Wie schreibt man enemies-to-lovers?
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1. Lasst eure Leser warten! Achtung: Das Warten muss sich lohnen!
Die größten Fehler beim schreiben von enemies-to-lovers sind, wenn die Figuren ihren Hass zu schnell beiseitelegen und man keinerlei Chemie zwischen den Beiden spüren kann. Eure Leser wollen mitfühlen und im Laufe der Geschichte immer wieder Gedanken und Gefühle der Figuren gezeigt bekommen; kreiert ein unterhaltsames slow burn. Überstürzt nichts! Im echten Leben werfen zwei Feinde ihren Hass auch nicht innerhalb weniger Tage/Stunden über Bord, um sich dann zu verlieben. Versucht die Dynamik zwischen euren Figuren auch später noch beizubehalten (wenn sie schon verliebt sind), gerade dieses hitzige und prickelnde macht einen guten enemies-to-lovers Roman aus.
2. Emotionale Achterbahnfahrt
Werft eure Leser in einen sogenannten emotional rollercoaster. Enemies-to-lovers ist sehr komplex und ihr müsst es hinbekommen, dass eure Leser mit euren Figuren mitfühlen. Die Gefühlswandlung von Hass zu Liebe ist wichtig und sollte nachvollziehbar rübergebracht werden. Es ist unverzichtbar, dass eure Leser den Hass (am Anfang) spüren und den Gegenpart am besten selbst aus vollem Herzen hassen. Sobald Gefühle ins Spiel kommen sollten eure Leser in der Lage sein, diese Wandlung zu fühlen und zu verstehen.
3. Gebt euren Figuren einen guten Grund sich zu hassen
Eure Leser müssen verstehen, warum die Figuren so empfinden. Unterschiedliche Moralvorstellungen, verschiedene Werte, andere Meinungen oder vielleicht auch ein Konkurrenzkampf im Job? Überlegt euch etwas realistisches und tiefergehendes, sodass der vermeintliche Hass gerechtfertigt ist. Weiterhin muss es nachvollziehbar sein, dass dieser Hass über einige Zeit anhält. Den Konflikt könnt ihr mit mehr Problemen anheizen (z.B. Feind bekommt eine Beförderung etc.), sodass die Dynamik eurer Figuren klar zum Vorschein tritt. Arbeitet diese Differenzen und Unterschiede, die eure Figuren voneinander trennen, sauber heraus. Immer daran denken: der Leser kann nicht in euer Gehirn hineinschauen, ihr müsst alles beschreiben!
4. Richtiger Zeitpunkt um Gefühle zu entwickeln
Was bringt diese beiden Feinde denn nun dazu, sich zu mögen? Es muss etwas realistisches sein. Haben sie z.B. ein gemeinsames Ziel? Oder treffen sie in einem Moment der Verletzlichkeit aufeinander? Vielleicht ist es auch ein Moment erzwungener Nähe (forced proximity)? Egal was es ist, überlegt euch diesen Grund gut! Die Figuren sollten die Chance bekommen offen zu reden und Missverständnisse und Ähnliches zu klären. Optimal wäre es, wenn eure Figuren den jeweiligen Gegenspieler dann aus „anderen Augen“ sehen würden, sodass man als Autor darauf aufbauen kann.
5. Achtung: Die beiden werden kein perfektes Liebespaar sein
Von Hass zu Liebe? Das geht nicht ohne ein paar kleine Streitereien. Wenn bei euren Figuren sofort alles prima ist und die beiden im siebten Himmel schweben, dann wird es eines: und zwar langweilig. Eure Figuren zeichnen sich ja gerade durch unterschiedliche Meinungen oä. aus, also ist es nur normal, wenn es in einer Beziehung auch mal „knallt“. Diskussionen, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte sind vollkommen normal in jeder (!) Beziehung. Es wäre also ziemlich unrealistisch, wenn zwei ehemalige Feinde aus dem nichts ein Herz und eine Seele sind. Lasst die beiden an ihrer Beziehung arbeiten und greift vielleicht frühere Differenzen erneut auf.














