Bewegungsmeldung: Jetzts wirds auch bei uns banal
Das Publikum ist zwischen 18 und 34.
Über 50% der Besucher kommen via Handy auf die Seite.
Das Angebot ist kostenlos und durch Native Advertising finanziert.
2006 gegründet.
Monatlich gehen 150 Millionen Menschen auf die Seite, 50% davon ausserhalb der USA, aus Deutschland angeblich 2 Millionen User.
Weltweit arbeitet das Unternehmen mit 600 Mitarbeitern, darunter 200 Redakteuren.
Und mittlerweile gibt es nicht nur lustige Tierbilder und Gaga-Rankings auf der Seite, sondern durchaus auch Investigativ-Journalismus und ziemlich gute Reportagen.
Das ist BuzzFeed. Eine News-Seite, die die traditionelle Presse mit Argusaugen beobachtet.
BuzzFeed-Ableger gibt es in UK, Indien, Brasilien, Frankreich und Spanien und seit einigen Tagen auch in Deutschland:
http://www.buzzfeed.com/?country=de#3435882
Man sitzt selbstverständlich in Berlin.
Und der Launch fand in einem Katzencafe in Neuköln statt.
Chefredakteurin Juliane Leopold, 31, weiss, welcher Content im Netz ankommt. Ihr Twittrprofil hat 7.000 Follower.
Sie ist Chefin über 3 weitere Kollegen, man fängt also bescheiden an.
Und derzeit gibt es 1.800 Facebook-Fans.
Wie die US-Kollegen beginnt das Portal mit viel Gaga-Content und sinnlosen Rankings bzw. reißerischen Aufmacherheadlines. Doch eines muss man den Machern jetzt schon lassen: die Story „16 Schritte, wie du dich auf eine russische Invasion vorbereitest“ bekam mit Sicherheit mehr Clicks, als so manche seriöse, aber langwierige Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt.
Verboulevardisiert und verdummt jetzt auch die deutsche Medienlandschaft? Leopold gibt sich bescheiden und sagt, dass ihr Zielpublikum Leute seien, die „tagsüber in Büros sitzen, und anstrengenden Tätigkeiten nachgehen und sich zwischendurch einfach m al kurz ablenken wollen.“ Klingt nach einem Erfolgsmodell.













