Sechs Jahre
und dazwischen und danach.
Und ein neues Leben.
Ich blicke zurück und seh' dich nicht mehr vor mir.
Wo bist du?
Wo sind wir?
In sechs Jahren.
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Sechs Jahre
und dazwischen und danach.
Und ein neues Leben.
Ich blicke zurück und seh' dich nicht mehr vor mir.
Wo bist du?
Wo sind wir?
In sechs Jahren.
.
Vielleicht bist du kein Meer
und ich die Flut.
Vielleicht bist du keine Antwort
und ich die Frage.
neben den Flecken auf dem Mond bist du der einzige, der noch nicht zu existieren droht.
neben mir. bist du. neben dir. außer mir. wären wir.
Aber ich habe Angst das falsche zu tun, also mache ich gar nichts.
Schutzhülle.
Wie Frau Berg schon treffend formulierte, bin auch ich nicht wütend auf die anderen oder auf dich. Sondern auf mich selbst und meine Unfähigkeit diesen Millimeter Haut zu durchdringen, der mich von allen draußen trennt.
Die U-Bahnstation an der du einsteigst und wieder aussteigst. Ich hab für einen Moment vergessen, dass wir in der selben Stadt leben. Dass ich hier ein Zuhause gefunden habe, wo du vor deinem davonläufst.
Gewalt auf dem Papier und im Herzen. Du hinterlässt keine sichtbaren blauen Flecken. Vielmehr bricht da etwas in mir drin, das du zu lange berührt hast, bevor du verschwunden bist. Mit jedem Pinselstrich, jedem Bild und jedem Wort, das du mir zukommen lässt - allejahrewieder. Und man gerät immer an die gleiche Sorte Mensch, weil da ein Mangel ist, sagst du. Wie recht du doch hast, denke ich, du bist einer von dieser Sorte. Und die Ignoranz nimmt ungewollte Formen an, auf dem Papier und im Herzen.
when a heart will never root.
Mit einem Klos im Hals und einem Knoten in der Brust. 7 mm. Verlieren die Bäume ihre Blätter und ich die Gewissheit nach Meer. Es zieht sich alles zurück, es zieht sich alles zusammen, in mir. In mir drin, mehr Ebbe als Flut. 7 mm. Und nach außen dringt nichts mehr, nur eine Salzkruste bleibt. Nach außen wirkt alles normal. Normal wollte ich immer sein, denke ich dann. Aber in mir drin, 7 mm. . *
was ich in dir sah, konntest du gar nicht sein.
“..damit der Verlust die Macht über mich verliert.” . . rubilotta.de
“Du bist nicht der Gedanke. Du bist nicht der Gedanke. Du hast ihn nur.” . . rubilotta.de
da war der Anfang, der kein Anfang war.
Du verortest dich stets
neben jemanden
bleibst überall kleben
reißt eine Schicht ab
schmückst dich damit als
wäre es Blattgold
im Nervenkostüm
verliebt in die Idee von dir
wie du wirken willst
wie du wirkst, doch wer Du bist -
mitten im Satz ziehst du
die Schubladen auf
und die Mauern hoch.
.
“Über dieser Stadt ist kein Himmel.”
- sagst du. Wir blicken hoch und das Vorbeiziehen der Wolken erinnert mich daran, wo wir stehengeblieben sind.
.
_die Geträumten.
Wir spielen unsere Rollen ganz gut, finde ich, du Herr Celan und ich Frau Bachmann mit weniger Talent. Wir liebten uns ein Jahrzehnt wie Mohn und Gedächtnis und schoben es auf den Sternschnuppenschauer der Perseiden oder auf die Schmetterlinge im Humboldhain oder auf die Bösebrücke. In drei kleinen Worten haben wir eine Welt entdeckt und da war kein Anfang als wir mit dem Rad raus aus Berlin gefahren sind, um den Sonnenaufgang anzuschauen - wie verdammt kitschig wir am Ende doch jedesmal sind. Ich mit Magenschmerzen kämpfend und du mit Abschied in den Augen, aber das behielten wir damals beide lieber für uns. Wir schrieben uns Briefe und du vertontest all die Gedichte; an den Melodien blieb ich hängen. Mit deiner Stimme im Ohr und deinem Kissen im Nacken träumte ich manchmal und der Gedanke von Flucht zog mir durch den Kopf und wie das wohl klingen würde. Wenn es gewitterte haben wir miteinander telefoniert und als der erste Schnee fiel, wusste der andere sofort was das zu bedeuten hat. Von da an zeigte sich jedes Jahr deine Präsenz in Abwesenheit und mittelstarken bis starken Schüben. Du sagtest mal: bis wir zwei alte Tattergreise sind, die gemeinsam auf der Veranda sitzen. Coelho sagt: you can miss something, but not want it back. Du hast keinen Pulli der nach mir riecht, dafür aber ein zweites Set Bettwäsche aus Leinen und ich alles von dir in eine Kiste verpackt in einem Lagerhaus in Neukölln. MyPlace nennt sich das und ich bin erstaunt darüber, wie wenig Raum du einnehmen kannst. Mittlerweile ist der Sanddorn schon verblüht und wir sind wieder zusammen in Berlin, doch davon weißt du noch nichts. . . *
maybe we just found forever
at the wrong time.
ich presse Blumen
wie Erinnerungen
auf deinem Weg
lege sie
zwischen Papier und
unter meine Haut
ohne Wurzeln
wächst die Abwesenheit
zwischen Papier und
unter meiner Haut.
how I do not rise after falling for you.
alles was ich dir noch geben kann ist Zeit.