil es schon immer so funktioniert hat“ eben nicht mehr funktionieren. Es ist nicht nur ein neues digitales Zeitalter angebrochen, sondern auch eine damit anders denkende Generation. Auch wenn Vereine seit Jahrhunderten mit den selben Einnahmen Geld verdienen (Mitgliedsbeitrag, Einnahmen über Sponsoring etc.) zeichnet sich ab, dass sie nun mit großen Änderungen zu kämpfen haben. Schafft der Verein der Zukunft noch so viel Mehrwerte, dass ihre Kunden, die Mitglieder, dafür Mitgliedsbeitrag zahlen? Ist das Vereinsmodell überhaupt noch zeitgemäß oder trainieren in Zukunft alle nur noch mit Apps (siehe Freeletics)? Zahlen die Unternehmenskunden der Vereine, die Sponsoren, in Zukunft überhaupt noch für das Logo auf dem Trikot oder auf der Bande, wenn die Werbebranche zunehmend ins Internet abwandert und nur noch nach "Klick" oder nach "Kauf" vergütet wird? Es ist Zeit, Neuland zu betreten!
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
5 große Fehler, die Du besser NICHT bei Deinem Crowdfunding-Projekt tun solltest
“Hätte ich DAS mal vorher gewusst!”
Um die Einleitung ganz kurz zu machen: Diese Reaktion will ich euch ersparen und deswegen habe ich euch hier die 5 größten Fehler, die bei einer Crowdfunding-Aktion passieren können, zusammengefasst. Die Inhalte habe ich entweder bitter selbst erfahren müssen (ich habe bisher drei Crowdfunding-Projekte selbst gestartet) oder bei unseren Projektstartern miterlebt.
Fehler 1: Vergiss Dein engstes Umfeld nicht!
Als wir unser erstes Crowdfunding-Projekt starteten wussten alle Bescheid - außer der eigene Vorstand und die eigenen Mitglieder. Wir zwei aus dem Vorstand hatten das beschlossen und vergessen, unser engstes Netzwerk einzubinden, einfach weil es so selbstverständlich für uns war, dass diese mitziehen würden.
Das Ergebnis: eigentlich hat sich keiner für das Projekt interessiert. Schließlich wussten sie nicht, wieso, weshalb, warum sie das Projekt überhaupt unterstützen sollten. Auch haben wir die emotionale Bindung unterschätzt, die innerhalb der Abteilung und der Mannschaften bestand.
Unser Fazit: Binde Dein engstes Umfeld schon in der Vorbereitung in das Projekt mit ein. Sollen wir dies tun? Wenn ja, wie? Hat jemand Ideen für Prämien? Kennt jemand jemanden, der uns bei der Bewerbung helfen kann? Je mehr emotionale Bindung die Menschen zum Projekt haben, desto mehr ziehen diese mit und werden zum weiteren “Weitersager”.
Fehler 2: Nicht einstellen, ohne einen Plan zu haben
Ein Unternehmer erzählte mir einmal von einem seiner Praktika: “Ich musste viele kleine Teilchen zusammenschweißen. Der ganze Raum war voll, mein Meister rechnete damit, dass ich eine ganze Woche lang daran sitzen würde. Ich habe daraufhin einen halben Tag gar nichts geschweißt, sondern die Zeit investiert, eine kleine Maschine zu bauen, mit der ich 10 Teilchen gleichzeitig schweißen konnte. Nach zwei Tagen war ich dann fertig.”
Viele unserer Projektstarter starten ein Crowdfunding-Projekt erstmal und überlegen sich dann, wie sie das Projekt bewerben wollen. Das Projekt ist dann aber online und öffentlich und dümpelt in den ersten Tagen so erstmal vor sich hin. Ein Fehler! Denn die ersten Tage sind essentiell in einer Crowdfunding-Kampagne. Schon nach wenigen Tagen zählt nicht nur, was ihr für ein tolles Projekt habt, sondern auch, wie viele das Projekt schon unterstützt haben. Es stellt sich der “Ach, der Herr Müller hat das Projekt auch schon unterstützt. Wenn der das macht…”
Eine Crowdfunding-Aktion dauert “nur” 60 Tage, nicht viel Zeit, um viele Unterstützer für sich zu gewinnen. Lieber investiert ihr hier in der Planung mehr Zeit und spart diese später ein.
Bei der Planung könnt ihr auch auf einige Internet-Tools zurückgreifen. Buffer z.B. lässt euch eure Social-Media-Posts planen, die dann automatisch zu den angegebenen Zeitpunkten versendet werden - ohne dass ihr auch nur einen Gedanken daran verschwenden müsst. Nutzt solche Möglichkeiten!
Fehler 3: Überschätze Dich nicht: Bleib realistisch
“Wir haben eine große Community, das klappt auf jeden Fall!” “Wir haben nächste Woche einen Beitrag im Fernsehen, alles kein Problem.” Haben wir alles schon gehört, nur um die Projekte am Ende scheitern zu sehen.
Die Überschätzung sehen wir nicht nur in der Summe, die finanziert werden soll. Wenn wir mal ehrlich sind, wird Dir wahrscheinlich kein Unterstützer 80.000€ geben, um einen Triathlon in Übersee zu machen. Sei realistisch und kalkuliere genau und transparent. Wie viel Geld benötige ich und habe ich die notwendigen Ressourcen (Zeit zur Vorbereitung und Bewerbung, Community, die schon dahinter steht, Kontakte zu Presse oder Multiplikatoren, Menschen, die mir helfen), um diese Summe zu sammeln. Wenn nein, kann ich das Projekt gegebenenfalls mit weniger wuppen (jedes Projekt kann überfinanziert werden!). Oder habe ich die Zeit, um mir eine Community noch im Vornhinein aufzubauen?
Auch bei den Prämien neigen die Projektstarter zur Überschätzung. Stelle Dir die Frage deshalb auch selbst: Würdest Du für eine Autogrammkarte eines unbekannten Sportlers 30€ ausgeben? Oder 50€ für ein T-Shirt? Wie siehts mit einer Trainingsstunde für 100€ aus? Auch nicht? Sei realistisch und frage vorsichtshalber in Deinem Bekanntenkreis: Würdest Du diesen Preis für diese Leistung bezahlen? Wofür würden die Menschen Dir realistischerweise Geld geben, auch wenn sie Dich oder Deinen Verein gar nicht kennen? Was ist so eine tolle Prämie, dass sie wirklich jeder haben will?
Fehler 4: Crowdfunding ist kein Selbstläufer
Auch wenn ich jetzt viele Leser enttäuschen muss: die Plattform, auf der man ein Projekt online stellt und das Geld dann von alleine fließt, gibt es nicht und ich wage jetzt eine Zukunftsaussicht: wird es auch niemals geben. Wenn fairplaid.org diese Plattform wäre, würde ich auch nicht mehr für Euch schreiben, sondern sicherlich an einem Strand auf den Bahamas liegen und Cocktails schlürfen.
Es gibt viele Erfolgsfaktoren beim Crowdfunding, aber der aus meiner Sicht größte Faktor ist dieser: Herz! Wenn Du mit vollem Herzen dahinter stehst und Dich voll dafür engagierst, wirst Du es schaffen! Zeige den Menschen nicht nur “WAS” du tust, sondern auch “WIESO”.
Wir helfen euch wo es geht, aber jeder ist seines Glückes selbst Schmied. Menschen für Dein Projekt zu begeistern liegt an Dir!
Fehler 5: Bettele nicht, sondern schaffe Mehrwerte
Ich weiß, ich schreibe es häufig, aber mit nur einem Ziel: es soll sich einbrennen. Crowdfunding ist GEBEN und NEHMEN. Du bietest den Menschen die Chance auf eine ganz exklusive Gegenleistung für ihre Unterstützung. Sie können Teil eines tollen und unterstützenswerten Projektes oder Vereins in ihrer Kommune sein, erinnert euch immer daran! Ihr seid etwas wert, zeigt dies.
Während der Laufzeit wirst Du Deine Nachricht häufig wiederholen müssen, denn wie auch in der Werbung handeln viele Menschen erst, wenn sie 3x von etwas gehört haben. Damit dies nicht nervig wird, finde immer wieder unterschiedliche Wege, um Deine Aktion zu verbreiten. Poste immer wieder eine andere Prämie, die du bereit stellst, ein lustiges Bild oder Video von Dir oder Deinem Team oder verlose einen Preis an alle, die Dein Projekt teilen und weiterleiten.
DESHALB SOLLTEST DU DIESE FEHLER NICHT MEHR MACHEN:
Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Eine Crowdfunding-Kampagne ist eine Chance, nicht nur Gelder zu sammeln, sondern neue Menschen zu erreichen. Richtig durchgeführt habt ihr die Gelegenheit, etwas Großes aus dieser Kampagne zu machen, neue Helfer zu finden, neue Fans zu gewinnen und schlussendlich an den Verein zu binden.
Was wir beginnen, schaffen wir! Eine professionell und vor allem erfolgreich durchgeführte Kampagne ist ein Zeichen für Mitglieder, Fans aber auch und im Besonderen für Eure Sponsoren. Ihr zeigt so, dass ihr nicht nur innovativ, modern und offen für Neues seid, sondern auch, dass ihr dies zudem erfolgreich tut. Weg vom “gib mal gefälligst Geld, wir sind ein armer Verein” hin zum Schaffen von Mehrwerten für alle Beteiligten. Potentielle Sponsoren erkennen so das Potenzial, dass hinter dem Verein steht, sei es anhand der Anzahl der Unterstützer oder weil sie durch die große Außenwirkung der Kampagne erst von Euch erfahren haben.
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
3,5 Argumente, wie Dein Vereins-Vorstand nie mehr NEIN zu Deinem Crowdfunding-Projekt sagen kann
"Der Vereins-Vorstand hat Angst, in der Öffentlichkeit als “Bittsteller” aufzutreten.” “Der Verein muss also Spenden sammeln, der hat es wohl nötig.” “Das ist zu modern, bitte stoppt das Projekt.”
Sportvereinen und ihren Funktionären eilt der Ruf voraus, sehr konservativ zu sein und bei etwas “Neuem” erstmal grundsätzlich dagegen zu sein, schließlich wurde es bisher ja immer schon so gemacht und früher war sowieso alles besser.
Wir haben euch deshalb drei Argumente zusammengefasst, wie ihr selbst skeptische Vorstände überzeugen könnt.
Zusammengefasst: Der Sponsor gibt Geld und erhält hierfür Werbe-Leistung zurück. Geben und Nehmen.
Auch beim Crowdfunding erhalten die Menschen und Unternehmen, die Geld geben, etwas zurück. Nur dass es nicht nur einen Sponsor gibt, sondern meist viele “Sponsoren”, die die Summe gemeinsam stemmen.
VORTEIL CROWDFUNDING: ES GEHT SCHNELLER UND EINFACHER
Sponsoring sieht meist so aus: Man zieht von Tür zu Tür, der Chef ist aber gerade nicht da. Ist er da führt und schlägt einem nicht gleich die Tür vor der Nase zu, führt man meist mehrere persönliche Gespräche, die Termine und viel Zeit in Anspruch nehmen. Danach verhandelt man Sponsoring-Verträge (nur dass sie bei Unterschriftsreife dann doch nicht unterzeichnet werden, weil der Chef des Unternehmens es sich doch anders überlegt hat).
Dann kommt hinzu: Wie erstelle ich eine Sponsoringmappe? Wie schreibe ich einen Sponsor richtig an? Wie komme ich überhaupt an die Person ran, die entscheidet, ob Geld ausgegeben wird? Viele Vereine scheitern schon daran, weil sie einfach nicht genug über Sponsoring wissen, den Sponsor falsch ansprechen oder z.B. keine ansprechende Mappe erstellen können, weil ihnen Grafikkenntnisse fehlen.
Crowdfunding ist hier viel einfacher und schneller. Eine Crowdfunding-Aktion ist (je nach Vorbereitungsphase!) in wenigen Tagen oder sogar Minuten gestartet. Texte hochladen, Bilder oder Videos hochladen, Prämien hochladen. Fertig. Über das Internet (E-Mail, facebook, twitter) können außerdem sehr viele Menschen kostenfrei und schnell erreicht werden, über soziale Netzwerke werden auch fremde Menschen erreicht oder erfahren von dem Projekt. Da die Beträge von 1€ an losgehen, kann einfach jeder zum Sponsor werden. Viele kleine Privat-Sponsoren und Sponsoren zu finden ist also einfacher und schneller, als einen großen Sponsor zu überzeugen, der gleich eine große Summe ausgeben soll.
GEBEN UND NEHMEN
Und was bekommen die “Sponsoren” und Unterstützer zurück? Das hängt davon ab, wie viel der besagte Sponsor gibt. Wer viel gibt, erhält viel zurück. Wer weniger gibt, erhält weniger zurück - genau wie bei Sponsoring-Paketen verschiedener Höhen. Was sie erhalten, kann jeder Crowdfunding-Starter selbst bestimmen, hier besteht vollkommene Freiheit. Ziel sollte es nur sein, dass die Gegenleistung so toll ist, dass die Menschen sie unbedingt haben wollen und dafür auch bezahlen.
In unserer Inspirationsbox findet ihr einige Beispiele, wie Prämien aussehen können.
MÖGLICHER EINWAND: Crowdfunding ist nicht nachhaltig genug
Wie im Sport üblich hat Crowdfunding ein Ziel: eine Summe, die finanziert werden soll. Deswegen ist Crowdfunding natürlicherweise für abschließende Projekte geeignet und soll und wird das klassische Sponsoring nicht in jedem Fall ersetzen. ABER: Dennoch kann Crowdfunding auch für nachhaltigere Projekte eingesetzt werden.
Ein Beispiel: Es soll Geld für einen neuen Trainer gesammelt werden. Mehr als 200 Menschen unterstützen dieses Projekt und ermöglichen die Trainerstelle für ein Jahr. Der Verein kann nun zu potentiellen Sponsoren gehen und zeigen: “Schauen Sie her: Mehr als 200 Menschen stehen hinter diesem Verein und haben für das Wachstum des Vereins bereits Geld gegeben. Wie sie sehen sind wir auf einem guten Weg und sie können nun die weiteren Jahre mit Teil dieses Wachstums sein.”
Und mit diesem Beispiel kommen wir nun schon zu Punkt 2:
Wir machen mit der Crowdfunding-Aktion gleichzeitig viel Werbung für den Verein
Eine Crowdfunding-Aktion ist gleichzeitig auch eine Werbe-Aktion. Da viele Sponsoren benötigt werden, müssen auch erstmal viele Menschen von dem Projekt erfahren.
Das Internet hat es möglich gemacht, viele Menschen schnell und kostenlos zu erreichen, selbst wenn diese nicht in nächster Umgebung leben. Ein einfacher facebook-Post, eine E-Mail, ein Twitter-Post benötigen nur wenige Sekunden und können Wellen lostreten.
So gut wie niemand kannte die Amputierten Fußball-Nationalmannschaft aus Berlin. Vom DFB und anderen Sponsoren erhielten sie Absagen zur Förderung ihres Projektes. Dann starteten sie ihre Crowdfunding-Aktion und sammelten innerhalb von 12 Tagen knapp 16.600€ von 273 Förderern für ihre WM-Reise nach Mexico. Neben der Berliner Zeitung und anderen Medien berichtete auch Sky Sport über das Projekt und den Unterstützungsaufruf.
10.000 Besucher sahen sich daraufhin das Projekt an. Auch völlig Fremde, die vorher noch nie von dem Team gehört hatten, hörten in der Presse von dem Projekt und griffen zur Kreditkarte. Die Mannschaft ist nun nicht nur bekannt, sondern hat neue Fans gewonnen. So viele Fans, dass neben den 273 Unterstützern noch zusätzlich zwei große Sponsoren auf das Team aufmerksam wurden und diese nun finanziell begleiten.
Das Crowdfunding-Projekt der Unterwasserhockey-Nationalmannschaft wurde von Radio Arabella in München eingeladen. Der Zusammenschluss von 6 Vereinen zu einem Mädchen-Regioteam und die begleitende Crowdfunding-Kampagne wurde von der Stuttgarter Nordrundschau begleitet. Die Unterstützer erhalten jetzt immer noch Neuigkeiten über das Mädchenteam.
Mehr Presseberichte über fairplaid und von Projekten findet ihr hier:
http://www.scoop.it/t/pressreview-fairplaid
Es geht nicht nur um uns, es geht um das Große Ganze: Gemeinsam Reichweite für Unternehmen der Zukunft schaffen
Was ein Verein oder ein Sportler alleine nicht schafft, schaffen viele Vereine und Sportler zusammen: Reichweite für Unternehmen.
Mit fairplaid.org bauen wir einen Marktplatz auf, eine neue Säule der Sportförderung, die jeder nutzen kann und zwar egal ob Fußball oder Fechten. Ein Marktplatz auf dem sich alle Vereine und Sportler treffen. Ein Netzwerk, bei dem Unternehmen nicht mehr nur ein Projekt sponsorn, sondern viele Vereine zusammen - ein Paket sozusagen.
Ein Beispiel: Unternehmen X wird Förderer des Deutschen Basketballs. Egal wo in Deutschland ein Basketball-Projekt auf fairplaid.org gestartet wird, gibt Unternehmen X für jede 5€ noch 5€ dazu. Dafür erhält das Unternehmen sein Logo auf der Projektseite und wird jedes Mal gesehen, wenn jemand ein Basketball-Projekt unterstützt. Die Gelder werden vom System automatisch zugeteilt. Es entsteht weder für den Sponsor noch für den Verein ein großer Aufwand.
Je mehr Projekte mitmachen, desto attraktiver ist die Plattform IM GANZEN für Unternehmen und desto größere Chancen haben wir, Sponsoren für alle Vereine zu gewinnen. Jedes Projekt zählt und trägt zu dieser neuen Form der Sportförderung bei.
3+1: Und last but not least: Wieso nicht?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Abgeschlagen auf dem letzten Platz: 3 Gründe, wieso Sportvereine kaum Fundraising betreiben und was Sportler und Vereine verbessern sollten.
Ein Gastbeitrag von Maria Ratz
Ein Blick auf die Statistiken der Fundraising-Branche zeigt: Der Sport taucht hier entweder gar nicht oder nur minimal auf den hintersten Plätzen auf.
Spendenzwecke (Quelle: GfK, 2014, S. 14)
Dabei ist der Sport mit 27 Millionen Mitgliedschaften im Sportverein und 8,75 Millionen Ehrenamtlichen die größte Bürgerbewegung in Deutschland. Man sollte eigentlich meinen, dass aufgrund der Bedeutung der Sportvereine in Deutschland ein Großteil privater Gelder in diesen Bereich investiert werden. Woran liegt es und was können Vereine verbessern?
Sportvereine halten an klassischen Finanzierungsmethoden fest - auch wenn diese gegebenenfalls nicht zukunftsträchtig sind
Aus meiner Sicht hängt es zum einen damit zusammen, dass es den meisten Sportvereinen bisher immer noch gelungen ist, sich anders zu finanzieren. Die öffentlichen Haushalte haben im Rahmen der sogenannten freiwilligen Ausgaben fast immer auch die Sportförderung bedacht. Sport ist ein wesentlicher Teil des kommunalen Zusammenlebens und wurde bisher immer stark von der öffentlichen Hand unterstützt. Hier muss sicherlich hinterfragt werden, wie lang und in welchem Umfang die Länder, Kommunen und Städte diese Unterstützungsleistungen zukünftig noch aufrecht erhalten können - denkt man beispielsweise an Schlagzeilen rund um Schuldenbremse, Verschuldung etc.
Vor allem aber nimmt Sponsoring im Sport einen beinahe omnipräsente Vormachtstellung ein. Jeder Verein will Sponsoring betreiben. Dabei können nur wirklich wenige Sportarten, Individualsportler bzw. Sportveranstaltungen wirklich sinnvoll Sponsoring betreiben. Es handelt sich dabei um jene, die sehr medienwirksam sind und somit auch eine geeignete Werbeplattform als Gegenleistung bieten können. Das trifft aber nur für einen Bruchteil der Vereine zu. Zwar versuchen auch viele kleine Vereine Sponsoring im lokalen Umfeld zu betreiben, allerdings ist dies nur durch größte Anstrengung möglich.
Statistische Auswertung kaum möglich: Fundraising ist nicht gleich Fundraising.
Eine andere Herausforderung stellt aber sicherlich auch die professionelle Erhebung und statistische Auswertung dar. Ich bin mir nicht sicher inwieweit die vielen kleinen Maßnahmen von Sportvereinen, zum Beispiel die Tombolas, Sommerfeste etc. in die Fundraising-Statistiken mit einfließen. Denn grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass Sportvereine Fundraising betreiben. Gerade für den Nachwuchsbereich werden zum Beispiel oftmals auch mit Sammelbüchse Gelder eingesammelt; teilweise gibt es da sehr kreative Ansätze. Ich denke, dass hier eine umfassende Statistik fehlt. Laut Pawlowski und Breuer (2012, S. 258) summierten sich die sportbezogenen Spendeneinnahmen in Deutschland auf 0,333 Mrd. Euro. Durchschnittlich bedeutete dies 3.666 Euro an Spenden pro Jahr pro Verein in 2008.
Das Denken in den Vereinen: der Mitgliedsbeitrag ist genug
Auch ist in vielen Vereinen noch das Denken verbreitet: unsere Mitglieder zahlen schon den Beitrag, wir können von diesen nicht noch Geld im Rahmen einer Fundraising-Kampagne verlangen. Hier muss man ein besseres Bewusstsein schaffen und auch auf die Ressourcen hinweisen, die man benötigt – egal ob dies Geld, Material oder vielleicht auch Ehrenamt ist. An dieser Stelle soll auf die Bereich Ehrenamt nur kurz eingegangen werden. Denn auch Zeitspenden können zum Fundraising hinzugezählt werden und in diesem Umfeld ist der Sport Spitzenreiter. Denn in kaum einer anderen sozialen oder gesellschaftlichen Bereich gibt es so viel ehrenamtliches Engagement wie im Sport.
FAZIT: Vereine müssen offen für neue Ansätze sein
Eine einfache Antwort auf die Frage, warum der Sport wenig Fundraising betreibt, gibt es nicht. Aufgrund der vielseitigen indirekten Möglichkeiten durch Sachsponsoring oder dem Ehrenamt kann nicht einmal wirklich gesagt werden, ob diese Aussage auch so zutrifft. Sicher ist, dass die Sportvereine noch stärker kommunizieren müssen, dass sie Fundraising betreiben, und aufzeigen sollten, wo und wie man sie unterstützen kann – dabei gilt es eben auch offen für neue Ansätze zu sein.
Verwandter Artikel dazu:
Deshalb reichen 8€ Mitgliedsbeitrag NICHT, um einen Verein zu finanzieren.
Über Maria Ratz:
Maria ist Sportbegeisterung pur und hat dies nun zum Beruf gemacht. Nach ihrem Bachelor-Studiengang in International Sports Management in Newscastle und Bad Homburg und dem Master in Sportmanagement beschäftigt sie sich in ihrem Blog fundiert mit dem Thema "Fundraising - ein Modell für den Sport?! (fundraisingimsport.blogspot.de). Dieses Thema beschäftigt sie vor allem, da die Finanzierung aus ihrer Sicht der Dreh- und Angelpunkt bei Aktionen von Vereinen ist und Sponsoring immer nur als einzige Möglichkeit in Erwähnunge gezogen wird. Sie ist selbst als Volunteer tätig und arbeitet derzeit für den Deutschen Turnerbund.
Quellen:
Pawlowski, T. & Breuer, C. (2012). Die finanzpolitische Bedeutung des Sports in Deutschland. Wiesbaden: Springer Gabler.
GfK & Deutscher Spendenrat e.V. (2014) Bilanz des Helfens 2014. Zugriff unter: http://www.spendenrat.de/index.php?pressemitteilungen_2014 (10.09.2014).
Unser Zahlungsabwickler Startnext hat aufgrund von Feedback aus ihrer Community entschieden, PayPal ab dem 16.12.2014 für neue Projekte vorübergehend nicht mehr als Bezahlmethode anzubieten. Grund dafür sind neue Richtlinien und Einschränkungen seitens PayPal, die für Crowdfunding aus ihrer Sicht nicht sinnvoll oder zu umständlich sind. Für alle laufenden Projekte in der Finanzierungsphase, die PayPal als Bezahlmethode verknüpft haben, wird die Zahlungsmöglichkeit bis zum Abschluss der Projekte noch zur Verfügung stehen. Die Begründung findet ihr im Folgenden:
PayPal ist derzeit für Crowdfunding nicht geeignet!
PayPal hat Anfang des Jahres überraschend neue Crowdfunding Richtlinien eingeführt, die für alle Crowdfunding-Plattformen weltweit verpflichtend sind. Durch die Umstellung sind neue Anforderungen und viele Fehlerfälle bei PayPal entstanden. Nach Aussagen von PayPal sind bisher schon rund 60 Fehlerfälle dokumentiert.
Hier nur ein paar Beispiele, die laut Einschätzung von unserem Zahlungsabwickler Startnext Network GmbH für Crowdfunding nicht sinnvoll sind:
Jeder Projektstarter benötigt ein PayPal-Konto, das zusätzlich zur Legitimation von Startnext nochmal separat legitimiert werden muss.
Jeder Unterstützer braucht ein PayPal-Konto – eine Gast-Zahlung ist nicht mehr möglich.
Die Gelder werden erst nach Projekterfolg gebucht, in der Zwischenzeit kann zu viel passieren: z.B. ist die Kreditkarte abgelaufen, kein Guthaben auf dem Konto, Limit des PayPal-Konto ist inzwischen erreicht, Konten wurden durch ein Prüfsystem von PayPal eingeschränkt
Limit für eine Unterstützung: 1.400€
Gesamtsummen an Unterstützung für ein Projekt: 50.000€
Wert des Dankeschöns darf max. 100€ sein
Kein Crowdinvesting möglich
Gleichzeitige Crowdfunding-Projekte pro Nutzer: 2
Maximale Anzahl Crowdfunding-Projekte pro Nutzer im Jahr: 4
Alleine mit PayPal werden aktuell 2000-3000 Fehlerfällen bearbeitet, bei denen Geldeinzüge nicht funktionierten, Projekte haben dadurch knapp 40.000€ verloren. Die Projektstarter beschweren sich massiv über Paypal – keiner kann sich mehr sicher sein, ob er überhaupt sein gefundetes Geld überhaupt bekommt.
Eine Vielzahl an Crowdfunding-Plattformen bieten aus diesen Gründen inzwischen kein PayPal mehr an. PayPal war eine zeitlang auf Crowdfunding-Plattformen die beliebteste Bezahlmethode, inzwischen ist sie fast völlig verschwunden.
Dennoch bleibt eine Vielfalt an Bezahlmethoden
Auch nach der Abschaltung von PayPal gibt es immer noch 4 Zahlungsmöglichkeiten auf der Plattform. Uns ist es wichtig, jedem Unterstützer seine favorisierte Bezahlmethode anzubieten, damit jeder Projekte einfach und sicher unterstützen kann.
Es wird gehofft, dass die Entscheidung von unserem Zahlungsabwickler Startnext ein weiterer Anstoß für PayPal ist nochmal über die Crowdfunding-Einschränkungen zu diskutieren, denn PayPal wird gerne wieder als Bezahlmethode aktivieren, wenn die Fehlerfälle gelöst sind und wir damit einen reibungsfreien Crowdfunding-Prozess anbieten können.
So überzeugt Dein Sportprojekt Unterstützer und Sponsoren
Warum sind manche Projekte erfolgreich und andere nicht? Ein Patent-Rezept für den Erfolg Deines Projektes gibt es leider nicht, denn jedes Projekt ist einzigartig. Es gibt jedoch ein paar Faktoren die den Verlauf Deines Projektes nachhaltig beeinflussen können.
Du hast dich sicherlich auch schon das ein oder andere Mal dabei erwischt. Du surfst in einem Online-Shop, guckst Dich um und kaufst am Ende doch nichts. Gründe kann es hierfür viele geben: Kann ich dem Betreiber vertrauen, werden meine Käufe pünktlich geliefert, oder sind hier alles nur leere Versprechungen? Ist mein gewünschtes Produkt dabei? Gibt es nicht einen besseren Shop? Bin ich ÜBERZEUGT?
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich bewerte dies an den verschiedensten Faktoren, z.B. ist für mich das erste Indiz schon das Design und der Aufbau des Shops, weiter dann die Texte bis hin zum Klick auf das Impressum, um zu sehen: Wer steht hinter dem Shop?
Wenn sich z.B. 100 Menschen in einem Online Shop umschauen, heißt das nicht gleich, dass alle 100 kaufen. Je nachdem, wie gut der Shop ist, kaufen z.B. 3 am Ende wirklich ein. Man nennt dies Konversionrate, weil 3 Menschen vom Umhersurfer zum Käufer konvertiert sind. 3 Menschen haben sich am Ende für den Shop entschieden.
So geht es auch den Menschen, die auf Deiner Projektseite surfen. Sie klicken auf der Projektseite umher und entscheiden dann, ob sie unterstützen - oder eben nicht. Überzeugst Du die Menschen von Deinem Projekt, hast Du bessere Chancen. Hierbei hast Du verschiedene Möglichkeiten und Schrauben, an denen Du drehen kannst, damit möglichst viele Besucher letztendlich Dein Projekt unterstützen.
Sei Du selbst und überzeuge durch Sympathie
Du hast Dein erstes Ziel erreicht und Menschen auf Deine Projektseite aufmerksam gemacht. Nun müssen sie vom Besucher Deiner Projektseite zum Unterstützer konvertiert werden.
In Stuttgart gibt es unglaublich viele Pizzerien und Restaurants. In Stuttgart West speziell gibt es das Il Pomodoro, hier würde ich mich schon fast als Stammgast bezeichnen und das, obwohl der Vapiano nur 100m weiter entfernt ist. Und wieso? Ich MAG die Inhaberin, sie ist einfach sympathisch und nett. Jedes Mal muss ich selbst mit Reservierung eine halbe Stunde warten, aber es gibt immer ein Glas Prosecco und Pizzabrot zum Warten, jede Kellnerin lächelt Dich an und die Chefin beschäftigt sich mit Dir, entschuldigt sich immer für die Unannehmlichkeiten, man kann ihr gar nicht böse sein. Ich gebe ihr gerne mein Geld, von mir aus kann sie die Preise um 30% erhöhen, ich wünsche ihr sogar, dass sie mit dieser Art Millionärin wird. Kein Wunder also, dass jedes Mal, wenn ich daran vorbeilaufe eine Riesenschlange vor dem Restaurant wartet.
Das ist Dein Ziel: Die Menschen müssen Dich mögen, Dich oder das Team sympathisch finden, sich mit Dir oder Deiner Situation identifizieren können. “Ja genau das kenne ich, genau in derselben Situation stecke ich auch.” “Oh was macht die Mannschaft für tolle Sachen, toll dass sie sich so engagieren.”
Hierfür stehen Dir auf der Projektseite zahlreiche Mittel zur Verfügung. Beispielsweise kannst Du Deine ganz persönliche Videobotschaft an Deine Unterstützer hochladen. Sich ein Video anschauen ist dann doch bequemer, als einen Text zu lesen. Wenn Du nicht die richtigen Worten findest, zeichne lieber ein Video auf, in dem Du oder das Team von der Motivation hinter dem Projekt erzählt. Was bewegt euch? Wieso macht ihr das? Was treibt euch an? Wieso benötigt ihr Unterstützung? Ein Handyvideo, nicht länger als 100 Sekunden (!), ist hierbei völlig ausreichend.
Der große Vorteil: Videos verbreiten sich z.B. in facebook besser, da nur Text im Stream Deiner Freunde nicht so häufig erscheint, als ein Video.
Schaffe Vertrauen!
Vertrauen spielt eine große Rolle, wenn Menschen Ihren Geldbeutel zücken sollen. So hatte ich ein fast schon traumatisches Erlebnis als 8-jährige, als ich einem Bettler 2€ meines Taschengeldes überließ und ihn auf dem Rückweg mit einer frischen Packung Zigaretten sah. Meine teuren 2€ wurden nicht für das ausgegeben, wofür es vorgesehen waren! Seitdem kommt es nur sehr selten vor, dass ich Bettlern Geld überlasse.
Gib den Menschen das Gefühl, dass sie euch vertrauen können. Seid ehrlich mit der finanziellen Situation des Vereins, Deines Teams, von Dir selbst. Transparenz ist insbesondere in Bezug auf die Verwendung des gesammelten Geldes sehr wichtig, wenn nicht der wichtigste Faktor in der Projektbeschreibung. Die potentiellen Unterstützer möchten ganz genau wissen wofür ihr Geld verwendet wird.
Ich benötige 20€ für das, 30€ für dies, 100€ für jenes. Ich weiß das, weil ich ein Angebot von X eingeholt habe oder die Kosten sich letztes Jahr genau im selben Rahmen beliefen.
Geh nicht betteln sondern biete Mehrwerte
Neben Deinem Projekt selbst und Deiner persönlichen Überzeugungskraft gibt es noch die Möglichkeit Deinen Unterstützern weitere Anreize zu bieten, z.B. durch eigene Prämien. Und genau hier soll sich Crowdfunding vom klassischen Spendensammeln unterscheiden: die Unterstützer erhalten für ihren Beitrag etwas zurück, was über das “Gute Gefühl” hinausgeht.
Hierbei steht eine Frage im Mittelpunkt: Für was würden meine Familie, Freunde, Fans, Mitglieder Geld ausgeben. Was ist hnen etwas wert? Von der speziellen Behandlung beim Heimspiel, VIP-Tickets oder der Kuchenflatrate kann dies ein monetärer Mehrwert sein. Die Prämien sollte es dann nur während der Laufzeit des Projektes geben, ganz exklusiv für Deine Unterstützer. Sei dabei ruhig kreativ! Denn es kann auch sein, dass es Deinen Freunden etwas wert ist, Dich “leiden” zu sehen, z.B. weil Du für jeden Euro eine Liegestütze oder Linienlauf machst oder die Icebucket-Challenge durchführst.
Bei uns stellen euch zudem Unternehmen Prämien zur Verfügung. So kann jeder Unterstützer seine 5€-Unterstützung z.B. gegen ein gratis Probierpaket im Wert von 10€ von mymuesli eintauschen. Details dazu findest du in diesem Artikel von uns: http://goo.gl/USiZB1
Nutze diese exklusiven Prämien und Gutscheine als Werbemittel, denn diese gibt es NUR über die Unterstützung Deines Projektes!
Gib den Menschen einen Sinn
Egal ob Dein Projekt eher sozial oder eher professionell aufgestellt ist, sollte es immer hervorheben, was Deine Unterstützer eigentlich für einen großen Nutzen haben, wenn das Projekt umgesetzt wird.
Ein Beispiel: Es ist ein ganz normaler Tag. Nur für den Fall möchtest Du Kopfschmerztabletten einkaufen. 8,95€ für Aspirin? Viel zu teuer, Du lässt den Kauf bleiben. Stell Dir nun vor, Du hast tierische Kopfschmerzen, schon seit Stunden. Du kannst Dich auf gar nichts mehr konzentrieren, als auf das Pochen in Deinem Kopf. Du stehst nun vor dem selben Regal mit derselben Packung, wie viele Sekunden weitere Kopfschmerzen würdest Du an den Preis verschenken? Wahrscheinlich keine Einzige.
Haben die Menschen einen Schmerz, sind sie bereit alles dafür zu geben, um diesen zu lindern. Jetzt muss ein Schmerz nicht immer ein Schmerz sein. Es kann die Motivation, der Wille, Ruhm, Neid, Anerkennung sein, für den Menschen alles geben, welcher ihnen jeden Preis wert ist. Dass ihre Kinder richtig trainieren und groß rauskommen. Dass der Erzfeind überwunden werden kann. Dass andere Mannschaften neidisch auf die gute Ausrüstung der eigenen Mannschaft blicken.Zeige den Menschen auf, wieso es wichtig ist, dass das Projekt realisiert wird und zwar indem Du Salz in die Wunden der Menschen streust. “Mein Projekt dient nicht nur mir, sondern ist auch für DICH. Stell Dir vor…”
Biete von Beginn an ein volles Café
Vertrauen erhalten die Menschen nicht nur, weil das Projekt toll aussieht, mit großartigem Video, super Texten und einem Projekt, bei dem einem das Herz aufgeht. Menschen vertrauen auch auf Produkte und Dienstleistungen, die schon andere gekauft haben oder nutzen. So setzt auch Du Dich wahrscheinlich eher in ein volles Café, als in eines, in der jeder Platz leer ist.
Was bei Amazon die Anzahl der Bewertungen ist, ist beim Crowdfunding hierbei die Anzahl der Unterstützer. Wir empfehlen deshalb immer: bereite das Crowdfunding-Projekt im Vornhinein so gut vor, dass schon am ersten Tag viele Unterstützungen eingehen. Setze hierbei zu Beginn vor allem auf Tante, Onkel, Schwester, Bruder, Mama, Papa, beste Freund/in, das ganze Team oder Vereinsmitglieder. Diese setzen ein Vertrauenszeichen für Bekannte, Arbeitskollegen und auch Fremde.
Hier lernst Du, wie Du genau diese erste Welle vorbereiten kannst http://goo.gl/YU2cQt
Und das Wichtigste zum Schluss:
Zeig Dein Engagement
Ein Crowdfunding-Projekt läuft leider nicht von alleine, deshalb solltest Du Dich bewusst auf Dein Projekt einlassen. Bereite die Inhalte für Dein Projekt im Vorfeld gut vor und plane genügend Zeit für die Bewerbung Deines Projektes vor und während der Laufzeit ein. Dein Engagement ist hier gefragt! Diese Vorbereitung zahlt sich am Ende im wahrsten Sinne des Wortes aus. Denn umso schneller Dein Projekt bekannt wird, umso eher erreichst Du potentielle Unterstützer, desto eher vermarktet sich Dein Projekt und der Stein kommt ins Rollen.
Noch besser ist es aber, wenn Du Dich nicht alleine engagierst. Beziehe bereits in der Vorbereitung mehrere Menschen in das Projekt ein und gründe ein “Orga-Team”. So fühlst nicht nur Du Dich für den Erfolg des Projektes verantwortlich, sondern auch andere.
Also ran an die Schrauben und sammle erfolgreich Gelder für Dein Projekt!
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Crowdfunding-Projekt geplant, aber eigentlich kein großes Netzwerk? So gewinnst Du dennoch viele Unterstützer für Dein Projekt.
Als wir in einem unserer Interviews Sven Knipphals zum Thema Crowdfunding befragten, schrieb dieser zu den möglichen Nachteilen: “Einmal steht und fällt das Projekt mit der Aufmerksamkeit die für das jeweilige Projekt generiert werden kann. Die “Randsportarten” haben leider eh ein Aufmerksamkeitsproblem, da beißt sich der Fuchs in den Schwanz.”
Tatsächlich ist eine große Fangemeinschaft ein großer Vorteil, der zum Erfolg einer Crowdfunding-Kampagne verhelfen kann. Eine große Fangemeinschaft ist aber nicht nur für eine Crowdfunding-Kampagne wichtig. Die Fans kommen in die Halle, um die Mannschaft vor Ort zu unterstützen, die Fans zahlen Eintritt beim Spiel und finanzieren damit den Spielbetrieb mit. Je mehr Fans, desto bessere Chancen bei der Sponsorensuche.
Wie also ist es möglich, Crowdfunding genau dazu zu nutzen, eine Fangemeinschaft für eine Mannschaft aufzubauen? Was, wenn Du zwar viele Menschen kennst - nur hattest du zu den besagten Personen schon ewig keinen Kontakt mehr? Wie gar völlig fremde Menschen vom Vereins-Projekt begeistern?
Wichtig ist hierbei nicht nur, WIE Du Deine potentiellen Unterstützer kontaktierst, sondern auch WANN. Eins sei vorweggenommen: mit dem Start des Crowdfunding-Projektes ist es bereits zu spät. Wieso? Kontaktierst Du schon fast vergessene Freunde erst mit dem Projekt, stehen sie vor vollendeten Tatsachen. Sie sind nicht Teil des Projektes, haben nicht an diesem mitgearbeitet und können sich nicht damit identifizieren. Zudem zählt nach nur wenigen Tagen nicht nur, was Du für ein tolles Projekt hast und was es bewirkt, sondern auch, wie viele Menschen Dir schon ihr Vertrauen geschenkt und es unterstützt haben. Je eher also viele Menschen unterstützen, desto eher kommt ein Stein ins Rollen. Bei 60 Tagen maximaler Projektlaufzeit ist dies essentiell.
Deine Herausforderung: Du möchtest Geld von den Menschen. Nimm Dir also um die vier Wochen Zeit, um Deine Kommunikation zu planen und das Netzwerk von Dir bzw. des Vereins in die Projektentstehung mit einzubeziehen. So lässt Du Dein Netzwerk für Dich arbeiten.
Schritt 1: Stelle zwei Netzwerk-Listen zusammen (4 Wochen vor dem Start)
Mindestens vier Wochen bevor die Crowdfunding Kampagne online geht solltest Du (und im besten Falle Deine Teammitglieder) zwei Listen zusammenstellen.
DIREKTES EIGENES NETZWERK
Die Liste “eigenes Netzwerk” enthält alle Personen aus Deinem Bekanntenkreis. Gehe hierzu z.B. deine Freundeslisten bei facebook, twitter oder Xing durch und schreibe diese in eine Liste. Sie kann so aussehen:
Familie + enge Freunde (unterstützen sofort)
Bekannte, Arbeitskollegen, entfernte Bekannte/Verwandte (unterstützen nach mehrmaligen Erinnern bzw. nach Incentive durch einen Gutschein)
eigene Teammitglieder, eigene Abteilung (nicht vergessen!)
andere Abteilungen des Vereins (Abteilungsleiter, Trainer)
MULTIPLIKATOREN/PROJEKTPATEN
Die Liste “Multiplikatoren” enthält Personen, die aus Deiner Sicht als Meinungsbilder oder auch “Beeinflusser” gelten, die ein goßes Netzwerk ansprechen z.B. in Deiner Sportart oder Deinem lokalen Umfeld und als Fürsprecher für Dein Projekt auftreten können.
Wichtige Kriterien bei Wahl und Ansprache der Multiplikatoren:
Deine Multiplikatoren habe die gleiche Zielgruppe, z.B. Sportart oder (Wohn-)Ort.
Der Multiplikator hat etwas von seinem Engagement, z.B. wird er als Projektpate im Projekt oder im Zeitungsbericht genannt.
Beispiele können sein: berühmte Persönlichkeiten des Sports, Bürgermeister, Vorstände von Unternehmen, Local Heros (lokale Persönlichkeiten), Social Media Kanäle (facebook-Seiten), Blogs, Online-Medien, Presse
Schritt zwei: Beziehe Dein Netzwerk in die Projektentstehung ein
Die Netzwerkliste zu haben ist die eine Sache, das Netzwerk nun richtig anzusprechen die andere. Was möchtest Du erreichen? Natürlich möchtest Du, dass Dein Netzwerk das Projekt unterstützt und es weiterträgt. Letztendlich möchtest Du aber auch, dass diese von Dir und Deinem Team schon einmal gehört haben und langfristig gesehen als Fans in die Halle kommen.
DIREKTES EIGENES NETZWERK
Als Damenbasketballerin weiß ich, dass Menschen realistischerweise nicht zu uns in die Halle kommen, um sich ein Oberliga-Damenbasketballspiel anzusehen. Sie kommen, weil sie uns kennen und mögen, uns gerne unterstützen. Sie haben eine emotionale Bindung zu den Spielerinnen (oder zumindest zu einer Spielerin vom Team).
Eine emotionale Bindung zu Deinem Crowdfunding-Projekt aufzubauen ist nun die große Herausforderung. Eine Maßnahme kann sein, das Netzwerk schon bei der Erstellung des Projektes einzubeziehen und diese Teil des Projektes werden zu lassen. So teilen sie später kein fremdes Projekt, sondern ihr “eigenes”.
Hier ein E-Mail-Vorschlag:
Hallo XY,
ich weiß, dass ich Dich gerade aus dem Nichts überfalle. Wie Du vielleicht noch weißt, spiele ich Basketball hier in Stuttgart. Wir möchten etwas ganz Neues ausprobieren und unser erstes Crowdfunding-Projekt starten.
Damit diese so erfolgreich wie möglich verläuft wollte ich Dich fragen, ob Du mir bei der Erstellung kurz aushelfen könntest, indem Du mir Dein Feedback zum Projekt gibst? Was hältst Du davon? Was würdest Du z.B. bei der Beschreibung ändern? Welche Prämien für Unterstützer würdest Du mir empfehlen? Was wäre eine Prämie, die Du erwerben würdest?
Ich würde Dir gerne dazu ein paar Screens zuschicken und natürlich die Infos, um welches Projekt es sich handelt… Was meinst Du? Hast Du Lust mir hierbei helfen?
Viele Grüße,
XY
Ich habe absichtlich die Screens nicht gleich beigefügt, um der Person die Gelegenheit zu geben, aktiv sich dafür zu entscheiden.
MULTIPLIKATOREN/PROJEKTPATEN
Multiplikatoren und Projektpaten kommen nicht nur als Unterstützer in Frage, sie haben ein großes Netzwerk, ggf. Kontakte zu potentiellen Sponsoren, schaffen mit ihrem Gesicht Vertrauen zum Projekt und erklären sich vielleicht sogar bereit, eine Prämie zu stellen (z.B. ein Treffen, ein Blick hinter die Kulissen). Denke hier auch daran, es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der als Türöffner dienen kann. Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht, auch in sozialen Netzwerken nach Kontakten oder Hilfe zu fragen.
Die Herausforderung: diese Personen haben meist wenig Zeit und erhalten derartige Anfragen sehr häufig. Die erste Frage, die sich jeder stellen wird: Was habe ich davon?
Folgende Mehrwerte können das sein:
Anerkennung, positives Image
Beteiligung am Projekt
Darstellung in der Presse, Aufhänger, um wieder in der Öffentlichkeit zu erscheinen
Hier ein E-Mail-Vorschlag mit dem Ziel eines Telefonats oder persönlichen Treffens:
Guten Tag Herr/Frau XY,
mein Name ist ..., ich bin Abteilungsleiter/in bei ... Um mit unseren Kindern richtig trainieren zu können ist unser Ziel, endlich einen neuen Bolzplatz in unserem Dorf zu errichten. Sie können sich vorstellen, dass das wir als ehrenamtlich geführter Verein die finanziellen Mittel hierfür leider nicht stemmen können. Deshalb möchten wir etwas ganz Neues machen und unser erstes Crowdfunding-Projekt starten.
Hierfür suchen wir einen Projektpaten, der uns hierbei unterstützt, z.B. durch das Weiterleiten an interessierte Unterstützer oder als Fürsprecher für dieses Jugendprojekt.
Im Gegenzug können wir anbieten:
Darstellung auf der Projektseite
Darstellung und Erwähnung in den dafür verbreiteten Pressemitteilungen
exklusive VIP-Einladung zur Eröffnung des Platzes
Eingravierung des Namens "Unterstützt durch..."
Gerne würde ich Ihnen bei einem kurzen Treffen/Telefonat mehr von uns und unserem Projekt erzählen. Vielleicht haben Sie selbst Interesse oder kennen jemanden, der uns hierbei unterstützen könnte? Würde Ihnen z.B. direkt Montag, der 16.10.2014 passen?
Herzliche Grüße,
XY
Schritt drei: Rückmeldungen einarbeiten
Du hast es geschafft, von vielen Menschen aus Deinen Netzwerklisten hast Du eine Rückmeldung erhalten. Sammle die E-Mail-Adressen in einem Verteiler. Achte nun besonders gut darauf, diese auch wertzuschätzen, schließlich haben sich die Menschen Zeit genommen, um sich in Dein Projekt einzudenken.
Hallo XY,
vielen, vielen Dank für Deine Rückmeldung. Sie hat uns sehr geholfen, das Projekt besser aufzubauen.
Wir haben diese direkt eingebaut und zwar unter dem Punkt Z, du wirst diese also finden, sobald wir online sind.
Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich Dir Bescheid geben, sobald es losgeht?
Viele Grüße,
XY
Schritt vier: Countdown
Aufgrund der Vorarbeit und Beschreibung des Projektvorhabens, sind nun alle gespannt wann es endlich losgeht. Damit Dein Netzwerk auch weiterhin das Gefühl hat, bei der Sache ganz vorne mit dabei zu sein, sende Ihnen einen kurzen Hinweis vor dem Start ("In 2 Tagen geht es los!") und nenne diese z.B. im Projektblog oder in einem facebook-Post.
Vielen Dank an X, Y und Z ohne die dieses Projekt nicht zu einer so tollen Crowdfunding-Kampagne geworden wäre.
Schritt fünf: Start des Projektes
Wir empfehlen in der ersten Welle immer erst Dein enges Netzwerk anzugehen, welche Dein Projekt auf jeden Fall sofort unterstützen und mit denen Du schon im Vornhinein Kontakt hattest. So setzen diese bereits ein Vertrauenszeichen an Bekannte, Arbeitskollegen oder sogar völlig Fremde, welche später auf das Projekt aufmerksam werden und sehen, wie viele Menschen das Projekt schon gefördert haben.
Und kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Du nicht selbst in Dein Projekt investierst, wieso sollten es dann Fremde tun? Sei Dein erster Unterstützer!
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Liebe Eltern und Vereinsmitglieder: Deshalb reichen 8€ Mitgliedsbeitrag NICHT, um einen Verein zu finanzieren
Beim Crowdfunding geht es vor allem darum, dass eigene Netzwerk als Unterstützer zu gewinnen. Beim Verein sind das die Eltern und die eigenen Vereinsmitglieder. Die Herausforderung: “Wir zahlen doch schon Mitgliedsbeitrag, wieso sollen wir jetzt noch einmal extra Geld hinlegen?” Ein Satz, den wohl jeder Ehrenamtlicher schon einmal gehört hat. Zu hören auch bei folgenden Situationen: Wieso soll ich jetzt noch mein Kind zum Spiel fahren, Kuchen backen, beim Vereinsfest helfen, in der Abteilung mithelfen, mich als Trainer oder Schiedsrichter engagieren?
Die bittere Wahrheit: Grundsätzlich gibt es eine Minderheit im Verein. Diese engagiert sich ehrenamtlich, hilft mit, gibt Zeit oder/und Geld. Und dann gibt es noch die anderen, die Mehrheit, die trainieren und spielen. Das Ganze in Zahlen: 8,75 Millionen Ehrenamtliche und Helfer geben, 28,7 Millionen Vereinsmitglieder nehmen.
Deshalb möchten wir ein wenig Aufklärungsarbeit leisten. Liebe Eltern, Spieler, liebe Gesellschaft: Deshalb reichen 8€ Mitgliedsbeitrag im Monat nicht aus, um einen Verein, eine Mannschaft zu finanzieren.
Aller Anfang ist hierbei die Gemeinnützigkeit. Laut Gemeinnützigkeit soll der Mitgliedsbeitrag im Verein “sozial verträglich” sein. Jeder soll es sich leisten können, Sport im Verein zu treiben, auch wer am Existenzminimum lebt und es sich eigentlich nicht leisten kann.
Als ich den damaligen Vorstand des Stuttgarter Eishockey-Clubs für meine Bachelorarbeit zum Thema Crowdfunding interviewte antwortete er mir zur Notwendigkeit alternativer Finanzierungsmittel, dass diese deshalb relevant seien, “weil diese die Diskrepanz aus den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und den Kosten des Nachwuchses decken.” Wäre der Mitgliedsbeitrag nicht sozial verträglich gestaltet, müsste sich dieser auf 60€, eher mehr, belaufen - im Monat. Andere Finanzierungssäulen wie Sponsoring, Staatliche Zuschüsse, Ticketeinnahmen oder eben Crowdfunding müssen die entstehende Differenz ausgleichen. Fällt der Verein bei Sponsoren durchs Raster und kürzt die Kommune die Zuschüsse bleibt als Finanzierungsmittel fast keine andere Möglichkeit als eben das Geld von Mitgliedern, Freunden, Familien, Fans und Unterstützern einzusammeln.
Auch ich erhielt während meiner Abteilungsleiter-Zeit immer wieder obige Aussage, insbesondere eine E-Mail einer Mutter hatte mich getroffen. In dieser hatte sie sich über unsere Trainer beschwert (zu Recht) und dann noch folgenden Satz hintergeschoben: “Und Trikots sollten eigentlich in einem Verein wie dem MTV, wo alle Mitglieder Mitglieds-Beiträge plus Extra-Beiträge für die diversen Abteilungen bezahlen, eine Selbstverständlichkeit sein.” Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ihre Mitarbeit bei unserer Crowdfunding-Aktion für neue Trikots sich auf das Nötigste belief.
Um für derartige Kommentare gewappnet zu sein, habe ich euch hier meine Antwort hineinkopiert, gerne zum Übernehmen.
Auf das Thema Beiträge und Extra-Beiträge (die im Übrigen für die Basketball Abteilung nicht anfallen) möchte ich gerne anhand von Zahlen eingehen.
8€ Mitgliedsbeitrag im Monat reichen gerade mal, um einen C-Lizenz Trainer für diesen Monat zu bezahlen (Hinweis: C-Lizenz ist fast der niedrigste Trainerschein) und zwar auch nur, wenn bei 2 Trainingseinheiten in der Woche die Mannschaft mindestens 16 Spieler umfasst. Damit erhält ein Trainer 16€ pro Trainingseinheit OHNE Spieltage. Dies bedeutet, dass die Jungs an Wochenenden und zusätzlich für die ganze Organisation drumherum nicht bezahlt werden und diese Aufgaben in ihrer Freizeit übernehmen.
Von 8€ Mitgliedsbeitrag sind dann noch nicht bezahlt:
Trikots (die v.a. in der Jugend auf ominöse Weise immer wieder verschwinden)
Bälle (die v.a. in der Jugend in fremden Hallen auf ominöse Weise immer wieder verschwinden und deswegen regelmäßig neu gekauft werden müssen)
Miete für Busse (leider sind immer weniger Eltern bereit, ihre Kinder zu Auswärtsspielen zu fahren)
Miete Trainings- und Spielhallen
mobile Spielanzeigen (2 Stück á 800€ pro Anzeige)
Spielberichtsbögen, Vierfarbige Stifte
Strafen
Spielverlegungsgebühren ( 35€ pro Spielverlegung, normalerweise bis zu 20 Spielverlegungen in der Saison = 700 €)
Spielermeldegebühren (8€ pro Jugendspieler bei über 120 jugendl. Mitgliedern = 960€, 14€ bei Seniorenspielern), zzgl. Verbandsumlagen, Schiedsrichterumlagen, Mannschaftsgebühren (ca. 1.000€)
neue Linien in der Halle oder neue Bälle, weil der Verband auf die Idee kommt, die Dreierlinie weiter nach hinten zu legen oder Damenbälle kleiner zu machen
Rücklagen, die wir bilden, um zukünftig ein JBBL oder NBBL-Team tragen zu können (eine Saison kostet hier i.d.R. bis zu 30.000€)
theoretisch anfallende Personalkosten, die durch das Ehrenamt gedeckt werden (der 10-köpfigeVorstand arbeitet im Monat bis zu 20h ehrenamtlich in seiner Freizeit, über Mithilfe von Elternseite freuen wir uns immer :))
Auch wenn wir diesen Zustand gerne hätten, mit ehrenamtlicher Arbeit können wir für den Preis keine Fullservice Kinderbetreuung anbieten, ohne dass alle mitanpacken, Eltern wie die Spieler selbst, der Vorstand, der Verein, die Kommune. Wir arbeiten ausnahmslos alle im Vollzeitjob, der MTV passiert nachts und am Wochenende.
Aufgrund unseres schnellen Wachstums freue ich mich deshalb umso mehr, wenn Eltern wie Sie den Trainern Organisationsarbeit abnehmen, weil sie Autos und Fahrer für Auswärtsfahrten zur Verfügung stellen, einen Kuchen backen für unseren Verkauf bei den Heimspielen oder ihre Kinder dazu motivieren, sich als Trainer oder Schiedsrichter zu engagieren. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch andere Eltern dazu motivieren könnten, sich hier zu engagieren und uns bei unserer Arbeit zu unterstützen.
Mit besagter Mutter hatte ich daraufhin ein sehr konstruktives Gespräch, ihr war einfach nicht bewusst, was eigentlich für Kosten bei einem Verein alles anfallen und was für eine Arbeit wir als ehrenamtlicher Vorstand leisten und zwar für Kinder, die nicht unsere eigenen sind.
Was für Vorurteile habt ihr während eurer Zeit als Trainer/Abteilungsleiter oder Helfer im Verein schon gehört?
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Für dieses Damen-Basketballteam hatte der FC Bayern München kein Budget übrig.
Ein Kommentar von Marthe-Victoria Lorenz:
Der FC Bayern München steht in Deutschland und weltweit wie kein anderer Club für sportlichen Erfolg.
Auch die Basketballdamen von Bayern München sind erfolgreich. Letzte Saison wurden sie Meister in der Regional Südost und zudem Sieger des Bayernpokals. Dem Aufstieg in die 2.Bundesliga hätte so nichts mehr im Weg gestanden. Hätte, denn: "Da der Fokus beim FC Bayern aber auf dem erfolgreichen Erstliga-Herren-Team liegt, konnte der Aufstieg dort nicht realisiert werden."
Die ehemalige Damenbasketball-Mannschaft des FC Bayern München.
Kostenfaktor der Damen: wahrscheinlich um die 30.000€. Zum Vergleich: Das Budget des Herren-Bundesliga-Teams liegt bei 12 Millionen Euro.
Diese Mädchen aber benötigen Vorbilder, Frauen, die sportlich erfolgreich sind. Frauen, die von der Gesellschaft für ihre Leistung wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Genau hierfür ist es wichtig, dass auch Frauen ganz oben mitspielen (dürfen) und wir sie auch dort zeigen.
Ende gut, alles gut.
Die Damenmannschaft von Bayern München ist übrigens komplett und inklusive Trainer zu einem Breitensportverein gewechselt, der mit ihnen trotz der fast aussichtslosen Lage gemeinsam den Aufstieg realisiert hat. Mitgliederzahl des BC Hellenen: 200. “Basketball ist für die Hellenen mehr als nur ein Sport – Basketball heißt Teamfähigkeit, Toleranz, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein lernen, leben und weitergeben.”
Wer mehr erfahren will: Hier ist ein Interview des Trainers (ab Minute 14):
muenchen.tv
Es besteht übrigens noch Hoffnung. 2005 noch wurde der Aufstieg der Basketball-Herrenmannschaft aufgrund mangelnden Rückhalts im Hauptverein nicht realisiert. Grund damals: Der Fokus liegt auf der erfolgreichen Fußball-Herrenmannschaft.
Marthe-Victoria Lorenz ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Basketball-Abteilung des MTV Stuttgart 1843 e.V.
Wie kann ich die Unternehmensgutscheine auf fairplaid am Besten für mein Crowdfunding-Projekt nutzen?
Wieso gibt es eigentlich Gutscheine bei fairplaid und was bringen mir diese als Projektstarter?
(1) Warum?
Crowdfunding funktioniert nach dem Prinzip: “Geben und Nehmen”. Der Unterstützer gibt einem Projekt Geld und erhält im Normalfall etwas vom realisierten Projekt zurück. Ein Beispiel: Mit den Crowdfunding-Geldern soll die Produktion eines Filmes finanziert werden. Ein Unterstützer erhält - je nach Höhe des Beitrages - z.B. den Film noch eine Woche vor allen anderen als DVD zugeschickt, den Namen im Abspann, die Hauptfigur trägt den Namen des Unterstützers, es winkt eine Statistenrolle im Film oder Ähnliches.
Was aber geben, wenn man ein Kreisligaverein ist und Benzingeld sammeln möchte, um mit der Jugendmannschaft ins Trainigslager fahren zu können? Oder wenn man als völlig unbekannte Sportart zur WM fahren möchte? Natürlich kann man ein Meet&Greet mit dem Starspieler anbieten oder eine Autogrammkarte - aber was wenn es keine Starspieler gibt und Tickets eigentlich nichts kosten?
Irgendwann kam die Idee: Wieso eigentlich nicht Unternehmen einbinden, die diese Prämien sponsoren? z.B. mit ihren Produkten, Gutscheinen oder auch unvergesslichen Momenten? So kam es zu dem Bonus-System, welches ihr auf eurer Projektseite findet.
(2) Was bringt mir das?
(3) Wie mach ich das am besten mit den Gutscheinen?
Wir senden Dir bei jedem neuen Gutscheinpartner Bilder und Texte zu, die Du verwenden kannst.
Du hast unsere E-Mail verpasst? Dann schau einfach in unser Blog auf blog.fairplaid.org unter der Rubrik Gutscheine oder auf unserer facebook Seite. Hier posten wir immer die aktuellsten Gutscheinpartner und liefern Dir Vorlagen.
Dann heißt es teilen, teilen, teilen. Du kennst Freunde, die auf einen Gutschein besonders gut reagieren würden? Dann schreibe diese auch direkt an.
Du hilfst damit natürlich nicht nur Dir, sondern auch uns. Da wir für Deinen Service kein Geld verlangen, können wir mit den Einnahmen die Plattform für DIch und andere Vereine am Laufen halten und im besten Falle weiterentwickeln. So möchten wir gerne noch mehr Features und Zahlungsmethoden einbauen, nachhaltiges Crowdfunding mit Abomodellen ermöglichen und natürlich fehlt uns auch noch eine App.
(4) Kann ich mein Projekt nicht auch ohne die Gutscheine machen?
Natürlich steht es Dir frei zu entscheiden, wie und wann Du auf Dein Projekt aufmerksam machst. fairplaid bietet die technische Infrastruktur UND eben die Gutscheine, um weitere Unterstützer für Dein Projekt zu mobilisieren.
Erfolgsgeschichte: So sind wir mit Crowdfunding zur Pole Dance WM nach London gefahren
Was fand diesen Sommer für eine WM in London statt? Die World Pole Sports Championships 2014 - und das deutsche Team Nikola Apel & Diana Hoffman sind dabei gewesen. Gero hatte für die Unterstützung des deutschen Doubles ein Crowdfunding Projekt gestartert und erfolgreich über 2.000€ gesammelt.
Bild von Sarah Vogel Photography, London 2014
Wie haben Gero gefragt, was er alles gemacht hat, um sein Projekt zu bewerben:
Wir haben sämtliche Freunde per Email angeschrieben und in persönlichen Gesprächen geworben. Zudem Facebook genutzt indem wir das Projekt an die Chronik von Freunden gepostet haben. Zusätzlich haben wir an Flixbus-Haltestellen Flyer verteilt, auf denen wir einen QR-Code zum Projekt gedruckt hatten. Außerdem habe ich die lokale Presse informiert, die sich leider kaum für das Event interessierte.
Und für was werden die gesammelten Gelder genutzt?
Sobald das Geld bei uns eingegangen ist, werden damit alle Ausgaben der Athletinnen, die in Zusammenhang mit der WM stehen, finanziert. Also Transport, Übernachtung und Verpflegung vor Ort, sowie die Herstellung der Kostüme und die Teilnahme an speziellen Akrobatik-Workshops im Vorlauf. Der Überschuss wird getrennt an die Athletinnen überwiesen. Er wird als zweckgebundene Prämie ausbezahlt und darf nur für Sportklamotten/Pole-Workshops etc verwendet werden.
Kannst Du uns noch was von der WM in London erzählen?
Bei der WM war es super. Zwar reichte es dank der Nervosität und den daraus resultierenden Patzern nicht für einen möglichen Platz im Mittelfeld, sondern “nur” für Platz 24 von 30, aber allein die Teilnahme an einer WM war die Reise schon wert. Vor internationalem Publikum sich mit den besten der Welt auf einer Bühne zu messen - ein unbeschreibliches Erlebnis. Adrenalin pur! Sowohl für die Athletinnen als auch für die mitgereisten Fans. Zudem die Möglichkeit internationale Kontakte zu knüpfen, wirklich einmalig.
Alle Unterstützer erhalten in den nächsten Tagen eine Dank-Email mit Fotos von der WM und einem speziellen DANKE-Foto.
Dank Dir Gero, für Deine Antworten.
Und hier gibt es den Auftritt von Nikola und Diana: http://youtu.be/a5RKD0KIKdU