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Simon ''Ghost'' Riley
He's an artist
he's also autistic and he secretly likes pink he also designed his own tattoo
edit: yeah that's Soap and Rudy
soap: who was insane enough to give you a license?
ghost: no one
soap: *currently in the passenger seat* what?!
ghost: *driving like a madman* i don't have a license, it's not so hard to understand johnny
rodolfo, price, alejandro and gaz have a bet going on about who's gonna confess his feelings first (and how)
rodolfo thinks it's gonna be ghost
price thinks it's gonna be soap
alejandro thinks it's gonna be soap and that he will do it in front of everyone
gaz thinks it's gonna be soap and that he will accidentally do it in front of everyone
everyone makes fun of rodolfo because there's no way ghost actually express his feelings first
in the end it's actually ghost that accidentally confesses in front of the whole 141 while they're on a mission
rodolfo is now rich and the other three have to do everything he says (outside of missions)
BUS GAMER - Another type of game
Es war eine kühle Nacht, vorhin hatte es kurz geregnet. Er trat aus dem kleinen Nudelhaus, hinaus auf den Fußweg, und steckte sich eine Zigarette an. Seine beiden Teamkollegen waren schon gegangen, er hatte sich noch mit dem Besitzer unterhalten, kannte ihn von früher.
Sein Team hatte schon so einige Spiele bestritten, das heute Nacht und auch die beiden davor unterschieden sich allerdings ein wenigvon den bisherigen. Die grundlegenden Regeln waren die gleichen, dem gegnerischen Team entweder die Disk mit den brisanten Firmeninformationen abnehmen oder die eigene Disk verteidigen. Anscheinend war einigen der hohen Herren diese Variante aber zu langweilig geworden und so hatten sie sich mit eigentlichen Konkurrenten zusammen getan. In diesem Fall mussten also immer zwei Disks von zwei Teams zusammen erobert oder verteidigt werden.
Eigentlich eine recht praktische Sache, es schieden schneller mehr Konkurrenten aus, somit würden sie schneller an den großen Geldgewinn kommen. Andererseits war es aber auch gefährlicher, da man auf mehr gegnerische Personen und auch auf mehr Teamkameraden achten musste.
Leider wusste keiner von ihnen wer entschied, welche Teams wann gegeneinander antraten. War es nicht ein wenig viel Zufall das sie alle drei “Tag-Team”-Matches mit dem gleichen verbündeten Team bestritten hatten? Und wenn es wirklich Zufall war, wann würde der Zeitpunkt kommen, an dem sie sich mit ihnen als Gegner auseinandersetzen müssen? Könnte dann schon schwieriger als sonst werden.
Sein Team bestand aus ihm und zwei anderen Männern, seine jetzt zeitweiligen “Teamkollegen“ waren zwei Männern und eine Frau. Die Erste, der sie in diesem Spiel begegnet waren. Sie muss in ziemlichen Schwierigkeiten stecken, wenn sie, als Frau, bei so einer Sache mitmacht. Sie war geschickt und agil, hatte sich ihre Disk nicht abnehmen lassen. Durchaus interessant… Auch die beiden Typen wussten, was sie taten. Der eine ein muskulöser, aber etwas zu kurz geratener Kerl, jedenfalls im Vergleich zu ihm. Der andere auf den ersten Blick ein Schönling, der aber genau wusste, wie er bekam, was er wollte, gar nicht dumm. Muskeln, sportlich und smart, und das war sicher noch nicht alles was sie drauf hatten. Das eigentlich interessanteste war allerdings, dass sie allesamt keine Japaner waren, woher auch immer aus dem Westen sie stammten.
Informationen über die anderen Spieler hatten sie nicht. Selbst von seinen eigenen Kollegen wusste er kaum etwas. Nicht, dass er selbst Interesse daran hatte, etwas zu erfahren oder vielleicht sogar von sich selbst preiszugeben, oh nein. Je weniger die anderen von ihm wussten, desto besser.
Jedenfalls hatte sich die Sache, dieses Spiel, bis jetzt für sein Team ausgezahlt, sie hatten immer gewonnen. Logisch, ansonsten wären sie jetzt vermutlich mehr oder weniger bekannte Gäste in einer Leichenhalle. Und er hatte nicht vor in nächster Zeit in einer zu landen. Also weiterhin auf der Hut sein, mitspielen aber nicht mit sich spielen lassen.
Er zog ein weiteres Mal an der Zigarette. Es war noch zu früh, um schon nach Hause zu gehen. Der Sieg musste gefeiert werden, und das nicht nur mit einer nächtlichen Fressorgie. Er würde sicher noch eine nette Begleitung für den Rest der Nacht finden, das fiel ihm schließlich nie schwer. Würde er der Straße ein Stück weit folgen, käme er an einigen Kneipen und Bars vorbei. Er wand sich nach rechts und ging los.
“Junge, nimm deine Finger weg!“ kam es leise aus der entgegengesetzten Richtung. Es klang nach einer Frau.
“Aber warum denn? Ist doch alles easy.“ Ein Kerl.
“Lass los!!!“ Sie klang recht aggressiv.
“Wir wollen dir doch nichts tun. Komm schon.” Ein anderer Kerl.
“Ich bin keine Selbstbedienungstheke, sucht euch wen, der darauf steht, sich von euch befingern zu lassen!“ Die Stimme kam ihm merkwürdig bekannt vor, als hätte er sie erst vor kurzem gehört. Die Erkenntnis kam. Das war sie! Die Typen allerdings klangen unbekannt. Er zog erneut an der Zigarette.
Nachdem das heutige Match geendet hatte, hatten sich die Wege ihrer Teams getrennt, wie die Male davor auch. Er war mit seinen Kollegen essen gegangen, wie schon so oft, Kazuo war in der Hinsicht wirklich nicht zu bremsen. Dass es einen der anderen in die gleiche Richtung verschlagen hatte, war angesichts der Größe der Stadt schon ziemlich überraschend.
“Hör doch auf so rumzuzicken!“ Wieder einer der Kerle. Das ganze klang definitiv nicht so, als hätten alle Beteiligten Spaß. Dann ein lauter Aufschrei von ihr.
Die Tatsache, dass sie während der Spiele keinen nennenswerten Verletzungen davon getragen hatte, ließ ihn vermuten, sie brauche keine Hilfe. Andererseits klang der Schrei eher angsterfüllt als energiegeladen. Sollte er nachschauen was dort vor sich ging? Vielleicht könnte er ja noch ein wenig Action abgreifen... hmmm… Während er noch zu Ende dachte hatte er auch schon umgedreht, und ging auf die Straßenecke zu, hinter der jetzt immer deutlicher die beiden Typen zu hören waren, wie sie sich darüber austauschten, was sie alles wie und wo mit ihrer Eroberung anstellen wollten.
Als er um die Hausecke bog, war er erstaunt über die Szene, die er vorfand. Sie kniete auf dem Fußweg, die beiden Typen standen, einer links, einer rechts, neben ihr, der rechte hatte ihr an den Hinterkopf gegriffen und hielt sie so an ihren Haaren fest. Ihm hatten sie alle drei den Rücken zugewandt. ‘Was ist denn nur los mit ihr, warum wehrt sie sich nicht, das sollte doch wirklich kein Problem für sie sein?’ war der erste Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss, der zweite, wie er den beiden jetzt am besten so richtig die Schnauze polierte. ‘Sehr schön...‘ Er nahm die Zigarette, warf sie auf den Boden und trat sie aus, sein linker Mundwinkel zog sich zu einem Grinsen nach oben. Dann passierte alles fast wie von selbst.
“Ihr zwei Arschgesichter seid echt unhöflich.” Beide Typen sahen ihn an. Der rechte bekam mit dem linken Fuß einen Tritt ins Gesicht, er schrie schmerzerfüllt auf, ließ ihre Haare los und griff sich an die sicher blutende und hoffentlich auch gebrochene Nase. Außerdem taumelte der Typ nach hinten. ‘Das war der eine, jetzt Nummer zwei.‘ Er grinste noch immer. Beim linken Typen landete die rechte Faust mit voller Wucht im ziemlich überraschen Gesicht. Auch er schrie vor Schmerz, stolperte zurück und drehte sich dabei taumelnd ein mal um die eigene Achse. Sie kniete noch immer am Boden, blickte nicht auf, starrte nur ins Leere.
“WAS SOLL DIE SCHEISSE???“ Der linke blickte ihn entsetzt an, die Hand an der Wange. ‘Vielleicht sind jetzt ein paar deiner Zähne locker.’ Er griff in seine Jackentasche und zog eine neue Zigarette und sein Feuerzeug aus der Schachtel. “Ey lass un‘ abhau‘n.“ Der rechte hustete, er hatte mittlerweile ziemlich viele Blutflecken auf seinem Hemd. ‘Hast dich wohl an deinem eigenen Blut verschluckt.‘ Er steckte die Zigarette in den Mund und zündete sie an. Die beiden Typen gingen langsam rückwärts, hustend, ächzend, ihn mit Blicken fixierend. Sie wirkten recht zittrig auf den Beinen. Er schien seinen Standpunkt klargemacht zu haben. Als sie sich ein Stück von ihm entfernt hatten, drehten sie sich um und machten sich, so schnell wie es ihnen möglich war, davon.
‘Ist definitiv gesünder für euch, sich zu verziehen.‘ “… … …“ Er nahm schweres Atmen wahr und blickte vor sich. Sie kniete noch immer dort, mittlerweile vornüber gebeugt, mit den Händenauf dem Fußweg abgestützt. War das die gleiche Frau, mit der er ein paar Stunden zuvor noch ein Spiel gewonnen hatte? Sie wirkte völlig hilflos und verängstigt, von Selbstbewusstsein keine Spur. Er trat langsam neben sie und ging in die Knie, sah sie sich dabei an. Sie trug noch die gleiche Kleidung wie vorhin, nur anstatt der Stiefel Turnschuhe, ihre blonden Haare wirkten durch den Griff von dem Typen durcheinander, waren aber noch amHinterkopf geflochten.
“Hey, alles klar, kann ich dir helfen?“ Er hielt ihr seine Hand hin. Sie atmete noch immer angestrengt. Aber jetzt drehte sie ihren Kopf in seine Richtung. Aus glasigen Augen schaute sie ihn an.
---
Das 'Hey, alles klar, kann ich dir helfen?’ war aus weiter Ferne zu ihr durchgedrungen. Dass ihr die Stimme so bekannt vorkam, fand sie verwunderlich, hatte sie aber doch wachgerüttelt. Sie drehte den Kopf langsam nach links. Da hockte jemand neben ihr. Da hockte Nobuto neben ihr?
Sie blickte in seine Augen. Langsam wurde es in ihrem Kopf wieder klar, die schlimmen Gedanken und die damit verbundenen Panikgefühle verzogen sich ganz, ganz langsam wieder in eine abgelegene Ecke ihres Gehirns. Jetzt merkte sie auch erst, dass sie auf dem Boden kniete, dieser widerwärtige Typ hatte sie wirklich an genau der falschen Stelle zu fassen bekommen.
‘Das war wirklich dermaßen unvorsichtig von mir! Ich sollte wohl doch mal weniger trinken, meine Reaktionsfähigkeit hat echt gelitten.‘ Die Typen, sie hatten vor dem Club auf sie gewartet. Anscheinend, um ihr klar zu machen, wie unbedingt sie sich doch mit wenigstens einem von ihnen einlassen müsste. Wollte sie nicht, versuchte sie ihnen klar zu machen, aber ein nein war keine ausreichende oder akzeptierte Antwort gewesen.
Nun, zumindest waren sie jetzt verschwunden. Sehr wage hatte sie in ihrer Abwesenheit und Panik mitbekommen, dass Dinge um sie herum passierten, war allerdings viel zu abgelenkt, um zu wissen, was genau. Anscheinend hatte er sich um die Typen gekümmert? Das war echt nett von jemandem, den man irgendwann vermutlich mal zum Feind haben wird. Er hielt ihr seine Hand hin, wohl als Angebot, ihr beim Aufstehen zu helfen. Sie legte ihre Hand in seine.
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Der glasige Blick verschwand aus ihren Augen, und sie hob ihre Hand, um nach seiner zu greifen. Vorsichtig fasste er zu und spürte ein Zittern. Langsam stand er wieder auf, um sie dann ruhig und vorsichtig nach oben zu ziehen. Sie wirkte kraftlos. Irgendetwas war bei ihr ganz und gar nicht in Ordnung. Interessierte ihn aber auch nicht. Mittlerweile war sie aufgestanden und er hatte ihre Hand wieder losgelassen.
Sie klopfte sich ihre Hände aneinander ab und blickte dabei in die Richtung, in welche die Typen geflohen waren, und in die auch sie wohl vorher unterwegs war? Ihr Gesicht glänzte vomSchweiß. Und sie zitterte, jetzt viel mehr als beim Aufstehen eben noch. ‘Das Spiel ist so schon gefährlich genug, das Risiko zu erhöhen wäre ziemlich dumm. Es geht immerhin um eine Menge Geld.‘ Sein Verstand hatte mit der Sache abgeschlossen, er hatte ihr geholfen, ab jetzt kam sich sicher alleine klar.
“Frierst du?“
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Die Panik hatte ihr doch ziemlich zu schaffen gemacht, sie schwitzte und zitterte jetzt recht heftig. Und auch die kühle Nacht trug ihren Anteil bei.
“Frierst du?“ Er blickte sie fragend an, hatte eine Zigarette im Mund.
“Doch, ja, schon ein wenig...“ Ihre Ausdrucksweise war noch träge, von der sonst vorhandenen Schlagfertigkeit fehlte jede Spur. Er fing an seine Jacke auszuziehen.
'Okay…?' Sie kannte es, das Männer ihr gerne den Hof machten, auch mit Kleinigkeiten, dass er sich dazu hinreißen lassen würde, hatte sie allerdings nicht erwartet. Bis jetzt hatten sie immer Distanz gewahrt, wer weiß, was dieses Spiel in Zukunft noch mit sich bringen würde.
Er ist ein Weiberheld, das war mal klar. Das wird sein Ding sein, Routine. Nur, dass das hier kein normaler Flirt mit einem Typen war. Mit der rechten Hand hielt er seine Jacke, mit dem linken Arm griff er um sie herum, um ihr diese über die Schultern zu legen.
'Ich sollte mich wohl für die Hilfe bedanken? Ohne mich hätte mein Team nicht weiter spielen können und wollen.' Sie zitterte noch immer stark, wollte nach Hause gehen. Je weniger sie in Kontakt waren, desto besser.
“Vielen Dank.“
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Er hatte seine Jacke ausgezogen und ihr über die Schultern gelegt. Das war nicht schwer, denn sie war ein wenig kleiner als er. Nicht überraschend, die meisten Frauen waren kleiner als er. Die meisten Frauen spielen aber auch kein “Spiel” in dem es um so viel Geld ging. Die meisten normalen Menschen taten das nicht. Er streckte sich, einige Gelenke knackten.
“Vielen Dank.“ Sie blickte ihn an. Er nahm die Zigarette aus dem Mund. Abstand wahren, wie sonst auch, das hier war schließlich kein Date, konnte sich also nicht auszahlen. Irgendwann würden sie aufeinander treffen. Er legte seine Arme um sie und drückte sie ganz leicht an sich, das zittern war noch immer zu spüren.
“Was bekomme ich denn für deine Rettung?“ Jetzt schaute er mit leicht geneigtem Kopf zu ihr hinunter, sah ihr in die Augen. Sie hob die Arme und winkelte sie an, legte ihre Hände auf seine Brust. Das war Absicherung, hatte er schon bei vielen anderen erlebt. Auch wenn er bei den Frauen meist darauf aus war, sie flach zu legen.
“Wer sagt, es würde eine Belohnung für meine Rettung geben?“ Das zittern hatte ein wenig nachgelassen. Die einzige Entschädigung für seine Hilfe war, dass er die beiden Typen verprügeln konnte. Das war schon nett. Er drückte sie etwas fester an sich. Sie wirkte jetzt etwas standhafter, in sich gefestigter. Sie schien sich zu erholen. Gut, dann konnte er endlich gehen, die Nacht war schließlich noch jung, er wolle schon noch etwas unternehmen.
“Dein Team wäre ohne dich am Arsch, zu zweit können sie nicht spielen.“ Unter normalen Umständen wüsste er jetzt wohl schon wie sie schmeckt, zumindest, welcher Drink ihr letzter gewesen ist. Normale Umstände, das wäre schon schön. Aber noch hatte niemand das Spiel gewonnen. Und der Feind meines Feindes nicht automatisch mein Freund.
“Richtig. Und dein Team wäre dadurch vielleicht schon eine Runde weiter.“ Er hätte vorhin einfach seines Weges gehen sollen. Sein linker Arm hielt sie noch immer fest, mit dem rechten löste er die Umarmung, um die Zigarette wegzuwerfen. Ihre Hände lagen mittlerweile auf Höhe seiner Taille und er spürte wie sie Druck ausübte. Er dachte, sie wolle sich lösen, begann aber stattdessen, sich ihm entgegen zu strecken. Er hielt sie jetzt wieder in beiden Armen. Sein Kopf neigte sich zu ihr herunter, ihr Gesicht kam dem seinen näher. Dieses Spiel musste enden, jetzt!
Sie küssten sich.
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“Was bekomme ich denn für deine Rettung?“ Dass sie von ihm umarmt wurde, kam unerwartet, dass erihr dabei in die Augen schaute, sorgte aber für ein angenehmes Gefühl. Trotzdem hob sie ihre Arme, winkelte sie an und legte ihm die Hände auf die Brust. Nu zur Vorsicht. Er war schließlich ein potenzieller Gegner. Aber auch warm, das half gegen das Zittern.
“Wer sagt, es würde eine Belohnung für meine Rettung geben?“ Sie merkte, wie ihre Selbstsicherheit zurückkehrte. Belohnung... Was sollte sie ihm anbieten, etwa einen One-Night-Stand? Wir könnten schließlich morgen schon Gegner sein. Er zog sie fester an sich heran. Der Halt hatte ihr geholfen sich weiter zu beruhigen. Aber das Gleiche würden ihre Kuscheldecke und eine Wärmflasche auch tun. Sie ließ ihre Arme langsam an seiner Brust herunter gleiten.
“Dein Team wäre ohne dich am Arsch, zu zweit können sie nicht spielen.“ Ja, er hatte recht. Aber warum hatte er ihr denn überhaupt geholfen? Sein Team wäre doch viel besser dran, wenn sie einen Gegner weniger hätten, der ihnen im Weg stehen würde. Und beeindrucken musste er sie schließlich nicht, das konnte er sich für andere Frauen aufheben.
“Richtig. Und dein Team wäre dadurch vielleicht schon eine Runde weiter.“ Sie war ihm dankbar für die Hilfe. Er hielt sie noch immer fest, löste die Umarmung jetzt aber mit dem rechten Arm und warf die Zigarette, die er in der Hand gehalten hatte, weg. Ihre Hände waren mittlerweile auf seiner Taille angekommen, drückten dagegen und wollten die Chance nutzen, sich aus seiner Umarmung zu befreien. Stattdessen streckte sie sich, kam seinem Gesicht näher, näher als sie es je für wahrscheinlich gehalten hatte. Er hatte sie wieder in beide Arme geschlossen.
Ihre Bekanntschaft war auch weiterhin kein Vergnügen, im Grunde ja nicht mal mehr als ein sehr gefährliches Spiel. Allerdings ein sehr gutaussehendes. Sein Kopf senkte sich langsam in ihre Richtung. Durch ihr Gehirn schallte ein kurzes, lautes ‘FUUUCK!’.
Sie küssten sich.
---
Mit geschlossenen Augen standen sie da, ihre Lippen ruhten aufeinander, ein kurzer Moment, der wirkte, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die Straße war weiterhin menschenleer, im Hintergrund war der nächtliche Großstadtlärm zu hören. Dann begannen ihre Lippen sich langsam zu bewegen, sie finden an sich zu küssen.
‘So schön warme Lippen.’ Ihre Hände wanderten von seiner Taille auf seinen Rücken, indem sie mit den Fingern über das Shirt glitt. Auf dem Rücken legte sie die Hände ab, drückte auch ihn jetzt an sich. Ein so angenehmes Gefühl, aber auch so falsch.
Auch er legte ihr jetzt beide Hände auf den Rücken und hielt sie so noch ein wenig fester. Vielleicht war sie ja doch noch nicht wieder so fit, sollte ihm ja nicht entgleiten. Sie hatte noch immer seine Jacke umgehängt. Vielleicht roch sie nachher nach ihr. ‘Das wäre gut... gar nicht gut, das wäre wirklich gar nicht gut.’
In den kurzen Pausen zwischen den Küssen waren leise Atemstöße zu hören. Sie begann, ihn mit sanftem Druck in Richtung der Hauswand zu schieben. Und mit kleinen Schritten ging er langsam rückwärts. Sie drückte ihn noch einmal fest an sich, nahm dann aber ihre Hände von seinem Rücken, legte ihm die Arme auf die Schultern. Mit den Daumen begann sie seinen Nacken auf und ab zu fahren. Langsam war sie zu abgelenkt, um noch zu wissen, was gerade richtig und falsch war.
Sein Rücken berührte die Hauswand, er lehnte sich dagegen. Er hielt sie weiterhin fest, war auf dem Weg rückwärts an die Wand aber mit den Händen von auf der Jacke unter die Jacke gewechselt. Er spürte, wie ihre Finger seinen Nacken entlang strichen und tat das gleiche, allerdings an ihrer Wirbelsäule. Alles steuerte gerade mehr und mehr auf ein Game Over zu.
Die Küsse wurden intensiver. Er schmeckte noch ein wenig nach Alkohol, dafür umso mehr nach Zigaretten, was nicht weiter überraschend war. Sie hatte kein Problem damit, wer rauchen wollte, sollte es halt tun. Sie selbst tat es nicht. Warum wirkte der Geschmack auf eine eigenartige Weise so anziehend?
Er wusste noch immer nicht was ihr letzter Drink war, denn sie schmeckte nach zu viel auf einmal. Anscheinend hatte sie es aufgrund ihres Sieges ordentlich krachen lassen. Noch immer küssten sie sich intensiv, feucht, mal wieder richtig durchatmen wäre nicht schlecht. Aber wo er jetzt eh schon mit einem Fuß über dem Abgrund stand, konnte er da nicht gleich springen?
“BI-BIEP!“ Der Benachrichtigungston eines Handys durchschnitt die geladene Luft.
---
Sie riss ihre Augen auf. Das Gefühl, als hätte ihr jemand einen Eimer Eiswasser ins Gesicht gekippt und gleichzeitig in den Magen geboxt, stieg in ihr hoch. Schlagartig hagelten all die Gedanken und Fragen, die sie bis dahin erfolgreich ignoriert, verdrängt und ausgeblendet hatte, auf sie ein.
Sie blickte in seine ebenfalls geöffneten Augen. Ihre Lippen lösten sich voneinander.
‘Ein Fehler. Das war ein Fehler. Das war ein riesengroßer, scheiß FEHLER!‘ Sie ließ ihre Arme sinken, die Hände dabei an seinem Körper hinab gleiten. Er hatte sie ebenfalls losgelassen. Sie wand sich von ihm ab, ging los.
‘Weg, ich muss hier weg!‘ Das Letzte, was sie spürte war, wie ihre Hand ein letztes Mal durch seine glitt. Er hatte versucht nach ihr zu greifen, sie aber nicht mehr zu fassen bekommen. Ihre Schritte wurden immer schneller, gingen nach kurzer Zeit in ein leichtes laufen über.
Es war egal, dass sie in die falsche Richtung lief. Es war egal, dass seine Jacke noch immer über ihren Schultern hing. Es war egal, dass er ihr zur Hilfe gekommen und sie gerettet hatte. Es war egal, dass sie es genossen hatte ihn zu küssen, zu schmecken und zu berühren.
Was nicht egal war? Dass sie gerade ein viel zu großes Risiko eingegangen war. Sie hatte sich, sie hatte ihr Team in Gefahr gebracht. Wie sehr, das war für den Augenblick noch nicht abschätzbar. Irgendwas zwischen einer vielleicht komischen bis unangenehmen Situationen, sollten sie sich noch einmal als “Teamkollegen“ wiedersehen, und dem Tod. Denn nur ein Team konnte das Spiel letztendlich gewinnen. Die anderen… nun ja, zumindest in den Nachrichten wurde noch einmal über sie berichtet.
Irgendwann wurde sie wieder langsamer, war mittlerweile an einer Bahnstation angekommen. Nachdem sie nachgeschaut hatte, wie sie von dort nach Hause kam, zog sie das Handy aus der hinteren Hosentasche. Nicht, weil sie nachsehen wollte, wer ihr geschrieben hatte. Das wusste sie, hatte es am Benachrichtigungston erkannt.
Es war ihr Teamkollege, ihr Bruder. Sie wollte nachsehen, wie spät es war, ihr Zeitgefühl war völlig dahin. Der Überfall, die dadurch ausgelöste Panikattacke, das Gespräch danach, dann… der Fehler. Gefühlt waren Stunden vergangen. Sie blickte auf die Uhr. Ungefähr 40 Minuten waren verstrichen, seit sie sich auf den Weg gemacht hatte.
Es erschien ihr völlig surreal, aber es stimmte. Die Nachricht ihres Bruders bestätigte es ihr, er hatte gefragt, ob sie schon beinahe fast gleich Zuhause angekommen war. Das tat er meist, wenn er noch nicht wusste, ob und wenn wann er diese Nacht wieder in ihrer gemeinsamen Wohnung sein würde. Dass sie zusammen wohnten war der Praktikabilität und den Kosten geschuldet, außerdem konnte er so auch ein wenig auf sie aufpassen.
Dass das heute nicht funktioniert hatte, war natürlich nicht seine Schuld, sie hatte allerdings momentan auch wenig Lust, ihm zu schildern, was gerade alles passiert war. Er würde sich nur Sorgen und vielleicht sogar Vorwürfe machen, nichts was jetzt Notwendig war. Sie tippte ein >Bin gleich dort, dir noch einen schönen Abend. Mach nichts was ich nicht auch tun würde.< als Antwort und steckte das Handy wieder weg.
Morgen würde sie ihm alles erzählen, sich einen gewaltigen Vortrag anhören müssen, was sie da überhaupt verbockt hatte. Jetzt wollte sie nur noch ins Bett. Wobei, erst duschen, dann ins Bett. Und schlafen. Und von seinem Geschmack und Geruch träumen… ‘Ach verdammt noch mal!‘
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Er würde nicht erfahren, ob sich der Sprung in den Abgrund gelohnt hätte. Er öffnete die Augen, sah, dass sie das Gleiche getan hatte. Allerdings sah sie so aus, als müsse sie sich demnächst übergeben. Ihre Lippen trennten sich voneinander. Damit war die Sache dann wohl erledigt. Sie senkte ihre Arme, wollte sich aber anscheinend nicht ganz von ihm trennen, fuhr mit den Fingern noch einmal seinen Körper entlang. Er begann seine Umarmung zu lockern, löste diese nur ungern. Sie drehte sich weg und ging.
Er war es nicht gewohnt einfach stehen gelassen zu werden, sonst war er derjenige, der die Damen abservierte. Da hatte er ja zumindest was gelernt, auch gut. Er griff nach ihrem Arm, erwischte ihn zwar, konnte sie aber nicht mehr festhalten, fühlte nur noch ihre Hand durch seine gleiten. Sie entfernte sich immer weiter von ihm, wurde schneller, fing an zu laufen. Er sah ihr nach, lehnte sich wieder an die Wand.
Was fing er mit dem Rest der Nacht jetzt noch an? Erstmal eine Zigarette anstecken. Die in seiner Jacke waren. Die sich gerade auf dem Weg nach wer weiß wohin befand. Jetzt roch sie vermutlich wirklich nach ihr. Also brauchte er erst mal neue Zigaretten. Ein paar Drinks wären auch nicht verkehrt, um einen sauberen Alkoholgeschmack im Mund zu haben. Und das Gefühl einer Metallkugel an der Zunge des Gegenüber aus dem Kopf zu bekommen. Interessant… Und dann Gesellschaft, weibliche, am besten für den Rest der Nacht. So klang das nach einem vernünftigen Abschluss.
Er stieß sich von der Wand ab und ging in die gleiche Richtung wie sie, allerdings bog er wieder um die Ecke, um seinem eigentlichen Weg von vor der ganzen Aktion fortzusetzen. Was für eine Aktion… Was für eine Frau...
---
Er schlug die Augen auf. Sonnenlicht fiel durch die Spalten zwischen Fenster und Gardinen in die Ein-Zimmer-Wohnung. Was hieß, es war bereits mindestens später Vormittag. Was für ein Abend das gestern war, sie hatten es in die nächste Runde geschafft, hatten sich am Buffet den Bauch vollgeschlagen und dann… ja dann kam sie.
Danach war er noch in einer Bar, hatte jemanden gefunden mit dem er sich vergnügen konnte… er spürte eine Berührung an seiner rechten Schulter und drehte den Kopf in jene Richtung. Der kurze Anflug von Freude wandelte sich sogleich. Da lag jemand, aber es war nur seine Begleitung von letzter Nacht. Keine blonden Haare, nicht das Gesicht dem er gestern so nah war, nicht sie.
Er stand auf, war unzufrieden, wusste selbst nicht wieso. Während er sich anzog, wurde die junge Frau wach. “Wenn du gehst, schließ hinter dir ab und wirf den Schlüssel in den Briefkasten.” Die Frau sagte etwas, während er Zigaretten, Portmonee und Schlüssel einsteckte, die Wohnungstür öffnete, hinaustrat und sie hinter sich schloss. Er steckte sich eine Zigarette an und ging los. Wohin, wusste er noch nicht so genau, eigentlich nur etwas Zeit totschlagen, bis seine Begleitung von letzter Nacht seine Wohnung geräumt hatte.
Er kam an den Briefkästen vorbei, zog den Schlüssel aus der Tasche und schaute nach. Seiner war bis auf Werbung leer, es lag keine Disk darin. ‘Gut so, hoffentlich lässt das nächste Spiel noch eine Weile auf sich warten.’ Am besten erzählte er seinen Teamkollegen gar nicht erst von der Aktion letzte Nacht, er war sich nicht sicher wie Tokis Reaktion ausfallen würde. Außerdem wollte der sie bis dahin eh wieder aus seinen Gedanken haben, um sich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren zu können. Gewinnen war schließlich das was zählte.
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Sie blinzelte, rieb sich die Augen. Erholsames schlafen fühlte sich anders an wenn man aufwachte, das war mal klar. Und was war das für ein Geschmack in ihrem Mund, sie hatte sich doch die Zähne geputzt, bevor sie ins Bett gegangen war. Er war nicht schlecht, sogar angenehm. Vielleicht war es gestern aber doch etwas viel Durcheinander an Alkohol. Egal, der Abend war toll, sie hatte viel getanzt, getrunken, ihr Team hatten eine weitere Runde im Spiel gewonnen…
Ihre Gedanken überschlugen sich. Der Heimweg, die ekelhaften Typen, die Panik, die in ihr hochkam, er, der ihr geholfen hatte… den sie geküsst hatte… sie griff nach einem Kissen, drückte es sich ins Gesicht und schrie hinein.
Der Geschmack in ihrem Mund, das war er. Ja, ohne ihn wäre ihr mit den Ekelhaften wer weiß was passiert, aber als Dank für seine Hilfe gleich solche Intimität? Anonymität war doch das wichtigste für das Spiel. Sie nahm das Kissen vom Gesicht und setzte sich auf, ihr Blick fiel auf die Kleidung am Boden. Die Sachen, die sich gestern Abend angehabt hatte, Hose, Oberteil, BH, Jacke… seine Jacke.
Sie ließ sich wieder nach hinten fallen und schrie erneut ins Kissen. Das musste sie auf die Reihe kriegen, konnte sich keine Gedanken um andere als ihre Teammitglieder machen, egal wie gut sie aussahen oder schmeckten. Und sie musste es ihrem Bruder erklären. Na großartig.
Mit der linken Hand suchte sie auf dem Nachtisch nach ihrem Handy, mit der rechten nahm sie das Kissen aus dem Gesicht. Sie fand das Handy, griff danach und schaue darauf. Es zeigte Nachrichten an, darunter eine von ihrem Bruder. >Komme heute Nacht nicht nach Hause, habe da jemanden kennengelernt. Bis morgen dann.< Zum Glück hatte sie ihm gestern nichts weiter geschrieben, sonst wäre er doppelt sauer geworden. Aber jetzt ließ sich das leider nicht mehr vermeiden.
Ihm konnte sie nichts verheimlichten, er kannte sie einfach zu gut, war schließlich nicht nur ihr Bruder sondern auch ihr bester Freund. Und sein Leben wollte sie ganz sicher nicht aufs Spiel setzen, indem sie Dummheiten beging. Das Spiel war todernst und sie wollen es gewinnen. Mit diesen Gedanken im Kopf begann sie ihre Nachricht zu tippen. >Steve, ich hab gestern Abend möglicherweise vielleicht ein bisschen Scheiße gebaut.<
i’m alive bitches
Und plötzlich sind alle anders
Letzte Woche Dienstag wurde ich in den Stundenabbau geschickt da nicht viel zu tun war und ich zu den Leuten gehört die halt doch vergleichsweise viele Überstunden haben. Alles klar, kein Problem, ich ging, die Stimmung meines Teams war in Ordnung.
Heute kam ich wieder zur Arbeit und das erste was ich gesagt bekomme ist ein freundliches "Ich gehe kurz eine rauschen, hast du danach Zeit für ein kurzes Gespräch?" von meinem Vorgesetzten. Ja klar, kein Thema. Ich gehe los um Arbeitsutensilien zu holen, frage eine Kollegin wie die letzten Tage waren. "Naja, die Stimmung war gespannt, es gab Stress." Oh, was da wohl wieder vorgefallen ist, bestimmt der übliche Stress mit den üblichen Leuten um die üblichen Probleme. Ich komme zurück und bekomme von der gleichen Kollegin noch ein "Ich würde es dir erzählen aber hier geht das gerade nicht." zugesteckt. Na das klingt ja heiter.
Vorgesetzter kommt wieder, wir gehen in sein Büro. Ob ich schon was weiß. Nur, dass es Stress wegen irgendetwas gab. Ja den gab es... wegen dir. Oh. Er weiß nicht wie es dazu gekommen ist aber am Donnerstag waren zwei Leute in seinem Büro, eine war meine Teamkollegin um das Gesuch vorzutragen ich müsse weg, in eine andere Abteilung. Im Nachhinein erfuhr ich dann dass sie sich auch angeboten hat meinen Teamleiterposten zu übernehmen. Der andere war ein Kollege aus einer anderen Abteilung der gefragt hatte ob es stimmt dass ich "weg" soll und sie würden mich sofort in ihr Team nehmen (die Aussage hat mich doch sehr froh gemacht).
Viel gesprochen, diskutiert, überlegt was man machen kann. Das Ergebnis ist dass ich die nächsten zwei Wochen erst mal in den Wareneingang gehe (danach hab ich eh eine Woche Urlaub), nicht nur um die Situation zu entschärfen sondern auch um meine Kenntnisse über die Vorgänge in der Firma zu verbessern und die Arbeit in anderen Abteilungen besser kennen und verstehen zu lernen. Ich bin damit zufrieden, hatte ich eh mal vor. Des weiteren überlegen wir eine weitere Person mit dazu zu nehmen mit der ich mich bei Fragen austauschen und beraten kann.
Interessante Dinge die ich während des Gespräches oder im Nachhinein noch erfahren habe waren das mein Vorgesetzter angeblich bei meiner Kollegin über mich gelästert hätte (was kein vernünftiger Vorgesetzter machen würde), dass es schon längst beschlossene Sache ist das die Kollegin neuer Teamleiter wird (ist es noch nicht weil ich heute erst zu dem Thema überhaupt befragt wurde), das es für einige doch nicht wichtig ist zu wissen was jetzt Sache ist weil man die nicht leiden kann und noch ein paar Dinge mehr.
Den Rest des Tages wurde ich von ziemlich jedem meiner Teamkollegen ignoriert. Komisches Gefühl aber meine Güte, sind ja nicht meine Freunde oder Verwandte. Und so ein Niveau ist selbst mir zu niedrig. Meine Vorgesetzten stehen hinter mir und um mal eben entlassen zu werden braucht es mehr als nur eine schlechte Meinung von jemandem.
Morgen fahre ich also zur Arbeit um neue Dinge zu lernen und darüber bin ich froh. Froh weil ich über den Tellerrand meiner Abteilung schauen kann, bereit bin meinen Horizont zu erweitern.
Wie man es als Paketdienst voll verkackt.
Den Text habe ich am Tag des Geschehens geschrieben, also am 30. März 2017.
Morgen ist bei meinem Arbeitgeber Inventurtag, da das Geschäftsjahr von April bis März geht.
Früher hat eine Inventur immer zwei Tage gedauert, fand also am 30. und 31. März statt. Dieses Jahr versuchen wir die Inventur an einem Tag zu schaffen, also nur am 31. März, ergo haben wir heute noch normal gearbeitet. Wir waren früh genug fertig sodass nur noch auf die Paketdienste gewartet werden musste und dann wäre Feierabend gewesen.
Paketdienst eins war pünktlich da und fuhr auch kurz darauf mit seinen Containern vom Hof. Somit begann das warten auf Paketdienst zwei.
Nach eineinhalb Stunden wurden die Warterei einer meiner Kolleginnen zu doof (im Nachhinein muss ich ja sagen zum Glück) und sie fing an zu telefonieren wo denn der Fahrer bleibe. Jetzt viel uns auch auf dass niemand angerufen hatte um zu fragen wie viele Pakete denn mitgenommen werden müssten.
Nach einigem hin und her stellte sich heraus, der Fahrer war angewiesen worden heute nicht zu uns zu kommen denn wir hätten ja Inventur. Komisch nur dass niemand das so angegeben hat. Phantastisch! Wir haben also Pakete die nicht zum Kunden kommen, die morgen aber auch nicht mehr bei uns sein dürfen weil die Ware sonst mitgezählt werden müsste.
Ich habe selten erlebt das ein Dienstleister automatisch davon ausgeht dass etwas, wenn es nur schon immer so war, auch immer so bleiben wird. Die Welt verändert sich dauernd, alles wird z.B. teurer oder vielfältiger, warum sollten wie dann nicht auch unser Inventurvorgehen ändern?
Aber hey, zumindest wieder eine tolle Geschichte die ich erzählen kann.
Man kann doch auch zwei Jacken haben…
Vorweg, dieser Vorfall hat sich schon vor längerem ereignet, ich wollte den Text aber trotzdem noch präsentieren.
Ich wollte mir für die Arbeit eine neue Jacke zum überziehen kaufen da sich bei meiner jetzigen der Saum an den Ärmeln langsam aber sicher auflöst (dafür dass ich Rechtshänder bin ist der linke Ärmel echt zerlöchert). Das habe ich nebenbei in einem Gespräch mit meiner Mutter fallen lassen und sofort wurde ihr Questlog aktualisiert. „Kind braucht Jacke“.
Mama: „Wir können ja noch mal da in dem Geschäft gucken ob die eine Jacke haben. Ist das eigentlich deine Winterjacke?“ Ich: „Nicht wirklich, so ein Zwischending. Eine richtige Winterjacke brauche ich wohl auch mal wieder. Bei meiner funktioniert der Reißverschluss nicht mehr richtig.“ Mama: „Na die haben ja auch normale Jacken. Wir können ja mal gucken. Außerdem kriege ich heute 20% Rabatt.“
Wir gehen durch das Geschäft, gucken Jacken an, ich gucke auf die Preise, meine Mutter mehr auf die Jacken an sich.
Mama: „Guck mal diese.“ Ich: „Ne, nicht mein Fall.“ Mama: „Was war mit der eben?“ Ich: „300 Euro sind mir etwas zu teuer.“
Diese, jene, dies, das. Dann eine gefunden die mir gut gefiel.
Ich: „Ja die ist schön aber kostet halt auch trotz Reduzierung noch 70 Euro.“ Mama: „Aber sie gefällt dir doch. Dann nimm sie, ich gebe einen aus.“ Ich: „Aber das ist ja keine Winterjacke. Und die die ich an habe ist ja noch in Ordnung.“ Mama: „Aber man kann ja auch mal eine Jacke zum Wechseln haben.“
Klar, nicht dass ich (und das Klischee trifft bei mir zu) schon viel zu viele Schuhe habe, jetzt brauche ich auch noch zwei Jacken. ö_Ö Das war bis jetzt die Art von Kleidung die ich nie in mehreren Ausführungen brauchte.
Einiges hin und her, anprobiert, ja, sie sitzt sehr gut (besser als meine alte) und ich finde mich schick bzw. gut gekleidet damit. Und ja, bevor ich mich schlagen lasse und die Laune umschlägt nehme ich sie. Vielleicht wird es ja gar nicht so kalt und ich kann sie den ganzen Winter tragen.
Treppe runter und da waren sie, die Sport-Jogging-Überziehjacken. Und das Spiel begann von vorne.
Verschiedene Jacken in verschiedenen Größen anprobiert, eigentlich keine haben wollen weil teure Sportmarkenjacken und nur um sie auf der Arbeit kaputt zu tragen viel zu schade, Mutter die nicht locker lässt, ich die aber auch nur Sachen haben will die mir gefallen weil ich mich darin wohlfühlen will (wenn man sich wohl fühlt strahlt man das auch aus), wieder meine Mutter die langsam Hungeranfälle bekommt, der Laden der bald schließt.
Ja, ich habe mich am Ende entschieden, habe jetzt dauerhaft Bedenken dass die Jacke nicht lange halten wird und meine Mutter ist ihre 20% Rabatt losgeworden.
Und versteht mich nicht falsch, ich bin meiner Mutter wirklich sehr dankbar dass sie so unglaublich großzügig ist, ich habe mich dafür bedankt und ich weiß, Eltern sind so und wollen nur Gutes für ihre Kinder aber manchmal kann so eine Art auch sehr anstrengend sein.
Ich bin (manchmal) kein guter Kunde
Ich bin heute mal wieder (eigentlich auch nur weil meine Eltern auch hin gegangen sind) in den Buchladen meines Vertrauens gegangen um ein paar Bücher abzuholen und ein neues zu bestellen (ich kaufe Bücher ja generell nur im Laden, niemals online). Nun habe ich die Bestellungen für die abzuholenden Bücher nicht erst letzte Woche sondern gefühlt vor einem halben Jahr aufgegeben, daher war ich also gespannt ob und wenn ja was abzuholen ist. Vier Bücher waren da (eine Reihe somit abgeschlossen was heißt ich kann sie gleich in eins durchlesen), allerdings musste ich mir auch anhören das meine weiteren Bestellungen erst mal gestrichen wurden weil der Händler sich doch nicht mehr ganz so sicher war ob ich denn noch mal vorbei komme um meine Bestellungen auch abzuholen. Völlig in Ordnung, ein wenig in mich rein schmunzeln musste ich trotzdem da ich bis jetzt immer wieder zu ihm zurück kam. Trotz meiner Nachlässigkeit hat er die nachfolgenden Bücher wieder in die Vorbestellung rein genommen und auch das neue Buch auf die Liste gesetzt (da auf die Zweitauflage gewartet wird). Manchmal fände ich es toll wenn man gleich von außen sehen könnte wie Zuverlässig jemand ist aber nun gut, den gläsernen Menschen will ja wirklich keiner.
I hope King Ross don’t suffers a nervous breakdown if Martin Kirby wins the title at Refuse to Lose. :D
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Ich hoffe King Ross erleidet keinen Nervenzusammenbruch falls Martin Kirby bei Refuse to Lose den Titel tatsächlich gewinnen sollte. :D
Wohnungsrenovierungreise #10
Heute eeendlich die (ganzen zwei) Fotos von der Küche.
Insgesamt bin ich zwar zufrieden (die Schubladen haben eine Abbremsautomatik beim schließen, der Herd wird echt schnell warm), aber es gibt doch einige Dinge die mich ein wenig ankäsen. Die Schublade unter dem Herd sollte eigentlich meine Pfannen lagern, dummerweise passt nur eine Pfanne rein weil die Schublade nur ~10 cm hoch ist. Beim Schrankloch, in dem die Mikrowelle steht, dachte ich eigentlich dass auch dort eine Rückwand drin ist, ist aber leider nicht. Ich hoffe wir bekommen da noch was gebastelt denn so ist es nicht unbedingt schön. Der Schutzrahmen auf der Arbeitsplatte ist auch nicht so toll verarbeitet, hätte sicher auch besser gelöst werden können. Und im mittleren Hochschrank ist ein klebriger Rest von wasweißichwas an der Wand, da müssen wir noch mal mit anderem Putzutensil ran.
Heute einmal alles ausgewischt, das Besteck, einige Tassen und Gläser, außerdem Schneebesen, Suppenkelle uuund meine neuen Töpfe abgewaschen.
Zwei Lampen (für Wohn- und Schlafzimmer) hab ich jetzt auch, müssen nur noch angebaut werden.
Außerdem gibt es jetzt einen Schrank für über die Waschmaschine. Der muss dann auch demnächst noch zusammengesteckt werden.
Wohnungsrenovierungreise #09
Morgen kommt die Küche. Da ich arbeiten muss bin ich nicht dabei wenn sie aufgebaut wird. Irgendwie bin ich daher beunruhigt und erleichtert zugleich.
Außerdem kam gestern die Waschmaschine. Ich hoffe ganz doll sie macht ihren Job gut.
In der Küche riecht es jetzt wunderbar nach Abfluss. Ich denke das kommt davon wenn man versucht die Toilette mit Sprudelkapseln vom Schmutz zu befreien. Muss sich wohl irgendetwas im Verbindungsrohr gelöst haben.
Bin eh sehr gespannt ob und wie das alles mit dem anschließen von Küche, Waschmaschine, Geschirrspüler und Spüle wird.
Meine Regalreste kommen Ende des Monats. Die teure Variante mit der ich schon mein ganzes Leben verbracht habe. Und auch wenn ich hier wieder der Meinung bin es wird nicht passen... nun ja, immerhin ist es dann nicht meine Schuld. Habe auch schon angefangen meine Bücher in Kisten zu packen. Eine Runde haben wir heute hingebracht. Boah ist das eine verkackte Schlepperei. Wenn ich bedenke dass ich bei einer läppischen Kiste schon so in die Knie gehe weiß ich wirklich nicht wie mein Bett, Schreibtisch und Kleiderschrank von hier in den zweiten Stock da kommen sollen. Zwar mache ich das nicht alleine aber trotz allem...
Eben noch eine Schuhbank bestellt. Yay. Wenn doch alles nur so einfach wäre.
Wohnungsrenovierungreise #08
Endlich Zeit und Nerven die Bilder von den fertigen Wänden und dem Fußboden zu posten. Als Stütze habe ich noch einmal in klein das Vorher eingefügt.
Zuerst der Flur:
Das Bad (zugegeben, bis auf dass es jetzt ganz weiß ist hat sich nicht so viel getan). Der Karton ist übrigens mein Waschmaschinendummy.
Die Küche:
Wohnzimmer:
Und das Schlafzimmer:
Da ich langsam dann doch mal in die Gänge kommen muss fahren wir morgen wieder los und kaufen dann hoffentlich Fußleisten, einen Wasserhahn für die Küchenspüle, eine Mikrowelle (die auf keinen Fall in den vorgesehenen Schrank passt was mich extrem nervt) und eine Waschmaschine.
Außerdem muss ich noch mit mir selbst einig werden wie ich die Regale im Wohnzimmer aufteilen will. Entweder mache ich es so wie ich mir dachte und habe dann sofort und/oder später keinen Platz mehr im Regal oder ich nehme was schon vorhanden ist und baue alle Steckdosen, Anschlussbuchsen und den Lichtschalter zu.
Wohnungsrenovierungreise #07
Tapeziert und/oder streicht NIEMALS zur kalt/nassen Jahreszeit.
Meine Wohnung schwitzt sich zu Tode und ich kann nicht lüften weil sonst die Tapete vielleicht wieder von der Wand rollt. Beim Fenster und Fensterbänke trocken wischen habe ich schon Farbe von der frisch gestrichenen Wand und Farbe vom Fensterrahmen gewischt. Ich hoffe das ganze lohnt sich. Im Schlafzimmer haben sich schon schwarze Flecken an der Decke gebildet. Ich weine wenn die nicht mehr weg gehen. Zumindest sehen die beiden Farben schön aus die ich ausgesucht habe.
Bald können wir wieder anfangen zu putzen.
Am Donnerstag kommt dann der Fußbodenbelad zum atmen, Freitag wird er verlegt.
Jetzt muss ich darauf warten dass die Küche kommt, denn vorher lohnt sich umziehen nicht. Bis dahin muss aber eh noch viel gekauft werden, unter anderem:
Couchtisch, Dampfdrucktopf, Deckenlampen (6 Stück), Flurschrank (Schlüsselablage, Einkaufstaschen), Garderobe, Geschirr (flache Teller, tiefe Teller, Kuchenteller, Schälchen), Handtuchhalter (Bad), Küchentisch, Küchenstühle (zwei Stück), Mikrowelle, Pfannen (mittel & groß), Pfannenwender, Salatschüsseln (mittel & groß), Schlafzimmeraufbewahrungsschrank/regal (Plüschies, Unterlagen), Schuhregal/schrank, Staubsauger, Suppenkelle, Töpfe (klein, mittel, groß), Topfuntersetzer, Verlängerungssteckdosen, Waschmaschine
Blabelarbelar... ums Internet muss ich mich auch noch kümmern. Lohnen würde es sich wohl erst ab Dezember. Das sind noch laange eineinhalb Monate.
Wohnungsrenovierungreise #06
Heute habe ich wieder einen riesigen Schritt getan. Die Küche ist in Auftrag gegeben, außerdem das Sofa und am aller wichtigsten, die Fußböden.
Ins Schlafzimmer kommt ein flauschiger Kuschelteppich, in die Küche ein PVC-Fliesenbelag und in Flur und Wohnzimmer PVC-Holzbelag. Das wird schick. Dafür gehen schon einmal 1600 Euro drauf.
Das Sofa ist ein richtig schönes Rentnersofa, hohe Rückenlehne und auch eine angenehme Sitzhöhe von 47 cm. Also nichts von dem ich mich hoch drücken muss oder bei dem man, wenn man sich anlehnt, die Füße nicht mehr auf den Boden bekommt. Heißt allerdings auch dass mich niemand besuchen kommen will weil das Sofa ja viel zu unbequem für die jungen Leute ist. Aber gut, das stört mich um so weniger. Kostenpunkt sind hier 750 Euro.
Und zu guter Letzt die Küche. Diese habe ich bei einem Einzelfachhändler gekauft und man kann es glauben oder nicht der Preisunterschied zu einem Discount-SB-Billig-Möbelhändler ist im Grunde nicht vorhanden. Und ich kaufe mir zig Mal lieber eine Küche bei einem Einzelhandelsfachgeschäft als bei einer Kette. Mit Herd, Kühlschrank und Geschirrspüler kostet die Küche 3400 Euro, das einzige was ich selber kaufen muss sind Mikrowelle und ein Wasserhahn.
Auch die erste Schicht Farbe ist mittlerweile an den Wänden, die Türen und Fenster sind gestrichen... es geht tatsächlich alles voran. Das freut mich sehr da ich anfangs das Gefühl hatte überhaupt nicht zu wissen was ich möchte und was werden soll.
Eine grundlegende Frage die ich mir stelle ist warum Geschirrspüler wenn sie 45 cm breit sind wesentlich teurer sind als 60 cm breite. Ich hatte zuerst einen 45er Spüler in meiner Küche geplant und nach einigem hin und her ist es jetzt ein 60er plus noch ein weiterer Hochschrank. Und Überraschung, das ganze kostet gerade mal 10 Euro mehr als vorher. Ist mir unbegreiflich.
Es fehlen noch eine Menge Dinge in und für meine Wohnung (ich sollte vermutlich mal eine Liste schreiben) aber hey, vielleicht kann ich zu Weihnachten ja doch schon darin wohnen. Dann auch hoffentlich mit mehr Internet als hier.
Wohnungsrenovierungreise #05
Wuhu, der Maler hat heute angefangen. Als spezielle Zugabe gibt es dieses Mal ein Foto von der ersten Tapete auf einer der Wohnzimmerwände.
Ansonsten gibt es nicht viel neues, ich habe weder eine Küche noch ein Sofa.
Wegen der Küche geht es nächste Woche noch einmal los, wohl die letzten Einzelheiten klären.
Und ein Sofa... es gibt einfach nichts dass meinen hochgestochenen Ansprüchen entspricht und ich mir gleichzeitig leisten kann. Außerdem geht vom Platz her eh nicht mehr als ein Dreisitzer. Mit mehr als zwei Personen als Besuch wird es also schwierig.
An eine Einweihungsfeier ist also frühestens im nächsten Jahr zu denken.