And the cat's in the cradle and the silver spoon, Little boy blue and the man on the moon. "When you comin' home?" "Son, I don't know when. We'll get together then. You know we'll have a good time then."
Welchen Beruf hatte dein Vater? Hannes: Ich kann es nicht genau sagen. Für mich aber war es immer irgendwas mit PCs. Chrissi: Radio- und Fernsehtechniker. Als welchen Typ Mensch hast du als Kind deinen Vater wahrgenommen? Hannes: Als Macher. Ein Mensch, der vielseitig in seinen Stärken ist, dies aber immer nach Außen strahlen muss. Chrissi: Als ruhig, aber bestimmt. Gegenpol zu meiner Mutter. Irgendwo war er aber auch ein Unbekannter, da er nicht bei uns wohnte und so für mich wie in einem Paralleluniversum lebte. Hast du viel Zeit mit deinem Vater verbracht? Hannes: Vom Empfinden her nein. Dennoch bemerke ich, dass wir früher recht viel Zeit zusammen hatten. Chrissi: Meine Erinnerungen beginnen irgendwo im Kindergartenalter. Zu diesem Zeitpunkt ließen sich meine Eltern scheiden, weshalb ich ihn alle zwei Wochen am Wochenende gesehen habe und in den Ferien war ich dann bei meiner restlichen Verwandtschaft, da mein Vater nicht immer Urlaub in meinen Ferien hatte. Also wohl eher: nein.
In welchem Alter hattet ihr die meiste Zeit zusammen? Hannes: Seit ich denken kann bis zu meinem zehnten Lebensjahr hatten wir ungefähr unsere meiste Zeit zusammen. Chrissi: Adoleszenz. Habe neun Jahre bei meinem Vater gewohnt, bis ich dann mit 19 Jahren in eine eigene Wohnung gezogen bin.
Hast du gerne Zeit mit ihm verbracht? Hannes: Ja sehr gerne sogar. Chrissi: Als Kind ja. Die schönste Zeit hatte ich immer am Wochenende bei ihm. Als Jugendliche habe ich mir mehr Zeit mit ihm gewünscht, die er allerdings mit seiner neuen Beziehung verbracht hat. Ich hatte die Wahl zwischen Babysitterin, Spazieren gehen oder Geburtstage seiner Freunde besuchen, wo ja schließlich auch andere Kinder zum spielen sind. Die restliche Zeit verbrachte man gemeinsam im Haushalt oder mit Streit über selbigen. Ab dieser Zeit verbrachte ich irgendwann gar nicht mehr gerne Zeit mit ihm.
Wie habt ihr die gemeinsame Freizeit gestaltet? Hannes: Es gab Vieles, nur das, was mir am schönsten in Erinnerung geblieben ist, waren die Momente, wo wir mit dem Roller oder Motorrad durch die Gegend gefahren sind. Oder die Zeiten wo ich ihm bei Pc Reparaturen helfen durfte. Chrissi: Es gab einige Veranstaltungen wie Kochen, Bowling oder Grillen, die aber weniger zwischen meinem Vater und mir und mehr zwischen ihm, seiner neuen Frau und deren Freunden stattfanden. Die hatten halt alle Kinder und so bespaßten wir uns gegenseitig. Aber an explizite Unternehmungen kann ich mich kaum erinnern. Wir waren mal in einem Freizeitpark, bevor ich bei ihm gewohnt habe und wir waren mal schwimmen, aber da endet’s auch.
Hattet ihr ein gemeinsames Hobby? Hannes: Im Großen und Ganzen lagen unsere Hobbys bei PC und Gaming im späteren Verlauf. Chrissi: Nein, aber er hat viel getan, um mir meine zu ermöglichen. Mochte ich Window-Color hatte ich alle Farben. Wollte ich meine Lieblingsserie als Hörspiel haben, bekam ich Kassetten und Recorder.
Gab es gemeinsame Rituale? Hannes: Bis auf, dass wir uns oft zusammen neue Filme angeschaut haben, nur den alltäglichen Kram. Wie zusammen Essen usw... Chrissi: Wir haben nicht mal gemeinsam gegessen. Zählt samstags das Bad putzen oder nur Dinge, die man gemeinsam gemacht hat?
Habt ihr euch gegenseitig kleine Freuden gemacht? Hannes: Kann ich mich nicht dran erinnern. Chrissi: Ich habe meinem Vater oft was gemalt oder gebastelt. In Extremsituationen habe ich auch zurück gesteckt oder mit angepackt. Manchmal fand ich wiederum kleine Aufmerksamkeiten in meinem Zimmer.
Welche ist die positivste Erinnerung an deinen Vater? Hannes: Die positivste Erinnerung an meinen Vater ist gleichzeitig die schlimmste Erinnerung. Als seine Freundin sich von ihm getrennt hat, kam er zu mir um sich Trost zu holen. Ich habe mich tierisch gefreut, dass er Nähe zu seinem Sohn suchte, als es ihm schlecht ging. Wir haben viel zusammen gemacht und ich habe versucht, dass es ihm gut ging. Leider kam es dazu, dass er sich mit seiner Freundin ausgesprochen hat und sie ihm erzählte, dass ich ihr geraten hätte dass sie sich von ihm trennen sollte, wenn sie nicht mehr weiter wüsste. Das stimmte soweit nicht und außerdem war ich zu dem Zeitpunkt knapp 14 Jahre alt. Nicht in der Lage Beziehungstipps zu geben. Naja, Ich blieb trotzdem der Dumme. Chrissi: Wir waren vor kurzem mit ihm bei einer Besichtigung eines Produktionswerks, das zu seiner Arbeit gehört. Das war in der Tat ein schöner, kleiner Familienausflug.
Welche ist die negativste? Chrissi: Als es bei meiner Mutter mal wieder richtig schlecht lief, schilderte ich meinem Vater diese Umstände und fragte ihn, ob ich bei ihm wohnen könne oder zumindest jedes Wochenende zu Besuch kommen könne. Er antwortete, dass das nicht ginge, denn er brauche ja auch mal Zeit für sich.
Was konntest du von deinem Vater lernen? Hannes: Dass die Welt grausam ist und man nichts geschenkt bekommt. Chrissi: Selbstständigkeit und die Fähigkeit zu improvisieren. Zum einen, weil mein Vater beides beherrscht und zum anderen, weil ich auf beides durch ihn immer wieder angewiesen war.
Was denkst du heute über deinem Vater? Hannes: Dass dieser Mensch es leider nicht besser wusste. Seine Eltern werden ihm eine ähnliche Erziehung verpasst haben und somit hat er seine Fehler nicht bemerken können. Chrissi: Er ist ein netter Mensch, der etwas zu harsch, engstirnig und unfreundlich seine Meinungen vertritt.









