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@fraeuleinwunderlich-le-blog
đ LIEBE FĂR ALLE! ENDLICH! đ Die NormalitĂ€t bekommt ein StĂŒck Frieden. â€ïž Das lĂ€ngst fĂ€llige JA zur gleichgeschlechtlichen Ehe ist endlich raus und der Weg in eine respektvolle Zukunft, in der "MITEINANDER" groĂ geschrieben wird, wurde weiter geebnet. An den 226 Stimmen dagegen sieht man, dass wir lĂ€ngst nicht am Ziel angekommen sind. Noch immer gibts homofeindliche "konservative" Kartoffeln, die das Schönste und Beste - die Liebe - eingrenzen und verbieten wollen. FĂŒr diese und andere homophobe Arschgeigen geht heute mein liebster Mittelfinger hoch. An alle anderen: Weiter so! Liebt doch, wen ihr wollt! đ Form hat da mal was vorbereitet. Damit können wir nun endlich "die groĂe Verschwulung" und den "Genderwahn" feiern, der die (gesamte!!! 1!) Menschheit in kĂŒrze aussterben lassen wird. â€ïž "Oh Baby, Baby ich hab Genderwahn - und sehe nicht, dass ich das Ă€ndern kann. Die Arschgeigen rasten aus, aber sie verliern - Geil, eh Genderwahn!"
âSchon gut vorbereitet fĂŒr #LE1803? Ich habe viele nĂŒtzliche Infos Links & DEMO-Helfer gesammelt und schick verpackt. https://t.co/ZZxkOKD5Lwâ
SPUK AUF RECHTS - Den völkischen Geist austreiben!
31.10.2016 // 17:00 Uhr // Gustav-Freytag-StraĂe Höhe Bibliothek HTWK > Karl-Liebknecht-StraĂe > Markt - Antifaschistische KostĂŒm-Demo -
Bringt Freund*innen mit, verkleidet euch, tragt Laternen, Plakate und Transparente! Es ist Halloween und wir rufen alle kleinen und groĂen Geister, alle Spukgeplagten und alle Mutigen auf, zusammen zu kommen und mit einer kraftvollen Demonstration den völkischen Geist zu vertreiben, der das Leben in Sachsen immer wieder zum Alptraum macht. Wir freuen uns mit allen Menschen, die dafĂŒr gesorgt haben, dass LEGIDA nur noch Untoter ist, der sich alle paar Monate mal aus seinem feuchten Grab bequemt, ein paar Grusellaute durch die StraĂen grunzt und von Woche zu Woche immer mehr zu Staub zerfĂ€llt. Dieser in die Albernheit getriebene Zombie ist jedoch nur Abgesandter dessen, was in Sachsen mit aller Gruseligkeit falsch lĂ€uft: Nationalismus, Rassismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit sind noch immer schlimmer Alltag und dazu auch noch salonfĂ€hig geworden. GrĂŒnde dafĂŒr finden sich nur zum Teil darin, dass ein gescheiterter Einbrecher in Dresden die GIDA-Bewegung ins Leben rief oder eine Partei wie die "Alternative fĂŒr Deutschland" aus dem Nichts heraus plötzlich nicht nur menschenfeindlich, sondern auch unheimlich beliebt war; Drch ganz Sachsen (oder lieber Deutschland?) weht der kalte Atem des Völkischen. Völkisches Denken bedeutet Rassenideologie und gruppenbezogene Feindlichkeit, Geschichtsrevision, ein völlig verqueres Menschenbild und in vielen FĂ€llen einen respektlosen, menschenunwĂŒrdigen Umgang mit Menschen, die als "fremd" oder "anders" angesehen werden. Genau dieses Denken hat sich jedoch von Kameradschaftskreisen bis in die CDU durchgesetzt. Wie ernst es ist, zeigt, dass nicht mehr nur eindeutig abgrenzbare Neonazis ihre Angst vor dem "Volkstod" ausbreiten, sondern eine Bundestagsabgeordnete ohne Konsequenzen von der "Umvolkung" redet. Genau dieses Denken wird gefĂ€hrlich, wenn seine Vertreter*innen Entscheidungen treffen und Gewalt ausĂŒben. Genau dieses Denken bricht in all seiner HĂ€sslichkeit hervor, wenn GeflĂŒchtete in ZeltstĂ€dte und Messehallen gesperrt werden, Neonazis durch Connewitz randalieren und rassistisch motivierte Gewalttaten immer wie der als Ausdruck von "Sorge" verharmlost werden. WĂ€hrend es salonfĂ€hig scheint rassistische Gewalt völkisch zu legitimieren, wird die reaktionĂ€re Spukmaschine nicht mĂŒde gegen jeden solidarischen Protest oder Kritischen Frage mit Repression zu antworten. Bedient wird dabei die Extremismustheorie, das Gleichsetzen von Menschenfeindlichkeit und aus ihr motivierter Gewalt mit dem Einsatz dagegen. Sie ist Horrormusik in den Ohren derjenigen, die sich gegen rechte Umtriebe engagieren - und wird auf dem Gruselgrammophon Sachsen in Dauerschleife gespielt. Dieser völkische Geist und all seine Abgesandten sind der Spuk, der uns tatsĂ€chlich Angst bereitet und der Spuk, den wir aus dem Leben verbannen wollen. Wir wollen den völksichen Konsens problematisieren, aber wir wollen auch eine entschiedene radikale Antwort finden und gemeinsam ĂŒberlegen, wie dieser Spuk beendet werden kann. Um unserem Gruseln ebenso Ausdruck zu verleihen wie unserem Willen, Sachsen mitzugestalten, rufen wir dazu auf, sich am 31.10.2016 um 17:30 Uhr vor der HTWK (in der Gustav-Freytag-StraĂe auf Höhe der Bibliothek) zu versammeln - selbstverstĂ€ndlich gerne auch in passender Verkleidung, mit Laternen und natĂŒrlich schaurig-schönen Plakaten und Transparenten. Mit einer kraftvollen Demonstration zum Marktplatz spuken wir auf Rechts und verjagen den Geist des Völkischen. Wir freuen uns auf viele starke und informative RedebeitrĂ€ge, auf BĂ€uche voller SĂŒĂigkeiten und auf all diejenigen, die mit uns den Spuk in Sachsen beenden wollen.
Deutsche Polizisten schĂŒtzen die Faschisten?! #kaltland
1. Mai 2016 - Time to act! in Plauen. Eine chronologische Zusammenfassung des Demonstrationsgeschehens anhand Twitter (und selbst erlebten EindrĂŒcken). Ich lege mir gern so eine Ăbersicht an, denn nur so werden einem die VerhĂ€ltnisse nochmals richtig bewusst. Macht euch selbst ein Bild.
09.00 UrsprĂŒnglich angemeldeter Beginn von Gegendemo âTime to actâ, die Demo darf noch nicht starten
10.45 Erste Blockade von Gegendemonstrant*Innen sitzt (ca. 40 Menschen), Bahnhofst/Friedensstr., An Demo wurde ein Cop mit Bambus-Stock als Schlagwaffe gesichtet (inkl. Fotobeweis)
10.50 Gegendemo âTime to Actâ lĂ€uft los
10.54 Demo wurde nach ca. 30 Metern von Polizei angehalten. U.a. wegen Vermummung. Verhandlungen mit Anmelder, aufgeheizte Stimmung schon zu Beginn, Cops provozieren extrem, erste PrĂŒgel- und Jagdszenen, auch Reporter werden von Cops provoziert, Gegendemonstrant*Innen versuchen auf Naziroute durchzubrechen â wĂ€hrend Nazis vermummt und im Block bereits zu ihrer Demo laufen, warten Gegendemonstrant*Innen noch immer auf Start.
11.04 Polizei möchte nun auch noch, dass (in den Auflagen angemeldetes) Fronttranspi entfernt wird.
11.05 Menschen die ausserhalb der Demo stehen, werden von stark gereizten Cops HĂ€nge hochgetreten und in Demo gefĂŒhrt. Aggressionspotential der Cops bereits jetzt schon massiv. Viel Schikane
11.11 Demo steht noch immer. Darf angeblich laufen, wenn Transpis niedriger (nicht vor Gesicht) gehalten werden. Polizei findet immer wieder neue Dinge, die uns am laufen hindern sollen. Erste PfeffersprayeinsÀtze an Spitze der Demo
11.23 Demo lÀuft los, Polizeibegleitung enorm
11.34 Demo wegen Vermummung angehalten, starke Auseinandersetzung mit Cops, Pfeffer, Schlagstöcke, eine Verletzte blutet aus Nase, Presse wird von Demospitze vertrieben, GegenstÀnde fliegen
11.35 Sitzblockade rĂ€umt freiwillig die StraĂe (Bahnhofstr. / Friedensstr.), Daraus Versammlung legal angemeldet â Nazis (FN Ostdeutschland) feiern auf Twitter deswegen schon eine Art âSiegâ
11.40 ein Fronttranspi wurde durch Cops beschlagnahmt  - Grund bisher unbekannt, Time to act - Demo lÀuft jetzt aber weiter
11.45 Pfeffersprayeinsatz, Demo wird wieder angehalten wg. Vermummung
11.50 Demo lĂ€uft wieder â mind. 1500 Menschen bei uns
12.12 Demo erreicht Theaterplatz und somit erste Zwischenkundgebung. In Demo selbst lÀuft man eher wie im Kessel, Cops schubsen und provozieren fortlaufend
12.16 Polizei geht auf Order*Innen los und schlĂ€gt zwischendurch auf Gegendemonstrant*Innen ein 12.28 Neonazi-Demo setzt sich in Bewegung, hĂ€lt aber nach wenigen Minuten wieder 12.30 Ende der Zwischenkundgebung, Time to act lĂ€uft weiter 12.33 Durchbruchversuch in Demo (gescheitert), Demospitze scheint drangsaliert. Rufe nach EA und SanitĂ€tern werden laut, Pfeffereinsatz (unter 1-2 m Abstand), Flaschen fliegen. Polizei greift Order*Innen an, mind. eine verletzte Person 12.37 Reporter wurde von Cops niedergeschlagen â trotz sichtbarer AusrĂŒstung und Presseverweis an Klamotten, Demo wird wieder gekesselt, weitere Verletzte. Cops wĂŒnschen sich mehr Eingreifen von Versammlungsleiter 12.37 Neonazidemo lĂ€uft wieder los, erste Bengalos werden gezĂŒndet, Polizei stoppt sie nicht. Vermummung, HitlergrĂŒĂe
12.47 Time to act ist immer noch gekesselt. Erneuter Durchbruchversuch scheitert, Kopfplatzwunden, insgesamt werden 3 schwere Kopfverletzungen gemeldet 12.53 Erneute kleine Blockade JöĂnitzer Str. (ca. 40 Personen) - Von Polizei-Reiterstaffel gekesselt 13.00 Time to act Demo darf als Wanderkessel weiterlaufen 13.06 Sitzblockade JöĂnitzer wird gewaltsam gerĂ€umt 13.11 Erneutes Stop & Go bei Time to act, Durchbruchversuch + Gegendemonstrant*Innen wollten Nazigraffitti (SS & 88) an Garage mit kleinen Stickern ĂŒberkleben. Pfeffereinsatz, Cops schlagen ohne Hemmungen zu, eine weitere schwer verletzte Person 13.18 Time to Act darf weiterlaufen 13.20 Böller und Steine fliegen auf die Nazidemo, mind. ein Verletzter, die Demo steht JöĂnitzer/Paul-Schneider-Str. 13.24 Time to act kommt erneut zum Stehen (Krause- /Schildstr.). Immer wieder Gerangel mit Cops, ein Anwohner in Krausestr. winkt angebl. mit Gaspistole der Demo zu 13.27 Time to act Demo wird offiziell beendet, Demozug wird komplett gekesselt, planlose Situation, Stillstand 13.30 Nazidemo steht, viele Faschos vermummt, wollen Zwischenkundgebung machen, dĂŒrfen aber nicht 13.35 Durchbruchversuch bei ehem. Time to act, Cops prĂŒgeln wieder, am Boden liegende Personen werden getreten, Cops pfeffern einfach in die Menge. Polizei meint âkein offizieller Kesselâ aber weg darf man auch nicht 13.35 Polizei will Nazidemo-Strecke verkĂŒrzen. Fischer dagegen. Neonazis setzen Cops ein 5 Min. Ultimatum â Drohen mit Auflösung und spielen auf Saalfeld letztes Jahr an 13.46 Neonazis lösen vorzeitig ihre Kundgebung auf, alle vermummen sich, Teilnehmer brechen aus. Polizei ĂŒberfordert, Pfeffereinsatz. Nazis werfen Pyro auf Gegenveranstaltung, FN Ostdeutschland twittert: âDemo aufgelöst, jetzt heiĂt es kĂ€mpfen!â 13.50 Nach 2 Durchbruchsversuchen: Wasserwerfer kommen gegen sehr aggressive Neonazis zum Einsatz, angeblich sind einige Nazis ausgebrochen und auf dem Weg zu ehem. Time to act â Gegendemo. In JöĂnitzer Str. liefern sich ca 200 Neonazis gegen Cops StraĂenschlacht, allerdings zu wenig Cops anwesend 14.05 einige verletzte Neonazis , Lage entspannt sich leicht, viele von ihnen laufen nun frei in Stadt rum, mehrere dutzend verstecken sich in Hinterhof JöĂnitzer Str., An Grundschule wurde Holz-Lattenzaun zerstört -> Bewaffnete Neonazis 14.14 Cops wollen Neonazis zurĂŒck an Bahnhof treiben 14.21 Neonazis  wollen dafĂŒr Sponti anmelden â Cops willigen zu, Vermummung und Parolen von Neonazis folgen 14.22 Ehem. Time to act ist nun wieder angemeldet, Demoroute bis zur Musikmeile wird beschlossen 14.33 Neonazis beginnen Sponti zum BHF mit anschlieĂender Abschlusskundgebung 14.39 30-50 Neonazis zum Albertplatz durchgebrochen, laufen nun frei herum 14.42 Ehem. Time to act-Demo darf nun zur Musikmeile loslaufen 14.48 Am BHF schauen angebl. Cops einem dutzend Neonazis zu, wie sie Steine aus Gleisbett sammeln 15.04 Neonazis erreichen BHF Plauen, Rufe wie âDtl. Den Deutschen â AuslĂ€nder raus!â ertönen, Abschlusskundgebung 15.04 Time to act-Demo erreicht nach kurzem Zwischenfall (Auseinandersetzung mit Cops, Steine flogen) Musikmeile
Anm.: Das Demonstrationsgeschehen der Neonazidemo âDer dritte wegâ wurde in kursiven Lettern dargestellt.
X FREITAL. HEIDENAU. CLAUSNITZ. SCHEISSE! X
Und schonwieder steckt mir da so ein Kotzbrockentext in den Fingern. Was geht, Internetgemeinde? Heute schon n bisschen traurig oder wĂŒtend gewesen und ĂŒber nen Hasskommentar von einem sogenannten âbesorgten BĂŒrgerâ geĂ€rgert? Ein Video gesehen, in dem Menschen den symbolischen Ausdruck âWir sind das Volkâ fĂŒr Hass und Ausgrenzung missbrauchen und GeflĂŒchtete/âLĂŒgenpresseâ/âRot-GrĂŒn-Linksversiffteâ angreifen? Ja - Und? Dann ging das Leben so weiter, schlieĂlich hat man ja noch andere Verpflichtungen und Sorgen.
HitlergrĂŒĂe bei âMontagsspaziergĂ€ngenâ - ganz normal! Hatespeech von Parteien und bĂŒrgerlichen RednerbĂŒhnen sind Standard in Deutschland. Die âEwig Gestrigenâ marschieren wieder mit stolz geschwellter Brust, klopfen sich den Staub von den Schultern und holen die Reichskriegsflagge raus - Nahezu unwiedersprochen. Soweit, so ungut.
Freital, Heidenau, Tröglitz, Dresden, Moers, MeiĂen, Hoyerswerda, Böhlen, Haldensleben, Niederau, Meerane und Leipzig sind nur ein kleiner Teil der Ortsnamen, in denen Gewalt von Rechtsextremen ausging. Eines haben diese Orte gemeinsam: Bei Angriffen von Rechts gab es einen lauten, medialen Aufschrei (dass da ohne Zweifel zig ErwĂ€hnungen fehlen, wo eben dieser âAufschreiâ gefehlt hat, mĂŒssen wir nicht thematisieren). Daraufhin schwappte eine Welle der EntrĂŒstung durch die sozialen Netzwerke. Es wurden BeitrĂ€ge geteilt, Statements und Distanzierungen wurden gepostet, SolidaritĂ€t wurde bekundet. âHat sich was geĂ€ndert? Eigentlich nicht wirklich.â (Zitat: Neonschwarz - 2014)
Deutschland, du und ich - wir haben ein Problem. Ich will dich nicht mehr âKaltlandâ nennen. Ich will mich nicht mehr freuen, dass PEGIDA heute mal wieder etwas weniger Zuspruch hatte. Ich will auch nicht mehr âNicht schonwieder ein Brandanschlag!â oder âOh, nur ein HitlergruĂ - "SĂ€chsische VerhĂ€ltnisse!â denken mĂŒssen. Wie ich dich satt habe. Deine Politiker wundern sich ĂŒber die jungen Menschen, die sich aufgrund deines Scheisse-Seins nach links radikalisieren. Ein Grund diese zu kriminalisieren und zum Staatsfeind number one zu erklĂ€ren findet sich immer, wĂ€hrend rechte GewalttĂ€ter unbehelligt terrorisieren. Dein Verfassungsschutz ist ein Witz. Parteien, die Religion im Namen tragen und an deiner Spitze stehen, reiben sich selbst gegen Religiösen Wahn auf und sprechen sich fĂŒr Menschenfeindlichkeit aus. Gewaltexzesse deiner geliebten Polizei bleiben ungeahndet. Ihr so: âMimimi!â. Ich so: What. The. Fuck.
Und jetzt? SolidaritÀt ist die stÀrkste Waffe. Durchhalten, bissig sein! Keine Ausreden, kein Geschwafel mehr. Nett gemeinte, kerzenbeleuchtete Menschenketten machen sich bestenfalls als Titelbild in der Lokalzeitung gut, hat nur leider noch keinen einzigen Rassisten davon abgehalten, sich wie ein Arschloch zu benehmen.
Klartext: Organisiert Euch! Krabbelt endlich aus euren WohlfĂŒhlzonen und werdet aktiv! Bildet Bezugsgruppen, in denen ihr Euch austauschen könnt. Positioniert Euch und lasst diese kleinen, verharmlosenden Witzchen wie âDie sind nicht das Volk! Die sind doch nur ein kleiner Teil, der doof ist!â. Solange der GroĂteil der Gesellschaft nur âpolitisch aktivâ wird, wenn mal wieder âein bisschen Scheisseâ passiert und bestenfalls ein wĂŒtendes Statement bei Facebook verfasst wird, um Gewalt zu wiedersprechen, Ă€ndert sich nichts und eben dieser rassistische Mob wird - zumindest oberflĂ€chlich - zum selbsternannten âVolkâ, welches zunehmend wĂ€chst. âJeder, der die Fresse hĂ€lt, wird indirekt zum Helfer!â (Zitat: Sookee - ZusammenhĂ€nge). FĂŒr mich ist es schon seit vielen Jahren selbstverstĂ€ndlich, mich Woche fĂŒr Woche entschlossen Hass und Ausgrenzung entgegenzustellen. Ich will in einer Welt Leben, die ein âMiteinanderâ nicht nur predigt, sondern lebt! Was noch fehlt, bist du.
âBitte guck nicht weg, bitte misch dich ein, Stell dich wie ne Mauer vor das FlĂŒchtlingsheim!â (Zitat Neonschwarz - 2014)
Schutz vor selbsternannten âSchutzkrĂ€ften" - Hilfe, Leipzig hat jetzt eine BĂŒrgerwehrâŠ
- Eine kleine Link-Sammlung. Die Links stecken jeweils in den Klammern. -
Seit dem 11.01.2016 existiert eine FacebookprĂ€senz der sogenannten âLeipziger BĂŒrgerwehrâ. Unter dem Slogan âWir machen Leipzigs Strassen wieder sicherâ wurde von Beginn an versucht, so bĂŒrgernah, professionell und gutmĂŒtig wie möglich aufzutreten. Warum man diese Gruppierung genau im Auge behalten muss:
In der âausfĂŒhrlichen Seitenbeschreibungâ heiĂt es: âSchlĂ€gereien, Vandalismus, Taschendiebstahl, RaubĂŒberfĂ€lle, sexuelle BelĂ€stigungen, Vergewaltigung so etwas gibt und gab es schon immer und ĂŒberall auf der Welt. Das wollen wir nicht lĂ€nger hinnehmen und versuchen dem vor Ort entgegenzuwirken. Wir haben erkannt, dass die Polizei auf deutschen StraĂen nicht prĂ€sent genug ist, um KriminalitĂ€t rechtzeitig vorbeugen zu können.â (Quelle Fb)
âAuslöserâ fĂŒr die GrĂŒndung einer eigenen BĂŒrgerwehr in Leipzig waren laut Seitenbetreiber die Geschehnisse in Köln in der Silvesternacht.Â
Wer steckt hinter der Leipziger BĂŒrgerwehr? Laut Facebook-Impressum wurde die Wehrgruppe von einem gewissen Rene Mahlig gegrĂŒndet. Erste Erkenntnisse nach einer kurzen Recherche:
âBei der âBĂŒrgerwehrâ Leipzig gibts jetzt nen Namen des HĂ€uptlings. Googled man den: Friedensbewegter, auf NPD-Seite-Schreiber, ⊠#nowehrleâ (Quelle Twitter)
âPostet auch in einem Krisenvorsorgeforum (ich hatte ja keine Ahnung) und trĂ€umt u.a. von â1 Million Menschen vorm Reichstag!â (Quelle Twitter) / (Link zum Forum)
âHab mich jetzt ne Weile in diesem Krisenforum umgeschaut - Verschwörung, Angst, VorrĂ€te, Selbstverteidigung, BewaffnungâŠâ (Quelle Twitter) / (Link zum Forum)
âRechte werden aus BĂŒrgerwehr geworfen, aber der GrĂŒnder hat Kontakte zur Brigade Halle. Wie passt das? #nowehrleâ (Quelle Twitter)
Ein Fan von Verschwörungstheorien: âVerschwörungstheorien? Mahlig von der BĂŒrgerwehr #Leipzig erklĂ€rt das mal. #nowehr #nowehrle @GoldenerAluhutâ (Quelle Twitter)
Hier kann sich jeder selbst ein Bild von Herrn Mahlig machen - Ein Video mit Worten zum Thema âMeinungsfreiheitâ, Kriminalisierung von GeflĂŒchteten, Schönreden von âbesorgten BĂŒrgernâ - EnDgAmE 17.10.2015 (Video Quelle Youtube)
Mahligs Versuch, sich und seine Meinung zu rechtfertigen: âAha, seine Meinung und die Ansichten haben also nix mit dem âProjektâ zu tun. So, so. #nowehrleâ Screenshot âIch bin und bleibe Aktivist!â (Quelle Twitter)
Mahligs Facebookfreunde⊠âRene Mahlig (BĂŒrgerwehr Leipzig) hat bemerkenswerte Freunde bei FB. https://www.facebook.com/maschine.le?fref=ts ⊠#nowehrle #fcknzsâ (Quelle Twitter)
Auf der BĂŒrgerwehr-Seite kommentiert auch eine gewisse âHannahâ, die sich selbst als âlinksâ bezeichnet und im Prinzip nur dazu da ist, Mahligs Aussagen lobhudelnd beizupflichten. Ob es diese Hannah tatsĂ€chlich gibt, oder ein Rene 2.0 dahinter steckt, bleibt offen.
BĂŒrgerwehr vs. Polizei Zu Beginn wurde die Zusammenarbeit und das freundschaftliche VerhĂ€ltnis zur Polizei selbst sehr betont. Das Ganze Ă€nderte sich nach einem kritischen Facebook-Kommentar der Polizei Sachsen. Der Kommentar wurde schnell gelöscht (wie alle anderen kritischen Fragen und ĂuĂerungen gegenĂŒber der BĂŒrgerwehr). Es folgten wirre Versuche sich herauszureden und ein weiterer Kommentar der Polizei. Mittlerweile lehnt die BĂŒrgerwehr die Kritik der Polizei ab und âzieht ihr eigenes Ding durchâ.
âLaut @PolizeiSachsen bewegt sich d Leipziger BĂŒrgerwehr jenseits ihrer Jedermannsrechte am Rande der eigenen Strafbarkeitâ (Quelle Twitter)
â@DoppelTLE @PolizeiSachsen Der Beitrag bei Facebook wurde tatsĂ€chlich innerhalb weniger Minuten gelöscht. #IlikeScreenshotsâ (Quelle Twitter)
â@DoppelTLE @PolizeiSachsen Der gelöschte Kommtar wurde lt. BĂŒrgerwehr gar nicht gelöscht. #ahaâ (Quelle Twitter)
#LĂŒgenpolizei!!1! âBĂŒrgerwehr Leipzig hat Beitrag d @PolizeiSachsen âunsichtbarâ gemacht, weil sie m ihr offen kommunizieren möchteâ (Quelle Twitter)
Besuch der Polizei, Trollverschwörung und noch mehr Ausreden. âEs wird nicht direkt klarer mit der Zeit. #nowehrleâ (Quelle Twitter)
Da der erste Kommentar der Polizei Sachsen gelöscht wurde: Ein erneuter Versuch! :D âOch. #nowehrle 21.01.2016 15.31âł (Quelle Twitter)
Der Besuch der Polizei stellte sich laut BĂŒrgerwehr als âklĂ€rendes, freundschaftliches GesprĂ€châ heraus. #LĂŒgenBĂŒrgerwehr!!!1!1 âDas ist jetzt ân Witz, oder?! https://www.polizei.sachsen.de/de/3620.htm #nowehrleâ (Quelle Twitter)
Mahligs Art, eine BĂŒrgerwehr zu leiten: â⊠das setze ICH auch um.â Wie das wohl zu verstehen ist? Diktatorische VerhĂ€ltnisse wohl gar? #nowehrle: âNEIN! Wir haben ein eigenes Konzept und das setze ich auch um!â (Quelle Twitter)
Vom Nutzen einer Weste und der Umgang mit dem Gesetz: â @DoppelTLE @PolizeiSachsen Westen werden benötigt, um nicht rechtswidrig zu handeln. Ach, so ist das. #nowehrleâ (Quelle Twitter)
âDas lass ich hier mal so stehen. #nowehrle:Â Wir brauchen keinen Ăberzeugen ! Reneâ (Quelle Twitter)
Anmerkung: FĂŒr besseres VerstĂ€ndnis sind die Tweets von oben nach unten geordnet.
AnhĂ€ngerschaft / Ein fremdenfeindlicher Zusammenschluss Liest man in der âausfĂŒhrlichen Seitenbeschreibungâ auf Facebook weiter, dauert es nicht lang, bis man auf die ersten fremdenfeindlichen Aussagen stöĂt. Die BĂŒrgerwehr ist der Meinung, dass die Sicherheit auf deutschen StraĂen durch FlĂŒchtlinge bedroht wird:Â
âWir sind aber nicht der Auffassung, dass die Sicherheit auf deutschen StraĂen allein durch die FlĂŒchtlinge bedroht ist.â (Quelle Fb)
AussagekrĂ€ftige Screenshots von Mitgliederprofilen der BĂŒrgerwehr aus dem rechten Spektrum: âSo sehen ĂŒbrigens einige Facebook-BeitrĂ€ge von unterschiedlichen Mitgliedern der Leipziger BĂŒrgerwehr aus:â (Quelle Twitter)
Ex-Pegida-Mitglied Kathrin Oertel ist ebenfalls in der Mitgliedsliste der BĂŒrgerwehr zu finden: â@Ti_Wag Und das ist ĂŒbrigens das FB-Profil eines Mitglieds der Leipziger BĂŒrgerwehr. #NoLEGIDA #nowehrle #NoPEGIDAâ (Quelle Twitter)
Links im Bild: BĂŒrgerwehr-Mitglied auf Facebook (mittlerweile Profilname / Profil geĂ€ndert), rechts daneben ein nicht ganz unbekannter Neonazi. âRechts neben âkein auslĂ€nderfeindlicher SchlĂ€gertruppâ-#nowehrLE steht ein anderer bekennender Naziâ (Quelle Twitter)
Mitglieder der BĂŒrgerwehr werden angeblich alle gecheckt - eine Garantie auf eine Neonazi-Freie Wehr gibts natĂŒrlich nicht. âPopcorn-Kino der WehrLE geht weiter. Es gibt einen Hooligan-Test, #mussmanwissen. Ist das so LackmusmĂ€Ăig? #nowehrleâ (Quelle Twitter)
âBei der #BĂŒrgerwehr #Leipzig fordert ein AnhĂ€nger den Einsatz von Schutzhunden. Martialisches Auftreten ist erklĂ€rtes Ziel. #nowehrleâ (Quelle Twitter)
ProBĂŒrgerwehr-Kommentar bei LEGIDA: Aufruf zur Bewaffnung, Selbstjustiz und zum Umsturz auf #Legida-FBSeite VS sagt: Nicht extrem #nolegida #platznehmen (Quelle Twitter)
ThatŽs why. Danke an alle Menschen in verschiedensten sozialen Netzwerken, die immer wieder recherchieren, dokumentieren und auf MissstÀnde aufmerksam machen! Alerta!
LEGIDA? WEGMELDEN!
Tu was gegen Menschenverachtung, Bedrohung und Gewalt im Internet.
Step 1: Meldet einen / beide dieser Posts: https://www.facebook.com/legida.eu/photos/a.869495356418406.1073741828.868195626548379/1094108817290391/?type=3
https://www.facebook.com/legida.eu/posts/1092773007423972
Step 2: Meldet die gesamte LEGIDA-Seite.
Meldet auch gern noch mehr. ;)
Hintergrund: Heute findet in Leipzig keine LEGIDA-Demonstration statt, stattdessen wird man sich wohl, abgesehen von monatlichen Leipziger Demos, wieder ins Hinterland zurĂŒckziehen. Auch der RĂŒckzugsraum Internet scheint wieder an Bedeutung gewonnen zu haben: In letzter Zeit hĂ€ufen sich dort die Bedrohungen gegen Personen, die sich gegen LEGIDA engagieren.
Mit diesem Gewalt- und Bedrohungsszenario wollen wir nicht leben!
Da die Seite abgesehen davon auch rassistischer Hetze, faschistischer Ideologie und Verschwörungstheorie eine dauerhafte BĂŒhne ist, machen wir umso deutlicher klar: Kein Netzwerk fĂŒr Menschenfeindlichkeit.
18.01.2016, 18:00 Uhr gehtâs los, vorbei ist die Aktion, wenn den Neonazis und ihren MitlĂ€ufern klar ist, dass das Internet kein ruhiges Hinterland ist.
Ich wĂŒrd ja ganz gern ein Statement zu den Geschehnissen am Montag abgeben, aber die Verdrehung von Tatsachen und das Herunterspielen von Gewalttaten durch (nenn es beim Namen!) - >Neonazis< gehen mir noch immer an die Substanz.
Statt des ĂŒblichen "BlaBla's" nun eine (wahrscheinlich unvollstĂ€ndige und zu kurze) Zusammenfassung zu #le1101:
° Das linke AktionsbĂŒndnis "Leipzig nimmt Platz" bekommt Post vom Verfassungsschutz: Man gehe schon im Vorfeld nur von Straftaten und Krawallen von der "linken Seite" aus und stellt LnP unter Beobachtung, von Legida oder anderen "Rechtsorientieren Gruppierungen" ginge derzeit keinerlei Gefahr aus.
° Die Neonazi-Gruppierung "Brigade Halle" verfasst schon Tage vor der Demo ĂŒber Twitter und FB eindeutige Gewaltandrohungen zu #le1101. Auch Brigade Halle steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.
° Auch bei Legida und der NPD lassen sich klare Ansagen und Gewaltaufrufe in den Kommentaren finden. Die Seitenbetreiber stimmen dieser Gewalt teils ausdrĂŒcklich zu.
° Im Vorfeld und auch wÀhrend des Demonstrationsgeschehens gab es immer wieder Gewalt- und Morddrohungen(!) per Anruf/E-Mail/Nachricht gg. Politiker und OrgaMitglieder, die offen gegen Fremdenfeindlichkeit einstehen.
° Gegen 19.20 Uhr haben sich im linksalternativen Stadtteil Connewitz bis zu 250 vermummte, gewaltbereite Neonazis versammelt.
° Nach dem Angriff auf die "Vereins-Kneipe" vom Roten Stern Leipzig folgen weitere Angriffe auf  20 weitere LÀden/Kneipen der Wolfgang-Heinze-Str., auch Passanten und Betreiber wurden angegriffen.
° Die Neonazis zĂŒnden Pyrotechnik, Raketen und attackieren WohnhĂ€user. Eine Dachgeschosswohnung in der SimildenstraĂe geht daraufhin in Flammen auf.
° In der Innenstadt wird immer wieder vor gewaltbereiten Rechten gewarnt, die sich zur friedlichen Gegenkundgebung begeben sollen.
° In Plagwitz kommt es gegen 20 Uhr zu Unruhen, ca. 50 Neonazis treten auch dort gewaltbereit auf, werden aber von der Polizei gekesselt. Es kam wohl zu keinen weiteren SchÀden.
° SpĂ€ter am Abend drangen Meldungen von Angriffen durch Neonazis in der FockestraĂe durch die sozialen Netzwerke. Ziel war der Wagenplatz.
° In Connewitz wurden 211 Rechtsradikale festgesetzt, die Personalien wurden aufgenommen. Linke Aktivisten greifen den "Gefangenenbus mit Rechtsradikalen" der Polizei mit Steinen und Flaschen an. Darauf folgt TrÀnengas und Festsetzung von Linken.
° WĂ€hrend der Krawalle in Connewitz droht die "BI Gohlis sagt nein" (FĂŒhrung durch Ex-NPD, jetzt "Die Rechte" Alexander Kurth) offen linken Politikern mit "Besuchenâ zu Hause" und Gewalt.
° In rechten Kreisen werden die Gewalttaten offiziell gefeiert, eine Distanzierung von Legida oder der NPD gab es bisher nicht, dafĂŒr wurden allerdings Stimmen zu "False-Flag-Aktionen laut. Einige Neonazis behaupten, "die Antifa" hĂ€tte die eigenen LokalitĂ€ten selbst zerstört.
° Noch immer spricht Polizei, Presse und Justiz von "Hooligan-Angriffen" ohne klares, politisches Motiv.
Keine weiteren Worte. Nur Gedanken. (Verfasst 12.01., Edit. 13.01)
Manchmal reichen 140 Zeichen nicht mal bis zum Tellerrand.
Ich mag Twitter. Ach was, machen wir uns nichts vor: Ich liebe Twitter.
Da gibts nur ein âkleinesâ Problem zwischen mir und meiner Romanze zum blauen Piepmatz: Er ist zu kurz!Â
Damit meine ich natĂŒrlich den Platz, den mir Twitter lĂ€sst, um mich auszudrĂŒcken. Ich mag Inhalte, Wörter, Austausch, Kontext. Einige Gedanken lassen sich einfach nicht in 140 Zeichen stopfen. Obwohl mir gestern erst gesagt wurde, dass dies hier eine Plattform fĂŒr kleine MĂ€dchen ist, finde ich Gefallen an der Idee, hier diese âDu-musst-dich-kurz-ausdrĂŒcken-Regelâ ĂŒber Bord zu werfen. Was liegt nĂ€her, als den lĂ€ngst eingestaubten Tumblr-Account neu aufzuhĂŒbschen und hier ein bisschen rumzuexistieren? Yay, los gehtÂŽs! Die Krawallschachtel von Twitter hat nen Blog.