Onkel Ele hatte Geburtstag!
Es gab eine Apfelpresse die natürlich gleich ausprobiert werden musste.
Im Vorfeld habe ich natürlich schon kräftig Äpfle gesammelt (Manch einer wird sich über die Erntezeit wundern, aber es handelt sich dabei um Frühäpfel)
Die Äpfel fein säuberlich zerschneiden, dabei Kerngehäuse und dunkle Stellen entfernen. Erst dann können die Apfelstreifen in die Küchenmaschine eingefüllt werden. Niemals dürfen ganze Äpfel in die Küchemaschine gefüllt werden, da sonst die Kerne zerschnitten werden und Bitterstoffe der Apfelkerne freigesetzt werden. Diese Bitterstoffe können eine Fehlgärung verursachen wodurch Methanol entstehen kann. Leichter geht es mit einer Obstmühle, sie zerlegt das Obst ohne die Kerne zu beschädigen (Leider fehlt das Gerät noch im Sortiment).
Das zerkleinerte Obst wird in die Presse gegeben. Nun kann kräftig gepresst werden und es entsteht frischer Apfelsaft. Zurück bleibt eine Art “Apfelbricket” (eignet sich übrigens hervorragend als Dünger für den Garten oder wie ich mir habe sagen lassen als Schweinefutter).
Für 5 Liter Apfelsaft benötigt man ca. 10-15 kg Äpfel
Nun sollte man sich entscheiden, ob man Apfelsaft oder Apfel-Cider davon machen möchte.
Für Apfelsaft:
Auf ca. 80°C erhitzen, etwas abkühlen lassen und in Flaschen füllen. Die Flaschen sollten vorher natürlich steril ausgekocht werden. Alternativ kann man den Apfelsaft innerhalb von 2-3 Tagen aufbrauchen.
Apfelsaft in einen Gärbehälter geben, das ganze mit eine Gäraufsatz verschließen und 8-12 Wochen gären lassen. Nach 3 Tagen beginnt bereits der Gärprozess.
WICHTIG: Den Gärbehälter nur zu 3/4 füllen, sonst schäumt der Saft schnell über oder je nach Gäraufsatz fliegt euch das Getränk um die Ohren (Ich spreche hier wirklich aus Erfahrung und der große Fleck an meiner Küchendecke erzählt heute noch die Geschichte von einer sehr schnell und extrem gärenden Kürbis-Maische, die an einem Sonntag morgen mit einem lauten “Plop” fontänenartig bis an die Decke schoss). Schneller, kontrollierter und sauberer geht es mit Reinzuchthefen und Hefenährsalz (Beispielsweise Arauner Portweinhefe).
Viel Spaß beim ausprobieren