2018/03/31
Letzter Tag in Paris und Heimreise
(soon: scroll down for the English version: Last day in Paris and journey home)
(bientÎt : défiler vers le bas pour la version française)
Die letzte Nacht in Paris war sehr unruhig. Ich war wieder im 12-Bett-Zimmer von vor 2 Tagen und meine Zimmergenossen waren sehr rĂŒcksichtslos und die Disko direkt unter dem Zimmer ohrenbetĂ€ubend laut. Nach dem Aufstehen habe ich mir viel Zeit gelassen und zunĂ€chst gelesen, bevor ich zum FrĂŒhstĂŒck gegangen bin. Danach habe ich ganz in Ruhe meine Sachen gepackt, mich mit ein paar MĂ€dels aus dem Zimmer unterhalten und dann Punkt 11 Uhr ausgecheckt. Meinen groĂen Rucksack habe ich im Keller des Hostels in einen Spind gesperrt und dann habe ich meine letzte Tour durch Paris gestartet.
ZunĂ€chst bin ich am Kanal entlang spaziert, an dem das Hostel liegt, bis ich im Park Villette war. Ich bin ein StĂŒck durch diesen sehr modernen Park gegangen und weiter bis zur nĂ€chsten Metro-Station.  Ich bin bis zur Ăle Saint-Louis gefahren, wo ich ein paar Bilder von Notre Dame gemacht habe (auch ein Seflie, war ja mein letzter Tag und so). Ich bin dann ein paar Metro-Stationen weiter gegangen, ein paar Stationen gefahren und dann von der Station Maison Blanche zurĂŒck bis zum Place dâItalie gegangen. Dort habe ich in ein Kaufhaus geschaut, in der Hoffnung eine öffentliche Toilette zu finden. Nachdem man aber zahlen hĂ€tte mĂŒssen, bin ich weiter gegangen und bin nach einer weiteren Fahrt mit der Metro in der NĂ€he des Eingangs zu den Katakomben auf eine der öffentlichen Toiletten gegangen, die es hier sehr oft in der NĂ€he groĂer PlĂ€tze gibt. Ich habe mich dann eine Weile auf eine Parkbank gesetzt und einfach mal nur doof geschaut. Da ich schon alles gesehen hatte, was ich sehen wollte, hatte ich ausnahmsweise kein schlechtes Gewissen, als ich nichts gemacht habe. Nachdem ich genug Energie getankt hatte bin ich zum Tour Montparnasse gegangen. Nicht weil mich das GebĂ€ude interessiert hat, sondern einfach um ein Ziel zu haben und wo hin zu gehen, wo ich noch nicht war. Danach bin ich wieder mit der Metro gefahren (ich habe mein Ticket diesmal voll ausgenutzt!) und zwar zum Eiffelturm. Dort habe ich mich auf eine Bank mit gutem Blick auf den Turm gesetzt und meinen letzten Zigarillo geraucht (meine Regel war: maximal einen am Tag und insgesamt nicht mehr als die 5, die in der Schachtel waren). Ich habe einige Zeit auf dem Champ de Mars (die GrĂŒnflĂ€che vorm Eiffelturm) verbracht bevor ich Richtung Seine gegangen bin, um dann ein StĂŒck an deren Ufer entlang zu spazieren. Ich bin ĂŒber die Pont Alexandre III gegangen, auf der mich ein Mann gebeten hatte, mit seinem Handy ein Video davon zu machen, wie er einige Meter auf der BrĂŒcke geht und dann ĂŒber das Wasser blickt. Keine Ahnung, wozu er so ein Video wollte, aber ich habe es gemacht und fand es sehr amĂŒsant. Danach bin ich zwischen Grand Palais und Petit Palais (der kleine ist aber auch ganz schön groĂ) hindurch gegangen, zur nĂ€chsten Metro-Station.
Da es mittlerweile schon 18 Uhr war bin ich in Richtung Hostel gefahren. Ich habe mir eine Pizza zum Abendessen gekauft, die ich auf einer Parkbank gegessen habe. (Nein, ich habe mir nicht den Mund verbrannt, weil ich so gierig war.) Satt und mit leicht schmerzendem Mund bin ich in einen nahegelegenen Supermarkt, wo ich eine Flasche O-Saft fĂŒr die Heimreise gekauft habe. Einkaufen in Frankreich ist fĂŒr Deutsche schrecklich (behaupte ich einfach mal ganz allgemein), denn die Kassierer schlafen unter der Arbeit fast ein, so langsam wie die sind. Das ist jedes Mal ein Geduldstest. Auf dem Weg zum Hostel bin ich noch an einer BĂ€ckerei vorbeigekommen und beschloss, doch noch etwas fĂŒrs FrĂŒhstĂŒck am nĂ€chsten Tag in Deutschland zu kaufen. Mit 4 Pain au Chocolat und 4 Apfeltaschen und meinem O-Saft (ich hatte ihn in der Hand getragen und zum Zahlen auf der Theke abgestellt und der VerkĂ€ufer hat ihn netterweise einfach mit in die TĂŒte gestellt) in einer kleinen PapiertĂŒte in der Hand bin ich das letzte StĂŒck zum Hostel gegangen. Dort habe ich meinen Rucksack aus dem Spind geholt, ein paar Sachen umgerĂ€umt und bin dann wieder los, um zum Busbahnhof zu fahren.
Der Weg dahin hat 50 Minuten gedauert, denn ich hatte viel FuĂweg und musste mit 2 verschiedenen Metro-Linien fahren. Mit insgesamt wahrscheinlich 25 Kilo GepĂ€ck habe ich mich den letzten Kilometer von der Metro-Station zum Busbahnhof geschleppt. Meine FĂŒĂe taten bei jedem Schritt weh, was auch kein Wunder ist, so viel wie ich die letzten Tage gegangen war. Ich war etwa eine Stunde vor Abfahrt vor Ort und habe die meiste Zeit drauĂen gewartet, um nicht in der miefig, stickigen Halle zu stehen. Der Bus war fast eine halbe Stunde vor Abfahrt da und es hat fast eine viertel Stunde gedauert, bis ich endlich im Bus saĂ, denn es sind so viele Leute mitgefahren. Ich dachte zunĂ€chst, dass ich GlĂŒck habe und 2 Sitze fĂŒr mich selber habe, denn ich war eine von den letzten Leuten, die eingestiegen ist. 2 Minuten vor Abfahrt hat sich dann doch noch jemand neben mich gesetzt und ich hatte auf der gesamten Heimreise kein GlĂŒck, denn es saĂ durchgehen jemand neben mir. Geschlafen habe zum GlĂŒck trotzdem ein wenig, auch wenn es nicht sehr bequem war.
Um 3:52 Uhr bin ich am 01.04. nach 33 Tagen in Frankreich wieder zurĂŒck auf deutschem Boden gewesen (beziehungsweise in einem Bus, dessen RĂ€der auf deutschem Boden fahren. Jacke â HoseâŠ)
Um 9:10 Uhr ist der Bus in MĂŒnchen angekommen, sogar einige Minuten frĂŒher als geplant. Mein Opa hat mich abgeholt. Daheim habe ich als erstes geduscht (nach 11 Stunden im Bus fĂŒhlt man sich echt greislig) und dann gab es ein OsterfrĂŒhstĂŒck. Satt, sauber und sufrieden wieder daheim zu sein, habe ich mich dann in mein Bett gelegt, um verlorenen Schlaf nachzuholen.











