Red Riding Hood - Shot on iPhone 7
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@holdit-smile
Red Riding Hood - Shot on iPhone 7
In einer Stunde brechen wir auf in Richtung Flughafen. Wir nutzen die Zeit, in der wir trocknen und warten, um Tschüß zu sagen: Ein wunderbares Hotel mit wunderbaren Menschen. Eine Erfahrung sei noch geteilt: auch ein wasserdichtes iPhone 7 überlebt nicht allzu lange im Ozean.
Es lohnt sich, früh aufzustehen. Wunderbare Farben am Strand und eine furchtbar kitschige Palme.
Happy Happy Happy Happy Happy Happy
Der Titel dieses Beitrags ist kein Tastatur-Tourette und auch keine Pharell-Williams-LP mit hängender Nadel. Es ist die aufgeregt-freudige Begrüßung des Chef de Rang zum Frühstück, zum Mittag, zum Abendessen und zu allen anderen Gelegenheiten. Dabei tanzt er Solo-Samba-Mambo-Hiphop mit den Beinen und ruft "I love my job" und klatscht. Immer. Bei jedem Gast. Der Mann ist 70.
Inzwischen haben wir uns damit abgefunden, dass es quasi immer Futter gibt. Mal süß, mal salzig, aber immer reichlich. Die Qualität ist hervorragend, die Auswahl riesig. Neben dem "World Café", sowas wie der Hauptspeisesaal mit etwa 40 laufenden Metern Büfett aller Herren Länder, gibt es einen Italiener, einen Franzosen, ein Fischrestaurant, ein Steakhaus und einen experimentellen Asiaten. Wir haben alle bis auf den Franzosen ausprobiert und sind begeistert. Der Fisch ist göttlich, das Fleisch perfekt gegart und die Beilagen ungewöhnlich gewürzt und gekräutert. Um den kulinarischen Kreis zu schließen: wir lieben es.
Das Wetter hat sich in den letzten Tagen deutlich verschlechtert. Schnee und Minusgrade soll es haben zu Hause. Uns ist das egal bis Sonntag.
Good Price
Die frohe Kunde zu erst: es ist wirklich ein guter Preis. Ein Schnapp sozusagen. Ein Angebot, dass man nur unter Tränen ablehnen kann. Jetzt der schlechte Teil: wir haben abgelehnt. Wir haben kein Condo gekauft und keinen Anteil für zwei Wochen im Jahr und wir sind auch nicht Mitglied im AMStar-Unlimited-Luxury-Club geworden, obwohl $25.000 (in Worten: fünfundzwanzig Tausend) nun wirklich ein “Good Price” ist. Wir entschuldigen uns bei allen Verwandten, die schon die Flüge hierher geprüft haben.
Was auf den ersten Blick wie eine schlechte Idee aussieht, war in Wirklichkeit ein großer Spaß. Der Lohn ($100 Spa-Gutschein) stand schon vor der Veranstaltung fest, worauf das ganze hinauslief, war uns ebenfalls klar. Wir konnten daher zwei Stunden lang das kleine Einmaleins aller Techniken zum Verkauf solcher Dinge beobachten. Wahrlich amüsant. Der Interessierte findet unter dem Stichwort “Foot in the Door” mehr.
Etwas schade finden wir aber den Schaden für den Ruf des Hotels. Ein Laden dieser Klasse sollte es nicht nötig haben, die eigenen Gäste in solche Veranstaltungen zu locken. Wir werden das entsprechend bewerten und schon aus Prinzip die wenigstmöglichen Punkte vergeben, obwohl es sonst das beste Hotel ist, das wir erlebt haben.
Das Wetter aktuell meint es sehr gut mit mir: immer wieder etwas Regen und meist Wolken am Himmel. Das bedeutet für mich, dass ich nicht Gefahr laufe, mich zu verbrennen und für uns beide, dass der Pool (der wirklich gigantisch ist), leer ist. Leer im Sinne von wörtlich “niemand drin”. Claudi hätte natürlich gerne etwas mehr Sonne, die Vorteile des vermeintlich schlechteren Wetters weiß sie aber zu schätzen.
Morgen versuchen wir mal, einen Tripp zu finden und zu buchen, der Schnorcheln nicht zwangsweise mit Party und Dance Lessons verbindet. Scheint so ein Ding hier zu sein, aus allem eine Tanzstunde zu machen. Insbesondere bei den Kellnern eine manchmal leicht verstörende Situation.
Domrep it is
Wir sind angekommen. Müde, aber nahezu stressfrei hat uns der Fahrer beim Hotel in Punta Cana, etwa eine Inselauto-Stunde vom Flughafen entfernt, abgeliefert. Aber der Reihe nach. In Zürich ließ sich das Ziel der Reise nicht länger geheim halten. Die Einreisebestimmungen standen auf großen Tafeln direkt am Gate. Der Freude über das unerwartete Ziel folgte ein wenig Panik angesichts des jetzt doppelt so lange dauernden Fluges. Glücklicherweise waren unsere Plätze im "Economy-Max"-Bereich, was in etwa dem Premium-Economy-Zeug der anderen Airlines entspricht. Und wir können nicht klagen: massig Platz, sehr freundliche Flugbegleiterinnen, durchaus brauchbares Essen und eine umfangreiche Auswahl an Filmen. Wir können Edeweiss Air und das Platz-Upgrade empfehlen. Nach 10 Stunden tat uns aber trotz üppiger Plätze alles weh, umso besser, dass mit der Einreise und den Koffern alles bestens lief. Der Bus zum Hotel war schnell gefunden und wie gesagt, eine Stunde später waren wir da. Das Hotel ist ein 5-Sterne-Schuppen mit "dem größten Pool der Insel", was wir wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten nicht direkt bestätigen können, es aber für durchaus möglich halten. Der ist riesig. Da wir auch hier nicht gespart haben und das Upgrade in den Preferred Club gebucht haben, liegt unser Zimmer fast direkt am Meer, wir können es vom Balkon aus sehen. Die Anlage ist der Wahnsinn. Überall Brücken (über den überall rumfliessenden Pool), Bars, Schildkröten (sic), Flamingos (sic) und Pfauen (sic). Es ist alles grün und bunt, Blumen, Blüten und Farben wohin man schaut. Wie schon hin und wieder woanders in der Karibik, haben wir das Gefühl, mitten in ein TUI-Katalog-Fotoshooting geraten zu sein. Es gibt sechs Restaurants und diverse kleine Lokalitäten, die wir um Laufe der nächsten Tage ausprobieren werden. Das Abendessen und das Frühstück heute Morgen waren schon mal super. Im übrigen hat Claudi heute Geburtstag. Ein Umstand, der auch dem Personal beim Frühstück nicht entgangen ist. Sie haben ein Lied gesungen, getanzt, geklatscht und alles Klischees erfüllt, die man über die Gegend hier so haben könnte. Es war wunderbar.
TXL - ZRH
Geburtstagsüberraschung
Morgen hat Claudi Geburtstag und sie hat sich Sonne gewünscht. So kommt es, dass wir gerade im Flughafen-Hotel frühstücken, um danach von Tegel aus loszufliegen. Claudi weiß nicht wohin, sie hat aber eine der kleineren Kanarischen Inseln vermutet. Später weiß sie mehr. Bei der Gepäckabgabe hat sie dank des Zwischenstopps in Zürich keine neuen Infos gewinnen können. Mal schauen, ob ich sie in den letzten Flieger bekomme, ohne dass sie etwas herausfindet.
MIA MOVER: Central Station - MIA Station Time Lapse Shot on iPhone 6s
Bye, Miami (Part 2)
Nach zwei Tagen in Floridas zweitgrößter Stadt steht heute die Heimreise an. Wie geplant, haben wir die meiste Zeit beim Shoppen bei Target, JCPenney, Best Buy und anderen US-Ketten verbracht. Für ein wenig Sightseeing blieb trotzdem etwas Zeit, so dass wir noch mal eine Bootstour machen konnten. Wieder einmal ist Miami eine tolle Stadt mit der Mischung aus amerikanischer Bequemlichkeit und spanisch-karibischer Exotik. Die Fahrt im Linienbus war ein großer Spaß und auch das tägliche Gewitter am Nachmittag erscheint noch immer pünktlich. Dank V.erdi wird der Rückflug etwas umständlicher als geplant. Der Streik in Frankfurt verhindert zwar die Landung des Fliegers aus Miami nicht, wohl aber den Start der Maschine nach Dresden. So werden wir wohl die letzten Meilen per Zug reisen müssen. Angesichts der schon erschreckend wenig Probleme während der ganzen Reise ist das aber nur fair. Mal schauen, was wir nach der Ankunft dazu sagen.
Te awaró, Curaçao
Der letze Tag auf Curaçao ist fast vorbei, wir werden gleich die Koffer packen und den Kühlschrank in Form eines Grillfests leeren. Der Flieger nach Miami geht morgen Vormittag um 10, genug Zeit also, um das Auto abzugeben und gemütlich zum Check-In zu schlendern. Nach einer Woche hier fällt es uns leicht, ein kleines Resümee zu ziehen: das "C" der ABC-Inseln ist klasse. Die Sonne brennt erbarmungslos, aber wunderschöne Strände, malerisches Wasser und furchtbar nette Menschen machen die Zeit hier zu einem wunderbaren Urlaub. Entgegen der landläufigen Meinung (Trip Advisor) gibt es hier tatsächlich ein paar coole Dinge zu sehen: Höhlen, Gischt-peitschende Felsen und natürlich eine furchtbar beeindruckende Unterwasserwelt. Der obligatorische Leuchtturm darf auch nicht fehlen. Wir empfehlen jedem, der Sonne, Strand, Schnorchel-Wasser oder andere karibische Werte sucht, hierher zu kommen und sich vom Charme Curaçaos verzaubern zu lassen. Vergeßt die Bahamas! In Miami haben wir noch einen ganzen Tag USA-Shopping vor uns, bevor es am Dienstag Nachmittag über Frankfurt zurück nach Dresden geht. Wir versuchen, uns noch mal zu melden, können aber angesichts der vielen schönen Dinge bei Target, Macy's usw. nichts versprechen.
Klein Curaçao
Curaçao ist ein schönes Stück Karibik und gefällt uns deutlich besser als die Bahamas. Es ist genauso exotisch mit der selben Form von Vegetation, Wasser und Stränden, fühlt sich aber lebendiger an. Inzwischen haben wir eine Hand voll Strände ausprobiert, alle folgen dem selben Muster: weicher, aber dreckiger Strand mit Liegen und Schatten zum Mieten darauf, gefolgt von türkisfarbenem Wasser, das selbst für einen Primetime-TUI-Werbespot zu kitschig wäre. Im Wasser findet man mit Brille und Schnorchel eine Vielzahl an Fischen, Krabben, Schildkröten und anderen Meeresbewohnern, teilweise durchaus giftig und nicht zum Anfassen geeignet. Etwa 12 Kilometer von Curaçaos südöstlicher Spitze liegt eine Insel namens Klein Curaçao, auf der sich ein verlassender Leuchtturm, ein paar Fischerhütten und das ein oder andere Schiffswrack finden lassen. Abgesehen von der perfekten Gelegenheit, die Fotoausrüstung mal einer sinnvollen Beschäftigung zuzuführen, bietet die Insel vor allem Strand, Wasser, Strand und Wasser. Wir haben uns für den Tour-Anbieter entschieden, der ein Strandhaus mit sanitären Anlagen, Getränken und Futter anbietet. Die Überfahrt mit der "Mermaid" dauert etwa zwei Stunden bei Wellengang, der den Mageninhalt einfordert. Nach Ankunft nutzen wir die frühe Stunde und machen uns direkt auf zum Leuchtturm und zum Wrack der "Maria Bianca Guidesman", die dort 1986 verunglückt ist - der Leuchtturm war da offensichtlich schon außer Betrieb. Beim Betrachten wird uns etwas mulmig, das Schiff ist ordentlich groß und wir fragen uns, wie man es schafft, es dort zu parken. Die Insel besteht aus Korallen mit ein paar Pflanzen, zu Fuß muss man höllisch aufpassen, sich nicht die Beine an den scharfen Kanten aufzuschlitzen. Der Strand dagegen ist aus dem Bilderbuch. Wir erschnorcheln ein paar Schildkröten, die gemütlich den Meeresboden abgrasen und sich von uns nicht beim Fressen stören lassen. Nach ein paar Stunden geht es bei deutlich ruhigerer See zurück. Klein Curaçao ist sicherlich kein allgemeines Pflichtprogramm, aber Freunde der Fotografie, Leuchtturm-Fans oder Strand-Sammler sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Viel karibischer kann es nicht werden als auf Klein Curaçao.
Flamingos direkt vor der Haustür. Sehr hübsch anzusehen, akustisch aber nicht der allerschönste Genuss.