Andere würden behaupten ich wäre manipulativ, gefährlich, jeder sollte Abstand von mir halten.
Aber keiner weiß, wie es sich eigentlich anfühlt und wie sehr ich um Freundschaften kämpfe. Wie sehr ich mich auf Narzissten einlasse, um erst geliebt zu werden und mir dann wieder bewusst zu machen was für ein schlechter Mensch ich bin. Das ich nichts anderes verdient habe als Hass.
Keiner weiß, wie sehr ich versuche zu gefallen. Das ich meine eigenen Grenzen dauerhaft überstreite um nicht gehasst zu werden. So sehr, das ich selber vergesse welche Grenzen ich eigentlich besitze.
Keiner weiß, was ich täglich für ein Kampf in mir führe zwischen meiner kranken Seite und meiner rationalen Seite. Das ich emotionale Ausbrüche wie Wut oder Trauer tief im inneren verabscheue. Das ich meine Emotionen nicht anders regulieren kann, als mir selber weh zu tun.
Jeder denkt, das ich extra meine Wut und Trauer überspitze, um anderen zu zeigen wie es mir geht. Keiner weiß, das dieses Verhalten selbst für mich anstrengend und unkontrollierbar ist. Keiner weiß, das es ein erlernter Schutzmechanismus aus meiner Vergangenheit ist. Das es jahrelange unterdrückte Emotionen sind, die ich nie zeigen durfte und die Konsequenz ist, das es heute unkontrollierbar ist.
Das ich mich für jeden Zentimeter meines Körpers schäme, weil ich gelernt habe mich selbst zu hassen.
Keiner weiß, das ich meine identität nicht nennen kann, sondern das ich versuche mir das Leben zu verdienen indem ich meinen Job mache und perfekt in allem bin.
Jeder denkt, das ich nicht Kritik fähig bin, weil daraufhin emotionale Reaktionen folgen. Keiner weiß, das ich dankbar für Kritik bin, aber dennoch dies mit starken selbstzweifeln verbunden ist, weil ich sofort denke das ich selbst der Fehler bin und sauer auf mich bin, das ich nicht anders reagiert habe.
Keiner weiß, das meine Liebe rein und echt ist. Das ich jeden Menschen so akzeptiere wie er ist. Das ich bei anderen Fehler wahrnehme aber sie nicht danach beurteile. Das es mir egal ist, wie jemand aussieht. Aber keiner weiß, das ich dies bei mir selber nicht kann.
Ich schaue auf jede Mimik, Tonlage oder Gestik, um einschätzen zu können ob sich etwas mir gegenüber verändert hat. Keiner weiß das ich das tue, weil ich damals lernte das Bezugsperson unberechenbar waren und ich darauf achten musste um zu wissen wie ich mich verhalten musste.
Keiner weiß das dieser innere Konflikt jeden Tag dazu führt das ich mir nicht sicher bin dieses Leben zu meistern. Es ist ein Kampf zwischen Leben und Sterben. Es Kampf zwischen schwarz und weiß, wo es keine Grautöne gibt.
Also Nein, ich manipuliere nicht und bin nicht gefährlich für andere Menschen. Sondern nur für mich selbst.