“struggling through yellow - after alexandria” hannah joka, 2015
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@hannahjoka
“struggling through yellow - after alexandria” hannah joka, 2015
schuppenflucht
tagelos zermürbt sich der dreck des tagewerks in deinen backentaschen von selbst ist die zeit, die rückwärts durch deine finger rinnt traum ein traum aus das spiel wiederholt sich von hinten
aquaplanend ‘ne unterkunft organisiert den cocktail zur rechten links die taktlose hemmung, die mit ihren gefährten alles erreicht außer den tag dessen dreck sich selbstlos in den backentaschen deines werkes verewigt hast dich deines vergilbten gefieders entledigt kerzengerade ‘nen sprung gestanden den allerletzten krümel gekapert und dem aberwitz die weichen gestellt banane am ohr den einwand in der magengrube läuft bei dir so lange sich der hohn nicht selbst über den haufen rennt
deine ärmel riechen nach kirschsaft und rechtfertigungen die eskapaden sprechen für sich und alle anderen, die den ungebackenen teig bereits auswendig gestanzt haben bevor der mittag sich in die wand schraubt und damit sämtlichen forderungen wortkarg die stirn bietet frustriert dekonstruiert die mücke den elefanten predigt ihr lügengeflecht auf die mathematischste art der wind hat es eilig und stellt gepfeffert und unverblümt jede frage bis in die letzte faser filtert die ursache mit feuer siebt taktil das gewicht aus, das sich wie fell über deine zunge gelegt hat und stiftet nichts als schwereloses gemurmel wie eine schuppenflechte rankt nun die abendröte deine glieder emopor verschafft dem morgen die illusion von parallelität ist der himmelskörper gänzlich von seiner bühne verschwunden ertönt ein letzter tenor und kleidet dein schüchternes fleisch in scharniere
"advanced isolation" hannah joka, 2015 ceramic, tension belts, plastic sheet, water
melle
repalliation
no space for interest hannah joka, 2014
shame hannah joka, 2014
"lucky number unhorse" hannah joka
hände und worte verschlucken sich gegenseitig auf halber strecke liegen geblieben tank leer, randvoll volltrunken ein mal durch den kopierer gejagt aber die pointe vergessen manchmal will man nicht wollen, aber soll um den wollenden die inszenierung des tuns zu beklatschen unter dem deckmantel einer viel zu großen bühne auf der sich verzweifelt die relikte der tatkraft um die letzte schürze streiten und wieder ein mal fragst du dich wonach es sich zu greifen lohnt wenn der enthusiasmus verblüht ist und die gewohnheit fault streut man dir sand ins getriebe trinkst du limonade und lachst über weisheiten die zu sagen versuchen wie es wäre wärest du ein dichter und schreibtest über mich von wäldern von denen ich nie lesen würde weil ich mich nicht interessiere für poesie aber für deine linien die dich so sehr beschreiben wie rote weine an dir ranken wenn du sprichst
ich möchte deine skizzen beantworten und trete dabei in übermut stinkend klebt er mir unter der sohle und versucht sich zu behaupten abkratzen lohnt sowieso nicht auch wenn es mich juckt jucken ist relativ violetter traubensaft ist suggestiv und der deine trifft mich mitten ins sprachzentrum du verkehrt schöne welt! brichst mir die hand und schüttelst sie ist das ein akt des respekts oder die prophezeiung falscher geltung wie kunstschnee lege ich mich über dich und hauche dir berge ein fragen ist relativ treffen ist ultimativ und deine berge treffen mich mitten ins zentrum.
Von meinem Zimt an deinen Händen
Der dritte Vierklang liegt mir unberechenbar auf der Zunge Denn unter ihm löst sich der Erste auf Auch der Zweite Mitsamt seiner wattierten Leichtigkeit Ich probiere mich in gelben Formationen Man sagt, das schaffe Harmonie Doch Harmonie steht meiner Brust nicht Wenn sie uferlos an jedem Fettauge stehen bleibt Um sich in ihm zu ertränken Die Zahnbürste übertreibt schonungslos Mit ihren Behauptungen Kann liebevoll gemeinter Pfusch auch Bedingungslos tragen? Und muss er das Überhaupt Halte ich nicht viel vom Geschehen Ohne Halt Keine leeren Hüllen rudimentärer Hoffnung mit Ketchupflecken
Mit kribbelnden Händen wringe ich mich aus Zwei mal Und vergewissere mich erneut Dass die Essenz ein fahles Blaugrün trägt Das mich an einen Globus erinnert Ich bin nicht aus Zeitungsausschnitten geklebt Und sowieso kann ich sie nicht verstehen Weil ich deine Schrift nicht entziffere Sie raubt mir den letzten Zahnarztbesuch Dienstag um dreizehn Uhr Den Hörer schon in der Hand, entscheide ich Mich für Erinnerungen an dich und merke Wie sie mich bewältigen Der Plan War ein anderer Der Auflauf Ist schon kalt geworden Wie der Rauch, der sich um meine Schläfen legt Ein metaphysisches Tohuwabohu, das genau so Absurd ist Wie es klingt Kommst du heute nicht Komm ich morgen Gibt der Fuchs auf Ist der Hase am Zuge, Ist der Löffel gegessen Zwischen Larve und Daumen tritt Der fluoreszierende Brei aus Und Noch einmal meditiere ich um Das Verfallsdatum meiner Schlinge herum Muss resignieren Aber freue mich über das Violett an meiner Kniescheibe Das sondergleichen nach Aufmerksamkeit schreit, Während es sich wie Wollmäuse an das Tischbein heftet Wenn ich in Oklahoma keine Quarkwickel lege, Topfe ich in Potsdam keinen Kirschbaum um Aber ich bin hier Im singenden Kopf unter vernebeltem Mond Zum neunten Mal probiert, zum Zehnten für gut befunden Und warum diskutieren wir überhaupt darüber? Bin in ein Schlüsselbein getreten, mit bloßem Fuße Das Huhn muss groß gewesen sein Wie viele Federn es wohl gebraucht haben muss Um seine ungerupften Forderungen geheim zu halten? In einem anderen Leben Wird es mir das Rückgrat rauben Und es lustlos mitschleifen Zur Tanzschule Denn wenn ich mit zerkochten Kichererbsen Schon keine Gerechtigkeit schaffen kann Wird es hoffentlich das Karma für mich tun Ich möchte gehen, um einen Grund zu haben Mich zu maskieren Tendenz zu rosafarbener Wolle, Tendenz steigend Der gespannte Klang der Sitar zwinkert, Rät zu tiefschwarzer Kohle Doch ich kann nicht folgen Bin zu abgelenkt Von meinem Zimt an deinen Händen