Manchmal denk ich, zu schreiben wäre Plicht, doch dann, denk ich, schaff ich’s nicht
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@kellerphilosoph
Manchmal denk ich, zu schreiben wäre Plicht, doch dann, denk ich, schaff ich’s nicht
Vom Besitzer einer Sache wird ganz selbstverständlich erwartet, daß er sie mit anderen teilt, weitergibt, ihr Treuhänder und Verwalter ist. Je höher der Rang, desto größer wird diese Verpflichtung.
Argonauten des westlichen Pazifik - Malinowski (via kellerphilosoph)
Und das spannende ist, er schreibt hier von Eingeborenen anno 1918, nicht von Milliardären in der westlichen Welt heute, wo ist denn deren Bereitschaft Besitz zu teilen
Vom Besitzer einer Sache wird ganz selbstverständlich erwartet, daß er sie mit anderen teilt, weitergibt, ihr Treuhänder und Verwalter ist. Je höher der Rang, desto größer wird diese Verpflichtung.
Argonauten des westlichen Pazifik - Malinowski
Wenn der Grießbrei dich (be)-rührt
Was sind das für Momente, in denen mir die Tränen kommen? Mit dieser Frage beschäftige ich mich schon einige Zeit und heute beim Frühstück wurde mir dabei einiges klar.
Momentan bin ich alleine in der Wohnung, meine Freundin ist auf besuch bei ihren Eltern und ich liege mit einer derben Grippe zuhause und versuche gesund zu werden.
Nachdem ich nun auch das letzte echte Obst im Haus gegessen hatte, stand die Frage im Raum, was ich den nun zum Frühstück machen will. Seit einigen Wochen habe ich eigentlich Lust auf Grießbrei mit Zimtzucker und Apfelmus. Nur hatte es bisher nicht gepasst, also war heute der große Brei-tag.
Als ich den Teller so vor mir hatte und begann den Zucker und das Mus zu verteilen wurde ich plötzlich ganz ruhig und merkte wie mir die tränen hochkamen.
Was war passiert? Es ist nicht so, das ich mir nie Grießbrei gemacht habe, in den letzten Jahren, wenngleich ich vielleicht alle 4 Monate mal eine Schüssel mache.
Doch irgendwie erinnerte mich dieser Teller an meine Kindheit. Meine Mutter hatte mir und meinem Bruder oft diese Mahlzeit nach dem Kindergarten oder der Schule aufgetischt und mit dem Mus aus dem Tetrapack ein lustiges Gesicht auf den Brei gemalt.
Meine Tränen kamen aus der Erkenntnis, das ich gerade im Transit des Lebens festsitze. Ich bin zu alt um mir dieses Gericht servieren zu lassen, und noch zu Jung um es eigenen Kindern zu servieren. Es zeigt auch die bittere Wahrheit, das die Zeit mit schönen Dingen so schnell vergehen kann und unwiderruflich das Leben prägt.
Natürlich sind das Schlüsse, die mir soweit bekannt sind, nichts ist von Dauer und alles hat seine Zeit. So wie ich es sehe befinde ich mich ganz generell im Leben aktuell in einer solchen Übergangsphase. Zwischen dem Bachelorstudium und an einem Ort den ich bald verlassen werde.
Vielleicht liefert ein solches Lieblingsessen bei euch ein ähnliches Erlebnis.
Probiert es aus.
Aufstehen ist ein bisschen wie sterben, man will nicht, aber man muss es halt!
Ich - 26
Wo sind unsere klugen Köpfe hin
Es war wieder einmal Tagesschau. Man berichtet von Gewalt, Krieg und bösen Hooligans (getarnte Nazis) und bösen Salafisten, die sich gegenseitig wegdemonstrieren wollen. Bei all dem stellt sich mir die Frage, wer kann uns dieses Chaos erklären?